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Informationen zur Existenzgründung

Auf dieser Seite werden Informationen der Firma LEXWARE veröffentlicht. Hierbei handelt es sich nicht um offizielle Informationen der Technischen Universität Dresden!  

Wer auf die Bühne kommt,
muss Neuerfundenes bringen
und auf neue Art.

Plautus

Wie werde ich Existenzgründer? Ein Ratgeber in fünf Akten


Der Berufseinstieg für Absolventen wird zunehmend komplizierter, vor allem wenn nicht zuvor ein Abschlussziel gewählt wurde, das den späteren Beruf nahezu vorbestimmt. Denn nicht alle wollen Lehrer, Juristen oder Ärzte werden. Wer zur „Generation Praktikum" gehört, muss seinen Weg nach der Uni selbst wählen. Dabei gehört zum erfolgreichen Start ins Berufsleben nicht zwangsläufig der Weg über Praktika und Volontariate. Viele Akademiker nehmen bereits während des Studiums das Heft selbst in die Hand und werden Existenzgründer. Doch da die vielzitierte „Existenzgründung" nicht nur aus einer fixen Idee besteht, sondern auch viele Stolpersteine bereithalten kann, informieren wir hier in fünf Akten über alles Wichtige für Gründer und Selbständige.

Wer bin ich?

I. Die Exposition: Voraussetzungen zur Existenzgründung


Nicht nur auf den Bühnen der Welt wird die Existenzfrage in vielen Facetten durchgespielt und abgehandelt. Bei der Existenzgründung geht es tatsächlich in erster Linie um eine neue Existenz, und zwar in der Berufswelt. Primäre Bedingung für eine erfolgreiche Gründung ist die Kenntnis der eigenen Fähigkeiten, aber auch der eigenen Grenzen und Schwächen. Keine Angst, unser Ratgeber wird nicht zur psychologischen Introspektion, doch ganz ohne Psychologie kommen wir nicht aus.

Sei ehrlich, aber nicht selbstzweifelnd

Ehrlichkeit ist eine der wichtigsten Tugenden überhaupt. Auch wenn wir alle hin und wieder flunkern, solltest du als Existenzgründer zuallererst ehrlich zu dir selbst sein. Prüfe also deine Geschäftsidee dahingehend, ob sie zu dir passt und du das wirklich aus dir selbst heraus möchtest. Eine Existenzgründung als Wunscherfüllung anderer (Eltern, Partner oder Freunde) wird langfristig nie erfolgreich sein. Wenn du ehrlich zu dir selbst bist, kannst du diese ehrliche Begeisterung auch bei deinen zukünftigen Kunden oder Geschäftspartnern wecken.

Zur ehrlichen Selbsteinschätzung gehört auch die Frage, ob du dir den Schritt Existenzgründung zutraust. Wenn du diese Frage auch nach einigem Abwägen mit einem Ja beantworten kannst, belasse es dabei. Selbstzweifel gehören in Ansätzen zwar zum Leben, aber ohne eine gehörige Portion Selbstbewusstsein und Überzeugung von deinem Projekt musst du erst gar nicht starten.

Sei idealistisch, aber nicht unflexibel

Eine Prise Idealismus steckt in jeder Existenzgründung. Was wäre aus Bill Gates geworden, wenn er nicht von der Idee eines massentauglichen Rechners überzeugt gewesen wäre? Hätte sich Barack Obama zur Wahl stellen lassen, wenn er nicht an ein besseres Amerika unter seiner Führung geglaubt hätte? Doch bei allem Idealismus solltest du immer flexibel genug sein, um auf Veränderungen reagieren zu können. Denn schon der weise Heraklit konstatierte: „Nichts ist so beständig wie der Wandel".

