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Historische Entwicklung der Technischen Universität Dresden

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1828


Gründung der Technischen Bildungsanstalt am 1. Mai in Dresden und Übernahme der Direktion durch die Königlich-Sächsische Kommerziendeputation. Als Vorsteher wirkt Wilhelm Gotthelf Lohrmann (1796-1840), der sich als Inspektor der sächsischen Kameralvermessung große wissenschaftliche Verdienste erworben hat. Das Domizil der Anstalt befindet sich vorerst sehr bescheiden im Gartenpavillon auf der Brühlschen Terrasse und in einem Gewölbe des Kuffenhauses am Zeughausplatz. Hervorragende Lehrer werden für die Anstalt gewonnen, u. a. Johann Andreas Schubert, Erbauer der ersten betriebsfähigen deutschen Dampflokomotive "Saxonia".

Prof. Wilhelm Gotthelf Lohrmann
Prof. Wilhelm Gotthelf Lohrmann
Prof. Johann Andreas Schubert
Prof. Johann Andreas Schubert

 
Gebäude der Technischen Bildungsanstalt

Gebäude der Technischen Bildungsanstalt auf der Brühlschen Terrasse



 

1833


Um den wesentlich gewachsenen Raumbedarf zu decken, wird die Technische Bildungsanstalt in die ehemalige Rüstkammer am Jüdenhof verlegt.

Ausschnitt des Abgangszeugnisses von August Erler aus dem Jahr 1840 mit Dienstsiegel. Dr. Franke unterschrieb als vorübergehender Vorsteher der Anstalt. Erler war später Professor am Dresdner Polytechnikum.
Vergrößerte Darstellung Ausschnitt eines Abgangszeugnisses der Technischen Bildungsanstalt von 1840 /NL Erler/

 

1844/46


Nach den Plänen der Architekten Heine (1802-1880) und Arndt (1807-1889) wird ein eigenes Gebäude am Antonsplatz errichtet. Gottfried Semper (1803-1879) fertigt ein Gutachten für den Neubau an, in dem er auch grundlegende Gedanken über die Probleme der Baukunst niederschreibt.

1851


Umbenennung in Königlich Polytechnische Schule. Auf Initiative des Direktors Julius Ambrosius Hülsse (1812-1876) und in engem Zusammenwirken mit dem Königlichen Regierungskommissar Dr. Weinlig wird die "Obere Abteilung" in drei Sektionen gegliedert, welche die Studierenden in drei Fachrichtungen zusammenfassen. Es besteht das Recht, auf Grund von "Maturitätsprüfungen" Zeugnisse zu vergeben, die den Inhaber berechtigen, das belegte Fach als Gewerbe zu betreiben. 

Zeugnis des Studierenden Valentin Ketzer aus dem Jahr 1856.
Vergrößerte Darstellung Maturitätsprüfungszeugnis der unteren Abteilung des Schülers Valentin Ketzer aus dem Jahr 1856. /NL Ketzer/

 

1865


Einführung eines neuen Organisationsplanes. Die "Untere Abteilung" bildet nun einen "Allgemeinen Kursus", den alle Schüler absolvieren müssen. Die "Sektionen" der "Oberen Abteilung" werden zu vier Fachschulen entwickelt:

  • Mechanisch-technische Schule (A),
  • Ingenieurschule (B),
  • Chemisch-technische Schule (C) und
  • eine weitere Schule, deren Aufgaben in der Ausbildung zukünftiger Lehrer der Mathematik, Naturwissenschaften und Technik besteht.

Die Studiendauer in den Fachschulen wird auf drei Jahre festgelegt. Nun wird unterschieden zwischen "Schülern", die den "Allgemeinen Kursus" absolvieren, und den Studenten, die die Fachschule besuchen.

Abschlusszeugnis des Kgl. sächs. Polytechnikums 1868.
Vergrößerte Darstellung Zeugnis aus dem Jahr 1868 /NL Spangenberg/

1871


Anerkennung des hohen Niveaus der technik- und naturwissenschaftlichen Ausbildung durch die Namensgebung Königlich Sächsisches Polytechnikum. Das Polytechnikum nimmt den Charakter einer Hochschule an. Die Leitungshierarchie ist aber noch autokratisch organisiert. Die bisherigen Fachschulen werden nun als Abteilungen bezeichnet. In der Hochschule sind 281 Studenten immatrikuliert (mehr als 60 % gehören zur Ingenieur-Abteilung).

1873


Gustav Zeuner (1828-1907)
Gustav Zeuner

Gustav Zeuner (1828-1907), international renommierter Thermodynamiker und Wissenschaftsorganisator, wird zum Direktor des Polytechnikums berufen. Neben der technik- und naturwissenschaftlichen Ausbildung erhält auch die geistes- und sprachwissenschaftliche Ausbildung einen höheren Stellenwert. So finden in der "Allgemeinwissenschaftlichen Abteilung" Lehrveranstaltungen in folgenden Fachrichtungen statt: Volkswirtschaftslehre, Rechtswissenschaft, Philosophie, Geschichte, Kunstgeschichte, Literaturgeschichte und neue Sprachen.

 

 



 

1875


Hauptgebäude der Technischen Hochschule Dresden am Bismarckplatz - 1875 eingeweiht; Architekt Rudolf Heyn. 1945 durch Bombenangriff zerstört, die Ruine wurde später abgerissen.
Fertigstellung des repräsentativen Hauptgebäudes des Polytechnikums in der Nähe des Hauptbahnhofs. Mit der Gründung der Hochbauabteilung wird die Tradition der Architekturausbildung an der Hochschule begründet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1883


Einführung der Diplomprüfung anstelle der Absolutorialprüfung. Von den Studenten wird nun die Abfassung von Diplomarbeiten wie an den Technischen Hochschulen in Wien, Graz und Stuttgart verlangt.

1890


Amtliche Bekanntmachung über die Revision des Statuts für das Polytechnikum sowie die Umbenennung desselben in Königlich Sächsische Technische Hochschule

 


Das Polytechnikum avanciert zur Königlich Sächsischen Technischen Hochschule. Ernst Hartig (1836-1900), Professor für Mechanische Technologie, wird erster gewählter Rektor der Hochschule. 308 Studenten, davon 28 Ausländer, sind an der Hochschule eingeschrieben. Gustav Zeuner ist letzter Direktor und hat entscheidenden Anteil am Aufstieg zur Hochschule.

