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FAQs der Mitarbeiter und Studenten zur Exzellenzbewerbung der TUD

[1. Worum geht es eigentlich? ]
[2. Was haben die Studierenden und die Fachgebiete davon, die nicht direkt in Cluster und Graduiertenschule involviert sind? ]
[3. Wann geht’s denn endlich los?]
[4. Welche Auswirkungen werden die geplanten Umstrukturierungen haben? Bin ich betroffen?]
[5. Wann beginnt die Verwaltungsreform? Und was ist das TUDo Projekt?]
[6. Prozessoptimierung - was hat das mit „Exzellenz“ zu tun?]
[7. Wann kommt die geplante Softwareeinführung in der Verwaltung? Wie lange wird die Umstellung dauern?]
[8. Es soll eine Graduiertenakademie geben. Was ist das?]
[9. Ab wann sollen die geplanten „Schools“ eingeführt werden?]
[10. Wird der Stellenabbau gestoppt, falls wir Exzellenz-Universität werden? ]
[11. Wer ist in den Arbeitsgruppen zum ZUK? Wie oft treffen sich die Mitglieder?]
[12. Welche Arbeitsgruppen gibt es? Und was sind deren Ziele und Inhalte?]
[13. Warum wurden die Inhalte des Zukunftskonzeptes bis zum 1.09.2011 so geheim gehalten?]
[14. Woher bekomme ich aktuelle Informationen? Wen kann ich fragen?]
[15. Wie kann ich mich beteiligen? ]
[16. An wen kann man sich wenden, wenn man Ideen und Vorschläge einbringen möchte?]
[17. Wie sollen wir die Gutachter von unserem Wissen über die Exzellenz-Initiative überzeugen, wenn wir gar nicht wissen, worum es im ZUK geht? ]
[18. Müssen wir befürchten, dass nur einige Gebiete gefördert werden und andere Disziplinen im schlimmsten Fall sogar abgeschafft werden?]
[19. Wie können wir dazu beitragen, die besten Köpfe an der TUD zu halten?]
[20. Wurden die Anträge für die abgelehnten Exzellenzcluster und die Graduiertenschule umsonst geschrieben?]
[21. Was bedeutet der Titel Exzellenz-Universität?]
[22. Wie ist der Zeitplan?]
[23. Um wie viel Geld geht es?]
[24. Welche Universitäten stehen mit der TU Dresden im Wettbewerb in der 3. Förderlinie?]
[25. Wie hoch ist die Chance, dass wir Exzellenz-Universität werden? ]
[26. Was passiert, wenn wir nicht gewinnen?]
[27. Was hat sich an den „alten“ Exzellenz-Universitäten in den letzten Jahren verbessert/verändert? Konnten sie wirklich von ihrem Status profitieren, oder hat es alle nur noch mehr Arbeit gekostet?]
[28. Was verändert sich in Studium und Lehre? Wie können die Studienbedingungen durch die Exzellenzinitiative verbessert werden?]
[29. Was bedeutet die Exzellenzinitiative für Studienbewerber? Können künftig nur noch Abiturienten mit einem „Einser“-Schnitt hier studieren?]
[30. Werden die Anforderungen für die Studierenden so steigen, dass nur noch wenige ihren Abschluss erreichen werden?]

     1. Worum geht es eigentlich? Die Exzellenzinitiative ist ein bundesweiter Wettbewerb zur Förderung der universitären Forschung, der gemeinsam vom Bund und den Ländern in Deutschland ausgelobt wurde. Sie „... zielt darauf ab, gleichermaßen Spitzenforschung und die Anhebung der Qualität des Hochschul- und Wissenschaftsstandortes Deutschland in der Breite zu fördern und damit den Wissenschaftsstandort Deutschland nachhaltig zu stärken, seine internationale Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und Spitzen im Universitäts- und Wissenschaftsbereich sichtbar zu machen.“ Dazu wurden drei Förderlinien ins Leben gerufen. Universitäten können finanzielle Förderung für „Graduiertenschulen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses“ (zur Ausbildung von Doktoranden), für "Exzellenzcluster für die Spitzenforschung" (in denen Wissenschaftler in einem Themengebiet zusammen arbeiten) und für „Zukunftskonzepte zum projektbezogenen Ausbau der universitären Spitzenforschung“ beantragen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Wissenschaftsrat (WR) koordinieren das Programm.

