Startseite der Technischen Universität Dresden

Persönliche Werkzeuge
Startseite » Forschung » EXINF » Informationen von externen Partnern
Sektionen

Informationen von externen Partnern

Studentenkredit: Was Sie beachten sollten

Wenn das eigene Einkommen, das BAföG und die finanzielle Unterstützung durch die Eltern nicht ausreichen, um das Studium zu finanzieren, kann ein Studentenkredit diese Lücke schließen. Dabei handelt es sich um ein Darlehen, das speziell auf die Zielgruppe der Studierenden zugeschnitten ist und ihre Lebensverhältnisse mit besonderen Konditionen berücksichtigt. Leichtfertig sollten Sie es dennoch nicht aufnehmen, denn auch hier droht die Gefahr der Überschuldung. Um das Angebot zu finden, das am besten Ihren persönlichen Bedürfnissen entspricht, ist zudem ein Anbietervergleich unerlässlich.

Erster Schritt: Bilanz ziehen
Bevor Sie jedoch verschiedene Angeboten vergleichen und bewerten, sollten Sie zunächst Bilanz ziehen: Welche Einnahmen und Ausgaben haben Sie während Ihrer Studienzeit zu erwarten? Gibt es möglicherweise Einsparpotenzial oder bislang ungenutzte Einnahmequellen? Wichtig ist, dass Sie realistisch bleiben: Einerseits sollten Sie nicht zu knapp kalkulieren und einen Puffer für unvorhergesehene Ausgaben einplanen. Sind Sie beispielsweise auf ein Auto angewiesen, fällt unter Umständen die eine oder andere Reparatur an. Andererseits sollten Sie auch kein allzu luxuriöses Leben anstreben. Bedenken Sie, dass Sie jeden geliehenen Euro mit Zinsen zurückzahlen müssen – auch bei einem Studentenkredit.

Kriterien für den Anbietervergleich
Haben Sie errechnet, welche Summe Sie monatlich mit einem Studentenkredit decken möchten, können Sie Angebote einholen und gegenüberstellen. Als Darlehensgeber treten neben Banken auch Stiftungen und Bildungsfonds auf. Außer Acht lassen können Sie von Beginn an alle Studentenkredite, deren Zugangskriterien Sie nicht erfüllen. Manche Angebote richten sich beispielsweise nur an Studierende bestimmter Fachrichtungen oder haben eine Altershöchstgrenze.

Im nächsten Schritt sollten Sie prüfen, welchen Betrag Sie maximal, aber auch im Monat leihen können. Die monatlichen Summen liegen typischerweise zwischen 200 und 1.000 Euro. Weiterhin sind die Kreditkosten ein wichtiges Vergleichskriterium. Dabei ist der Nominalzins wenig aussagekräftig, vielmehr sollten Sie Studentenkredite mit Hilfe des Effektivzinses gegenüberstellen. Interessant ist auch die anberaumte Karenzzeit, das heißt, wie lange Sie warten dürfen, bis Sie das Darlehen zurückzahlen

Schließlich können Studentenkredite mit ihrer Risikobegrenzung sowie ihrer Flexibilität punkten. Erste bezieht sich auf den Schutz, den sie Ihnen im Falle eines Studienabbruchs oder längerer Arbeitslosigkeit gewähren. Auch wenn Sie naturgemäß mit beidem nicht rechnen, sollten Sie ein Angebot bevorzugen, das sich durch Kulanz auszeichnet. Die Flexibilität bezieht sich auf die Verwendungsmöglichkeiten des Studentenkredits: Während manche Anbieter strenge Vorgaben machen, erlauben es Ihnen andere, das Geld beispielsweise auch für ein Auslandssemester einzusetzen.

Risiken und Kritik
Die Anzahl der aufgenommenen Studienkredite hat in den letzten Jahren zugenommen, doch das Modell steht in der Kritik. Für den Einzelnen birgt es Risiken und auch gesellschaftlich ist es nicht unumstritten. So verdienen Akademiker zwar im Schnitt mehr, doch gilt dies nicht für alle Studiengänge und erst recht nicht für jeden Absolventen. Kritisch ist die Lage für Studierende, die ihren Abschluss aus unvorhergesehenen Gründen nicht machen. Für sie ist die Gefahr besonders groß, dass sie ihr Darlehen nicht wie geplant zurückzahlen können und die Schulden sie bis ins mittlere Alter begleiten.

Darüber hinaus wird an dem Konzept des kreditfinanzierten Studiums häufig kritisiert, dass Bildung damit kein Grundrecht mehr darstelle. Vielmehr müsse sie vom Einzelnen erkauft werden, anstatt von der Allgemeinheit getragen zu werden. Hinzu kommt, dass bei diesem System eher der wirtschaftliche Faktor des Studiums als die Bereicherung des Individuums und der Gesellschaft im Fokus steht.

Gut informiert zum besten Angebot
Es bleibt jedoch unbestritten, dass ein Studentenkredit vielen jungen Menschen ein Studium überhaupt erst ermöglicht. Wer von ihm profitieren kann, sollte ihn nutzen – allerdings nicht, ohne vorher Alternativen zu prüfen und sich genau zu informieren. Worauf müssen Sie bei einem Anbietervergleich achten, welche Voraussetzungen und Hürden gibt es und wann lohnt sich eine Umschuldung?
Weitere Informationen zum Studentenkredit finden Sie bei FinanceScout24.

Stand: 24.01.2013 11:18
Autor: Frank Seidel

Kontakt

Dezernat Forschungsförderung und Transfer
Dezernent: Hannes Lehmann
email iconHannes.Lehmann@tu-dresden.de

Sekretariat: Uta Titze
Tel.: +49 351 463-32583
Fax: +49 351 463-37802
email icondezernat5@tu-dresden.de

Sitz:
Weißbachstraße 7, Zi. 1

Postanschrift:
TU Dresden
01062 Dresden

Pakete:
TU Dresden
Helmholtzstraße 10
01069 Dresden