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1828
Gründung der Technischen Bildungsanstalt am
1. Mai in Dresden und Übernahme der Direktion durch die
Königlich-Sächsische Kommerziendeputation. Als Vorsteher wirkt
Wilhelm Gotthelf Lohrmann (1796-1840), der sich als Inspektor
der sächsischen Kameralvermessung große wissenschaftliche
Verdienste erworben hat. Das Domizil der Anstalt befindet sich
vorerst sehr bescheiden im Gartenpavillon auf der Brühlschen
Terrasse und in einem Gewölbe des Kuffenhauses am
Zeughausplatz. Hervorragende Lehrer werden für die Anstalt
gewonnen, u. a. Johann Andreas Schubert, Erbauer der ersten
betriebsfähigen deutschen Dampflokomotive "Saxonia".
Prof. Wilhelm Gotthelf Lohrmann
Prof. Johann Andreas Schubert
Gebäude der Technischen Bildungsanstalt auf der
Brühlschen Terrasse
1833
Um den wesentlich gewachsenen Raumbedarf zu
decken, wird die Technische Bildungsanstalt in die ehemalige
Rüstkammer am Jüdenhof verlegt.

Ausschnitt
eines Abgangszeugnisses der Technischen Bildungsanstalt
von 1840 /NL Erler/
1844/46
Nach den Plänen der Architekten Heine
(1802-1880) und Arndt (1807-1889) wird ein eigenes Gebäude am
Antonsplatz errichtet. Gottfried Semper (1803-1879) fertigt ein
Gutachten für den Neubau an, in dem er auch grundlegende
Gedanken über die Probleme der Baukunst niederschreibt.
1851
Umbenennung in Königlich Polytechnische
Schule. Auf Initiative des Direktors Julius Ambrosius Hülsse
(1812-1876) und in engem Zusammenwirken mit dem Königlichen
Regierungskommissar Dr. Weinlig wird die "Obere Abteilung" in
drei Sektionen gegliedert, welche die Studierenden in drei
Fachrichtungen zusammenfassen. Es besteht das Recht, auf Grund
von "Maturitätsprüfungen" Zeugnisse zu vergeben, die den
Inhaber berechtigen, das belegte Fach als Gewerbe zu
betreiben.

Maturitätsprüfungszeugnis der unteren Abteilung des
Schülers Valentin Ketzer aus dem Jahr 1856. /NL Ketzer/
1865
Einführung eines neuen Organisationsplanes.
Die "Untere Abteilung" bildet nun einen "Allgemeinen Kursus",
den alle Schüler absolvieren müssen. Die "Sektionen" der
"Oberen Abteilung" werden zu vier Fachschulen entwickelt:
-
Mechanisch-technische Schule (A),
-
Ingenieurschule (B),
-
Chemisch-technische Schule (C) und
-
eine weitere Schule, deren Aufgaben in der Ausbildung
zukünftiger Lehrer der Mathematik, Naturwissenschaften und
Technik besteht.
Die Studiendauer in den Fachschulen wird auf
drei Jahre festgelegt. Nun wird unterschieden zwischen
"Schülern", die den "Allgemeinen Kursus" absolvieren, und den
Studenten, die die Fachschule besuchen.

Zeugnis aus
dem Jahr 1868 /NL Spangenberg/
1871
Anerkennung des hohen Niveaus der technik-
und naturwissenschaftlichen Ausbildung durch die Namensgebung
Königlich Sächsisches Polytechnikum. Das Polytechnikum nimmt
den Charakter einer Hochschule an. Die Leitungshierarchie ist
aber noch autokratisch organisiert. Die bisherigen Fachschulen
werden nun als Abteilungen bezeichnet. In der Hochschule sind
281 Studenten immatrikuliert (mehr als 60 % gehören zur
Ingenieur-Abteilung).
1873
Gustav Zeuner
Gustav Zeuner (1828-1907), international
renommierter Thermodynamiker und Wissenschaftsorganisator, wird
zum Direktor des Polytechnikums berufen. Neben der technik- und
naturwissenschaftlichen Ausbildung erhält auch die geistes- und
sprachwissenschaftliche Ausbildung einen höheren Stellenwert.
So finden in der "Allgemeinwissenschaftlichen Abteilung"
Lehrveranstaltungen in folgenden Fachrichtungen statt:
Volkswirtschaftslehre, Rechtswissenschaft, Philosophie,
Geschichte, Kunstgeschichte, Literaturgeschichte und neue
Sprachen.
1875

Hauptgebäude der
Technischen Hochschule Dresden am Bismarckplatz - 1875
eingeweiht; Architekt Rudolf Heyn. 1945 durch
Bombenangriff zerstört, die Ruine wurde später
abgerissen.
Fertigstellung des repräsentativen Hauptgebäudes des
Polytechnikums in der Nähe des Hauptbahnhofs. Mit der Gründung
der Hochbauabteilung wird die Tradition der
Architekturausbildung an der Hochschule begründet.
1883
Einführung der Diplomprüfung anstelle der
Absolutorialprüfung. Von den Studenten wird nun die Abfassung
von Diplomarbeiten wie an den Technischen Hochschulen in Wien,
Graz und Stuttgart verlangt.
1890

Amtliche
Bekanntmachung über die Revision des Statuts für das
Polytechnikum sowie die Umbenennung desselben in
Königlich Sächsische Technische Hochschule
Das Polytechnikum avanciert zur Königlich
Sächsischen Technischen Hochschule. Ernst Hartig (1836-1900),
Professor für Mechanische Technologie, wird erster gewählter
Rektor der Hochschule. 308 Studenten, davon 28 Ausländer,
sind an der Hochschule eingeschrieben. Gustav Zeuner ist
letzter Direktor und hat entscheidenden Anteil am Aufstieg
zur Hochschule.
1900
Die Promotionsordnung der Hochschule tritt
in Kraft.
Friedrich Siemens (1826-1904) wird erster Ehrendoktor der TH
Dresden.
An der TH Dresden studieren nunmehr 1007 Studenten, davon
232 Ausländer, vor allem aus Ost- und Südosteuropa, aber auch
aus Übersee.
Nach Plänen Karl Weißbachs (1841-1905) werden auf dem Gelände
am Fuße der Räcknitzer Höhen (an der George-Bähr-Straße und
Helmholtzstraße in der damals entstehenden Südvorstadt)
großzügige Bauten errichtet für die Maschinenbaulaboratorien
und das Elektrotechnische Institut. Wenig später wird dieser
Komplex durch ein Elektrizitäts- und Heizkraftwerk ergänzt.