     2. Was haben die Studierenden und die Fachgebiete davon, die nicht direkt in Cluster und Graduiertenschule involviert sind? Das Zukunftskonzept ist zugleich die Strategie, um die TU Dresden zu einer der leistungsstärksten Universitäten zu entwickeln. Ganz besonders wichtig ist dafür eine effiziente Verwaltung, die vor allem die Wissenschaftler entlasten wird. Ziel der Exzellenzbewerbung der TUD sind bessere Konditionen für Forschung, Lehre, Studium, Graduiertenförderung, aber auch Fortschritte in Weiterbildung, Kultur der Zusammenarbeit, bei internen Abläufen, Gleichstellung und Familienfreundlichkeit. Die Exzellenzinitiative fördert nicht nur Spitzenforschung und Spitzennachwuchsförderung, sondern hebt das Gesamtniveau einer Universität an. Daher will die TUD auch in allen drei Förderlinien – Graduiertenschulen, Exzellenzcluster und Zukunftskonzept – punkten.

     3. Wann geht’s denn endlich los? Am 1. September 2010 wurden die Antragsskizzen bei der DFG eingereicht. In der Zeit bis zur Entscheidung, welche Projekte zu Vollanträgen aufgefordert werden, wurde nicht einfach nur abgewartet. Ganz im Gegenteil: Die Vorbereitungen für den Vollantrag des Zukunftskonzeptes liefen schon seit Herbst 2010 auf Hochtouren. So sind beispielsweise zur Ausarbeitung des Zukunftskonzeptes mehrere Arbeitsgruppen gegründet worden, die für die einzelnen Themenbereiche Ideen und Konzepte entwickeln. Dadurch konnte die TU Dresden sehr gut vorbereitet in die nächste Phase der Exzellenzwettbewerbs starten. Die Arbeitsgruppen trafen sich regelmäßig, um gemeinsam die Anträge auszuarbeiten, die am 1. September 2011 abgegeben wuden. Ein ganz wichtiger Termin ist die Begutachtung durch die Kommission am 13. und 14. Dezember. Bis dahin müssen alle Mitarbeiter bestens über unsere Exzellenzbewerbung informiert sein. Die endgültige Entscheidung über die Förderung fällt dann am 15. Juni 2012.

     4. Welche Auswirkungen werden die geplanten Umstrukturierungen haben? Bin ich betroffen? Die geplanten Umstrukturierungen werden Auswirkungen auf alle Mitglieder der TU Dresden haben – sei es direkt oder indirekt. Zum einen ist eine Neustrukturierung der Zentralen Universitätsverwaltung angedacht. Ziel ist dabei, alle Prozesse noch effizienter, serviceorientierter und transparenter zu gestalten. Die Professoren sollen von zeitraubenden Verwaltungstätigkeiten entlastet werden, damit sie sich verstärkt ihren Hauptaufgaben in Forschung und Lehre widmen können. Zum anderen sollen im Sinne stärkerer Eigenverantwortung und Bündelung von Kräften sogenannte „Fachgebiete“ oder „Schools“ eingeführt werden, die eine Klammer über mehrere Fakultäten bilden und dadurch bessere Rahmenbedingungen für die strategische Weiterentwicklung, fachübergreifende Forschung und Lehre sowie weiterreichende Unterstützungsprozesse bieten. Die Fakultäten bleiben bestehen.

