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FAQ - Fragen und Antworten zur Exzellenzinitiative



[Was ist die Exzellenzinitiative?]
[Was sind die Ziele der Exzellenzinitiative?]
[Wie ist der Zeitplan der aktuellen Exzellenzinitiative?]
[Was bedeutet „erste“ und „zweite Phase der Exzellenzinitiative“?]
[Um wie viel Geld geht es?]
[Welche Universitäten bewerben sich in der aktuellen Runde der Exzellenzinitiative?]
[Warum beteiligt sich die TU Dresden erneut an der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder?]
[Wer entscheidet, welche beantragten Projekte Fördergelder erhalten werden?]
[Nach welchen Kriterien wurde diese Entscheidung getroffen?]
[Welche Vorteile haben die Mitglieder der TU Dresden von einer erfolgreichen Beteiligung? Professoren, Mitarbeiter, Studierende?]
[Was bedeutet der Titel Elite-Universität?]
[Welche Rolle spielt das DRESDEN-concept in der Bewerbung der TU Dresden?]
[Warum engagieren sich die außeruniversitären Partner im DRESDEN-concept für die Exzellenzbewerbung der TU Dresden?]
[Strebt das DRESDEN-concept eine Verschmelzung von Universität und außeruniversitären Instituten an?]
[Womit kann die TU Dresden punkten? Gibt es aus der ersten Phase Universitäten, an denen man sich ein Vorbild nehmen kann?]
[Wie profitieren die Studierenden von der Exzellenzinitiative?]

     Was ist die Exzellenzinitiative?
Die Exzellenzinitiative ist ein bundesweiter Wettbewerb zur Förderung der universitären Forschung, der gemeinsam vom Bund und den Ländern in Deutschland ausgelobt wurde. „[Sie] zielt darauf ab, gleichermaßen Spitzenforschung und die Anhebung der Qualität des Hochschul- und Wissenschaftsstandortes Deutschland in der Breite zu fördern und damit den Wissenschaftsstandort Deutschland nachhaltig zu stärken, seine internationale Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und Spitzen im Universitäts- und Wissenschaftsbereich sichtbar zu machen.“
Dazu wurden drei Förderlinien ins Leben gerufen. Universitäten können finanzielle Förderung für „Graduiertenschulen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses“ (zur Ausbildung von Doktorandinnen und Doktoranden), für "Exzellenzcluster für die Spitzenforschung" (in denen Wissenschaftler in einem Themengebiet zusammen arbeiten) und für „Zukunftskonzepte zum projektbezogenen Ausbau der universitären Spitzenforschung“ beantragen.
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Wissenschaftsrat (WR) koordinieren das Programm.

     Was sind die Ziele der Exzellenzinitiative?
Mit der Exzellenzinitiative, die bereits im Jahr 2005 ins Leben gerufen wurde, fördern Bund und Länder herausragende Forschung an Universitäten in Deutschland.
Die Exzellenzinitiative

  • unterstützt die universitäre Spitzenforschung und erhöht ihre internationale Sichtbarkeit
  • schafft hervorragende Bedingungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs an Universitäten
  • vertieft Kooperationen zwischen Disziplinen und Institutionen
  • stärkt die internationale Vernetzung der Forschung
  • fördert die Gleichstellung von Männern und Frauen in der Wissenschaft
  • intensiviert den wissenschaftlichen Wettbewerb in Deutschland und verbessert die Qualität des Wissenschaftsstandorts in der Breite.


     Wie ist der Zeitplan der aktuellen Exzellenzinitiative?

  • 12. März 2010: Ausschreibung zweite Programmphase und Aufforderung zur Einreichung von Antragsskizzen für Neuanträge bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • 30. April 2010: Eingang Absichtserklärungen für Neuanträge
  • 1. September 2010: Eingang Antragsskizzen für Neuanträge
  • 2. März 2011: Aufforderung zur Antragstellung Neu- und Fortsetzungsanträge
  • 1. September 2011: Eingang Neu- und Fortsetzungsanträge
  • 15. Juni 2012: Förderentscheidungen 2012-2017
  • November 2012: Beginn der Förderung Neu- und Fortsetzungsanträge


     Was bedeutet „erste“ und „zweite Phase der Exzellenzinitiative“?
In der ersten Phase wurden der DFG im Rahmen der Exzellenzinitiative von 2006 bis 2011 insgesamt 1,9 Milliarden Euro zusätzliche Mittel für drei Förderlinien (Graduiertenschulen, Exzellenzcluster und Zukunftskonzept) zur Verfügung gestellt.
Ende Mai 2009 haben Bund und Länder beschlossen, die Exzellenzinitiative über das Jahr 2012 hinaus für weitere fünf Jahre mit einem Gesamtfördervolumen von 2,7 Milliarden Euro fortzusetzen. Dies ist die aktuelle Runde der Exzellenzinitiative, in der die TU Dresden auch punkten will. Sie wurde am 12. März 2010 ausgeschrieben.