Bebauung
1905


Bebauungsplan
um 1903
1900
Berufung von Arthur Schloßmann (1867-1932)
zum a. o. Professor für physiologische Chemie und allgemeine
Physiologie. Gemeinsam mit dem Großindustriellen Karl August
Lingner (1861-1916) und anderen Dresdner Bürgern gründet
Schloßmann bereits 1897 den "Verein Kinderpoliklinik in der
Johannstadt mit Säuglingsheim", der 1898 die weltweit erste
stationäre Behandlungseinrichtung für Säuglinge errichtet, die
Vorgängereinrichtung der heutigen Kinderklinik der
Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus.
1907
Frauen werden regulär zum Studium an der TH zugelassen.
Hospitationen waren ab 1897 möglich.
1913

Gebäude der
Bauingenieur- Abteilung, heute Beyer-Bau
Die Bauingenieur-Abteilung erhält einen großen und
repräsentativen Neubau, heute Beyer-Bau.
1914/18
322 Angehörige der Hochschule sterben als
Soldaten, Unteroffiziere oder Offiziere in den Schlachten des
Ersten Weltkrieges.
Unter ihnen befindet sich der Jagdflieger und ehemalige Student
der TH Dresden Max Immelmann (1890-1916).
1918
Prof. Adolph Nägel
Begründung des Instituts für Kraftfahrzeugtechnik unter
Leitung von Adolph Nägel (1875-1939).
1919
Gründung des Instituts für Metallurgie und
Werkstoffkunde.
Okt./Nov. Gründung einer Hochschul-Einkaufs- und
Konsumgenossenschaft m.b.H. zur Beschaffung günstiger
Lebensmittel und Anbietung preiswerten Mittagessens.

Gründung Hochschul-Einkaufs- und Konsumgenossenschaft
1919/20
Einrichtung des Auslands-Seminars.
Aufbau des Lehrstuhls für Lebensmittelchemie.
1921
Gründung der "Gesellschaft von Förderern und
Freunden der Technischen Hochschule Dresden e. V.", der
führende Repräsentanten der sächsischen Staatsregierung, der
Industrie und Banken beitreten.
Bildung der "Wirtschaftshilfe der Deutschen Studentenschaft e.
V." (ab 1929 "Deutsches Studentenwerk e. V." an der TH
Dresden).
Nach ersten erfolgreichen Bemühungen der studentischen
Selbsthilfe in Form der seit 1920 bestehenden "Dresdner
Hochschul-Wirtschaftsgesellschaft m.b.H." entwickelt sich die
Dresdner studentische Selbsthilfeorganisation zu einer der
führenden in Deutschland.
Trennung der Allgemeinen Abteilung von der
Mathematisch-naturwissenschaftlichen Abteilung.
1922
Die Volkswirtschaftslehre wird zum
Studienfach an der Allgemeinen Abteilung der TH Dresden.
Schwerpunkte bilden im Unterschied zu den Universitäten
technische Fächer, aber auch Arbeitspsychologie und
Psychotechnik.
1923
Eingliederung des Pädagogischen Instituts
Dresden-Strehlen in die Allgemeine Abteilung der Hochschule (ab
1925 Kulturwissenschaftliche Abteilung). Volkswirtschaftslehre
und Staatswissenschaften, Rechtswissenschaften, Pädagogik,
Geschichte und Kunstgeschichte, Sprachwissenschaften und
Literaturwissenschaften sind an der TH fest etabliert. Der
universitäre Charakter der Hochschule wird dadurch immer
deutlicher.
1924
Prof. Georg Berndt
Gründung des Instituts für Meßtechnik und Austauschbau unter
Leitung von Georg Berndt (1880-1972). Ausbau des
Physikalischen Instituts u. a. durch Bildung des Laboratoriums
für angewandte Röntgenographie.
1925
Studentenhaus an der Mommsenstraße
Fertigstellung des Studentenhauses auf dem von Theodor Bienert
geschenkten Grundstück.
1926
Fertigstellung und Übergabe der
Chemiegebäude an der Mommsenstraße (Foerster-Bau, König-Bau,
Müller-Bau).
1928

100-Jahrfeier
Unter dem Rektorat von Adolph Nägel begeht die TH Dresden am
4. Juni 1928 die Feier ihres 100-jährigen Bestehens. Der
Lehrkörper umfaßt 63 ordentliche, 22 außerordentliche und 17
Honorarprofessoren. Es lehren 24 Privatdozenten. Die Zahl der
Studenten beträgt 2705, zusätzlich sind 332 Hörer und
Hospitanten eingeschrieben.
1929
Durch ministeriellen Erlaß wird die von
Heinrich Cotta (1763-1844) gegründete Forstakademie Tharandt
(später Forstliche Hochschule), der TH Dresden als Abteilung
angegliedert. Seit 1811 ist die
Ausbildungsstätte in Tharandt ansässsig und gilt als eine
der ältesten forstlichen akademischen
Bildungseinrichtungen der Welt.