     5. Wann beginnt die Verwaltungsreform? Und was ist das TUDo Projekt? Die Verwaltungsreform ist bereits in vollem Gange. Das Projekt „TUDo - TU Dresden optimieren“ wurde mit der Modernisierung der Universitätsstrukturen beauftragt. Sein Ziel ist die optimale Unterstützung der Kernprozesse Forschung und Lehre. Um dieses übergeordnete Ziel zu erreichen, werden im Rahmen des Projektes folgende Unterziele verfolgt:

  • Anpassung der Universitätsstrukturen
  • Reformierung der Verwaltungsprozesse zur Optimierung der Rahmenbedingungen für Forschung und Lehre
  • Abbau von Hemmnissen
  • Effizienzsteigerung von Prozessen, um mit den eingesetzten Ressourcen das bestmögliche Ergebnis zu erzielen
  • Beschleunigung von Prozessen bei Beibehaltung des hohen Qualitätsstandards
  • Angebot qualitativ hochwertiger Services
  • Verbesserung der Prozessabläufe der Ressourcenverwaltung (ERP) und Studierendenverwaltung (SLM)
  • Ausbau einer leistungsfähigen IT-Systemlandschaft

     6. Prozessoptimierung - was hat das mit „Exzellenz“ zu tun? Eine Exzellenz-Universität kann nur dann exzellent in Forschung und Lehre sein, wenn auch alle Prozesse optimal laufen, sei es in den Fakultäten, sei es in der zentralen Verwaltung.  Wenn die Wissenschaftler mit weniger Bürokratie belastet werden, bleibt mehr Zeit für Lehre und Forschung. Außerdem steigt die Motivation der Mitarbeiter durch reibungslose, transparente und effiziente Arbeitsabläufe und die Arbeitsbelastung für jeden einzelnen sinkt.

     7. Wann kommt die geplante Softwareeinführung in der Verwaltung? Wie lange wird die Umstellung dauern? Die geplante Softwareeinführung zur Verbesserung der Prozessabläufe der Ressourcenverwaltung (ERP) und Studierendenverwaltung (SLM) kann erst kommen, wenn alle Verwaltungsprozesse der TUD analysiert und optimiert sind. Auf der Basis der optimierten Prozesse erfolgt die Ausschreibung für die IT-Systemlösungen. Mit einer Einführung der ERP ist nicht vor Ende 2012 zu rechnen. Die SLM-Software wird in einem zweiten Schritt eingeführt.

     8. Es soll eine Graduiertenakademie geben. Was ist das? Die Graduiertenakademie wird Hochschullehrern und Promovenden der TU Dresden ein gemeinsames Dach bieten, unter dem sie ein breitgefächertes Beratungs-, Unterstützungs-, Qualifikations- und Veranstaltungsangebot vorfinden, das sie auf freiwilliger Basis nutzen können. Eine Reihe an Instrumenten zur Qualitätsentwicklung der Graduiertenausbildung sowie verschiedene Förderprogramme sollen hohe Qualitätsstandards garantieren und den fachübergreifenden Gedankenaustausch als eine von allen Beteiligten geteilte Vision intensivieren. Die fachliche Promotion unter der wissenschaftlichen Betreuung des Doktorvaters/der Doktormutter bleibt auch weiterhin das zentrale und wichtigste Element der Graduiertenausbildung an der TUD, sei es in individueller Form, sei es integriert in Graduiertenschulen und Graduiertenkollegs.

     9. Ab wann sollen die geplanten „Schools“ eingeführt werden? Nach dem erfolgreichen Modell der internationalen Spitzenuniversitäten sollen als Teil des Zukunftskonzepts Fakultäten zu sog. „Schools“ oder „Fachbereichen“ gebündelt werden, mit dem Ziel dadurch Synergien für die Lehre, die Forschung und die Verwaltung zu schöpfen. Die Schools werden mit zusätzlichen Verantwortungen und Ressourcen ausgestattet sein, und damit ihre Zukunft strategisch planen und gestalten. Zur Zeit wird daran gearbeitet, optimale Strukturen für die einzelnen Fachbereiche zu entwickeln und zu beschreiben. Einen konkreten Zeitplan für die Einführung der neuen Universitätsstruktur gibt es noch nicht.