Sei realistisch, aber denke auch mal groß

Wer sich über seine geistigen Kapazitäten und seine „soft skills" im Klaren ist, kann später viel zielführender handeln. Es spielt dann keine Rolle mehr, ob die Arbeit allein oder im Team geschieht. Wichtig ist vor allem, dass du realistisch einschätzen kannst, was du dir zutraust. Wenn du bei deinen Überlegungen merkst, dass du Hilfe brauchst, hol sie dir. Ein Beispiel hierfür ist die Bearbeitung der Steuererklärung. Viele Existenzgründer fangen als Kleinunternehmer an, bemerken aber nicht, dass ihre Leistungsabrechnungen durch ihre gestiegenen Umsätze umsatzsteuerpflichtig geworden sind. Nicht wenige Existenzgründer müssen dann hohe Umsatzsteuernachzahlungen an das Finanzamt leisten. Der Gang zum Steuerberater oder die Lektüre einschlägiger Ratgeber wäre in diesem Fall dringend nötig gewesen. Gute Unterstützung können auch digitale Helferlein liefern. Ein Beispiel hierfür sind die Buchhaltungsprogramme von Lexware oder anderen Anbietern.

Vorschlag für eine Liste zur Selbsteinschätzung:
Fähigkeit kann ich kann ich (noch) nicht
sicher auftreten    
Personal leiten    
Sachverhalte klären    
Aufgaben planen    
Steuererklärung erstellen    
Fehler eingestehen    
Kritik ertragen    
sonstiges    

Ein wenig Lektüre:
Wer sein Ich besser kennenlernen möchte, kann auf ein breites Spektrum an Ratgebern bauen. Wir empfehlen, ein wenig zu stöbern, um den passenden Band zu finden: Ich und die Anderen bei Amazon

Bin ich etwas Besonderes? -> 5 wichtige Fragen an meine Geschäftsidee
1. Was ist mein Alleinstellungsmerkmal?
2. Was kann ich besser als andere?
3. Was zeichnet mein Projekt aus?
4. Gibt es bereits ähnliche Angebote auf dem Markt?
5. Wer sind meine Konkurrenten?
Um späteren Enttäuschungen vorzubeugen, ist die Beantwortung der eben aufgestellten Fragen eminent wichtig. Denn niemand braucht das zehnte Szene-Café im neuen Trendviertel, wenn es keine neuen Impulse liefert. Ebenso wird niemand deine Dienstleistung in Anspruch nehmen, wenn er bereits vier andere Unternehmen kennt, die genau das Gleiche anbieten. Einmaligkeit ist der wichtigste Erfolgsfaktor für dein Projekt. Wenn du als Gründer in bereits bestehende Strukturen eindringen möchtest, musst du dich auf verstärkte Konkurrenz und auf einen langen Atem einstellen. Wenn deine Idee dagegen bis jetzt noch niemand hatte, besetzt du ein neues Feld und bist (vorerst) konkurrenzlos.

