TU Dresden: Wir haben von Ihnen eine spontane Zusage
erhalten, bei unserer Plakatkampagne mitzuwirken. Was hat Sie
dazu bewogen, sich für die TU Dresden einzusetzen?
Reiner Calmund: Mein Motto lautet: Nicht quatschen –
machen!
Und außerdem war für mich ganz entscheidend, dass ich sehr viel
für Kinder und junge Menschen tue, auch für die, die nicht so
auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Von daher weiß ich, wie
wichtig Bildung ist: Bildung, Bildung und nochmals Bildung. Das
ist für junge Leute die Perspektive fürs Leben. In dieser Form
müssen wir alten Säcke auch die Universitäten und die Schulen
unterstützen, denn das ist auch unsere Zukunft, unsere Chance
auf ein gutes Deutschland.
TU Dresden: Und warum werben Sie für die TU Dresden und
dafür, dass die Dresdner unsere Exzellenz-Bewerbung
unterstützen?
Reiner Calmund: Ich habe eine enge Beziehung zu Dresden,
nicht nur zu Dynamo, sondern zu vielen Menschen. Dresden hat
eine fantastische Kultur und man sieht, es bewegt sich nicht
nur in Glashütte und beim Meissner Porzellan etwas, sondern
gerade auch in der neuen modernen Industrie. Denken wir nur an
Bereiche wie Solartechnik, Elektronik und Medizin, all
diese Bereiche, die hier auf dem Vormarsch sind, sind nicht
zuletzt dank der Technischen Universität Dresden so
erfolgreich. Das muss man unterstützen! Gerade als prominenter
Kopf, um den Jungen klarzumachen, da wird gelernt, das ist eure
Chance, das ist eure Perspektive fürs Leben.
TU Dresden: Was geben Sie als langjähriger Manager der
TU Dresden mit auf den Weg?
Reiner Calmund: Kompetenz und Leidenschaft sind für mich
die Formel zum Erfolg. Kompetenz heißt natürlich Bildung,
Ausbildung, Know how, Erfahrung, Fortbildung, Entwicklung,
Weiterbildung. Dazu kommt die Leidenschaft. Ohne Leidenschaft
geht gar nichts. Ich muss mich mit den Dingen identifizieren;
mit dem, was ich mache: mit meinem Studium, später in meinem
Job, mit meinem Produkt, mit meinem Team, mit meinen
Mitarbeitern, mit meinen Lieferanten, Kunden. Ich muss Einsatz
zeigen, ich muss Begeisterung zeigen, ich muss Herzblut haben
und Siegeswillen.
Und all das traue ich der TU Dresden zu!