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FAQs der Mitarbeiter und Studenten zur Exzellenzbewerbung der TUD[1. Worum
geht es eigentlich? ] 1. Worum geht es eigentlich? Die Exzellenzinitiative ist ein bundesweiter Wettbewerb zur Förderung der universitären Forschung, der gemeinsam vom Bund und den Ländern in Deutschland ausgelobt wurde. Sie „... zielt darauf ab, gleichermaßen Spitzenforschung und die Anhebung der Qualität des Hochschul- und Wissenschaftsstandortes Deutschland in der Breite zu fördern und damit den Wissenschaftsstandort Deutschland nachhaltig zu stärken, seine internationale Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und Spitzen im Universitäts- und Wissenschaftsbereich sichtbar zu machen.“ Dazu wurden drei Förderlinien ins Leben gerufen. Universitäten können finanzielle Förderung für „Graduiertenschulen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses“ (zur Ausbildung von Doktoranden), für "Exzellenzcluster für die Spitzenforschung" (in denen Wissenschaftler in einem Themengebiet zusammen arbeiten) und für „Zukunftskonzepte zum projektbezogenen Ausbau der universitären Spitzenforschung“ beantragen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Wissenschaftsrat (WR) koordinieren das Programm. 2.
Was haben die Studierenden und die Fachgebiete davon, die
nicht direkt in Cluster und Graduiertenschule involviert
sind? Das Zukunftskonzept ist zugleich die Strategie, um
die TU Dresden zu einer der leistungsstärksten Universitäten
zu entwickeln. Ganz besonders wichtig ist dafür eine
effiziente Verwaltung, die vor allem die Wissenschaftler
entlasten wird. Ziel der Exzellenzbewerbung der TUD sind
bessere Konditionen für Forschung, Lehre, Studium,
Graduiertenförderung, aber auch Fortschritte in
Weiterbildung, Kultur der Zusammenarbeit, bei internen
Abläufen, Gleichstellung und Familienfreundlichkeit. Die
Exzellenzinitiative fördert nicht nur Spitzenforschung und
Spitzennachwuchsförderung, sondern hebt das Gesamtniveau
einer Universität an. Daher will die TUD auch in allen drei
Förderlinien – Graduiertenschulen, Exzellenzcluster und
Zukunftskonzept – punkten. 3. Wann
geht’s denn endlich los? Am 1. September 2010 wurden die
Antragsskizzen bei der DFG eingereicht. In der Zeit bis zur
Entscheidung, welche Projekte zu Vollanträgen aufgefordert
werden, wurde nicht einfach nur abgewartet. Ganz im
Gegenteil: Die Vorbereitungen für den Vollantrag des
Zukunftskonzeptes liefen schon seit Herbst 2010 auf
Hochtouren. So sind beispielsweise zur Ausarbeitung des
Zukunftskonzeptes mehrere Arbeitsgruppen gegründet worden,
die für die einzelnen Themenbereiche Ideen und Konzepte
entwickeln. Dadurch konnte die TU Dresden sehr gut
vorbereitet in die nächste Phase der Exzellenzwettbewerbs
starten. Die Arbeitsgruppen trafen sich regelmäßig, um
gemeinsam die Anträge auszuarbeiten, die am 1. September
2011 abgegeben wuden. Ein ganz wichtiger Termin ist die
Begutachtung durch die Kommission am 13. und 14.
Dezember. Bis dahin müssen alle Mitarbeiter bestens über
unsere Exzellenzbewerbung informiert sein. Die endgültige
Entscheidung über die Förderung fällt dann am 15. Juni
2012. 4.