     10. Wird der Stellenabbau gestoppt, falls wir Exzellenz-Universität werden? Laut Wissenschaftsministerium sollen bis zum Jahr 2020 insgesamt mehr als 1.000 Stellen an sächsischen Hochschulen abgebaut werden. Es ist davon auszugehen, dass die TU Dresden, wenn sie 2012 den Titel „Exzellenz-Universität“ erringen kann, weniger vom Stellenabbau betroffen wäre als im Falle eines Misserfolgs.

     11. Wer arbeitete in den Arbeitsgruppen zum ZUK? Wie oft trafen sich die Mitglieder? Mehr als 100 Mitglieder der TU Dresden – Hochschullehrer, wissenschaftliche und nichtwissenschaftliche Mitarbeiter sowie Studierende – arbeiteten in den 15 Kernteams, um die einzelnen Themenschwerpunkte des Zukunftskonzeptes vorzubereiten. Bis Ende März 2011 reichten alle Kernteams erste Konzepte für ihre Themenschwerpunkte ein, die dem Redaktionsteam als Grundlage für den Vollantrag des Zukunftskonzeptes dienten.

     12. Welche Arbeitsgruppen gibt bzw. gab es? Und was sind deren Ziele und Inhalte? Die einzelnen Kernteams zum Zukunftskonzept beschäftigten sich mit den Themenschwerpunkten, die im Vollantrag thematisiert wurden. Parallel dazu gibt es zwölf Teilprojekte bei TUDo. Eine ausführliche Liste aller Teilprojekte von TUDo und die Ziele und Inhalte der Arbeitsgruppen finden Sie unter: http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/rektoratskollegium/tudo/organisation/tp 

     13. Warum wurden die Inhalte des Zukunftskonzeptes bis zum 1.09.2011 so geheim gehalten? Leider konnten die Details des Zukunftskonzepts nicht verraten werden, da die TUD in einem harten Wettbewerb mit anderen Universitäten steht. Am 1. September wurden die Vollanträge bei der DFG eingereicht. Danach können die Inhalte der Hochschulöffentlichkeit mitgeteilt werden.

     14. Woher bekomme ich aktuelle Informationen? Wen kann ich fragen? Die Pressestelle verschickt regelmäßig einen Newsletter. Jeder Mitarbeiter der TUD kann ihn hier abonnieren: http://tu-dresden.de/exzellenz Auf der Homepage stehen unter der Rubrik „Exzellenz“ ausführliche Informationen zur Exzellenzbewerbung der TU Dresden, wie zum Beispiel aktuelle Pressemitteilungen, Veranstaltungshinweise, Downloads, Informationen zu den einzelnen Anträgen, den Zeitplan, Videos über die Dresdner Cluster und Graduiertenschule, allgemeine Informationen zur Exzellenzinitiative und vieles mehr. Das Universitätsjournal druckt in jeder Ausgabe Artikel über die Exzellenzinitiative. Weiterhin informiert das Projekt „TUDo – TU Dresden optimieren“ auf seinen Internetseitenhttp://tu-dresden.de/die_tu_dresden/rektoratskollegium/tudo über die Ziele, erklärt Begriffe, nennt Namen der Beteiligten auf einem Organigramm, listet die Teilprojekte und dessen Themen und bietet alle Projektnews auch zum Download an. Zu guter Letzt kann man auch gerne die Mitarbeiter der Pressestelle bzw. des Projekts „TUDo“ anrufen.