1900


Die Promotionsordnung der Hochschule tritt in Kraft.
Friedrich Siemens (1826-1904) wird erster Ehrendoktor der TH Dresden.
An der TH Dresden studieren nunmehr  1007 Studenten, davon 232 Ausländer, vor allem aus Ost- und Südosteuropa, aber auch aus Übersee.
Nach Plänen Karl Weißbachs (1841-1905) werden auf dem Gelände am Fuße der Räcknitzer Höhen (an der George-Bähr-Straße und Helmholtzstraße in der damals entstehenden Südvorstadt) großzügige Bauten errichtet für die Maschinenbaulaboratorien und das Elektrotechnische Institut. Wenig später wird dieser Komplex durch ein Elektrizitäts- und Heizkraftwerk ergänzt.

Bebauung des Geländes in der Südvorstadt 1905
Vergrößerte Darstellung Bebauung 1905   

 

Bebauungsplan für die zukünftige Bebauung des Geländes in der Südvorstadt. Etwa 1903.

Vergrößerte DarstellungBebauungsplan um 1903   



 

 

1900


Berufung von Arthur Schloßmann (1867-1932) zum a. o. Professor für physiologische Chemie und allgemeine Physiologie. Gemeinsam mit dem Großindustriellen Karl August Lingner (1861-1916) und anderen Dresdner Bürgern gründet Schloßmann bereits 1897 den "Verein Kinderpoliklinik in der Johannstadt mit Säuglingsheim", der 1898 die weltweit erste stationäre Behandlungseinrichtung für Säuglinge errichtet, die Vorgängereinrichtung der heutigen Kinderklinik der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus.


1907


Frauen werden regulär zum Studium an der TH zugelassen. Hospitationen waren ab 1897 möglich.

1913


Gebäude der Bauingenieur- Abteilung, heute Beyer-Bau
Gebäude der Bauingenieur- Abteilung, heute Beyer-Bau

 

 

 

 

 

 

 

Die Bauingenieur-Abteilung erhält einen großen und repräsentativen Neubau, heute Beyer-Bau.

 

1914/18  


322 Angehörige der Hochschule sterben als Soldaten, Unteroffiziere oder Offiziere in den Schlachten des Ersten Weltkrieges.
Unter ihnen befindet sich der Jagdflieger und ehemalige Student der TH Dresden Max Immelmann (1890-1916).

1918


Prof. Adolph Nägel
Prof. Adolph Nägel

 

 

 









Begründung des Instituts für Kraftfahrzeugtechnik unter Leitung von Adolph Nägel (1875-1939).

1919


Gründung des Instituts für Metallurgie und Werkstoffkunde.
Okt./Nov. Gründung einer Hochschul-Einkaufs- und Konsumgenossenschaft m.b.H. zur Beschaffung günstiger Lebensmittel und Anbietung preiswerten Mittagessens.


Gründungsveranstaltung einer Hochschul-Einkaufs- und Konsumgenossenschaft
Vergrößerte Darstellung
Gründung Hochschul-Einkaufs- und Konsumgenossenschaft


1919/20


Einrichtung des Auslands-Seminars.
Aufbau des Lehrstuhls für Lebensmittelchemie.

1921


Gründung der "Gesellschaft von Förderern und Freunden der Technischen Hochschule Dresden e. V.", der führende Repräsentanten der sächsischen Staatsregierung, der Industrie und Banken beitreten.
Bildung der "Wirtschaftshilfe der Deutschen Studentenschaft e. V." (ab 1929 "Deutsches Studentenwerk e. V." an der TH Dresden).
Nach ersten erfolgreichen Bemühungen der studentischen Selbsthilfe in Form der seit 1920 bestehenden "Dresdner Hochschul-Wirtschaftsgesellschaft m.b.H." entwickelt sich die Dresdner studentische Selbsthilfeorganisation zu einer der führenden in Deutschland.
Trennung der Allgemeinen Abteilung von der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Abteilung.

1922


Die Volkswirtschaftslehre wird zum Studienfach an der Allgemeinen Abteilung der TH Dresden. Schwerpunkte bilden im Unterschied zu den Universitäten technische Fächer, aber auch Arbeitspsychologie und Psychotechnik.

1923


Eingliederung des Pädagogischen Instituts Dresden-Strehlen in die Allgemeine Abteilung der Hochschule (ab 1925 Kulturwissenschaftliche Abteilung). Volkswirtschaftslehre und Staatswissenschaften, Rechtswissenschaften, Pädagogik, Geschichte und Kunstgeschichte, Sprachwissenschaften und Literaturwissenschaften sind an der TH fest etabliert. Der universitäre Charakter der Hochschule wird dadurch immer deutlicher.

1924


Prof. Georg Berndt
Prof. Georg Berndt
















Gründung des Instituts für Meßtechnik und Austauschbau unter Leitung von Georg Berndt (1880-1972). Ausbau des Physikalischen Instituts u. a. durch Bildung des Laboratoriums für angewandte Röntgenographie.


1925


Studentenhaus an der Mommsenstraße
Studentenhaus an der Mommsenstraße















Fertigstellung des Studentenhauses auf dem von Theodor Bienert geschenkten Grundstück.

 

1926


Fertigstellung und Übergabe der Chemiegebäude an der Mommsenstraße (Foerster-Bau, König-Bau, Müller-Bau).

 

1928


100-Jahrfeier
100-Jahrfeier


















Unter dem Rektorat von Adolph Nägel begeht die TH Dresden am 4. Juni 1928 die Feier ihres 100-jährigen Bestehens. Der Lehrkörper umfaßt 63 ordentliche, 22 außerordentliche und 17 Honorarprofessoren. Es lehren 24 Privatdozenten. Die Zahl der Studenten beträgt 2705, zusätzlich sind 332 Hörer und Hospitanten eingeschrieben.


1929


Durch ministeriellen Erlaß wird die von Heinrich Cotta (1763-1844) gegründete Forstakademie Tharandt (später Forstliche Hochschule), der TH Dresden als Abteilung angegliedert. Seit 1811 ist die Ausbildungsstätte in Tharandt ansässsig und gilt als eine der ältesten forstlichen akademischen Bildungseinrichtungen der Welt.

Das Hauptgebäude der ehemaligen Forstlichen Hochschule Tharandt. Aufnahme um 1955.
Vergrößerte Darstellung Altes Hauptgebäude der ehemaligen Forstlichen Hochschule Tharandt

 

1933/34


Gleichschaltung der Hochschule und Einführung des Führerprinzips. Namhafte Hochschullehrer werden auf Grund des "Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums" entlassen und Repressalien ausgesetzt. Zu ihnen gehören der Physiker und Entdecker des Kristallphotoneneffekts, Harry Dember (1882-1943), der Romanist Victor Klemperer (1881-1960), der Arzt und Hygieniker Rainer Fetscher (1895-1945), der Staatswissenschaftler Robert Wilbrandt (1875-1954) sowie Paul Luchtenberg (1890-1973), Professor für Pädagogik, Philosophie und Psychologie, später Mitbegründer der FDP und Kultusminister von Nordrhein-Westfalen.