Welche Auswirkungen werden die geplanten Umstrukturierungen
haben? Bin ich betroffen? Die geplanten
Umstrukturierungen werden Auswirkungen auf alle Mitglieder
der TU Dresden haben – sei es direkt oder indirekt. Zum
einen ist eine Neustrukturierung der Zentralen
Universitätsverwaltung angedacht. Ziel ist dabei, alle
Prozesse noch effizienter, serviceorientierter und
transparenter zu gestalten. Die Professoren sollen von
zeitraubenden Verwaltungstätigkeiten entlastet werden, damit
sie sich verstärkt ihren Hauptaufgaben in Forschung und
Lehre widmen können. Zum anderen sollen im Sinne stärkerer
Eigenverantwortung und Bündelung von Kräften sogenannte
„Fachgebiete“ oder „Schools“ eingeführt werden, die eine
Klammer über mehrere Fakultäten bilden und dadurch bessere
Rahmenbedingungen für die strategische Weiterentwicklung,
fachübergreifende Forschung und Lehre sowie weiterreichende
Unterstützungsprozesse bieten. Die Fakultäten bleiben
bestehen. 5. Wann beginnt die Verwaltungsreform? Und was ist das TUDo Projekt? Die Verwaltungsreform ist bereits in vollem Gange. Das Projekt „TUDo - TU Dresden optimieren“ wurde mit der Modernisierung der Universitätsstrukturen beauftragt. Sein Ziel ist die optimale Unterstützung der Kernprozesse Forschung und Lehre. Um dieses übergeordnete Ziel zu erreichen, werden im Rahmen des Projektes folgende Unterziele verfolgt:
6.
Prozessoptimierung - was hat das mit „Exzellenz“ zu tun?
Eine Exzellenz-Universität kann nur dann exzellent in
Forschung und Lehre sein, wenn auch alle Prozesse optimal
laufen, sei es in den Fakultäten, sei es in der zentralen
Verwaltung. Wenn die Wissenschaftler mit weniger
Bürokratie belastet werden, bleibt mehr Zeit für Lehre und
Forschung. Außerdem steigt die Motivation der Mitarbeiter
durch reibungslose, transparente und effiziente
Arbeitsabläufe und die Arbeitsbelastung für jeden einzelnen
sinkt. 7.
Wann kommt die geplante Softwareeinführung in der
Verwaltung? Wie lange wird die Umstellung dauern? Die
geplante Softwareeinführung zur Verbesserung der
Prozessabläufe der Ressourcenverwaltung (ERP) und
Studierendenverwaltung (SLM) kann erst kommen, wenn alle
Verwaltungsprozesse der TUD analysiert und optimiert sind.
Auf der Basis der optimierten Prozesse erfolgt die
Ausschreibung für die IT-Systemlösungen. Mit einer
Einführung der ERP ist nicht vor Ende 2012 zu rechnen. Die
SLM-Software wird in einem zweiten Schritt
eingeführt. 8.
Es soll eine Graduiertenakademie geben. Was ist das? Die
Graduiertenakademie wird Hochschullehrern und Promovenden
der TU Dresden ein gemeinsames Dach bieten, unter dem sie
ein breitgefächertes Beratungs-, Unterstützungs-,
Qualifikations- und Veranstaltungsangebot vorfinden, das sie
auf freiwilliger Basis nutzen können. Eine Reihe an
Instrumenten zur Qualitätsentwicklung der
Graduiertenausbildung sowie verschiedene Förderprogramme
sollen hohe Qualitätsstandards garantieren und den
fachübergreifenden Gedankenaustausch als eine von allen
Beteiligten geteilte Vision intensivieren. Die fachliche
Promotion unter der wissenschaftlichen Betreuung des
Doktorvaters/der Doktormutter bleibt auch weiterhin das
zentrale und wichtigste Element der Graduiertenausbildung an
der TUD, sei es in individueller Form, sei es integriert in
Graduiertenschulen und Graduiertenkollegs. 9.
Ab wann sollen die geplanten „Schools“ eingeführt
werden? Nach dem erfolgreichen Modell der
internationalen Spitzenuniversitäten sollen als Teil des
Zukunftskonzepts Fakultäten zu sog. „Schools“ oder
„Fachbereichen“ gebündelt werden, mit dem Ziel dadurch
Synergien für die Lehre, die Forschung und die Verwaltung zu
schöpfen. Die Schools werden mit zusätzlichen
Verantwortungen und Ressourcen ausgestattet sein, und damit
ihre Zukunft strategisch planen und gestalten. Zur Zeit wird
daran gearbeitet, optimale Strukturen für die einzelnen
Fachbereiche zu entwickeln und zu beschreiben. Einen
konkreten Zeitplan für die Einführung der neuen
Universitätsstruktur gibt es noch nicht. 10.