Altes
Hauptgebäude der ehemaligen Forstlichen Hochschule
Tharandt
1933/34
Gleichschaltung der Hochschule und
Einführung des Führerprinzips. Namhafte Hochschullehrer werden
auf Grund des "Gesetzes zur Wiederherstellung des
Berufsbeamtentums" entlassen und Repressalien ausgesetzt. Zu
ihnen gehören der Physiker und Entdecker des
Kristallphotoneneffekts, Harry Dember (1882-1943), der Romanist
Victor Klemperer (1881-1960), der Arzt und Hygieniker Rainer
Fetscher (1895-1945), der Staatswissenschaftler Robert
Wilbrandt (1875-1954) sowie Paul Luchtenberg (1890-1973),
Professor für Pädagogik, Philosophie und Psychologie, später
Mitbegründer der FDP und Kultusminister von
Nordrhein-Westfalen.
Harry Dember
Viktor Klemperer

Entlassung von Prof. Klemperer

Robert Wilbrandt
Rainer Fetscher
1936
Abtrennung des Pädagogischen Instituts von der TH
Dresden.
Einweihung des "Hauses des NSD-Studentenbundes" in der
Helmholtzstraße
1939
Infolge des Kriegseintrittes Deutschlands werden die
Hochschulen vorübergehend geschlossen.
Viele Mitarbeiter und Studenten werden zum Kriegsdienst
eingezogen. Das Studienjahr wird in Trimester aufgeteilt.
1941
Die Abteilungen der Hochschule werden in Fakultäten
umbenannt:
- Fakultät für Allgemeine Wissenschaft
- Fakultät für Bauwesen
- Fakultät für Maschinenwesen
- Fakultät für Forstwissenschaften.
1945

Zerstörtes
Rektoratsgebäude der TH Dresden am ehemaligen
Bismarckplatz am Hauptbahnhof. Obwohl die Fassade
teilweise erhalten war, wurde das Rektoratsgebäude
Anfang der 50er Jahre vollständig abgerissen.
Durch den Krieg und die Bombenangriffe auf Dresden am 13./14.
Februar 1945 erleidet die Hochschule hohe menschliche Verluste
unter Studierenden und Mitarbeitern.
Ein großer Teil der Gebäude und der
Inneneinrichtungen sind schwer beschädigt oder
zerstört.
Die sowjetische Besatzungsmacht übt das Kommando über die
Hochschule aus.
Eine umfassende Überprüfung des gesamten Hochschulpersonals
wird durchgeführt. Darauf hin werden im November
1945 NSDAP-Mitglieder aus dem Lehrkörper und der
Verwaltung entlassen.
Das Rektorat und die
Hochschulverwaltung, mit dem damals außerordentlich wichtigen
Dolmetscherbüro, können ab November 1945 ihren
Sitz in die Mommsenstraße 13 verlegen.
1946
Befehl der SMAD zur Wiedereröffnung der
Technischen Hochschule Dresden. Unter schwierigsten Bedingungen
konnten erste Lehrveranstaltungen stattfinden.
Erster Rektor wird der international anerkannte Ordinarius für
Grundlagen des Maschinenbaus und Fördertechnik, Professor
Dr.-Ing. Enno Heidebroek (1876-1955).

Prof. Enno
Heidebroek
zur Wiedereröffnung erfolgt die Bildung
von:
- Pädagogischer Fakultät
- Fakultät für Kommunale Wirtschaft
- Fakultät Forstwirtschaft.
Immatrikulation von 491 Studenten mit
Genehmigung der SMAD (453 Studenten beginnen tatsächlich das
Studium). Sie werden von insgesamt 42 Hochschullehrern,
einschließlich einigen Lehrbeauftragten und Assistenten,
betreut.
Friedrich Adolf Willers (1883-1959) hält vor Studierenden aller
Fachrichtungen die erste Fachvorlesung über Mathematik.
Trümmerberäumung durch Studenten etwa 1946.
1949
Der Aufbau von 7 Fakultäten ist
abgeschlossen (einschließlich der Arbeiter-und-Bauern-Fakultät,
die aus der Vorstudienanstalt hervorgegangen war):
-
Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften
-
Fakultät für Bauwesen
-
Fakultät für Maschinenwesen und Elektrotechnik
-
Fakultät für Wirtschafts- und Verkehrswissenschaften
-
Fakultät für Forstwissenschaft
-
Fakultät für Pädagogik und Kulturwissenschaften.
1950

Gebäudekomplex
Zellescher Weg einschließlich Willers-Bau und
Trefftz-Bau
Am 25. April 1950 erfolgt die Grundsteinlegung für den Neubau
des Gebäudekomplexes am Zelleschen Weg, in dem sich heute
Institute der Fakultät Mathematik und Naturwissenschaften
befinden. Ein Teil des Gebäudekomplexes trägt seit 1961 den
Namen Willers-Bau. Im Jahre 1994 erhält das Hörsaalgebäude den
Namen Trefftz-Bau.
Eröffnung der Fakultät für Verkehrswissenschaften,
Grundsteinlegung des Gebäudekomplexes an der Hettnerstraße am
20. April 1951.
Neben dem Direktstudium werden Fernstudiengänge eingerichtet.
Die ersten Absolventen des Hochschulfernstudiums konnten im
Herbst 1957 die Hochschule mit dem Diplom verlassen.

Eröffnung
Fernstudium, Aufnahme von 1954
1952
Auf Grundlage eines zentralen Beschlusses
wird im September 1952 aus der bisherigen Fakultät für
Verkehrswissenschaften der Technischen Hochschule Dresden die
Hochschule für Verkehrswesen gebildet.

Hochschule
für Verkehrswesen Hettnerplatz, Aufnahme etwa 1956
Gründung der Fakultät Elektrotechnik (bis
1951 bestand eine Abteilung für Elektrotechnik innerhalb der
Fakultät für Maschinenwesen und Elektrotechnik). Zu den
bekanntesten Wissenschaftlern gehören Heinrich Barkhausen
(1881-1956) und Ludwig Binder (1881-1958).
Im Dezember 1952 wird der Neubau in der Mommsenstraße 13 als
neues Rektoratsgebäude übergeben und bleibt bis 2003 Sitz des
Rektorates.
1954
Gründung der Fakultät für Leichtbau auf
Weisung des Staatssekretariats für Hochschulwesen.
1955

Barkhausen-Bau nach Fertigstellung um 1956
Bereits 1950 beginnen die ersten Bauarbeiten zum neuen
Schwachstrominstitut, dem Barkhausen-Bau. Bis 1955 sind die
ersten drei Bauabschnitte des umfangreichen Gebäudekomplexes
zwischen Helmholtz- und Georg-Schumann-Straße fertiggestellt.
Nutzer ist die Fakultät für Elektrotechnik.
Gründung der Fakultät für Kerntechnik, sie besteht bis 1962.
Es existieren 9 Fakultäten.
Die Gestaltung der Außenanlagen im gesamten damaligen
Campusgelände wird Herrn Prof. Werner Bauch
übertragen.
Am 13.02.1955 wurde das erst nach dem Krieg
erbaute Studentenwohnheim der TH Dresden an der damaligen
Reichsstraße (heute: Fritz-Löffler-Str.) eingeweiht.