Harry Dember
Harry Dember
Viktor Klemperer
Viktor Klemperer
Entlassung von Prof. Klemperer
Vergrößerte Darstellung  Entlassung von Prof. Klemperer
Robert WilbrandtRobert Wilbrandt

 
 Rainer Fetscher
Rainer Fetscher

1936


Abtrennung des Pädagogischen Instituts von der TH Dresden.
Einweihung des "Hauses des NSD-Studentenbundes" in der Helmholtzstraße

1939


Infolge des Kriegseintrittes Deutschlands werden die Hochschulen vorübergehend geschlossen.
Viele Mitarbeiter und Studenten werden zum Kriegsdienst eingezogen. Das Studienjahr wird in Trimester aufgeteilt.

1941


Die Abteilungen der Hochschule werden in Fakultäten umbenannt:

  • Fakultät für Allgemeine Wissenschaft
  • Fakultät für Bauwesen
  • Fakultät für Maschinenwesen
  • Fakultät für Forstwissenschaften.

1945


Zerstörtes Rektoratsgebäude der TH Dresden am ehemaligen Bismarckplatz am Hauptbahnhof. Obwohl die Fassade teilweise erhalten war, wurde das Rektoratsgebäude Anfang der 50er Jahre vollständig abgerissen.
Zerstörtes Rektoratsgebäude der TH Dresden am ehemaligen Bismarckplatz am Hauptbahnhof. Obwohl die Fassade teilweise erhalten war, wurde das Rektoratsgebäude Anfang der 50er Jahre vollständig abgerissen.





















Durch den Krieg und die Bombenangriffe auf Dresden am 13./14. Februar 1945 erleidet die Hochschule hohe menschliche Verluste unter Studierenden und Mitarbeitern.
Ein großer Teil der Gebäude und der Inneneinrichtungen sind schwer beschädigt oder zerstört.
Die sowjetische Besatzungsmacht übt das Kommando über die Hochschule aus.
Eine umfassende Überprüfung des gesamten Hochschulpersonals wird durchgeführt. Darauf hin werden im November 1945 NSDAP-Mitglieder aus dem Lehrkörper und der Verwaltung entlassen. 

Das Rektorat und die Hochschulverwaltung, mit dem damals außerordentlich wichtigen Dolmetscherbüro, können ab November 1945 ihren Sitz in die Mommsenstraße 13 verlegen.

 

1946


Befehl der SMAD zur Wiedereröffnung der Technischen Hochschule Dresden. Unter schwierigsten Bedingungen konnten erste Lehrveranstaltungen stattfinden.
Erster Rektor wird der international anerkannte Ordinarius für Grundlagen des Maschinenbaus und Fördertechnik, Professor Dr.-Ing. Enno Heidebroek (1876-1955).

Enno Heidebroeck um 1950
Vergrößerte Darstellung Prof. Enno Heidebroek

 

zur Wiedereröffnung erfolgt die Bildung von:

  • Pädagogischer Fakultät
  • Fakultät für Kommunale Wirtschaft
  • Fakultät Forstwirtschaft.

Immatrikulation von 491 Studenten mit Genehmigung der SMAD (453 Studenten beginnen tatsächlich das Studium). Sie werden von insgesamt 42 Hochschullehrern, einschließlich einigen Lehrbeauftragten und Assistenten, betreut.
Friedrich Adolf Willers (1883-1959) hält vor Studierenden aller Fachrichtungen die erste Fachvorlesung über Mathematik.

Trümmerberäumung des TH-Geländes durch Studierende der Hochschule wahrscheinlich 1946.
Vergrößerte Darstellung
Trümmerberäumung durch Studenten etwa 1946.

 

1949


Der Aufbau von 7 Fakultäten ist abgeschlossen (einschließlich der Arbeiter-und-Bauern-Fakultät, die aus der Vorstudienanstalt hervorgegangen war):

  • Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften
  • Fakultät für Bauwesen
  • Fakultät für Maschinenwesen und Elektrotechnik
  • Fakultät für Wirtschafts- und Verkehrswissenschaften
  • Fakultät für Forstwissenschaft
  • Fakultät für Pädagogik und Kulturwissenschaften.

1950


Gebäudekomplex Zellescher Weg einschließlich Willers-Bau und Trefftz-Bau
Gebäudekomplex Zellescher Weg einschließlich Willers-Bau und Trefftz-Bau












Am 25. April 1950 erfolgt die Grundsteinlegung für den Neubau des Gebäudekomplexes am Zelleschen Weg, in dem sich heute Institute der Fakultät Mathematik und Naturwissenschaften befinden. Ein Teil des Gebäudekomplexes trägt seit 1961 den Namen Willers-Bau. Im Jahre 1994 erhält das Hörsaalgebäude den Namen Trefftz-Bau.


Eröffnung der Fakultät für Verkehrswissenschaften, Grundsteinlegung des Gebäudekomplexes an der Hettnerstraße am 20. April 1951.


Neben dem Direktstudium werden Fernstudiengänge eingerichtet. Die ersten Absolventen des Hochschulfernstudiums konnten im Herbst 1957 die Hochschule mit dem Diplom verlassen.

Semesterbeginn des Fernstudiums 1954
Vergrößerte Darstellung Eröffnung Fernstudium, Aufnahme von 1954

 

 

1952


Auf Grundlage eines zentralen Beschlusses wird im September 1952 aus der bisherigen Fakultät für Verkehrswissenschaften der Technischen Hochschule Dresden die Hochschule für Verkehrswesen gebildet.

Hochschule für Verkehrswesen am Hettnerplatz um 1956
Vergrößerte Darstellung Hochschule für Verkehrswesen Hettnerplatz, Aufnahme etwa 1956

 

Gründung der Fakultät Elektrotechnik (bis 1951 bestand eine Abteilung für Elektrotechnik innerhalb der Fakultät für Maschinenwesen und Elektrotechnik). Zu den bekanntesten Wissenschaftlern gehören Heinrich Barkhausen (1881-1956) und Ludwig Binder (1881-1958).
Im Dezember 1952 wird der Neubau in der Mommsenstraße 13 als neues Rektoratsgebäude übergeben und bleibt bis 2003 Sitz des Rektorates.