     Um wie viel Geld geht es?
Für diese zweite Phase der Exzellenzinitiative stehen insgesamt 2,724 Milliarden Euro zur Verfügung.
Konkrete Zahlen: Bei einer Laufzeit von fünf Jahren erhält eine Graduiertenschule zwischen 1 und 2,5 Mio. € und ein Exzellenzcluster zwischen 3 und 8 Mio. € jährlich. Universitäten, deren Zukunftskonzept gefördert wird, erhalten durchschnittlich 21 Mio. € im Jahr.

     Welche Universitäten bewerben sich in der aktuellen Runde der Exzellenzinitiative?
Bis zum 1. September 2010 konnten deutsche Universitäten ihre Antragsskizzen für die Exzellenzinitiative einreichen. Es nahmen 65 Universitäten an dieser Bewerbungsrunde teil. Sie reichten insgesamt 98 Voranträge auf Graduiertenschulen, 107 Anträge auf Exzellenzcluster und 22 Anträge für Zukunftskonzepte ein. Um die dritte Förderlinie (Zukunftskonzept), die die Entwicklung der gesamten Hochschule umfasst, bewerben sich neben den bisherigen Elite-Universitäten außerdem die Universitäten aus Berlin (Humboldt und TU), Bielefeld, Bochum, Bonn, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erlangen-Nürnberg, Frankfurt, Gießen, Hamburg, Jena, Kiel, Köln, Leipzig, Mainz, Münster, Saarbrücken, Stuttgart, Tübingen und Würzburg.

     Warum beteiligt sich die TU Dresden erneut an der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder?
Die TU Dresden steht in einem zunehmend auch internationalen Wettbewerb um Studierende, um die besten Leute für Forschung, Lehre und Infrastruktur, um Finanzmittel und um erstklassige Kooperationspartner. Das wird in den nächsten Jahren noch zunehmen. In diesem Wettbewerb werden die Elite-Universitäten große Vorteile haben, weil sie rundum attraktiv sind. Die TU Dresden sieht ihre Zukunft als Exzellenz-Universität, die aus ihrer Kompetenz und ihrer eigenen Vielfalt und aus dem vielfältigen wissenschaftlichen und kulturellen Umfeld in der Region Dresden, aber auch für den Freistaat Sachsen insgesamt Mehrwert schafft.

     Wer entscheidet, welche beantragten Projekte Fördergelder erhalten werden?
Am 2. März 2011 wurden nach einer wissenschaftlichen Untersuchung ausgewählte Universitäten aufgefordert, ihre Antragsskizzen zu Vollanträgen auszuarbeiten. Im Sommer 2012 bewertete eine gemeinsame Kommission aus Vertretern der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Wissenschaftsrates (WR) der Bundesregierung die Anträge. Die gemeinsame Kommission gab Empfehlungen an den Bewilligungsausschuss weiter, dem neben den Mitgliedern der Kommission auch die für Wissenschaft zuständigen Minister des Bundes und der Länder angehören. Der Ausschuss entschied, welche Universitäten mit welchen Vorhaben und Einrichtungen bis Ende 2017 mit insgesamt rund 2,7 Milliarden Euro gefördert werden. Die Mittel kommen zu 75 Prozent vom Bund und zu 25 Prozent vom Land.

     Nach welchen Kriterien wurde diese Entscheidung getroffen?
Die Begutachtung der Anträge durch die DFG (Graduiertenschulen und Exzellenzcluster) und den Wissenschaftsrat (Zukunftskonzept) erfolgten unter anderem nach diesen Kriterien:

  • wissenschaftliche Qualität
  • interdisziplinärer Ansatz
  • internationale Sichtbarkeit
  • Zusammenführung regionaler Forschungskapazitäten


     Welche Vorteile haben die Mitglieder der TU Dresden von einer erfolgreichen Beteiligung? Professoren, Mitarbeiter, Studierende?
Sie finden insgesamt bessere Konditionen vor und haben noch bessere Ausgangspositionen für ihre persönliche Weiterentwicklung.  Bessere Konditionen für Forschung, Lehre, Studium, Graduiertenförderung, aber auch Fortschritte in Weiterbildung, Kultur der Zusammenarbeit, bei internen Abläufen, Gleichstellung und Familienfreundlichkeit. Die Exzellenzinitiative fördert nicht nur Spitzenforschung und Spitzennachwuchsförderung, sondern hebt das Gesamtniveau einer Universität an.