Wird der Stellenabbau gestoppt, falls wir
Exzellenz-Universität werden? Laut
Wissenschaftsministerium sollen bis zum Jahr 2020 insgesamt
mehr als 1.000 Stellen an sächsischen Hochschulen abgebaut
werden. Es ist davon auszugehen, dass die TU Dresden, wenn
sie 2012 den Titel „Exzellenz-Universität“ erringen kann,
weniger vom Stellenabbau betroffen wäre als im Falle eines
Misserfolgs. 11.
Wer arbeitete in den Arbeitsgruppen zum ZUK? Wie oft trafen
sich die Mitglieder? Mehr als 100 Mitglieder der TU
Dresden – Hochschullehrer, wissenschaftliche und
nichtwissenschaftliche Mitarbeiter sowie Studierende –
arbeiteten in den 15 Kernteams, um die einzelnen
Themenschwerpunkte des Zukunftskonzeptes vorzubereiten. Bis
Ende März 2011 reichten alle Kernteams erste Konzepte für
ihre Themenschwerpunkte ein, die dem Redaktionsteam als
Grundlage für den Vollantrag des Zukunftskonzeptes
dienten. 12.
Welche Arbeitsgruppen gibt bzw. gab es? Und was sind deren
Ziele und Inhalte? Die einzelnen Kernteams zum
Zukunftskonzept beschäftigten sich mit den
Themenschwerpunkten, die im Vollantrag thematisiert wurden.
Parallel dazu gibt es zwölf Teilprojekte bei TUDo. Eine
ausführliche Liste aller Teilprojekte von TUDo und die Ziele
und Inhalte der Arbeitsgruppen finden Sie unter: http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/rektoratskollegium/tudo/organisation/tp 13.
Warum wurden die Inhalte des Zukunftskonzeptes bis zum
1.09.2011 so geheim gehalten? Leider konnten die Details
des Zukunftskonzepts nicht verraten werden, da die TUD in
einem harten Wettbewerb mit anderen Universitäten steht. Am
1. September wurden die Vollanträge bei der DFG eingereicht.
Danach können die Inhalte der Hochschulöffentlichkeit
mitgeteilt werden. 14. Woher bekomme ich aktuelle Informationen? Wen kann ich fragen? Die Pressestelle verschickt regelmäßig einen Newsletter. Jeder Mitarbeiter der TUD kann ihn hier abonnieren: http://tu-dresden.de/exzellenz Auf der Homepage stehen unter der Rubrik „Exzellenz“ ausführliche Informationen zur Exzellenzbewerbung der TU Dresden, wie zum Beispiel aktuelle Pressemitteilungen, Veranstaltungshinweise, Downloads, Informationen zu den einzelnen Anträgen, den Zeitplan, Videos über die Dresdner Cluster und Graduiertenschule, allgemeine Informationen zur Exzellenzinitiative und vieles mehr. Das Universitätsjournal druckt in jeder Ausgabe Artikel über die Exzellenzinitiative. Weiterhin informiert das Projekt „TUDo – TU Dresden optimieren“ auf seinen Internetseitenhttp://tu-dresden.de/die_tu_dresden/rektoratskollegium/tudo über die Ziele, erklärt Begriffe, nennt Namen der Beteiligten auf einem Organigramm, listet die Teilprojekte und dessen Themen und bietet alle Projektnews auch zum Download an. Zu guter Letzt kann man auch gerne die Mitarbeiter der Pressestelle bzw. des Projekts „TUDo“ anrufen. 15.