Studentenwohnheim ehem. Reichsstraße
1956-1960

Andreas-Schubert-Bau, errichtet 1956 bis 1960
An der Nordseite des Zelleschen Weges wird der
Andreas-Schubert-Bau für die neugegründete Fakultät für
Kerntechnik errichtet. Im Jahre 1962 wird dieselbe aufgelöst.
Heutige Nutzung durch verschiedene Institute der Fakultät
Mathematik und Naturwissenschaften.
1956
Aus der bisherigen Fakultät für Leichtbau
der TH Dresden wird die Fakultät für Luftfahrtwesen gebildet.
Im Jahre 1961 erfolgt deren Auflösung.
1957
Übernahme des ehemaligen
Landgerichtsgebäudes durch die TH Dresden. Der Auf- und Umbau
des stark kriegszerstörten Gebäudekomplexes dauert bis 1961.
Vorwiegende Nutzer sind die Fakultäten für Maschinenwesen sowie
für Bau-, Wasser- und Forstwesen. Seit 1961
Georg-Schumann-Bau.
Nach 1990 werden Teile des Gebäudekomplexes in Hülsse- und
Tillich-Bau umbenannt.
1961
Die Technische Hochschule Dresden erhält den
Status einer Technischen Universität. Während des Festaktes am
5. Oktober 1961 findet auch die Rektoratsübergabe von Werner
Gruner (1904-1995) zu Kurt Schwabe (1905-1983) statt. Kurt
Schwabe förderte maßgeblich die Universitätsgründung. 10.741
Studenten sind immatrikuliert, davon etwa 4 Prozent
Ausländer.
Prof. Werner Gruner
Prof. Kurt Walter Schwabe
1965
Abschluß des 4. Bauabschnittes vom
Gebäudekomplex Barkhausen-Bau mit dem Antennenturm des
Instituts für Hochfrequenztechnik und Nachrichtenelektronik
sowie dem Hör- und Tagungssaal mit 500 Plätzen (heute
Schönfeld-Hörsaal) an der Nöthnitzer Straße.
Mit Prof. Liselott Herforth wird erstmals an einer deutschen
Technischen Universität eine Frau in das Rektorenamt
gewählt.
1968
Im Zusammenhang mit der 3. Hochschulreform
wird auch die Struktur der TU Dresden radikal verändert.
Historisch gewachsene Strukturen werden unter verstärktem
parteipolitischem Einfluss negiert. Traditionelle
wissenschaftlichen Institute werden aufgelöst. Die Fakultäten
verlieren ihre ursprüngliche Bedeutung.
Es werden 22 Sektionen gebildet, die wiederum in
Wissenschaftsbereiche und Institute untergliedert sind.

Letzte
Fakultätssitzung der Fakultät für
Maschinenwesen 1968 in Gaussig.
1978
Im Rahmen der Feierlichkeiten zur
150-Jahr-Feier der Technischen Universität Dresden wird der
erste Ausbildungskernreaktor im Beisein von Erich
Honecker, Staatsratsvorsitzender der DDR, eingeweiht.