1954


Gründung der Fakultät für Leichtbau auf Weisung des Staatssekretariats für Hochschulwesen.

1955



Der fertig gestellte Barkhausenbau an der Helmholtzstraße.
Vergrößerte Darstellung Barkhausen-Bau nach Fertigstellung um 1956


Bereits 1950 beginnen die ersten Bauarbeiten zum neuen Schwachstrominstitut, dem Barkhausen-Bau. Bis 1955 sind die ersten drei Bauabschnitte des umfangreichen Gebäudekomplexes zwischen Helmholtz- und Georg-Schumann-Straße fertiggestellt. Nutzer ist die Fakultät für Elektrotechnik.

Gründung der Fakultät für Kerntechnik, sie besteht bis 1962. Es existieren 9 Fakultäten.

Die Gestaltung der Außenanlagen im gesamten damaligen Campusgelände wird Herrn Prof. Werner Bauch übertragen.

Am 13.02.1955 wurde das erst nach dem Krieg erbaute Studentenwohnheim der TH Dresden an der damaligen Reichsstraße (heute: Fritz-Löffler-Str.) eingeweiht.

Das neu gebaute Studentenwohnheim an der ehemaligen Reichsstraße, heute Fritz-Löffler-Straße.
Vergrößerte Darstellung Studentenwohnheim ehem. Reichsstraße

 

1956-1960


Andreas-Schubert-Bau, errichtet 1956 bis 1960
Andreas-Schubert-Bau, errichtet 1956 bis 1960
















An der Nordseite des Zelleschen Weges wird der Andreas-Schubert-Bau für die neugegründete Fakultät für Kerntechnik errichtet. Im Jahre 1962 wird dieselbe aufgelöst. Heutige Nutzung durch verschiedene Institute der Fakultät Mathematik und Naturwissenschaften.

1956


Aus der bisherigen Fakultät für Leichtbau der TH Dresden wird die Fakultät für Luftfahrtwesen gebildet. Im Jahre 1961 erfolgt deren Auflösung.

1957


Übernahme des ehemaligen Landgerichtsgebäudes durch die TH Dresden. Der Auf- und Umbau des stark kriegszerstörten Gebäudekomplexes dauert bis 1961. Vorwiegende Nutzer sind die Fakultäten für Maschinenwesen sowie für Bau-, Wasser- und Forstwesen. Seit 1961 Georg-Schumann-Bau.
Nach 1990 werden Teile des Gebäudekomplexes in Hülsse- und Tillich-Bau umbenannt.

Das ehemalige Landgerichtsgebäude zerstört etwa um 1956/57. Heute Hülsse-Bau.
Vergrößerte Darstellung Landgerichtsgebäude zerstört
Das ehemalige Landgerichtsgebäude nach dem Wiederaufbau um 1961.
Vergrößerte Darstellung Landgerichtsgebäude nach dem Wiederaufbau, heute Hülsse-Bau. 

 

1961


Die Technische Hochschule Dresden erhält den Status einer Technischen Universität. Während des Festaktes am 5. Oktober 1961 findet auch die Rektoratsübergabe von Werner Gruner (1904-1995) zu Kurt Schwabe (1905-1983) statt. Kurt Schwabe förderte maßgeblich die Universitätsgründung. 10.741 Studenten sind immatrikuliert, davon etwa 4 Prozent Ausländer.

Prof. Werner Gruner
Prof. Werner Gruner
Prof. Kurt Walter Schwabe
Prof. Kurt Walter Schwabe

 

1965


Abschluß des 4. Bauabschnittes vom Gebäudekomplex Barkhausen-Bau mit dem Antennenturm des Instituts für Hochfrequenztechnik und Nachrichtenelektronik sowie dem Hör- und Tagungssaal mit 500 Plätzen (heute Schönfeld-Hörsaal) an der Nöthnitzer Straße.
Mit Prof. Liselott Herforth wird erstmals an einer deutschen Technischen Universität eine Frau in das Rektorenamt gewählt.

1968 


Im Zusammenhang mit der 3. Hochschulreform wird auch die Struktur der TU Dresden radikal verändert. Historisch gewachsene Strukturen werden unter verstärktem parteipolitischem Einfluss negiert. Traditionelle wissenschaftlichen Institute werden aufgelöst. Die Fakultäten verlieren ihre ursprüngliche Bedeutung.
Es werden 22 Sektionen gebildet, die wiederum in Wissenschaftsbereiche und Institute untergliedert sind.

Letzte Fakultätssitzung der Fakultät für Maschinenwesen 1968 in Gaussig. U. a. mit Prof. Albring.
Vergrößerte Darstellung Letzte Fakultätssitzung der Fakultät für Maschinenwesen 1968 in Gaussig.

1978


Im Rahmen der Feierlichkeiten zur 150-Jahr-Feier der Technischen Universität Dresden wird der erste Ausbildungskernreaktor im Beisein von Erich Honecker, Staatsratsvorsitzender der DDR, eingeweiht.

Im Rahmen der Feierlichkeiten zur 150-Jahr-Feier 1978 wurde der Ausbildungskernreaktor im Beisein von Erich Honecker, Staatsratsvorsitzender der DDR durch Prof. Adam eingeweiht.
Vergrößerte Darstellung Einweihung AKR 1 mit Erich Honecker und Prof. Adam

 

1986


Die traditionsreiche, im Jahre 1861 als Gewerbeschule gegründete Ingenieurhochschule Dresden wird mit der TU Dresden vereinigt und als Informatikzentrum des Hochschulwesens der DDR wirksam; Ende 1990 Gründung der Fakultät Informatik.

1990


Konstituierung von Fakultäten (12. Februar 1990):

  • Fakultät für Gesellschaftswissenschaften
  • Fakultät für Naturwissenschaften und Mathematik
  • Fakultät für Elektrotechnik und Elektronik
  • Fakultät für Maschinenwesen
  • Fakultät für Bau-, Wasser- und Forstwesen.

Wahl des neuen Senats aus dem Kreis der gewählten Mitglieder des Wissenschaftlichen Rates (26. Februar 1990).
Wahl von Professor Dr. rer. nat. habil. Günther Landgraf von der Fakultät für Maschinenwesen zum Rektor durch den Wissenschaftlichen Rat (Investitur am 12. März 1990). Es sind 11.220 Studenten immatrikuliert, davon 8,6 % Ausländer.