Wie kann ich mich beteiligen? Alle an der TUD kämpfen
hart um den Titel „Exzellenz-Universität“. Um mitzuhelfen,
muss man nicht unbedingt Mitglied der ZUK-Arbeitsgruppen
sein. Schon kleine, meist sogar selbstverständliche
Kleinigkeiten bringen die TUD ihrem Ziel ein großes Stück
näher. Hier sind ein paar kleine Beispiele: Die eigenen
Seiten im Internet sind aktualisiert und auch ins Englische
übersetzt, Besucher der TUD treffen auf freundliche und
engagierte Mitarbeiter, die Spaß an ihrem Job haben, man
kann seine Englischkenntnisse aufbessern, um zu
signalisieren „Wir leben die Internationalität“, jeder
Mitarbeiter und Student informiert sich aktiv über den
Newsletter, die Internetseite und die regelmäßigen
Informationsveranstaltungen über die Ziele und Pläne der TUD
bei der Exzellenzbewerbung, denn ab September 2011 werden
die Gutachter auch Mitarbeiterbefragungen
durchführen. 16.
An wen kann man sich wenden, wenn man Ideen und Vorschläge
einbringen möchte? Vorschläge, Kritik und Lob sind
jederzeit herzlich willkommen. Jeder sollte die Möglichkeit
haben, die Universität aktiv mitzugestalten. Es wurde eine
E-Mail-Adresse eingerichtet, an die alle Vorschläge
geschickt werden können: 17. Wie sollen wir die Gutachter von unserem Wissen über die Exzellenz-Initiative überzeugen, wenn wir gar nicht wissen, worum es im ZUK geht? So viel Information wie möglich wird per Newsletter, Homepage, Universitätsjournal, Infoveranstaltungen etc. verbreitet. Ab September, wenn der Antrag bei der DFG abgegeben wurde, werden alle Mitarbeiter und Studierenden über die Details informiert und alle offenen Fragen beantwortet. 18.
Müssen wir befürchten, dass nur einige Gebiete gefördert
werden und andere Disziplinen im schlimmsten Fall sogar
abgeschafft werden? Die TU Dresden wird sich in jedem
Fall auch in Zukunft als Volluniversität profilieren. Gerade
die Vielfalt der Fächer und deren Vernetzung ist die einzige
richtige Antwort auf die Herausforderungen und die großen
Fragen unserer Zeit. Zentrale Themen wie Gesundheit,
Energie, Umwelt, Kommunikation und Mobilität werden sich
nicht mit singulärem Fachwissen alleine lösen lassen,
sondern nur in der Zusammenarbeit mehrerer Disziplinen.
Besonders wichtige und spannende Aufgaben befinden sich
zunehmend an den Schnittstellen zwischen den traditionellen
wissenschaftlichen Disziplinen und müssen inter- und
transdisziplinär bearbeitet und gelöst werden. Die
Fächervielfalt wird also in jedem Fall erhalten bleiben.Die
im Rahmen des Zukunftskonzeptes beschriebenen Ziele dienen
durchweg der TU Dresden als Volluniversität: das Werben um
die besten Studierenden und die besten Wissenschaftler, die
Optimierung der Verwaltungsvorgänge, die weitere
Internationalisierung der Universität, die Zusammenarbeit im
Verbund DRESDEN-concept, der Transfer von
Forschungsergebnisse in Wirtschaft und Gesellschaft. Dass
sich eine Universität ständig im Wandel befindet, ist Sinn
der Sache und eine unbedingte Voraussetzung für ihre
intellektuelle Gesundheit. Dies ist unabhängig von der
Exzellenzbewerbung. Im Moment sind keine Streichungen von
ganzen Fachrichtungen geplant. In Einzelfällen muss man
sicherlich genauer überlegen, ob einzelne Vorlesungen oder
Arbeitsgebiete noch aktuell, ausreichend ausgelastet und zum
Gesamtkonzept der TUD passend sind. Dabei muss
selbstverständlich immer sichergestellt werden, dass die
Studierenden ihr Studium wie geplant abschließen
können. 19. Wie können wir dazu beitragen, die besten Köpfe an der TUD zu halten? Exzellente Wissenschaftler bleiben an Orten mit exzellenter Forschung, Besonders wichtig sind dabei auch exzellente Rahmenbedingungen für die Wissenschaftler und ihre Familien.Eine effiziente Universitätsverwaltung, unbürokratische Hilfe, hervorragende Lebensbedingungen, ein familienfreundliches Umfeld und kompetente und engagierte Ansprechpartner helfen dabei, die besten Köpfe an unserer Universität zu halten. Die Rahmenbedingungen gestaltet die TUD selbst, sie sind aber auch eine Aufgabe der Stadt Dresden und des Landes Sachsen. Hierzu bestehen enge Kontakte und in reger Austausch. 20.