Einweihung
AKR 1 mit Erich Honecker und Prof. Adam
1986
Die traditionsreiche, im Jahre 1861 als
Gewerbeschule gegründete Ingenieurhochschule Dresden wird mit
der TU Dresden vereinigt und als Informatikzentrum des
Hochschulwesens der DDR wirksam; Ende 1990 Gründung der
Fakultät Informatik.
1990
Konstituierung von Fakultäten (12. Februar
1990):
-
Fakultät für Gesellschaftswissenschaften
-
Fakultät für Naturwissenschaften und Mathematik
-
Fakultät für Elektrotechnik und Elektronik
-
Fakultät für Maschinenwesen
-
Fakultät für Bau-, Wasser- und Forstwesen.
Wahl des neuen Senats aus dem Kreis der
gewählten Mitglieder des Wissenschaftlichen Rates (26. Februar
1990).
Wahl von Professor Dr. rer. nat. habil. Günther Landgraf von
der Fakultät für Maschinenwesen zum Rektor durch den
Wissenschaftlichen Rat (Investitur am 12. März 1990). Es sind
11.220 Studenten immatrikuliert, davon 8,6 % Ausländer.
Prof. Günther Landgraf
1991
Der Leitende Regierungsdirektor Alfred Post,
vorher Vizekanzler der Universität-Gesamthochschule Essen, wird
Kanzler der TU Dresden. Beginn des Neuaufbaus der
Universitätsverwaltung.
13.000 Studenten sind immatrikuliert. Beginn der Integration
der Pädagogischen Hochschule "Karl Friedrich Wilhelm Wander"
und des universitären Teils der Hochschule für Verkehrswesen
"Friedrich List" in die TU Dresden.
Vorbereitung der Gründung einer Medizinischen Fakultät der TU
Dresden.
Feierliche Wiedergründung der Gesellschaft von Freunden und
Förderern der TU Dresden e. V. Die Gründung jährt sich zum 70.
Mal.
Die TU Dresden wird in die Deutsche Forschungsgemeinschaft
(DFG) aufgenommen.
Gründung der Akademie für Weiterbildung und Wissenstransfer an
der Technischen Universität Dresden e. V.
Personalkommissionen zur Überprüfung der Mitarbeiter des
Öffentlichen Dienstes nehmen ihre Arbeit auf.
1991/94
Bestätigung und Neugründung von Fakultäten
auf der Grundlage des Gesetzes zur Struktur des Hochschulwesens
und der Hochschulen im Freistaat Sachsen vom 10. April
1992.
Durch Einbeziehung von Teilen der Fakultät
Geistes- und Sozialwissenschaften entstanden (30. April / 1.
Mai
1993)
Durch Übernahme von Teilen der Fakultät
Geistes- und Sozialwissenschaften entstanden (30. April / 1.
Mai 1993)
-
Fakultät Informatik
6. November 1990 Gründung der Fakultät; 18. April 1991
Festveranstaltung
-
Fakultät Erziehungswissenschaften
9. Juli 1993 Gründung der Fakultät
-
Juristische Fakultät
12. Februar 1991 Gründung der Fakultät; 7. März 1991
Festveranstaltung
-
Fakultät Verkehrswissenschaften "Friedrich List"
6. November 1992 Gründung der Fakultät und Festveranstaltung
-
Fakultät Wirtschaftswissenschaften
12. Oktober 1993 Gründung der Fakultät
-
Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus
1. Oktober 1993 Gründung der Fakultät; 25. Oktober 1993
Festveranstaltung
-
Fakultät Bau-, Wasser- und Forstwesen
Im Jahre 1994 aufgelöst. Bildung von drei neuen Fakultäten:
-
Fakultät Forst-, Geo- und Hydrowissenschaften (21. Februar
1994)
-
Fakultät Bauingenieurwesen (1. Januar 1994)
-
Fakultät Architektur (17. Mai 1994).
1993
Wissenschaftsrat tagt an der TU Dresden und
erstmals in den neuen Bundesländern.
Eröffnung des Hannah-Arendt-Instituts für
Totalitarismusforschung auf der Grundlage eines
parteiübergreifenden Landtagsbeschlusses.
1994
Professor Dr. rer. nat. habil. Achim
Mehlhorn von der Fakultät Mathematik und Naturwissenschaften
wird vom Konzil der TU Dresden im Juni 1994 zum Rektor gewählt
(Wiederwahl 1997).
An der Medizinischen Fakultät wird ein Herzzentrum
eröffnet.
Prof. Achim Mehlhorn
1995
Das TechnologieZentrumDresden als ein
Partner der Universität beim Wissenschaftstransfer erhält ein
neues Gebäude.
Die Universität eröffnet das rekonstruierte Gästehaus auf der
Einsteinstraße.
1996
Grundsteinlegung für das neue Hörsaalzentrum
der TU Dresden mit vier großen Hörsälen, zwölf Seminarräumen
und einem Zeichensaal, 3470 Plätze.
Richtfest für das Bettenverfügungsgebäude am Haupteingang des
Universitätsklinikums und für ein zweites Gästehaus am
Weberplatz.
Gründung des Instituts für Luft- und Raumfahrttechnik.
Gründung der Sächsischen Landesbibliothek, Staats- und
Universitätsbibliothek Dresden auf Grundlage eines
Gesetzes.
Erste Herztransplantation in Dresden (im Jahre 1977 erste
Lebertransplantation innerhalb des damaligen COMMICON),
Übergabe des Knochenmark-Transplantations-Zentrums des
Universitätsklinikums.
1997
An der TU Dresden sind ca. 23.000 Studenten
immatrikuliert, darunter 5,2% Ausländer.
Richtfest für das Hörsaalzentrum an der Bergstraße.
Einweihung des Neubaus des Herz- und Kreislaufzentrums Dresden
auf dem Gelände des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus
(29. September 1997). Die Finanzierung erfolgt durch die
private "Roland Ernst Stiftung für Gesundheitswesen" und durch
einen Immobilienfonds.
1998
Seit Januar unterstützt das Zentrum für
Hochleistungsrechnen (ZHR) als zentrale wissenschaftliche
Einrichtung die Fakultäten bei der Bearbeitung von Aufgaben in
Forschung und Lehre.
Das neue Hörsaalzentrum der TU Dresden wird am 13. Oktober 1998
eröffnet. Damit verfügt die TU Dresden über das bis dahin
modernste und größte Hörsaalzentrum Ostdeutschlands. Sechs
Hörsäle mit insgesamt 2840 Plätzen, darunter das Audimax mit
1000 Plätzen, stehen Lehrenden und Lernenden offen. Dazu kommen
zehn Seminarräume und ein Zeichensaal.
1999
Am 27. April 1999 erhält der Generalsekretär
der Vereinten Nationen Kofi Annan die Ehrendoktorwürde der TU
Dresden. Damit honoriert die Universität die hervorragende
wirtschaftswissenschaftliche Qualifikation Annans und dessen
außerordentliche Leistung bei der Planung und Durchführung der
UN-Reorganisation sowie bei der Schaffung bürgernaher und
reaktionsschneller UN-Strukturen. Weiterhin würdigt die
Fakultät Wirtschaftswissenschaften mit der Verleihung der
Ehrendoktorwürde an Kofi Annan die wissenschaftlichen und
praktischen Bemühungen des internationalen Politikers um die
Propagierung des nachhaltigen, auf sozialer Marktwirtschaft
basierenden weltweiten Wirtschaftens.
Das Media Design Center (MDC) der Universität nimmt seine
Arbeit auf. Als Kompetenzzentrum bietet das MDC auf dem Gebiet
des virtuellen Lernens und Lehrens forschungsrelevante
Dienstleistungen innerhalb und außerhalb der TUD an.

Ehrenpromotion Kofi Annan /Aufnahme AVMZ, L.
Liebert/
2000
Am 19. Juni 2000 wird der Nobelpreisträger
Professor Günter Blobel, M. D., Ph. D. (Rockefeller University,
Laboratory of Cell Biology, New York) zum Ehrensenator der TUD
ernannt. Mit dieser Ernennung bringt die Universität nicht nur
die hohe Wertschätzung des Nobelpreisträgers zum Ausdruck. Als
Ehrensenator bringt Professor Blobel seine hohe Kompetenz als
Forscher und Wissenschaftspersönlichkeit beratend in die Arbeit
des Senats der TUD ein.
2001
Am 14. März wird die Ordnung zur Leitung und
zum Betrieb für das Biotechnologische Zentrum der TUD (BIOTEC)
vom Senat beschlossen. BIOTEC ist eine zentrale
wissenschaftliche Einrichtung, deren Ziel es ist, den sich
rasch entwickelnden Erkenntniszuwachs der modernen Biologie und
Biochemie für die Medizin, die Technik und die
Nahrungsmittelentwicklung zu nutzen.
Am 16. Oktober wird an der TU Dresden der erste Bauabschnitt
zum Neubau der Chemischen Institute an der Bergstraße
übergeben. Damit bekommen die fast 200 Mitarbeiter der
Institute für Organische Chemie, für Lebensmittel- und
Biochemie und auch für Analytische Chemie hervorragende
Arbeitsmöglichkeiten.
2002
Am 16. April wird das Max-Bergmann-Zentrum
für Biomaterialien eingeweiht. Das neue Forschungsgebäude wurde
gemeinsam von der TU Dresden und dem Institut für
Polymerforschung (IPF) errichtet. Wissenschaftspolitisch hat
das Zentrum das Ziel, zu einem Strukturmodell für die enge
Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Einrichtungen der
Wissenschaftsgemeinschaft "Gottfried Wilhelm Leibnitz" zu
werden.