II. Die Hinführung: vier gängige Geschäftsformen für Gründer


Wer eine Firma gründen und ein Gewerbe anmelden möchte, sollte sich vor der Gründung auch über die möglichen Geschäftsformen informieren. Die Auswahl der passenden Unternehmensform hängt von weiteren Faktoren ab. Zum einen ist es entscheidend, ob ich als „Single Player" an den Start gehe oder noch weitere Geschäftspartner mit ins Boot hole. Sobald weitere Personen mitwirken, sind vorherige Absprachen und ggf. vertragliche Abmachungen obligatorisch, um das Risiko von späteren, oft kostspieligen Geschäftsstreitereien zu vermeiden. Zum anderen hängt die Wahl der Unternehmensform von meiner Geschäftsidee ab. Wenn ich allein Internetdienstleistungen im „Home Office" anbieten will, benötige ich vielleicht vorerst noch keine konkrete Geschäftsform. Soll mein Startup aber ein schicker stationärer Designerladen mit Online-Shop werden, kann es unter Umständen auch ratsam sein, eine bestimmte Unternehmensform zu wählen, um künftigen Geschäftspartnern zusätzliche Seriosität zu signalisieren. Gleichzeitig kann durch die Wahl der Geschäftsform auch der Firmenname besser zur Marke gemacht werden. „Branding" lautet hier das Stichwort. Wichtig für die Wahl ist natürlich die Frage nach dem vorhandenen Startkapital. Hier kommen vier häufig gewählte Unternehmensformen:
  • Einzelunternehmen: Für ein Einzelunternehmen bedarf es lediglich eines Gründers, der seine Firma ganz ohne Mindestkapital auf den Markt bringt. Allerdings haftet der Einzelunternehmer mit seinem gesamten Privatvermögen für sein Geschäft. Der große Vorteil liegt in der unbürokratischen Gründung und dem Gewinn, der nicht geteilt werden muss.
  • GbR: Die Gesellschaft des bürgerlichen Rechts oder auch BGB-Gesellschaft kann nur von mindestens zwei Personen auch ohne Vertrag gegründet werden. Wie beim Einzelunternehmen benötigen die Existenzgründer kein Mindestkapital. Die Haftung ist unbeschränkt und verteilt sich auf die Gründer. Der Nachteil einer GbR ist die unsichere rechtliche Lage, wenn es zu Streitigkeiten zwischen den Geschäftspartnern kommt.
  • GmbH: Für die Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung bedarf es mindestens einer Person, die über ein „echtes" Kapital von mindestens 12.500 EUR verfügt. Die Haftung übernimmt das Unternehmen in Höhe des hinterlegten Gesellschaftsvermögens. Für Geschäftspartner zeugt die GmbH meist von höchster Seriosität. Gründer müssen für den Start der GmbH allerdings mit einem weitaus höheren bürokratischen Aufwand rechnen.
  • UG: Die Unternehmergesellschaft ist eine Art Vorstufe zur GmbH. Für ihre Gründung muss mindestens eine Person eine Bareinlage von mindestens einem Euro leisten. Jedes Jahr müssen 25 Prozent des Firmengewinns als Bareinlage zurückgelegt werden. Der Vorteil für den Gründer besteht darin, dass er selbst als Geschäftsführer Arbeitnehmer seines eigenen Unternehmens werden kann. Die Haftung besteht in der Höhe der Bareinlage. Wer Kredite für seine UG bei einer Bank beantragen möchte, hat im Gegensatz zur GmbH allerdings Nachteile. Ebenso werden die Gewinne durch die verpflichtende Rücklage von 25 Prozent minimiert.
  • Noch ausführlichere Informationen zu Unternehmensformen in Deutschland erhalten Interessierte auf den Seiten der IHK Hannover: http://www.hannover.ihk.de/ihk-themen/recht-steuern/recht/handels-und-gesellschaftsrecht/unternehmensformen.html. Die lokalen Vertretungen der IHK sowie auch Steuerberater können Existenzgründern bei der Wahl der passenden Unternehmensform ebenfalls weiterhelfen.
Fazit: Entscheide dich nach den Kriterien:
  • Partner oder allein
  • hoher oder niedriger bürokratischer und finanzieller Aufwand
  • Schnelligkeit
>i>Das „Upgrade" zu einer höheren Unternehmensform ist nahezu immer möglich. Aber dann sollte auf jeden Fall der Steuerberater des Vertrauens zuvor konsultiert werden!

III. Zwischenspiel – Planung ist die halbe Miete



Wenn du dich jetzt für die Existenzgründung gewappnet fühlst, dich für deine Unternehmensform entschieden und dich mit deinen Partnern, falls vorhanden, geeinigt hast, kann die konkrete Planung beginnen. Also frisch ans Werk und zuerst einmal ran an den Businessplan. Eine solch strukturierte Planung ist nicht nur für deinen Überblick geeignet, sondern kann auch für die Kreditentscheidung einer Bank oder bei Investoren nützlich sein. Beim Erstellen des Plans helfen dir die folgenden 10 Punkte:

1. Warum eigne gerade ich mich für diese Geschäftsidee?

Jeder Gründer muss davon ausgehen, dass der Gegenüber ihn überhaupt nicht kennt. Aus diesem Grund sollte der Businessplan alles über deine Berufserfahrung aussagen. Denn auf diese Weise wird auch klar, wie sehr du dich bereits in deinem zukünftigen Berufsfeld auskennst. Aber auch hier gilt der Hinweis: sei am besten ehrlich und versuche nicht zu übertreiben!