Wurden die Anträge für die abgelehnten Exzellenzcluster und
die Graduiertenschule umsonst geschrieben? Nein, auf gar
keinen Fall, da alle Anträge von den Gutachtern der
Deutschen Forschungsgemeinschaft positiv bewertet wurden und
nur aufgrund der begrenzten Mittel nicht zum Zug kamen. Gute
Anträge kann man auch in leicht abgewandelter Form bei
anderen Fördermittelgebern oder in anderen Förderprogrammen
einreichen. Zum Teil ist dies bereits erfolgt. 21. Was bedeutet der Titel Exzellenz-Universität? Im Rahmen der Exzellenzinitiative werden Exzellenzcluster und Graduiertenschulen an vielen Universitäten gefördert und somit eine breite Exzellenzbildung in bestimmten Schwerpunktbereichen gefördert. Zusätzlich erhalten wenige ausgewählte Universitäten den Titel Exzellenz-Universität, die gleichzeitig mit mindestens einem Exzellenzcluster und einer Graduiertenschule und mit dem Zukunftskonzept überzeugen konnten. Dafür bekommen sie zusätzliche Fördermittel in Millionenhöhe zu Verfügung gestellt. 22. Wie ist
der Zeitplan? Seit dem 2. März 2011 wusste die TUD, dass
sie Vollanträge für das Zukunftskonzept sowie für das
Exzellenzcluster „Center for Advancing Electronics Dresden“
stellen darf. Außerdem wurden die Fortsetzungsanträge für
CRTD und DIGS-BB geschrieben. Alle Anträge wurden bis zum 1.
September 2011 bei der DFG abgegeben. Dann begann die
Begutachtungsphase. Ein wichtiger Punkt dabei ist der Besuch
der Gutachterkommission an der TU Dresden am 13. und 14.
Dezember 2011. Am 15. Juni 2012 fällt dann die endgültige
Entscheidung, welche Universitäten und welche Projekte
gefördert werden und welche Universitäten den Titel
"Exzellenz-Universität" tragen dürfen. Die Förderung selbst
beginnt im November 2012. 23. Um wie
viel Geld geht es? Neben den Fördergeldern für die
Exzellenzcluster und die Graduiertenschule würde die
Universität ca. 67 Mio. Euro für ein erfolgreiches
Zukunftskonzept erhalten, wenn alle Maßnahmen im vollen
Umfang gefördert würden. 24.
Welche Universitäten stehen mit der TU Dresden im Wettbewerb
in der 3. Förderlinie? Bereits in der ersten
Programmphase der Exzellenzinitiative wurden folgende
Universitäten als Exzellenz-Universitäten gekürt: FU Berlin,
GAU Göttingen, RWTH Aachen, KIT Karlsruhe, RKU Heidelberg,
ALU Freiburg, Universität Konstanz, LMU München, TU München.
In der aktuellen Runde sind folgende Universitäten neben der
TU Dresden noch im Rennen: HU Berlin, Universität Bochum,
Universität Bremen, Universität zu Köln, Universität Mainz,
Universität Tübingen 25.
Wie hoch ist die Chance, dass wir Exzellenz-Universität
werden? Natürlich hofft die TUD, dass ihr Engagement in
der Exzellenzinitiative von Erfolg gekrönt sein wird.
Darüber entscheiden jedoch ausschließlich die Gutachter.
