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Wie sich die TU nach außen zeigen wird

Was tut sich bei der Entwicklung des Corporate Designs der TU Dresden?

Mehrere Veröffentlichungen im Universitätsjournal und eine Befragung der Studenten und Mitarbeiter der TU Dresden im Internet hatten es ja schon vor Monaten angekündigt: Es tut sich was in Sachen Corporate Design (CD) der TU Dresden, das ja modernisiert und praktikabler gemacht sowie auch auf das Internet angewendet werden soll. Mit dem gegenwärtig erreichten Stand scheint nun die Hoffnung berechtigt, dass die »unendliche Geschichte« der Versuche, zu einem guten und akzeptierten CD zu gelangen, bald ihr vorläufiges Ende haben könnte.

Das Universitätsjournal befragte dazu Kim-Astrid Magister, die Leiterin des Sachgebietes Universitätsmarketing, in dem die Aktivitäten zur CD-Entwicklung organisiert und koordiniert (Anja Miesner) bzw. kommunikationsgrafisch geprüft und begleitet (Sven Geise) werden.

UJ: Noch gelten die Gestaltungsrichtlinien, die die Universitätsleitung am 12. Januar 1999 beschlossen hatte. Aber nach ausführlichen Vorarbeiten ist nun ein neues Corporate Design der TU Dresden in Sicht, das gleichwohl auf bewährte Aspekte aufbaut. Wie ist der Stand?

Kim-Astrid Magister: Das bisherige CD hat sich in der Praxis immer wieder als sehr uneinheitlich und wenig nutzerfreundlich erwiesen. Eine im vergangenen Jahr durchgeführte Befragung der Mitarbeiter und Studenten zum CD hat aber gezeigt, dass die Mehrheit der Befragten durchaus ein einheitliches CD innerhalb der TU Dresden begrüßen würde. Aufbauend auf den Ergebnissen dieser Befragung hat die Universitätsleitung deshalb beschlossen, das CD zu überarbeiten. Und so wurden im Rahmen einer Ausschreibung fünf namhafte Agenturen gebeten, erste Entwürfe zu präsentieren. Die Universitätsleitung hat sich schließlich entschieden, die Dresdner Agentur Schmidt & Schumann mit der Überarbeitung des CD und des Internetauftritts für die gesamte Universität zu beauftragen. Die Agentur wird nun in den kommenden Wochen die Details des CD erarbeiten. Fest steht schon jetzt, dass das Logo der TU Dresden in seiner Grundstruktur erhalten bleibt, lediglich im Sinne einer besseren grafischen Wirkung behutsam überarbeitet wird. Neu dagegen wird die Farbe sein, mit der sich die TU Dresden künftig präsentieren will: Ein dunkles Blau soll die Seriosität und Leistungsfähigkeit der Universität symbolisieren.

UJ: Die eben erwähnten Gestaltungsrichtlinien vom 12.1.1999 waren – trotz vielfältiger Publikationen – zu wenig bekannt. Wie soll für das neue CD eine genügend wirksame Publizität erreicht werden?

Kim-Astrid Magister: Diese Gestaltungsrichtlinien waren nicht nur zu wenig bekannt, sie waren auch nicht ausreichend nutzerfreundlich. Dies soll sich nun ändern. Das neue CD und auch der Internetauftritt sollen einfacher handhabbar sein als bisher. Aufbauend auf den visuellen Konstanten Logo, Schrift und Farbigkeit wird ein grafischer Code entwickelt, der sowohl für die wesentlichen Print-Kommunikationsmittel als auch im Internetauftritt Anwendung finden soll. Eine erste Maßnahme, die Neuerungen bekannt zu machen, wird ein Rundschreiben des Kanzlers sein. Die wesentlichen Gestaltungsgrundlagen und Anwendungen fasst die Agentur Schmidt & Schumann in einem Corporate-Design-Manual zusammen, welches den Mitarbeitern der TU Dresden zur Verfügung gestellt wird. Diese Informationen werden auch im Internet angeboten. Im Sinne der einfacheren Handhabbarkeit wird es darüber hinaus Vorlagen für Briefbögen, Faxformulare und ähnliches im Internet geben, die sich jeder Mitarbeiter der TU herunterladen kann. Weiterhin sind für die Phase der Einführung des neuen CD natürlich auch Mitarbeiterschulungen geplant. Angedacht ist auch eine Art »Willkommenspaket« mit einer Erstausstattung an Geschäftsbedarf im gültigen CD für neue Mitarbeiter. Selbstverständlich werden auch die Mitarbeiter des Universitätsmarketings – speziell des Bereichs Gestaltung – mit Rat und Tat zur Seite stehen.

UJ: Die alten Gestaltungsrichtlinien galten – vornehmlich aus technischen Gründen – nicht für das Internet.Wie sieht das künftig aus?

Kim-Astrid Magister: Das neue CD soll unbedingt auch im Internet Anwendung finden. Mit der Einführung eines einheitlichen CD, welches sich auch im Internetauftritt widerspiegelt, hat die TU Dresden die Chance, als eine der ersten deutschen Hochschulen das Ziel einer konsequenten einheitlichen Außendarstellung umzusetzen. Während damals die CD-Richtlinien und die Gestaltung des Internets getrennt voneinander entwickelt wurden, haben wir jetzt die große Chance, alles in einem Anlauf komplett zu überarbeiten. Das heißt, bei der Entwicklung des CD wird von Anfang an auch die Übertragbarkeit auf das Internet beachtet. Die Überarbeitung des CD und die Neugestaltung des Internetauftritts laufen quasi parallel.

UJ: Wie soll das künftige CD in der Universitätspraxis durchgesetzt werden?

Kim-Astrid Magister: Ich denke, ganz wesentlich ist erst einmal die Akzeptanz des neuen CD. Nur ein Erscheinungsbild, das gefällt und gleichzeitig nutzerfreundlich ist, hat überhaupt eine Chance, auch akzeptiert und angewendet zu werden. Was diesen Aspekt betrifft, bin ich absolut sicher, dass die TU Dresden mit der Agentur Schmidt & Schumann einen Partner gefunden hat, der ein optisch anspruchsvolles, gefälliges und gleichzeitig einfach anwendbares CD entwirft. Darüber hinaus werden sowohl die Universitätsleitung als natürlich auch das Marketing der TUD viel stärker als bisher auf fehlerhafte Anwendungen des CD hinweisen. Denn – wie schon eingangs erwähnt – ein Großteil der Mitarbeiter der TU Dresden hat die Bedeutung eines einheitlichen Außenauftritts erkannt und wünscht diesen ausdrücklich.

Es fragte Mathias Bäumel

UJ 10/04 vom 8. Juni 2004

Stand: 24.08.2012 22:58
Autor: Anja Miesner

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