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Bundespräsident Joachim Gauck trifft Dresdner Preisträger des Deutschen Zukunftspreises

Im Rahmen seiner Antrittsreise in Sachsen hat sich Bundespräsident Joachim Gauck mit den Gewinnern des Deutschen Zukunftspreises für Technik und Innovation und dem Rektor der TU Dresden, Prof. Hans Müller-Steinhagen, zu einem ausführlichen Gespräch an der TU Dresden getroffen. Die Zukunftspreisträger des Deutschen Zukunftspreises 2011 Prof. Karl Leo (TU Dresden/Fraunhofer COMEDD), Dr. Jan Blochwitz-Nimoth (Novaled AG) und Dr. Martin Pfeiffer (Heliatek GmbH) wurden mit diesem Preis für ihre gemeinsamen herausragenden Ergebnisse bei der Erforschung organischer Halbleiter und der wirtschaftlichen Umsetzung dieser Erkenntnisse ausgezeichnet. Der jährlich verliehene Preis ist mit 250.000 Euro dotiert.

„Am Anfang war da eine Idee, eine Vision, für die uns viele für verrückt gehalten haben. Inzwischen ist der Aufstieg der organischen Elektronik nicht mehr aufzuhalten. Organische Halbleiter sind längst der Grundlagenforschung entwachsen und in der Industrie angekommen. Für diesen Transfer wurden wir ausgezeichnet mit dem Zukunftspreis und freuen uns sehr, dass sich Bundespräsident Joachim Gauck vor Ort über unsere Arbeit informiert", fasst Professor Karl Leo seine Eindrücke zusammen.

Leo, Blochwitz-Nimoth und Pfeiffer haben im Bereich der Organischen Elektronik außergewöhnliches geleistet. Die drei Wissenschaftler entwickelten an der TU Dresden eine Technologie für organische Halbleiter, die neuartige und effiziente Bauelemente ermöglichen: Dazu gehören u. a. organische Leuchtdioden (OLED) mit drastisch reduziertem Energieverbrauch und langer Lebensdauer sowie organische Solarzellen mit deutlich erhöhter Effizienz. Damit werden visionäre und ressourcenschonende Anwendungen in vielen verschiedenen Lebensbereichen möglich.

Das aus der TU Dresden hervorgegangene Team hat insbesondere mit der Gründung der Novaled AG und der Heliatek GmbH ein führendes Organik Elektronik Cluster in Dresden angesiedelt und aufgebaut.

Der Ausgründung Novaled ist mit OLED Materialien und Technologien erfolgreich der Markteintritt gelungen. Diese finden mittlerweile Anwendung in einer neuen Generation von farbbrillianten Flachdisplays, z.B. in Samsung Smartphones, in stromsparender Beleuchtung und in effizienten flexiblen Organischen Solarzellen (OPV). Die Firma ist seit 2011 in der Gewinnzone (Umsatz 2011: 17,4 Millionen Euro) und hat mittlerweile 130 Mitarbeiter. Die Heliatek GmbH hält mit 12 Prozent den aktuellen Weltrekord für organische Solarzellen. Sie hat gerade eine weltweit einzigartige Anlage zur Produktion organischer Solarzellen in einem kontinuierlichen Rolle-zu-Rolle Verfahren im Vakuum erfolgreich aufgebaut und bereitet die Markteinführung flexibler organischer Solarfolien vor.

Über das Institut für Angewandte Photophysik (IAPP) der TU Dresden:
Mit seinen ca. 100 Mitarbeitern ist das IAPP eines der drittmittelstärksten und innovativsten Institute der TU Dresden, aus dem bislang sechs Ausgründungen hervorgegangen sind und was maßgeblich am Exzellenzcluster CFAED beteiligt ist. Neben der Forschung zu OLEDs und organischen Solarzellen wird am IAPP inzwischen an weiteren spannenden Anwendungen der organischen Elektronik, z.B. an organischen Transistoren für Schaltkreise oder Sensoren, gearbeitet.

Über organische Elektronik:
Heutige Elektronik basiert meist auf kristallinen Halbleitern: Materialien wie Silizium, die aufwändig und teuer verarbeitet werden müssen. Die organische Elektronik auf Basis von Kohlenstoffverbindungen bietet umweltschonende Alternativen und neue Einsatzbereiche. Organische Halbleiter machen es möglich, unter minimalem Energie- und Materialaufwand leichte, flexible, großflächige und effiziente Elektronik herzustellen. Beispielsweise organische Leuchtdioden (OLEDs), die homogen und flächig natürliches Licht abgeben oder organische Solarzellen (OPV), die Tageslicht auch unter ungünstigen Bedingungen gut absorbieren. Gleichzeitig haben solche Bauteile Eigenschaften, die völlig neue Anwendungen in den Fokus rücken: transparente, gebogene Flächen, Fenster die bei Tag Licht absorbieren und nachts flächig abgeben. Ultraflache Displays, die hocheffizient und in brillanten Farben Information und Videos zeigen, zukünftig sogar transparent und auf Folie flexibel. Der Markt für organische Elektronik hat ein enormes Potenzial und wird von Marktforschungsinstituten allein für OLED und OPV auf ca. 33 Milliarden Euro in 2018 geschätzt (Quelle: DisplaySearch, nanomarkets).

Informationen für Journalisten:
Kim-Astrid Magister
Tel.: 0351 463-32398
pressestelle@tu-dresden.de


Stand: 30.04.2013 16:37
Autor: Pressestelle

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