     15. Wie kann ich mich beteiligen? Alle an der TUD kämpfen hart um den Titel „Exzellenz-Universität“. Um mitzuhelfen, muss man nicht unbedingt Mitglied der ZUK-Arbeitsgruppen sein. Schon kleine, meist sogar selbstverständliche Kleinigkeiten bringen die TUD ihrem Ziel ein großes Stück näher. Hier sind ein paar kleine Beispiele: Die eigenen Seiten im Internet sind aktualisiert und auch ins Englische übersetzt, Besucher der TUD treffen auf freundliche und engagierte Mitarbeiter, die Spaß an ihrem Job haben, man kann seine Englischkenntnisse aufbessern, um zu signalisieren „Wir leben die Internationalität“, jeder Mitarbeiter und Student informiert sich aktiv über den Newsletter, die Internetseite und die regelmäßigen Informationsveranstaltungen über die Ziele und Pläne der TUD bei der Exzellenzbewerbung, denn ab September 2011 werden die Gutachter auch Mitarbeiterbefragungen durchführen.

     16. An wen kann man sich wenden, wenn man Ideen und Vorschläge einbringen möchte? Vorschläge, Kritik und Lob sind jederzeit herzlich willkommen. Jeder sollte die Möglichkeit haben, die Universität aktiv mitzugestalten. Es wurde eine E-Mail-Adresse eingerichtet, an die alle Vorschläge geschickt werden können: exzellenz@mailbox.tu-dresden.de

     17. Wie sollen wir die Gutachter von unserem Wissen über die Exzellenz-Initiative überzeugen, wenn wir gar nicht wissen, worum es im ZUK geht? So viel Information wie möglich wird per Newsletter, Homepage, Universitätsjournal, Infoveranstaltungen etc. verbreitet. Ab September, wenn der Antrag bei der DFG abgegeben wurde, werden alle Mitarbeiter und Studierenden über die Details informiert und alle offenen Fragen beantwortet.

     18. Müssen wir befürchten, dass nur einige Gebiete gefördert werden und andere Disziplinen im schlimmsten Fall sogar abgeschafft werden? Die TU Dresden wird sich in jedem Fall auch in Zukunft als Volluniversität profilieren. Gerade die Vielfalt der Fächer und deren Vernetzung ist die einzige richtige Antwort auf die Herausforderungen und die großen Fragen unserer Zeit. Zentrale Themen  wie Gesundheit, Energie, Umwelt, Kommunikation und Mobilität werden sich nicht mit singulärem Fachwissen alleine lösen lassen, sondern nur in der Zusammenarbeit mehrerer Disziplinen. Besonders wichtige und spannende Aufgaben befinden sich zunehmend an den Schnittstellen zwischen den traditionellen wissenschaftlichen Disziplinen und müssen inter- und transdisziplinär bearbeitet und gelöst werden. Die Fächervielfalt wird also in jedem Fall erhalten bleiben.Die im Rahmen des Zukunftskonzeptes beschriebenen Ziele dienen durchweg der TU Dresden als Volluniversität: das Werben um die besten Studierenden und die besten Wissenschaftler, die Optimierung der Verwaltungsvorgänge, die weitere Internationalisierung der Universität, die Zusammenarbeit im Verbund DRESDEN-concept, der Transfer von Forschungsergebnisse in Wirtschaft und Gesellschaft. Dass sich eine Universität ständig im Wandel befindet, ist Sinn der Sache und eine unbedingte Voraussetzung für ihre intellektuelle Gesundheit. Dies ist unabhängig von der Exzellenzbewerbung. Im Moment sind keine Streichungen von ganzen Fachrichtungen geplant. In Einzelfällen muss man sicherlich genauer überlegen, ob einzelne Vorlesungen oder Arbeitsgebiete noch aktuell, ausreichend ausgelastet und zum Gesamtkonzept der TUD passend sind. Dabei muss selbstverständlich immer sichergestellt werden, dass die Studierenden ihr Studium wie geplant abschließen können.