Prof. Günther Landgraf
Prof. Günther Landgraf

 

1991


Der Leitende Regierungsdirektor Alfred Post, vorher Vizekanzler der Universität-Gesamthochschule Essen, wird Kanzler der TU Dresden. Beginn des Neuaufbaus der Universitätsverwaltung.
13.000 Studenten sind immatrikuliert. Beginn der Integration der Pädagogischen Hochschule "Karl Friedrich Wilhelm Wander" und des universitären Teils der Hochschule für Verkehrswesen "Friedrich List" in die TU Dresden.
Vorbereitung der Gründung einer Medizinischen Fakultät der TU Dresden.
Feierliche Wiedergründung der Gesellschaft von Freunden und Förderern der TU Dresden e. V. Die Gründung jährt sich zum 70. Mal.
Die TU Dresden wird in die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) aufgenommen.
Gründung der Akademie für Weiterbildung und Wissenstransfer an der Technischen Universität Dresden e. V.
Personalkommissionen zur Überprüfung der Mitarbeiter des Öffentlichen Dienstes nehmen ihre Arbeit auf.

1991/94


Bestätigung und Neugründung von Fakultäten auf der Grundlage des Gesetzes zur Struktur des Hochschulwesens und der Hochschulen im Freistaat Sachsen vom 10. April 1992.

  • Fakultät Mathematik und Naturwissenschaften
  • Fakultät Maschinenwesen
  • Fakultät Elektrotechnik
  • Fakultät Geistes- und Sozialwissenschaften (bis 30. April 1993)
  • Philosophische Fakultät

Durch Einbeziehung von Teilen der Fakultät Geistes- und Sozialwissenschaften entstanden (30. April / 1. Mai
1993)

  • Fakultät Sprach- und Literaturwissenschaften

Durch Übernahme von Teilen der Fakultät Geistes- und Sozialwissenschaften entstanden (30. April / 1. Mai 1993)

  • Fakultät Informatik
    6. November 1990 Gründung der Fakultät; 18. April 1991 Festveranstaltung
  • Fakultät Erziehungswissenschaften
    9. Juli 1993 Gründung der Fakultät
  • Juristische Fakultät
    12. Februar 1991 Gründung der Fakultät; 7. März 1991 Festveranstaltung
  • Fakultät Verkehrswissenschaften "Friedrich List"
    6. November 1992 Gründung der Fakultät und Festveranstaltung
  • Fakultät Wirtschaftswissenschaften
    12. Oktober 1993 Gründung der Fakultät
  • Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus
    1. Oktober 1993 Gründung der Fakultät; 25. Oktober 1993 Festveranstaltung
  • Fakultät Bau-, Wasser- und Forstwesen
    Im Jahre 1994 aufgelöst. Bildung von drei neuen Fakultäten:
  • Fakultät Forst-, Geo- und Hydrowissenschaften (21. Februar 1994)
  • Fakultät Bauingenieurwesen (1. Januar 1994)
  • Fakultät Architektur (17. Mai 1994).

1993


Wissenschaftsrat tagt an der TU Dresden und erstmals in den neuen Bundesländern.
Eröffnung des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung auf der Grundlage eines parteiübergreifenden Landtagsbeschlusses.

1994


Professor Dr. rer. nat. habil. Achim Mehlhorn von der Fakultät Mathematik und Naturwissenschaften wird vom Konzil der TU Dresden im Juni 1994 zum Rektor gewählt (Wiederwahl 1997).
An der Medizinischen Fakultät wird ein Herzzentrum eröffnet.

Prof. Achim Mehlhorn
Prof. Achim Mehlhorn

 

1995


Das TechnologieZentrumDresden als ein Partner der Universität beim Wissenschaftstransfer erhält ein neues Gebäude.
Die Universität eröffnet das rekonstruierte Gästehaus auf der Einsteinstraße.

1996


Grundsteinlegung für das neue Hörsaalzentrum der TU Dresden mit vier großen Hörsälen, zwölf Seminarräumen und einem Zeichensaal, 3470 Plätze.
Richtfest für das Bettenverfügungsgebäude am Haupteingang des Universitätsklinikums und für ein zweites Gästehaus am Weberplatz.
Gründung des Instituts für Luft- und Raumfahrttechnik.
Gründung der Sächsischen Landesbibliothek, Staats- und Universitätsbibliothek Dresden auf Grundlage eines Gesetzes.
Erste Herztransplantation in Dresden (im Jahre 1977 erste Lebertransplantation innerhalb des damaligen COMMICON), Übergabe des Knochenmark-Transplantations-Zentrums des Universitätsklinikums.

1997


An der TU Dresden sind ca. 23.000 Studenten immatrikuliert, darunter 5,2% Ausländer.
Richtfest für das Hörsaalzentrum an der Bergstraße.
Einweihung des Neubaus des Herz- und Kreislaufzentrums Dresden auf dem Gelände des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus (29. September 1997). Die Finanzierung erfolgt durch die private "Roland Ernst Stiftung für Gesundheitswesen" und durch einen Immobilienfonds.

1998


Seit Januar unterstützt das Zentrum für Hochleistungsrechnen (ZHR) als zentrale wissenschaftliche Einrichtung die Fakultäten bei der Bearbeitung von Aufgaben in Forschung und Lehre.
Das neue Hörsaalzentrum der TU Dresden wird am 13. Oktober 1998 eröffnet. Damit verfügt die TU Dresden über das bis dahin modernste und größte Hörsaalzentrum Ostdeutschlands. Sechs Hörsäle mit insgesamt 2840 Plätzen, darunter das Audimax mit 1000 Plätzen, stehen Lehrenden und Lernenden offen. Dazu kommen zehn Seminarräume und ein Zeichensaal.

1999


Am 27. April 1999 erhält der Generalsekretär der Vereinten Nationen Kofi Annan die Ehrendoktorwürde der TU Dresden. Damit honoriert die Universität die hervorragende wirtschaftswissenschaftliche Qualifikation Annans und dessen außerordentliche Leistung bei der Planung und Durchführung der UN-Reorganisation sowie bei der Schaffung bürgernaher und reaktionsschneller UN-Strukturen. Weiterhin würdigt die Fakultät Wirtschaftswissenschaften mit der Verleihung der Ehrendoktorwürde an Kofi Annan die wissenschaftlichen und praktischen Bemühungen des internationalen Politikers um die Propagierung des nachhaltigen, auf sozialer Marktwirtschaft basierenden weltweiten Wirtschaftens.
Das Media Design Center (MDC) der Universität nimmt seine Arbeit auf. Als Kompetenzzentrum bietet das MDC auf dem Gebiet des virtuellen Lernens und Lehrens forschungsrelevante Dienstleistungen innerhalb und außerhalb der TUD an.