Max-Bergmann-Zentrum (Foto: UJ/Eckold)
Nach knapp vierjähriger Bauzeit ist der Neubau der SLUB fertig
gestellt.
Universitätsklinikum richtet neue Notaufnahme ein.
Erstmals in der Geschichte der Universität sind an der TUD mehr
als 30.000 Studenten immatrikuliert, darunter 8,5 Prozent
Ausländer.
Juni 2002: Die Lange Nacht der Wissenschaften wird
erstmalig in verschiedenen Dresdner Wissenschaftsinstitutionen
durchgeführt.
August 2002 Hochwasserkatastrophe in Sachsen: Die Wilde
Weißeritz überflutet Tharandt. Schwere Schäden an Gebäuden der
Forstfakultät. Die historische Bibliothek versinkt in den
Fluten. Viele Bücher können durch den Einsatz von
Studenten und Mitarbeitern gerettet werden.

Cotta-Bau in
Tharandt nach der Flut (Foto: UJ/Eckold)
Uniklinik und Herzzentrum sowie das Klinikum
Dresden-Friedrichstadt müssen teilweise evakuiert werden.
Es ist bis dahin die größte Luftrettungsaktion in der
Geschichte der BRD. Ebenfalls werden Archivalien der ehemaligen
Ingenieurhochschule durch das steigende Elbwasser vernichtet.
Auch hier können durch den Einsatz von Mitarbeitern und
Studierenden historische Dokumente gerettet werden.
September 2002: TU Dresden eröffnet mit neuem
Forschungszentrum in Rossendorf ein bedeutendes
Neutronenlabor.

Einweihung des
Neutronenlabors des TU-Instituts für Kern- und
Teilchenphysik (Foto: UJ/Eckold)
Dezember 2002: Eröffnung des Operativen Zentrums der
Medizinischen Fakultät. Für 62,5 Millionen Euro entstehen neue
Operationssäle mit modernster Technik.
2003
Januar 2003: Die Sächsische Landes-
und Universitätsbibliothek (SLUB) eröffnet als eine der
modernsten Bibliotheken Europas ihre Pforten in Campusnähe. Die
ehemalige Hauptbibliothek in der Mommsenstraße sowie viele
Teilbibliotheken der TU können nun zusammengeführt werden.

Lesesaal der
Sächsischen Landes-, Staats- und Universitätsbibliothek
- SLUB (Foto: UJ/Eckold)
Februar 2003: Einführung der elektronischen Krankenakte
mit dem Krankenhausinformationssystem Orbis im
Uniklinikum.
März 2003: Dresdner Zentrum für Biotechnologie feiert
Richtfest. Mit einer Investitionssumme in Höhe von 38 Millionen
Euro entsteht am Tatzberg ein Bio-Innovationszentrum, das
Wissenschaftler und Unternehmer unter einem Dach vereint.
April 2003: Kurt Biedenkopf wird Gründungspräsident der
privaten Dresden International University
(Tochterunternehmen der TU Dresden).
Mai 2003: Grundsteinlegung für einen Biologie-Neubau der
TU Dresden am Zelleschen Weg / Investitionen in Höhe
von 29 Millionen Euro.

Grundsteinlegung
für das künftige Biologie-Gebäude
Grundsteinlegung für stärkstes Magnetfeldlabor Europas in
Rossendorf / Investitionen in Höhe von 24,5 Millionen Euro
durch Bund und Freistaat.
Juni 2003: Der weitere Sanierungsbedarf für die
Gebäude der TU Dresden liegt bei einer halben Milliarde
Euro. Bund fördert Medizinische Strahlenforschung mit 250 000
Euro für zwölf interdisziplinäre Zentren.
Juli 2003: Technologiezentrum eröffnet Gründerbüro.
Universitätszentrum eröffnet neues interdisziplinäres
Krebszentrum. Wahl des neuen Rektors Professor Dipl.-Ing.
Hermann Kokenge (9. Juli 2003). Das Universitätsklinikum baut
in eigener Regie ein Parkhaus mit 500 Stellplätzen an der
Fiedlerstraße. Verleihung des Professor-Schwabe-Preises an eine
indische Wissenschaftlerin für eine herausragende Arbeit auf
dem Gebiet der physikalischen Chemie. Die TU Dresden hat
Drittmittel in Höhe von 21,9 Millionen Euro eingeworben und
erreicht damit deutschlandweit einen vorderen Platz im
Verhältnis zu anderen deutschen Universitäten.
Fertigstellung des Operativen Zentrums des
Universitätsklinikums.
Magnifizenz Prof. Hermann Kokenge
August 2003: TU Dresden und Daimler
Chrysler eröffnen mit dem Kompetenzcenter Elektrik und
Elektronikarchitektur ein gemeinsames Zentrum für Innovationen
in der Fahrzeugelektronik.
Neubau der Forstbibliothek und Mensa in Tharandt nach der
Flutkatastrophe. Simulationszentrum für Notfallmedizin
wird im Universitätsklinikum eingeweiht.
September 2003: Beginn der Sanierung des
Studentenwohnheims Wundtstraße. Die Jose-Carreras-Stiftung
stellt 142.000 Euro im Kampf gegen Leukämie zur Verfügung. Der
Philips-Konzern stellt den Prototyp für ein innovatives
Hochleistungselektronenmikroskop der TU Dresden zur Testung zur
Verfügung. Die TU Dresden erhält neues Institut für
Verkehrs- und Tourismusforschung.
Oktober 2003: Investitur von Professor Dipl.-Ing.
Hermann Kokenge. Er tritt die Nachfolge von Prof. Dr.
Achim Mehlhorn an, der von 1994 bis 2003 Rektor war. Einweihung
des Neubaus für das Frauen- und Kinderzentrum des
Universitätsklinikums.
Die Flutforscher der TU Dresden erhalten 1 Million Euro von der
Europäischen Union. Staatsoper und Semperoper schließen
Kooperationsvertrag mit der TU Dresden. Amtseinführung des
neuen Generaldirektors der SLUB, Dr. Thomas Bürger.
November 2003: Enthüllung der Gedenktafel für den
berühmten Geodäten August Nagel (1821-1903) auf dem Borsberg
bei Dresden.