2. Was kann ich … und was nicht?

Zunächst ist es natürlich wichtig, die eigenen Stärken aufzulisten. Es ist aber mindestens genauso wichtig, auf die noch zu verbessernden Schwächen hinzuweisen. Denn so wird deutlich, dass du dich ehrlich und gewissenhaft mit deiner Geschäftsidee auseinandergesetzt hast.

3. Halte dich an das, was du auch einhalten kannst

Niemandem ist geholfen, wenn du die erwarteten Einnahmen exorbitant anhebst, in der Hoffnung, dass Vertreter der Bank oder Investoren dir deshalb eher Kredite oder Zuschüsse gewähren.

4. Geh mit Überzeugung ans Werk

Denke immer daran, dass du auch selbst von deinen Plänen überzeugt sein musst. Nur so kannst du Partner oder Investoren im Gespräch oder in einer kurzen Powerpoint-Präsentation überzeugen.

5. Skizziere kurz am Anfang den Inhalt deines Plans

Im Business-Sprech wird das „Executive Summary" genannt. Das ist eine kurze und prägnante Zusammenfassung mit den wichtigsten Elementen deines Businessplans.

6. Lass Freunde oder Kommilitonen deinen Businessplan lesen

Betriebsblindheit kommt bei den besten Textern und Autoren vor. Selbst Thomas Mann ließ seine Romane vor dem Druck gegenlesen. Fehler und schlechte Formulierungen kannst du so leicht aus dem Weg räumen.

7. Fasse dich kurz

Hypotaktische Strukturen mögen zwar im Literaturbetrieb gut ankommen, sind aber im Businessplan fehl am Platz. Schreibe am besten in kurzen, aussagekräftigen Sätzen, worum es gehen soll.

8. Zahlen prüfen

Es hört sich vielleicht komisch an, aber achte darauf, dass alle Zahlen stimmen. Jeder wird dir zutrauen, dass du die Grundrechenarten beherrschst. Doch Zahlendreher und Leichtsinnsfehler haben in einem Businessplan keine Chance. Oder würdest du jemandem einen Kredit geben, der anstelle von 1.000 EUR 10.000 EUR schreibt?

9. Stimmt die äußere Form?

Das Konzept für deinen Businessplan kannst du gerne auf einem alten Briefumschlag erstellen. Sobald es aber an die Präsentation geht, dürfen ein durchdachtes Layout sowie eine angemessene Hülle nicht fehlen.
Zusatztipp: Strukturiere deinen Plan in sinnvolle Absätze und hebe z.B. wichtige Daten und Formulierungen durch Fettdruck hervor.

10. Orthographie OK?

Auch wenn wir alle wissen, dass es im Deutschen immer wieder orthographische Streitfälle gibt, sollte dein Businessplan in einer astreinen sprachlichen Form vorliegen. Wer sich nicht nur auf die häufig unzureichende Rechtschreibprüfung seines Textverarbeitungsprogramms verlassen möchte, findet bei Langenscheidt oder auch online im Duden passende Nachschlagewerke. Wer sich Beispiele für Businesspläne ansehen möchte, findet auf der Seite des Wirtschaftsministeriums entsprechende Inhalte: http://www.existenzgruender.de/selbstaendigkeit/vorbereitung/businessplan/06571/index.php

Zusammengefasst:

Das muss mein Businessplan beinhalten:
  • Fähigkeiten und Kenntnisse der Gründer
  • Gründungsperson/en
  • Art der Dienstleistung/ Art des Produkts
  • Besonderheit der Dienstleistung, des Produkts
  • Zielgruppe
  • Art der geplanten Marketingmaßnahmen
  • Unternehmensform und ggf. Personalbedarf
  • erfüllte Formalitäten und noch zu erfüllende Formalitäten
  • Risiken und Chancen der Geschäftsidee
  • Finanzierungsplan
  • Urkunden und Zeugnisse
Und noch mehr Listen…