Ehrenpromotion von Kofi Annan 1999, Generalsekretär der Vereinten Nationen.
Vergrößerte Darstellung Ehrenpromotion Kofi Annan /Aufnahme AVMZ, L. Liebert/

 

2000


Am 19. Juni 2000 wird der Nobelpreisträger Professor Günter Blobel, M. D., Ph. D. (Rockefeller University, Laboratory of Cell Biology, New York) zum Ehrensenator der TUD ernannt. Mit dieser Ernennung bringt die Universität nicht nur die hohe Wertschätzung des Nobelpreisträgers zum Ausdruck. Als Ehrensenator bringt Professor Blobel seine hohe Kompetenz als Forscher und Wissenschaftspersönlichkeit beratend in die Arbeit des Senats der TUD ein.

2001


Am 14. März wird die Ordnung zur Leitung und zum Betrieb für das Biotechnologische Zentrum der TUD (BIOTEC) vom Senat beschlossen. BIOTEC ist eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung, deren Ziel es ist, den sich rasch entwickelnden Erkenntniszuwachs der modernen Biologie und Biochemie für die Medizin, die Technik und die Nahrungsmittelentwicklung zu nutzen.
Am 16. Oktober wird an der TU Dresden der erste Bauabschnitt zum Neubau der Chemischen Institute an der Bergstraße übergeben. Damit bekommen die fast 200 Mitarbeiter der Institute für Organische Chemie, für Lebensmittel- und Biochemie und auch für Analytische Chemie hervorragende Arbeitsmöglichkeiten.

2002


Am 16. April wird das Max-Bergmann-Zentrum für Biomaterialien eingeweiht. Das neue Forschungsgebäude wurde gemeinsam von der TU Dresden und dem Institut für Polymerforschung (IPF) errichtet. Wissenschaftspolitisch hat das Zentrum das Ziel, zu einem Strukturmodell für die enge Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Einrichtungen der Wissenschaftsgemeinschaft "Gottfried Wilhelm Leibnitz" zu werden.

Max-Bergmann-Zentrum
Max-Bergmann-Zentrum (Foto: UJ/Eckold)


Nach knapp vierjähriger Bauzeit ist der Neubau der SLUB fertig gestellt.
Universitätsklinikum richtet neue Notaufnahme ein.
Erstmals in der Geschichte der Universität sind an der TUD mehr als 30.000 Studenten immatrikuliert, darunter 8,5 Prozent Ausländer.
Juni 2002: Die Lange Nacht der Wissenschaften wird erstmalig in verschiedenen Dresdner Wissenschaftsinstitutionen durchgeführt.
August 2002 Hochwasserkatastrophe in Sachsen: Die Wilde Weißeritz überflutet Tharandt. Schwere Schäden an Gebäuden der Forstfakultät. Die historische Bibliothek versinkt in den Fluten. Viele Bücher können durch den Einsatz von Studenten und Mitarbeitern gerettet werden.

Cotta-Bau in Tharandt nach der Flut
Cotta-Bau in Tharandt nach der Flut (Foto: UJ/Eckold)

Uniklinik und Herzzentrum sowie das Klinikum Dresden-Friedrichstadt müssen teilweise evakuiert werden. Es ist bis dahin die größte Luftrettungsaktion in der Geschichte der BRD. Ebenfalls werden Archivalien der ehemaligen Ingenieurhochschule durch das steigende Elbwasser vernichtet. Auch hier können durch den Einsatz von Mitarbeitern und Studierenden historische Dokumente gerettet werden.
September 2002: TU Dresden eröffnet mit neuem Forschungszentrum in Rossendorf ein bedeutendes Neutronenlabor. 

Einweihung des Neutronenlabors des TU-Instituts für Kern- und Teilchenphysik
Einweihung des Neutronenlabors des TU-Instituts für Kern- und Teilchenphysik (Foto: UJ/Eckold)


Dezember 2002: Eröffnung des Operativen Zentrums der Medizinischen Fakultät. Für 62,5 Millionen Euro entstehen neue Operationssäle mit modernster Technik.

2003


Januar 2003: Die Sächsische Landes- und Universitätsbibliothek (SLUB) eröffnet als eine der modernsten Bibliotheken Europas ihre Pforten in Campusnähe. Die ehemalige Hauptbibliothek in der Mommsenstraße sowie viele Teilbibliotheken der TU können nun zusammengeführt werden.

Lesesaal der SLUB
Lesesaal der Sächsischen Landes-, Staats- und Universitätsbibliothek - SLUB (Foto: UJ/Eckold)


Februar 2003: Einführung der elektronischen Krankenakte mit dem Krankenhausinformationssystem Orbis im Uniklinikum.
März 2003: Dresdner Zentrum für Biotechnologie feiert Richtfest. Mit einer Investitionssumme in Höhe von 38 Millionen Euro entsteht am Tatzberg ein Bio-Innovationszentrum, das Wissenschaftler und Unternehmer unter einem Dach vereint.
April 2003: Kurt Biedenkopf wird Gründungspräsident der privaten Dresden International University (Tochterunternehmen der TU Dresden).



Mai 2003: Grundsteinlegung für einen Biologie-Neubau der TU  Dresden am Zelleschen Weg / Investitionen in Höhe von 29 Millionen Euro.

Grundsteinlegung für das künftige Biologie-Gebäude
Grundsteinlegung für das künftige Biologie-Gebäude

 

Grundsteinlegung für stärkstes Magnetfeldlabor Europas in Rossendorf / Investitionen in Höhe von 24,5 Millionen Euro durch Bund und Freistaat.
Juni 2003: Der weitere Sanierungsbedarf für die Gebäude  der TU Dresden liegt bei einer halben Milliarde Euro. Bund fördert Medizinische Strahlenforschung mit 250 000 Euro für zwölf interdisziplinäre Zentren.
Juli 2003: Technologiezentrum eröffnet Gründerbüro. Universitätszentrum eröffnet neues interdisziplinäres Krebszentrum. Wahl des neuen Rektors Professor Dipl.-Ing. Hermann Kokenge (9. Juli 2003). Das Universitätsklinikum baut in eigener Regie ein Parkhaus mit 500 Stellplätzen an der Fiedlerstraße. Verleihung des Professor-Schwabe-Preises an eine indische Wissenschaftlerin für eine herausragende Arbeit auf dem Gebiet der physikalischen Chemie. Die TU Dresden hat Drittmittel in Höhe von 21,9 Millionen Euro eingeworben und erreicht damit  deutschlandweit einen vorderen Platz im Verhältnis zu anderen deutschen Universitäten.
Fertigstellung des Operativen Zentrums des Universitätsklinikums.