Insofern gilt wie bei jedem Wettkampf: Das Beste geben, auf
eine gute Platzierung hoffen und gespannt sein auf den
tatsächlichen Ausgang des Rennens. Insgesamt soll es am Ende
nicht mehr als zwölf Exzellenz-Universitäten in Deutschland
geben. Experten gehen davon aus, dass höchstens zwei der
bisher neun gekürten Universitäten ihren Exzellenzstatus
aberkannt bekommen könnten. Damit könnten maximal fünf der
jetzt sieben neu im Rennen angetretenen Universitäten auf
das Exzellenz-Siegel und die Förderung hoffen. 26.
Was passiert, wenn wir nicht gewinnen? Es wird mit
voller Kraft daran gearbeitet, dass dies nicht passiert.
Doch auch im schlimmsten Fall wird nicht aufgehört, die
Universität zu modernisieren und damit leistungsfähiger und
serviceorientierter zu machen. Das Zukunftskonzept ist
zugleich die Strategie, um die TU Dresden zu einer der
leistungsstärksten Universitäten zu entwickeln. Auch ohne
das Exzellenz-Siegel würde nach dieser Strategie gearbeitet
werden. Der Prozess würde dann sicherlich langsamer und der
Weg steiniger, aber immer noch bewältigbar. 27.
Was hat sich an den „alten“ Exzellenz-Universitäten in den
letzten Jahren verbessert/verändert? Konnten sie wirklich
von ihrem Status profitieren, oder hat es alle nur noch mehr
Arbeit gekostet? Durch den Exzellenzwettbewerb hat sich
das Denken an vielen Hochschulen geändert. Sie standen in
einem harten Wettbewerb und mussten sich innerhalb kurzer
Zeit fokussieren und profilieren. Der Titel
„Exzellenz-Universität“ brachte nicht nur viel Geld, sondern
auch oftmals neue modernere Strukturen innerhalb der
akademischen und administrativen Einheiten. Nicht zu
unterschätzen ist auch der positive Effekt für den Standort,
die Wirtschaftspartner und nicht zuletzt auch für die
Studierenden, die an einer Exzellenz-Universität studieren
durften. 28.
Was verändert sich in Studium und Lehre? Wie können die
Studienbedingungen durch die Exzellenzinitiative verbessert
werden? Allein durch das DRESDEN-concept und die aktive
Beteiligung der außeruniversitären Forschungseinrichtungen
stehen den Studierenden ein exzellentes Forschungsumfeld und
eine moderne Infrastruktur zur Verfügung. Wenn die TU
Dresden den Titel „Exzellenz-Universität“ erringt, bedeutet
das auch einen enormen Imagegewinn nicht nur für die
Universität, sondern für den gesamten Standort. Die
Bewerbungen für Studienplätze, auch in den Fächern die heute
weniger nachgefragt werden, werden weiter steigen.
Gleichzeitig wird sich die Exzellenzinitiative in der
Qualität der Lehre bemerkbar machen, da gute Forschung immer
eine solide Basis für gute Lehre ist. 29.
Was bedeutet die Exzellenzinitiative für Studienbewerber?
Können künftig nur noch Abiturienten mit einem
„Einser“-Schnitt hier studieren? Wenn die TU Dresden
Exzellenz-Universität wird, werden sich auch mehr junge
Leute für ein Studium bewerben. Das zeigen die Erfahrungen
an den anderen Exzellenzuniversitäten. In den
zulassungsbeschränkten Fächern kann das tatsächlich dazu
führen, dass der NC (Numerus clausus) entsprechen steigt. In
den nicht zulassungsbeschränkten Studiengängen wird sich
aber nichts ändern. 30.
Werden die Anforderungen für die Studierenden so steigen,
dass nur noch wenige ihren Abschluss erreichen werden?
Die Anforderungen im Studium sind an der TU Dresden so
gewählt, dass die Absolventen gut qualifiziert ihre spätere
Berufstätigkeit aufnehmen können. Dies bedeutet, dass die
Studiengänge anspruchsvoll, aber durchaus bewältigbar sind.
Daran wird sich auch in Zukunft mit noch ohne
Exzellenz-Siegel nichts ändern. |
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