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Einführung zur Bestandsübersicht der TU DresdenBestandsgruppe 1828 bis 1945 (Altbestand)Der
Altbestand ist zu mehr als 50 Prozent während der
Bombenangriffe auf Dresden, insbesondere am 13./14.
Februar 1945, vernichtet worden. Dem mutigen Einsatz
von einigen Hochschulangehörigen ist es zu danken, dass
dennoch aus dem zerstörten ehemals repräsentativen
Hauptgebäude der Hochschule in der Nähe des Dresdner
Hauptbahnhofs wichtige Akten von Abteilungen / Fakultäten,
des Rektorats und des Rentamtes (Verwaltung) gerettet
werden konnten. Dazu gehört auch ein Teil der
Studentenakten aus dem 19. und Anfang des 20.
Jahrhunderts.
Bestandsgruppe 1945 bis 1968Diese Bestandsgruppe des Universitätsarchivs umfasst neben den Strukturen der Universitätsleitung, des Senats, der Fakultäten mit ihren Instituten, der Arbeiter-und-Bauern-Fakultät (ABF) auch die Verwaltung der Universität, einschließlich der vielen angeschlossenen Kultur- und Sozialeinrichtungen. Sie belegt u. a. den anfangs sehr starken Einfluss der Sowjetischen Militäradministration (SMAD) auf die Hochschule, den raschen und großzügigen Wiederaufbau und die baulichen wie strukturellen Erweiterungen während der fünfziger und sechziger Jahre zur führenden technikwissenschaftlichen Ausbildungsstätte in der DDR. Sie dokumentiert neben der hohen internationalen Reputation der Hochschule gleichfalls die seit den 1950-er Jahren erfolgte Zunahme wissenschaftsfremder parteipolitischer Eingriffe. Gleichfalls kommt insbesondere nach der Gründung der DDR 1949 in der Überlieferung die Einflussnahme der vorgesetzten Regierungsbehörde, des Staatssekretariats, später des Ministeriums für Hoch- und Fachschulwesen (MHF), zum Ausdruck.
Bestandsgruppe 1969 bis 1990Diese Bestandsgruppe umfasst die
Überlieferungen des Rektorats, des Senats, der Verwaltung,
der Sektionen mit Instituten und Lehrstühlen sowie der
gesellschaftlichen Organisationen, insbesondere des Freien
Deutschen Gewerkschaftsbundes (FDGB), der wie die SED eine
eigene Kreisleitung an der Universität hatte. Von 1969 war
die Zahl der Sektionen von ursprünglich 24 auf 28 erhöht
worden. Dazu gekommen waren Einrichtungen mit dem Status von
Sektionen, die zentrale und übergreifende Aufgaben
wahrnahmen, wie das Rechenzentrum, das Institut für
Hochschulsport und das Institut für Recht in Wissenschaft
und Technik.
Bestandsgruppe 1990 ffDie
politische Wende und die Wiedervereinigung Deutschlands
hatten fundamentale Auswirkungen auf die Universität.
Personalpolitische und fachliche Evaluierungen hatten zur
Folge, dass der Personalbestand eine einschneidende
Verringerung erfuhr und Strukturen innerhalb kürzester
Fristen aufgelöst wurden. Auf der Grundlage des
Gesetzes zur Struktur des Hochschulwesens und der
Hochschulen im Freistaat Sachsen vom 10. April 1992 und des
Gesetzes über die Hochschulen im Freistaat Sachsen vom 4.
August 1993 wurden im Freistaat Sachsen sowohl die
ehemalige Hochschule für Verkehrswesen "Friedrich List"
sowie die Pädagogischen Hochschule
"Karl-Friedrich-Wilhelm-Wander", beide 1952 gegründet,
aufgelöst. Der Lehrbetrieb wurde unter neuen
inhaltlichen und strukturellen Voraussetzungen an der TU
Dresden fortgesetzt. Die Archive beider Hochschulen
bilden eigene Bestandsgruppen im Universitätsarchiv. Die
1954 gegründete Medizinische Akademie "Carl Gustav Carus"
war die Vorgängerinstitution der 1993 ins Leben gerufenen
Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus und des
Universitätsklinikums gleichen Namens. Diese Archive bilden
heute gleichfalls eine eigene Bestandsgruppe. |
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