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Fabliaux

Fabliaux sind schwankartige Kurzerzählungen, die zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert vor allem im Norden Frankreichs (Picardie) entstanden. Sie sind in paarweise gereimten Octosyllables verfaßt.

Die meisten Fabliaux - es wurden ca. 150 überliefert - sind anonym. Von den bekannten Autoren sind vor allem Jean Bodel (1165/1209) und Rutebeuf (vor 1248/um 1285) zu nennen.

Die Fabliaux wurden wahrscheinlich durch Jongleurs bei Festen öffentlich vorgetragen. Beliebteste Themen waren: Ehebruch, und Bestrafung von Habgier und Dummheit. Als Hauptakteure der Fabliaux sind leichtfertige und verführerische Frauen, eifersüchtige und grobschlächtige Ehemänner, junge Liebhaber (oft Scholaren oder Kleriker) sowie gefräßige, versoffene und heuchlerische Priester zu nennen.

Viele Geschichten der Fabliaux überlebten später in Farcen, Komödien und Novellen.

Literatur:


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CIFRAQS
3.11.2003