Magnifizenz Prof. Hermann Kokenge
Magnifizenz Prof. Hermann Kokenge

 

August 2003: TU Dresden und Daimler Chrysler eröffnen mit dem Kompetenzcenter Elektrik und Elektronikarchitektur ein gemeinsames Zentrum für Innovationen in der Fahrzeugelektronik.
Neubau der Forstbibliothek und Mensa in Tharandt nach der Flutkatastrophe.  Simulationszentrum für Notfallmedizin wird im Universitätsklinikum eingeweiht.
September 2003: Beginn der Sanierung des Studentenwohnheims Wundtstraße. Die Jose-Carreras-Stiftung stellt 142.000 Euro im Kampf gegen Leukämie zur Verfügung. Der Philips-Konzern stellt den Prototyp für ein innovatives Hochleistungselektronenmikroskop der TU Dresden zur Testung zur Verfügung.  Die TU Dresden erhält neues Institut für Verkehrs- und Tourismusforschung.
Oktober 2003: Investitur von Professor Dipl.-Ing. Hermann Kokenge. Er tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Achim Mehlhorn an, der von 1994 bis 2003 Rektor war. Einweihung des Neubaus für das Frauen- und Kinderzentrum des Universitätsklinikums.
Die Flutforscher der TU Dresden erhalten 1 Million Euro von der Europäischen Union. Staatsoper und Semperoper schließen Kooperationsvertrag mit der TU Dresden. Amtseinführung des neuen Generaldirektors der SLUB, Dr. Thomas Bürger.
November 2003: Enthüllung der Gedenktafel für den berühmten Geodäten August Nagel (1821-1903) auf dem Borsberg bei Dresden.

Gedenktafel für August Nagel
Gedenktafel für August Nagel (Foto: Ekki Garten)

 

Grundsteinlegung für neues Informatik-Gebäude auf der Dresdner Südhöhe, Nötnitzer Straße / Investitionen in Höhe von 35 Millionen Euro.

Grundsteinlegung für das neue Informatikgebäude
Grundsteinlegung für das neue Informatikgebäude (Foto: S. Kapp.)


Dezember 2003: Kooperation zwischen der TU  Dresden und NEC / Einsatz von Vektorrechner für Genanalysen. Stiftung des Otto-Rostoski-Preises für Krebsforschung / Otto Rostoski (1872-1962) hat die Tradition der Dresdner Stoffwechselforschung begründet. Forschungsprojekt zu organischen Displays mit Fördermitteln in Höhe von 10  Millionen Euro gestartet.

2004


Januar 2004: Forschungspreis der Philip-Morris-Stiftung für die Biophysikerin  Professor Petra Schwille. 5000 Studenten protestieren in Dresden gegen Kürzungen im Hochschulbereich.
Beginn der Sanierung des Gebäudekomplexes ehemaliges Rektorat / Verwaltung / Alte Mensa der TU Dresden an der Mommsenstraße.
Februar 2004: Das Drittmittelaufkommen der TU Dresden ist auf 100 Million Euro gestiegen.  Professor Pobell, Ordinarius für Festkörperphysik, erhält das Verdienstkreuz 1. Klasse des  Verdienstordens der BRD.

 
Prof. Frank Pobell



 

 


 



Ehrenpromotion für Professor Gottfried Kiesow für seine Verdienste um den Denkmalschutz
März 2004: Richtfest für den Neubau der Bio-Institute der TU Dresden am Zelleschen Weg. Dr. Dirk C. Meyer erhält den Max-von-Laue Preis. Professor Siegbert Liebig erhält Ehrendoktorwürde der TU Budapest. Die Volkswagen Stiftung  fördert mit 500.000 Euro ein neues Forschungslabor für Psychiatrie und Nervenheilkunde. Der Bund unterstützt mit 5 Millionen Euro das Dresdner Zentrum für Innovationskompetenz für Strahlentherapie.
April 2004:  Die Volkswagen Stiftung fördert Dresdner Biotechzentrum mit mehr als 350.000 Euro.
Mai 2004:  Bioinnovationszentrum am Tatzberg in Dresden-Johannstadt wird offiziell eröffnet. Französischer Minister zeichnet Professor Ingo Kolboom vom Institut für  Romanistik mit dem Wissenschaftsorden der Republik Frankreich aus. Professor Donsbach wird Präsident der International Communication Association. Universitätsklinikum baut ein Patientenhotel (Baubeginn 2005) und ein Behandlungszentrum sowie ein Zentrum für Diagnose, Internistik und Neurologie. Das Hannah-Arendt-Institut erhält 550.000 Euro von der Europäischen Union.
Juli 2004: Professor-Schwabe-Preis an Dr. Mareike Schneider vom Institut für Physikalische Chemie und Elektrochemie verliehen. 5 Jahre Dresdner Unfallforschung. Universitätsklinikum gründet Schmerzzentrum.
August 2004: Offizieller Start des Vorlesungsprogramms der Kinderuniversität mit über 1000 angemeldeten Schülern. Die Chiphersteller AMD und Infineon gründen gemeinsam mit der Fraunhofer-Gesellschaft ein Forschungszentrum für Nanoelektrische Technologien (CNT) / Investitionen in Höhe von 170 Millionen Euro.
Oktober 2004: Der Vorsitzende des Vorstandes der Audi AG und Mitglied des Gesamtvorstandes der VW AG wird zum Honorarprofessor an der TU Dresden berufen. Diabetesforscher von Weltrang, Professor Stefan Bornstein, nimmt Ruf der Medizinischen Fakultät an.  Internationaler Mechatronik-Preis für Bildverarbeitung in Lichtgeschwindigkeit / Einsatz in Fernerkundungskameras. TU Dresden schließt Vertrag mit ThyssenKrupp. Seniorenakademie der TU Dresden feiert 10jähriges Bestehen. Schülerrechenzentrum der TU Dresden feiert zwanzigjähriges Jubiläum. Der  Ordinarius für Volkswirtschaftslehre, Professor Ulrich Blum,  wird neuer Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung.
November 2004: Richtfest für das neue Gebäude der Fakultät Informatik an der Nöthnitzer Straße. Erstmals Herzaufnahmen im 3-D-Verfahren am Universitätsklinikum.
Dezember 2004: Der Vorstandschef der ALTANA AG, Dr. Nikolaus Schweickart, wird Ehrendoktor der TU Dresden. 650.000 Euro-Preis für Nanotechnologie geht an den Ordinarius für anorganische Chemie, Professor Stefan Kaskel. Das Rechenzentrum der TU Dresden feiert zwanzigjähriges Jubiläum.