Es wäre immer alles so einfach, wenn es für jede Lebenssituation eine Checkliste gäbe. Für die Erstellung von Businessplänen gibt es sie! Denn nicht nur bei großen Projekten können bei der Fülle an Aspekten auch wichtige Fragen übersehen werden. Wer also auf der sicheren Seite sein möchte, findet etliche nützliche Checklisten für Existenzgründer als praktische PDF-Dokumente beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie http://www.existenzgruender.de/checklisten_und_uebersichten/index.php

Finanzielle und praktische Hilfestellung

Geld ist der Motor der Wirtschaft. Geld benötigt nahezu jedes neue Geschäftsmodell, sei es auch „nur" für die Anschaffung eines neuen Notebooks. Wer für seine Existenzgründung ein bestimmtes Stammkapital benötigt, z.B. für die Gründung einer GmbH, kann sich das Geld für den Start auch leihen. Doch grundsätzlich ist es immer ratsam, erst zu starten, wenn man selbst das nötige Kapital zusammengesammelt hat. Sollte dennoch Geld benötigt werden, gibt es folgende Möglichkeiten:
  • Banken: Als Existenzgründer ist es immer schwierig, bei Banken die nötigen Kredite zu erhalten. Oftmals werden Bürgen verlangt, und der Businessplan muss das Kreditinstitut voll und ganz überzeugen.
  • Venture Capitalists: Im Gegensatz zur Bank verlangen Investoren keine Zinsen für Ihre finanzielle Einlage. Doch jeder Gründer sollte sich zuvor genau überlegen, wem er Firmenanteile abgeben möchte.
  • Organisationen: Existenzgründer können in Deutschland die Hilfe von vielen Organisationen in Anspruch nehmen. Ein Beispiel hierfür wären die Business Angels: www.business-angels.de . Wer vor der Gründung arbeitslos war, kann auch beim Arbeitsamt einen Gründungszuschuss beantragen: http://www.arbeitsagentur.de/nn_26400/Navigation/zentral/Buerger/Hilfen/Existenzgruendung/Existenzgruendung-Nav.html
  • Crowdfunding: Diese relativ neue Methode, Geld für ein Projekt zu sammeln, funktioniert über das Netz oftmals sehr gut. Der Sinn dahinter: möglichst viele Menschen steuern nur einen geringen Betrag bei. Zinsen entstehen bei dieser Art der finanziellen Unterstützung keine.
  • Familie und Freunde: Wer sich bei Eltern oder Freunden Geld leiht, hat den Vorteil, dass er auch dort meist keine oder sehr niedrige Zinsen zahlen muss. Außerdem ist es immer besser, wenn man sich nicht von einer Bank abhängig macht.

IV. Das retardierende Moment – Sonderfall Online-Welt


Das Netz ist zu einem festen Lebensbereich geworden. Facebook und Co. regulieren ganze Tagesabläufe, Mails und Chats gehören zum Alltag. Was läge dann nicht näher, als die Geschäftswelt online zu erobern?

Doch Vorsicht: So einfach, wie sich das für viele auf den ersten Blick darstellt, ist es nicht. Denn auch hinter erfolgreichen Webprojekten stehen zum einen viel Planung und Disziplin und häufig auch ein sehr finanzkräftiger Investor. Darüber hinaus reicht es heute nicht mehr, im Internet eine bereits erfolgreiche Geschäftsidee zu kopieren, um damit Erfolg zu haben. Außerdem ist die Konkurrenz aufgrund der höheren Reichweite viel größer.

Bevor du also im Netz dein Glück mit einem eigenen Blog, einer Infoseite, einem Themenportal oder gar einem Online-Shop suchst, solltest du ebenso alle Teilschritte zur Existenzgründung durchgehen wie bei allen anderen Projekten!

Sicherlich ist ein Weblog schnell erstellt. Wenn du diesen aber langfristig auch Monetarisieren willst, musst du planen und viel für deinen Erfolg tun. Die Blogosphäre ist zwar voll von mitteilungsfreudigen Autoren. Ausreichend Geld verdienen damit aber nur die wenigsten. Ähnliches gilt auch für alle anderen Webprojekte.