     Was bedeutet der Titel Elite-Universität?
Im Rahmen der Exzellenzinitiative werden Exzellenzcluster und Graduiertenkollegs an vielen Universitäten gefördert und somit eine breite Exzellenzbildung in bestimmten Schwerpunktbereichen gefördert. Zusätzlich erhielten wenige ausgewählte Universitäten den Titel Elite-Universität, die mit dem Zukunftskonzept überzeugen konnten. Dafür bekommen sie zusätzliche Fördermittel in Millionenhöhe zu Verfügung gestellt.

     Welche Rolle spielt das DRESDEN-concept in der Bewerbung der TU Dresden?
Eine ganz zentrale, denn das DRESDEN-concept  ist nur am Standort Dresden möglich und ein Alleinstellungsmerkmal. Diese Wissenschafts-Partnerschaft wird von insgesamt 14 Mitgliedern gestützt: der TU Dresden, Fraunhofer-, Helmholtz-, Leibniz- und Max-Planck-Institute sowie renommierte Museen und Bibliotheken. Das ist bundesweit einmalig. Der Wissenschaftsstandort Dresden ist stark und attraktiv. Es geht hier nicht um Koexistenz, sondern um echte Kooperation.

     Warum engagieren sich die außeruniversitären Partner im DRESDEN-concept im Rahmen der Exzellenzbewerbung der TU Dresden?
Gutes zieht Gutes an. Eine Qualitätsuniversität mit dem Gütesiegel der Exzellenzinitiative ist für den gesamten Standort Dresden von großer Bedeutung. Eine Spitzenuniversität mit der Forschungs- und Lehrvielfalt einer TU Dresden zieht gute Leute auf allen Ebenen an. Sie bildet auch gute Leute aus, was wiederum für andere Forschungsinstitute und die Wirtschaft von Bedeutung ist. Die gemeinsame Technologieplattform ist ebenso interessant wie die engen Vernetzungen im Lehrbetrieb. DRESDEN-concept  bündelt die vorhandene Kompetenz, so dass alle davon profitieren.

     Strebt das DRESDEN-concept eine Verschmelzung von Universität und außeruniversitären Instituten an?
Nein, das DRESDEN-concept  setzt auf eine Allianz und nicht auf eine Fusion. Jeder Partner ist für sich stark und entwickelt sich weiter. Jeder bringt seine Stärken in das Team der Institutionen ein.

     Womit kann die TU Dresden punkten? Gibt es aus der ersten Phase Universitäten, an denen man sich ein Vorbild nehmen kann?
Ein Vorbild im klassischen Sinn gibt es nicht, da jede Universität in ihrer Art einzigartig ist und ihren eigenen Weg gehen muss. Kreativität lässt sich von vielen Aspekten anregen, schafft dann aber etwas Neues und Eigenständiges. Wenn man sich die Entwicklung der TU Dresden in den vergangenen 20 Jahren ansieht, dann gibt es in Deutschland kaum eine andere Universität, die eine solche Entwicklungsdynamik aufzuweisen hat. Auf dieser Entwicklung bauen die Elemente der Bewerbung auf, verknüpfen sie innerhalb der Universität und mit den außeruniversitären Partnern im DRESDEN-concept .

     Wie profitieren die Studierenden von der Exzellenzinitiative?
Die Exzellenzinitiative zielt auf eine Stärkung der Forschung ab. Forschungsstarke Universitäten sind für Studierende in mehrfacher Hinsicht interessant: Die aktuellen Ergebnisse der Spitzenforschung fließen in die Lehre ein, es gibt mannigfaltige Möglichkeiten, selbst früh in Kontakt mit der Forschung zu kommen, und eine Exzellenz-Universität zieht auch exzellente Forscher und Hochschullehrer an, wiederum ein Pluspunkt für die Lehre. Außerdem mag es sich im Lebenslauf gut machen, an einer Exzellenz-Universität studiert zu haben.

Stand: 26.10.2012 13:25
Autor: Claudia Vojta

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