Gedenktafel für
August Nagel (Foto: Ekki Garten)
Grundsteinlegung für neues Informatik-Gebäude auf der
Dresdner Südhöhe, Nötnitzer Straße / Investitionen in Höhe
von 35 Millionen Euro.
Grundsteinlegung für das neue Informatikgebäude (Foto: S.
Kapp.)
Dezember 2003: Kooperation zwischen der TU Dresden
und NEC / Einsatz von Vektorrechner für Genanalysen. Stiftung
des Otto-Rostoski-Preises für Krebsforschung / Otto Rostoski
(1872-1962) hat die Tradition der Dresdner
Stoffwechselforschung begründet. Forschungsprojekt zu
organischen Displays mit Fördermitteln in Höhe von 10
Millionen Euro gestartet.
2004
Januar 2004: Forschungspreis der
Philip-Morris-Stiftung für die Biophysikerin Professor
Petra Schwille. 5000 Studenten protestieren in Dresden gegen
Kürzungen im Hochschulbereich.
Beginn der Sanierung des Gebäudekomplexes ehemaliges
Rektorat / Verwaltung / Alte Mensa der TU Dresden an der
Mommsenstraße.
Februar 2004: Das Drittmittelaufkommen der TU Dresden
ist auf 100 Million Euro gestiegen. Professor Pobell,
Ordinarius für Festkörperphysik, erhält das Verdienstkreuz 1.
Klasse des Verdienstordens der BRD.
Prof. Frank Pobell
Ehrenpromotion für Professor Gottfried Kiesow für seine
Verdienste um den Denkmalschutz
März 2004: Richtfest für den Neubau der Bio-Institute
der TU Dresden am Zelleschen Weg. Dr. Dirk C. Meyer erhält
den Max-von-Laue Preis. Professor Siegbert Liebig erhält
Ehrendoktorwürde der TU Budapest. Die Volkswagen Stiftung
fördert mit 500.000 Euro ein neues Forschungslabor für
Psychiatrie und Nervenheilkunde. Der Bund unterstützt mit 5
Millionen Euro das Dresdner Zentrum für Innovationskompetenz
für Strahlentherapie.
April 2004: Die Volkswagen Stiftung fördert
Dresdner Biotechzentrum mit mehr als 350.000 Euro.
Mai 2004: Bioinnovationszentrum am Tatzberg
in Dresden-Johannstadt wird offiziell eröffnet. Französischer
Minister zeichnet Professor Ingo Kolboom vom Institut für
Romanistik mit dem Wissenschaftsorden der Republik Frankreich
aus. Professor Donsbach wird Präsident der International
Communication Association. Universitätsklinikum baut ein
Patientenhotel (Baubeginn 2005) und ein Behandlungszentrum
sowie ein Zentrum für Diagnose, Internistik und
Neurologie. Das Hannah-Arendt-Institut erhält 550.000 Euro
von der Europäischen Union.
Juli 2004: Professor-Schwabe-Preis an Dr. Mareike
Schneider vom Institut für Physikalische Chemie und
Elektrochemie verliehen. 5 Jahre Dresdner
Unfallforschung. Universitätsklinikum gründet
Schmerzzentrum.
August 2004: Offizieller Start des Vorlesungsprogramms
der Kinderuniversität mit über 1000 angemeldeten Schülern. Die
Chiphersteller AMD und Infineon gründen gemeinsam mit der
Fraunhofer-Gesellschaft ein Forschungszentrum für
Nanoelektrische Technologien (CNT) / Investitionen in Höhe von
170 Millionen Euro.
Oktober 2004: Der Vorsitzende des Vorstandes der Audi AG
und Mitglied des Gesamtvorstandes der VW AG wird zum
Honorarprofessor an der TU Dresden berufen. Diabetesforscher
von Weltrang, Professor Stefan Bornstein, nimmt Ruf der
Medizinischen Fakultät an. Internationaler
Mechatronik-Preis für Bildverarbeitung in Lichtgeschwindigkeit
/ Einsatz in Fernerkundungskameras. TU Dresden schließt Vertrag
mit ThyssenKrupp. Seniorenakademie der TU Dresden feiert
10jähriges Bestehen. Schülerrechenzentrum der TU Dresden
feiert zwanzigjähriges Jubiläum. Der Ordinarius für
Volkswirtschaftslehre, Professor Ulrich Blum, wird neuer
Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung.
November 2004: Richtfest für das neue Gebäude der
Fakultät Informatik an der Nöthnitzer Straße. Erstmals
Herzaufnahmen im 3-D-Verfahren am Universitätsklinikum.
Dezember 2004: Der Vorstandschef der ALTANA AG, Dr.
Nikolaus Schweickart, wird Ehrendoktor der TU Dresden. 650.000
Euro-Preis für Nanotechnologie geht an den Ordinarius für
anorganische Chemie, Professor Stefan Kaskel. Das Rechenzentrum
der TU Dresden feiert zwanzigjähriges Jubiläum.
2005
Januar 2005: Universitätsklinikum
erhält neues Servicecentrum für Patienten.
Februar 2005: Ehrung des Dresdner Kristallphysikers, Professor
Peter Paufler, anlässlich seines 65. Geburtstages mit einem
Sonderkolloquium. 165 Millionen Euro stehen für den sächsischen
Hochschulbau aus Landes- und Bundesmitteln zur Verfügung.
März 2005: TU Dresden wendet sich gegen Planungen der
Staatsregierung zum Abbau der Lehrerausbildung. Workshop „Ein
Zukunftsmodell zur Organisation von Universität und
Universitätsmedizin“ (16. März 2005). Diskussion zur
Überführung der TU Dresden und des Universitätsklinikums in
Stiftungen des öffentlichen Rechts. 50-jähriges Jubiläum der