Wir wollen dir aber den Mut nicht nehmen! Wenn du eine gute Idee hast, die es in dieser Art noch nicht gibt und du das nötige Knowhow mitbringst, kannst du auch mit deinem Internet-Startup erfolgreich werden.

V. Das große Finale – Es geht los!


Wenn du bis hierher durchgehalten hast, kann es jetzt endlich losgehen mit deiner Geschäftsidee. Bedenke auch hier: tätige vorerst keine unnötigen Investitionen und spare an Kosten. Ein Beispiel: vielleicht benötigst du für den Anfang gar kein eigenes Büro, sondern kannst alles im home office erledigen. Auch Steve Jobs hat zu Beginn in der Garage angefangen, an Computerbauteilen herumzuschrauben!

Sobald die Raumfrage geklärt ist, solltest du dich um wichtige Formalitäten kümmern. So müssen z.B. Cafés für den Verkauf von Alkohol über eine Ausschankgenehmigung verfügen oder Außenflächen vom Ordnungsamt abgenommen werden. Büros mit mehreren Mitarbeitern benötigen bestimmte sanitäre Einrichtungen. Auch bei Online-Shops muss rechtlich alles stimmen, damit nicht gleich zu Beginn kostspielige Abmahnungen ins Haus flattern. Wer sich bei rechtlichen Fragen zu seinem Geschäft unsicher ist, sollte sich auf jeden Fall von einem Rechtsanwalt beraten lassen.

Auf die Plätze, fertig los!

Sobald ein Starttermin fixiert ist, solltest du auch mit der Werbung für deine Geschäftsidee beginnen. Lass aber bis zum Startpunkt nicht allzu viel Zeit verstreichen. Vielfach kannst du auch im laufenden Betrieb noch optimieren. Vor allem in der Online-Welt haben sich Beta-Versionen bewährt.

Als Werbung reicht es zunächst auch aus, wenn du Freunde und Bekannte über dein neues Geschäft informierst. Über die sozialen Medien kann sich deine Geschäftsidee auf diese Weise schnell und nahezu ohne Kostenaufwand verbreiten. Wenn du deinen Businessplan gewissenhaft strukturiert hast, ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, um die vorgesehene Marketingkampagne zu starten.


Also, noch einmal in Kürze:

    1. sorge für eine gut funktionierende Infrastruktur: Telefon, Internet und passende Räume
    2. hole alle Genehmigungen ein und fixiere Verträge
    3. nutze deinen Businessplan als Orientierung
    4. starte deinen Marketingplan

Epilog – kurzes Resümee und Ausblick



Wenn die ersten Akte im großen Schauspiel des Existenzgründers vollbracht sind, sollte nach ein paar Monaten die Zeit der Bilanz kommen. Denn nur so kannst du sehen, ob deine Pläne sich genauso realisieren lassen, wie du sie entworfen hast. Modifikationen und Optimierungen sind dabei immer möglich und sogar nötig. Denn nur diejenigen werden langfristig Erfolg haben, die ihr eigenes Handeln immer wieder überprüfen und an veränderte Rahmenbedingungen ausrichten.

P.S.: Wer zu den Menschen gehört, die bei Krimis immer erst die letzte Seite lesen, hat Glück, denn hier haben wir den ganzen Artikel noch einmal kurz zusammengefasst:
    1. Wer gründet, sollte auch planen. Doch bedenke: Pläne ändern sich auch.
    2. Wer gründet, sollte die Regeln kennen. Steuer und Gesetz sind Pflicht!
    3. Wer gründet, sollte auch groß denken.
    4. Wer gründet, sollte rechtzeitig mit der Umsetzung beginnen.
    5. Wer gründet, sollte eine eigene Idee haben und nicht kopieren.
    6. Wer gründet, sollte das Marketing nicht vergessen.
    7. Wer gründet, ist mutig und dem wünschen wir an dieser Stelle viel Erfolg!
Stand: 14.02.2013 13:18
Autor: Frank Seidel

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