     19. Wie können wir dazu beitragen, die besten Köpfe an der TUD zu halten? Exzellente Wissenschaftler bleiben an Orten mit exzellenter Forschung, Besonders wichtig sind dabei auch exzellente Rahmenbedingungen für die Wissenschaftler und ihre Familien.Eine effiziente Universitätsverwaltung, unbürokratische Hilfe, hervorragende Lebensbedingungen, ein familienfreundliches Umfeld und kompetente und engagierte Ansprechpartner helfen dabei, die besten Köpfe an unserer Universität zu halten. Die Rahmenbedingungen gestaltet die TUD selbst, sie sind aber auch eine Aufgabe der Stadt Dresden und des Landes Sachsen. Hierzu bestehen enge Kontakte und in reger Austausch.

     20. Wurden die Anträge für die abgelehnten Exzellenzcluster und die Graduiertenschule umsonst geschrieben? Nein, auf gar keinen Fall, da alle Anträge von den Gutachtern der Deutschen Forschungsgemeinschaft positiv bewertet wurden und nur aufgrund der begrenzten Mittel nicht zum Zug kamen. Gute Anträge kann man auch in leicht abgewandelter Form bei anderen Fördermittelgebern oder in anderen Förderprogrammen einreichen. Zum Teil ist dies bereits erfolgt.

     21. Was bedeutet der Titel Exzellenz-Universität? Im Rahmen der Exzellenzinitiative werden Exzellenzcluster und Graduiertenschulen an vielen Universitäten gefördert und somit eine breite Exzellenzbildung in bestimmten Schwerpunktbereichen gefördert. Zusätzlich erhalten wenige ausgewählte Universitäten den Titel Exzellenz-Universität, die gleichzeitig mit mindestens einem Exzellenzcluster und einer Graduiertenschule und mit dem Zukunftskonzept überzeugen konnten. Dafür bekommen sie zusätzliche Fördermittel in Millionenhöhe zu Verfügung gestellt.

     22. Wie ist der Zeitplan? Seit dem 2. März 2011 wusste die TUD, dass sie Vollanträge für das Zukunftskonzept sowie für das Exzellenzcluster „Center for Advancing Electronics Dresden“ stellen darf. Außerdem wurden die Fortsetzungsanträge für CRTD und DIGS-BB geschrieben. Alle Anträge wurden bis zum 1. September 2011 bei der DFG abgegeben. Dann begann die Begutachtungsphase. Ein wichtiger Punkt dabei ist der Besuch der Gutachterkommission an der TU Dresden am 13. und 14. Dezember 2011. Am 15. Juni 2012 fällt dann die endgültige Entscheidung, welche Universitäten und welche Projekte gefördert werden und welche Universitäten den Titel "Exzellenz-Universität" tragen dürfen. Die Förderung selbst beginnt im November 2012.

     23. Um wie viel Geld geht es? Neben den Fördergeldern für die Exzellenzcluster und die Graduiertenschule würde die Universität ca. 67 Mio. Euro für ein erfolgreiches Zukunftskonzept erhalten, wenn alle Maßnahmen im vollen Umfang gefördert würden.

     24. Welche Universitäten stehen mit der TU Dresden im Wettbewerb in der 3. Förderlinie? Bereits in der ersten Programmphase der Exzellenzinitiative wurden folgende Universitäten als Exzellenz-Universitäten gekürt: FU Berlin, GAU Göttingen, RWTH Aachen, KIT Karlsruhe, RKU Heidelberg, ALU Freiburg, Universität Konstanz, LMU München, TU München. In der aktuellen Runde sind folgende Universitäten neben der TU Dresden noch im Rennen: HU Berlin, Universität Bochum, Universität Bremen, Universität zu Köln, Universität Mainz, Universität Tübingen

     25. Wie hoch ist die Chance, dass wir Exzellenz-Universität werden? Natürlich hofft die TUD, dass ihr Engagement in der Exzellenzinitiative von Erfolg gekrönt sein wird. Darüber entscheiden jedoch ausschließlich die Gutachter. Insofern gilt wie bei jedem Wettkampf: Das Beste geben, auf eine gute Platzierung hoffen und gespannt sein auf den tatsächlichen Ausgang des Rennens. Insgesamt soll es am Ende nicht mehr als zwölf Exzellenz-Universitäten in Deutschland geben. Experten gehen davon aus, dass höchstens zwei der bisher neun gekürten Universitäten ihren Exzellenzstatus aberkannt bekommen könnten. Damit könnten maximal fünf der jetzt sieben neu im Rennen angetretenen Universitäten auf das Exzellenz-Siegel und die Förderung hoffen.