Klinik für Orthopädie / Modernisierung und Umbau abgeschlossen.
Aufbau eines neuen Ausbildungsreaktors an der TU Dresden /
Investitionen in Höhe von 3 Millionen Euro. Neustrukturierung
der Lehrerausbildung im interdisziplinären Zentrum für
Lehrerbildung.
April 2005: Künftig keine Juristenausbildung an der TU Dresden
(Verfassungsbeschwerde der Fakultät gescheitert).
Festkolloquium aus Anlass des 100. Geburtstages von Professor
Kurt Schwabe (1905-1983), der als Rektor und Ordinarius für
Physikalische Chemie zu den renommiertesten Wissenschaftlern
der TU Dresden zählte. Erste Brücke aus textilbewährtem Beton
von Institut der TU Dresden entwickelt. Professor Hans
Wiesmeth, Ordinarius für Volkswirtschaftslehre, wird zum Rektor
der renommierten Handelshochschule Leipzig berufen.
Mai 2005: Tschira-Stiftung stellt 1,5 Millionen Euro für
das neue Fachgebiet Bioinformatik zur Verfügung.
Universitätsklinikum eröffnet neues Gefäßzentrum.
Juni 2005: Einhundert Jahre Expressionismus in Dresden. Das
Staatsschauspiel gestaltet mit Unterstützung der TU Dresden ein
Programm mit vielfältigen Veranstaltungen. Im Rahmen des Tages
der Fakultät Wirtschaftswissenschaften der TU Dresden hielt
Professor Christian von Hirschhausen Antrittsvorlesung und
eröffnete somit offiziell den DREWAG-Stiftungslehrstuhl für
Energiewirtschaft.
Juli 2005: Am 1. Juli 2005 fand die wissenschaftliche
Inbetriebnahme des Ausbildungskernreaktors AKR-2 der TU Dresden
statt. Mit dem Neubau des AKR-2 verfügen die Wissenschaftler
und Studenten an der TU Dresden über den modernsten
Ausbildungskernreaktor Deutschlands.
Oktober 2005: Alfred Post, erster
Kanzler der TU nach 1990, stirbt nach schwerer
Krankheit.
2006
Januar 2006:
Altmagnifizenz Günther Landgraf
verstirbt im Alter von 77 Jahren. Der frühere Rektor der
TU Dresden, Professor Achim Mehlhorn, wird neuer Präsident der
Fort- und Weiterbildungshochschule Dresden International
University (DIU).
Mai 2006: Mit der
zunächst auf fünf Jahre angelegten Finanzierung der
Stiftungsprofessur für Industriewasserwirtschaft setzt die
Gelsenwasser AG ihr Engagement an der TU Dresden fort. Die
deutschlandweit einmalig ausgerichtete Professur wird von
Professor Otto Nowak (Wien) besetzt.
Juni
2006: Zum vierten Mal findet die "Lange Nacht der
Wissenschaften" statt.
Oktober 2006:
Informatik-Neubau wird eingeweiht. Die feierliche Einweihung
des Neubaus der Fakultät Informatik durch den Rektor der TU
Dresden und Vertreter des Staatsbetriebs Sächsisches
Immobilien- und Baumanagement fand am 9. Oktober 2006 im
Beisein der Staatssekretäre der Sächsischen Staatsministerien
für Finanzen und für Wissenschaft und Kunst statt.
November 2006: Nach drei Wahlgängen fand die Rektorwahl
für die Amtsperiode 2006 bis 2009 am 1. November 2006 ein
erfolgreiches Ende. Der bisherige Amtsinhaber, Professor
Hermann Kokenge, setzte sich im dritten Wahlgang mit 230 zu 124
Stimmen gegen den Prorektor für Wissenschaft, Professor
Winfried Killisch, durch.
2007
Juli: wird das
Verwaltungsgebäude an der Mommsenstraße nach mehrjährigen
Renovierungsarbeiten wieder übergeben. Gleichzeitig ist die
umfassende Sanierung und der Teilneubau mit Erweiterung der
alten Mensa abgeschlossen. Ein Jahr später wird das
Verwaltungsgebäude nach dem verstorbenen Rektor Günther
Landgraf benannt.
2009
Januar: Entwicklung von
DRESDEN-concept – Dresden Research and
Education Synergies for the Development of Excellence and
Novelty.
2010
Juni 2010: Der Erweiterte Senat der
TU Dresden hat Prof. Hans Müller-Steinhagen für eine
fünfjährige Amtszeit zum Rektor gewählt. Bisher war Prof.
Müller-Steinhagen Direktor des Instituts für Technische
Thermodynamik am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt
(DLR) sowie Professor und Direktor des Institutes für
Thermodynamik und Wärmetechnik der Universität Stuttgart.
Juli 2010: Der Diplomabschluss nach 5-jährigem Studium
wird in einigen Fächern wieder eingeführt.
September 2010: Einreichung eines umfangreichen
Antragspaketes zur Erreichung der Exzellenz-Initiative des
Bundes und der Länder
Oktober 2010: 7900 Studenten beginnen das
Studium an der TU Dresden. Damit sind insgesamt 36000 Studenten
an der TU Dresden immatrikuliert.
Rektor Prof. Hans Müller-Steinhagen
2012
15. Juni 2012: Die TU Dresden gehört
zu den elf Universitäten, die in der 2. Phase der
Exzellenz-Initiative als Exzellenz-Universitäten ausgewählt
wurden. Die TU Dresden war mit ihrem gesamten Antragspaket
erfolgreich.
Endlich geschafft! Exzellenz-Universität!!(v.l. Prof.
Fettweiß, OB Orosz, Rektor Prof. Müller-Steinhagen, MP
Tillich, Vorsitzende des Hochschulrates der TUD G. Röstel,
Foto: L. Liebert)