| Lehrveranstaltung | |||
| Ingenieurhydrologie | |||
| Hydrologische Modelle | |||
| Siedlungshydrologie | 0/1/0 fakultativ |
Hörer: LV 1:
| Studiengang Hydrologie,
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Vorkenntnisse: | LV 1+2: Mathematik, insbesondere Statistik
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Beleg: | LV 1: kleiner Beleg, Bearbeitungszeit 30 Stunden
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Exkursion | Tagesexkursion (wechselnde Ziele) |
Zulassungsvoraussetzungen zur Prüfung: | LV 1+2: positiv bewertete Belege
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Prüfung LV 1+2:
| Klausur (90 min)
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Kurzbeschreibung:
Der Student wird in die statistische Behandlung und probabilistische Interpretation von Hoch- und Niedrigwasserereignissen eingeführt. Im Teil "Hochwasser" wird die gebräuchliche Praxis der Zuordnung von Wiederkehrintervallen zu bestimmten Ereignissen behandelt und kritisch beleuchtet. Dabei stehen in Abhängigkeit der Datensituation verschiedene auch neuartige alternative Vorgehensweisen zur Ermittlung von Bemesssungsparametern für wasserbauliche Anlagen im Mittelpunkt. Im Zuge der Behandlung des Phänomens "Niedrigwasser" werden Methoden zur Behandlung von Niedrigwasserkennwerten und zur Niedrigwasserprognose vorgestellt. Eine Reihe ergänzender ingenieurhydrologischer Aspekte, z.B. Bemessung von Hochwasserrückhaltebecken, ein Abriß aus der Niederschlag-Abfluß-Modellierung runden die Veranstaltung ab.
Empfohlene Literatur:
| Plate, E. J.: | Statistik und angewandte Wahrscheinlichkeitslehre für Bauingenieure. Ernst & Sohn Verlag für Architektur und technische Wissenschaften, Berlin, 1993 |
| Maidment, D.: | Handbook of Hydrology. 1992. ISBN 0-07-039732-5 |
| Bretschneider, H.; Lecher, K.; Schmidt, M.: | Taschenbuch der Wasserwirtschaft. Verlag Paul Parey Hamburg u. Berlin, 7. Auflage, 1993. ISBN 3-490-15416-9 |
| Maniak, U.: | Hydrologie und Wasserwirtschaft. Springer-Verlag Berlin Heidelberg New York., 2. Auflage, 1992 |
| Dyck, S.; Peschke G.: | Angewandte Hydrologie Teil I und II. Verlag für Bauwesen Berlin, 2. Auflage, 1980 |
Kurzbeschreibung:
Besonderes Gewicht liegt auf der physikalisch begründeten Modellierung hydrologischer Systeme. Nach einer eingehenden Einführung in die allgemeine Modelltechnik und in die weiterführende Modellphilosophie behandelt die Lehrveranstaltung Struktur und Aufbau komplexer Modelle mit praktischen und numerischen Aspekten der Modellierung instationärer Strömungsvorgänge in Gerinnen. Die zur Vertiefung des Verständnisses gebrachten Modellanwendungen beziehen sich u.a. auf die Untersuchung von Auswirkungen natürlicher und anthropogener Veränderungen auf hydrologische Systeme, Störfälle und Havarien, Simulation und Vorhersage hydrologischer Extremsituationen. Ein Abschnitt über Grundlagen der Steuerung hydrologischer Systeme rundet das Lehrangebot ab.
Empfohlene Literatur:
Schmitz, G.: Hydrologische Modelle - Skript
Kurzbeschreibung
Aufbauend auf den Grundlagen werden die dynamischen Vorgänge der Siedlungsentwässerung beschrieben. Modellansätze, die in der heutigen Software zur numerischen Simulation der Vorgänge in der Kanalisation Verwendung finden, werden eingeführt. Abflusssteuerung und Kanalnetzbewirtschaftung zur Optimierung des bestehenden Systems wird diskutiert. Stofftransport und -haushalt werden beschrieben und in einen Kontext gestellt zu den angrenzenden Gebieten der Abwasserreinigung und der Fließgewässerqualität. Anhand von Fallstudien werden die Möglichkeiten von Analyse, Modellierung und Optimierung aufgezeigt.
Lehrinhalte
| Thematik | ||
| Erläuterung einer Fallstudie zur integrierten Siedlungsentwässerung
Vorgehen, Problemidentifikation bzgl. Vorfluter, Grundwasser, Wasserbilanz, Ansätze für Maßnahmen | ||
| Modellierung der Siedlungsentwässerung Aufbau numerischer Modelle, Randbedingungen, Eingabedaten, Abflußbildung, Abflußkonzentration, Instationäre Strömung im offenen Gerinne, Umsetzung und Anwendung der Modelle | ||
| Kanalnetzbewirtschaftung Ziele, Mittel zur Messung, Steuerung und Regelung, Entwicklung, Modellierung und Optimierung von Steuerungskonzepten, Anwendungsbeispiele | ||
| Stoffhaushalt Stoffflüsse im Entwässerungssystem, Wirkungen von Stoffen und Entlastungen im Gewässer, Schmutzstoffquellen bei Trocken- und Regenwetter, Prozesse in der Kanalisation, Stofftransport im Boden bei Versickerung, Auswirkungen auf den Kläranlagenbetrieb, Gewässerbelastung bei Regenwetter | ||
| Summe Vorlesung/Übung |
Empfohlene Literatur
| Bertrand-Krajewski J.-L., Chebbo G. und Saget A. (1998). | Distribution of pollutant mass vs volume in stormwater discharges and the first flush phenomenon. Water Research, 32 (8), 2341-2356. |
| Chow V.T., Maidment D.R. und Mays L.W. (1988). | Applied hydrology. McGraw-Hill, New York. |
| Gujer W., Krejci V., Schwarzenbach R. und Zobrist J. (1982). | Von der Kanalisation ins Grundwasser - Charakterisierung eines Regenereignisses im Glattal. Gas-Wasser-Abwasser, 62 (7), 298-311. |
| Krejci V., Fankhauser R., Gammeter S., Grottker M., Harmuth B., Merz P. und Schilling W. (1994). | Integrierte Siedlungsentwässerung, Fallstudie Fehraltorf. Schriftenreihe der EAWAG, Nr.8, Dübendorf, Schweiz. |
| Krebs P. (1998). | Siedlungsentwässerung II. Vorlesungsskript, TU Dresden. |
| Kühn V. und Gebhard V. (1998). | Auswirkungen des Kanalnetzes auf die Abwasserbeschaffenheit. Wiener Mitteilung Nr. 145, pp. 79-116, Institut für Wassergüte und Abfallwirtschaft, TU Wien. |
| Rauch W. and Harremoës P. (1996). | The importance of the treatment plant performance during rain to acute water pollution. Water Science and Technology, 34 (3-4), 1-8. |
| Schilling W. (1990). | Operationelle Siedlungsentwässerung. Oldenbourg, München. ISBN 3486-26177-0. |