     26. Was passiert, wenn wir nicht gewinnen? Es wird mit voller Kraft daran gearbeitet, dass dies nicht passiert. Doch auch im schlimmsten Fall wird nicht aufgehört, die Universität zu modernisieren und damit leistungsfähiger und serviceorientierter zu machen. Das Zukunftskonzept ist zugleich die Strategie, um die TU Dresden zu einer der leistungsstärksten Universitäten zu entwickeln. Auch ohne das Exzellenz-Siegel würde nach dieser Strategie gearbeitet werden. Der Prozess würde dann sicherlich langsamer und der Weg steiniger, aber immer noch bewältigbar.

     27. Was hat sich an den „alten“ Exzellenz-Universitäten in den letzten Jahren verbessert/verändert? Konnten sie wirklich von ihrem Status profitieren, oder hat es alle nur noch mehr Arbeit gekostet? Durch den Exzellenzwettbewerb hat sich das Denken an vielen Hochschulen geändert. Sie standen in einem harten Wettbewerb und mussten sich innerhalb kurzer Zeit fokussieren und profilieren. Der Titel „Exzellenz-Universität“ brachte nicht nur viel Geld, sondern auch oftmals neue modernere Strukturen innerhalb der akademischen und administrativen Einheiten. Nicht zu unterschätzen ist auch der positive Effekt für den Standort, die Wirtschaftspartner und nicht zuletzt auch für die Studierenden, die an einer Exzellenz-Universität studieren durften.

     28. Was verändert sich in Studium und Lehre? Wie können die Studienbedingungen durch die Exzellenzinitiative verbessert werden? Allein durch das DRESDEN-concept und die aktive Beteiligung der außeruniversitären Forschungseinrichtungen stehen den Studierenden ein exzellentes Forschungsumfeld und eine moderne Infrastruktur zur Verfügung. Wenn die TU Dresden den Titel „Exzellenz-Universität“ erringt, bedeutet das auch einen enormen Imagegewinn nicht nur für die Universität, sondern für den gesamten Standort. Die Bewerbungen für Studienplätze, auch in den Fächern die heute weniger nachgefragt werden, werden weiter steigen. Gleichzeitig wird sich die Exzellenzinitiative in der Qualität der Lehre bemerkbar machen, da gute Forschung immer eine solide Basis für gute Lehre ist.

     29. Was bedeutet die Exzellenzinitiative für Studienbewerber? Können künftig nur noch Abiturienten mit einem „Einser“-Schnitt hier studieren? Wenn die TU Dresden Exzellenz-Universität wird, werden sich auch mehr junge Leute für ein Studium bewerben. Das zeigen die Erfahrungen an den anderen Exzellenzuniversitäten. In den zulassungsbeschränkten Fächern kann das tatsächlich dazu führen, dass der NC (Numerus clausus) entsprechen steigt. In den nicht zulassungsbeschränkten Studiengängen wird sich aber nichts ändern.

     30. Werden die Anforderungen für die Studierenden so steigen, dass nur noch wenige ihren Abschluss erreichen werden? Die Anforderungen im Studium sind an der TU Dresden so gewählt, dass die Absolventen gut qualifiziert ihre spätere Berufstätigkeit aufnehmen können. Dies bedeutet, dass die Studiengänge anspruchsvoll, aber durchaus bewältigbar sind. Daran wird sich auch in Zukunft mit noch ohne Exzellenz-Siegel nichts ändern.


Stand: 26.10.2012 13:25
Autor: Claudia Vojta

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