2005


Januar 2005: Universitätsklinikum erhält neues Servicecentrum für Patienten.
Februar 2005: Ehrung des Dresdner Kristallphysikers, Professor Peter Paufler, anlässlich seines 65. Geburtstages mit einem Sonderkolloquium. 165 Millionen Euro stehen für den sächsischen Hochschulbau aus Landes- und Bundesmitteln zur Verfügung.
März 2005: TU Dresden wendet sich gegen Planungen der Staatsregierung zum Abbau der Lehrerausbildung. Workshop „Ein Zukunftsmodell zur Organisation von Universität und Universitätsmedizin“ (16. März 2005). Diskussion zur Überführung der TU Dresden und des Universitätsklinikums in Stiftungen des öffentlichen Rechts. 50-jähriges Jubiläum der Klinik für Orthopädie / Modernisierung und Umbau abgeschlossen. Aufbau eines neuen Ausbildungsreaktors an der TU Dresden / Investitionen in Höhe von 3 Millionen Euro. Neustrukturierung der Lehrerausbildung im interdisziplinären Zentrum für Lehrerbildung.
April 2005: Künftig keine Juristenausbildung an der TU Dresden (Verfassungsbeschwerde der Fakultät gescheitert). Festkolloquium aus Anlass des 100. Geburtstages von Professor Kurt Schwabe (1905-1983), der als Rektor und Ordinarius für Physikalische Chemie zu den renommiertesten Wissenschaftlern der TU Dresden zählte. Erste Brücke aus textilbewährtem Beton von Institut der TU Dresden entwickelt. Professor Hans Wiesmeth, Ordinarius für Volkswirtschaftslehre, wird zum Rektor der renommierten Handelshochschule Leipzig berufen.
Mai 2005: Tschira-Stiftung stellt 1,5 Millionen Euro für das neue Fachgebiet Bioinformatik zur Verfügung. Universitätsklinikum eröffnet neues Gefäßzentrum.
Juni 2005: Einhundert Jahre Expressionismus in Dresden. Das Staatsschauspiel gestaltet mit Unterstützung der TU Dresden ein Programm mit vielfältigen Veranstaltungen. Im Rahmen des Tages der Fakultät Wirtschaftswissenschaften der TU Dresden hielt Professor Christian von Hirschhausen Antrittsvorlesung und eröffnete somit offiziell den DREWAG-Stiftungslehrstuhl für Energiewirtschaft.
Juli 2005: Am 1. Juli 2005 fand die wissenschaftliche Inbetriebnahme des Ausbildungskernreaktors AKR-2 der TU Dresden statt. Mit dem Neubau des AKR-2 verfügen die Wissenschaftler und Studenten an der TU Dresden über den modernsten Ausbildungskernreaktor Deutschlands. 
Oktober 2005: Alfred Post, erster Kanzler der TU nach 1990, stirbt nach schwerer Krankheit.

2006


Januar 2006: Altmagnifizenz  Günther Landgraf verstirbt im Alter von 77 Jahren. Der frühere Rektor der TU Dresden, Professor Achim Mehlhorn, wird neuer Präsident der Fort- und Weiterbildungshochschule Dresden International University (DIU).
Mai 2006: Mit der zunächst auf fünf Jahre angelegten Finanzierung der Stiftungsprofessur für Industriewasserwirtschaft setzt die Gelsenwasser AG ihr Engagement an der TU Dresden fort. Die deutschlandweit einmalig ausgerichtete Professur wird von Professor Otto Nowak (Wien) besetzt.
Juni 2006: Zum vierten Mal findet die "Lange Nacht der Wissenschaften" statt.
Oktober 2006: Informatik-Neubau wird eingeweiht. Die feierliche Einweihung des Neubaus der Fakultät Informatik durch den Rektor der TU Dresden und Vertreter des Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement fand am 9. Oktober 2006 im Beisein der Staatssekretäre der Sächsischen Staatsministerien für Finanzen und für Wissenschaft und Kunst statt.
November 2006: Nach drei Wahlgängen fand die Rektorwahl für die Amtsperiode 2006 bis 2009 am 1. November 2006 ein erfolgreiches Ende. Der bisherige Amtsinhaber, Professor Hermann Kokenge, setzte sich im dritten Wahlgang mit 230 zu 124 Stimmen gegen den Prorektor für Wissenschaft, Professor Winfried Killisch, durch.

2007


Juli: wird das Verwaltungsgebäude an der Mommsenstraße nach mehrjährigen Renovierungsarbeiten wieder übergeben. Gleichzeitig ist die umfassende Sanierung und der Teilneubau mit Erweiterung der alten Mensa abgeschlossen. Ein Jahr später wird das Verwaltungsgebäude nach dem verstorbenen Rektor Günther Landgraf benannt.


2009


Januar: Entwicklung von DRESDEN-concept – Dresden Research and Education Synergies for the Development of Excellence and Novelty.

2010


Juni 2010: Der Erweiterte Senat der TU Dresden hat Prof. Hans Müller-Steinhagen für eine fünfjährige Amtszeit zum Rektor gewählt. Bisher war Prof. Müller-Steinhagen Direktor des Instituts für Technische Thermodynamik am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie Professor und Direktor des Institutes für Thermodynamik und Wärmetechnik der Universität Stuttgart.
Juli 2010: Der Diplomabschluss nach 5-jährigem Studium wird in einigen Fächern wieder eingeführt.
September 2010: Einreichung eines umfangreichen Antragspaketes zur Erreichung der Exzellenz-Initiative des Bundes und der Länder
Oktober 2010:  7900 Studenten beginnen das Studium an der TU Dresden. Damit sind insgesamt 36000 Studenten an der TU Dresden immatrikuliert.

Rektor Prof. Hans Müller-Steinhagen



 2012


15. Juni 2012: Die TU Dresden gehört zu den elf Universitäten, die in der 2. Phase der Exzellenz-Initiative als Exzellenz-Universitäten ausgewählt wurden. Die TU Dresden war mit ihrem gesamten Antragspaket erfolgreich.

Endlich geschafft! Exzellenz-Universität!!(v.l. Prof. Fettweiß, OB Orosz, Rektor Prof. Müller-Steinhagen, MP Tillich, Vorsitzende des Hochschulrates der TUD G. Röstel, Foto: L. Liebert)



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Stand: 04.12.2012 13:26
Autor: mike heubner und jutta wiese

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