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Erinnerungsberichte im Universitätsarchivvon Absolventen und weiteren Dresdner PersönlichkeitenDie Erinnerungsberichte, biographischen Studien, Interviews von folgenden Persönlichkeiten liegen im Universitätsarchiv vor. Sie stehen der öffentlichen Benutzung zur Verfügung. Berg, Hermann , Prof. Dr. Er studierte von 1949 bis 1952 Chemie an der TH Dresden. Sein besonderes Interesse gilt der Elektrochemie. Er studierte und diplomierte bei Professor Kurt Schwalbe zur Polarographie. Später bestimmten polarographische Untersuchungen seine Forschungen. So promovierte er 1953 auf diesem Fachgebiet. Nach der Habilitation wurde er Dozent an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und 1970 Professor an der Akademie der Wissenschaften der DDR. Er arbeitet u. a. zu speziellen biophysikalischen Problemen der Krebsforschung. Erinnerungsbericht: 2 Seiten Börner, Hans Technischer Zeichner, 1936 bis 1938 Abendstudent an den Technischen Lehranstalten Dresden (später Ingenieurhochschule Dresden). Im Zweiten Weltkrieg diente er als Marineangehöriger auf einem Kreuzer und bei der U-Boot-Flotte. Nach dem Krieg arbeitete er in verschiedenen Dresdner Betrieben als Mechaniker. Während seiner Tätigkeit im VEB Funkwerk Dresden war er Ende der fünfziger Jahre beteiligt am Versuchsbau für die erste Verkehrsfunkanlage der DDR und des ersten legendären Rechenautomaten von Professor N. J. Lehmann. Erinnerungsbericht: 7 Seiten
Däßler,
Hans-Günther, Prof. Dr . Hans-Günther Däßler war einer der ersten Studenten, die 1946 nach der Wiedereröffnung der TH Dresden das Studium wieder aufnahmen. Nach dem Studium der Chemie, insbesondere der Faserstofftechnik an der TH Dresden, galt sein besonderes Interesse der Naturstoffchemie, was ihn schließlich zum Lehrstuhl von Professor Heinrich Wienhaus (1882-1959) führte. Der Einstieg in die Probleme der Pflanzenchemie sollte für das künftige Wissenschaftlerleben von H.-D. Däßlers wegweisend sein. Bereits 1963 wurde er zum Professor mit Lehrauftrag ernannt und 1969 auf den Lehrstuhl für Pflanzenchemie und Ökotoxikologie berufen. Er arbeitete in den folgenden Jahrzehnten in hochrangigen internationalen Gremien auf dem Gebiet des Umweltschutzes. Erinnerungsbericht: 7 Seiten (Flashpaper) Frohne, Friedrich Edmund, Prof.
Dr. Nach dem Studium des Bauingenieurwesens an der TH Dresden von 1910 bis 1914 und der Teilnahme als Eisenbahnoffizier am Ersten Weltkrieg war er Regierungsbauführer bei der Sächsischen Staatseisenbahn, Vorstand des Reichsbahnbetriebsamtes Pirna, in den 30-er Jahren Berater der griechischen und lettischen Staatseisenbahnen, Abteilungspräsident der Deutschen Reichsbahn in Hannover und ab 1947 Direktor der Verwaltung für Verkehr im Vereinigten Wirtschaftsgebiet (Bizone später Trizone), 1950 Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium ernannt, und von 1952 bis 1957 war er Erster Präsident und Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Bundesbahn. Für seine nationalen und internationalen Verdienste wurde er mit höchsten deutschen und ausländischen Auszeichnungen geehrt. Biographische Studie: 43 Seiten Graubart, Arthur, Captain Er studierte von 1921 bis 1925 an der Marineakademie in Annapolis und diente danach bei der Navy als U-Boot-Kommandant. 1931 wurde er an die TH Dresden abkommandiert, um sich mit den neuesten Erkenntnissen des Dieselmotorenbaus, insbesondere bei Adolph Nägel und Richard Mollier, vertraut zu machen. Im Jahre 1940 wurde der inzwischen zum Captain beförderte Graubart als Assistent-Attaché (Marineattaché) nach Berlin versetzt. Während des Zweiten Weltkrieges war er Flotten- und Stützpunktkommandant im Pazifik. 1945 nahm er an der Potsdamer Konferenz teil und war später Berater beim Aufbau der Bundesmarine und ihrer Integration in die NATO. Von ihm gestiftete Gelder ermöglichen über seinen Tod hinaus Absolventen der Marineakademie Annapolis Studienreisen nach Deutschland. Biographische Studie: 5 Seiten Jungnickel, Heinz, Prof. Dr. Nach dem Studium der Physik an der TH Dresden von 1934 bis 1939 wurde er zum Militärdienst eingezogen. Er war zuletzt als Wissenschaftler im Range eines Regierungsrates bei der Kriegsmarine eingesetzt. Danach arbeitete er als freischaffender Ingenieur und gründete das Sauerstoffwerk Lehnmühle. Ab 1952 war er Lehrbeauftragter und seit 1956 Professor für Kältetechnik an der TH Dresden (ab 1958 Professor mit Lehrstuhl). Er war in den folgenden Jahren u.a. Prodekan der Fakultät für Maschinenwesen, Direktor der Sektion Energieumwandlung und Chefkonstrukteur und wiss. Leiter im VEB Projektierung und Anlagenbau Dresden bzw. der VVB Chemie- und Klimaanlagen. Auch nach seiner Emeritierung 1979 arbeitete er wissenschaftlich aktiv, u. a. in internationalen wissenschaftlichen Gremien. Nach 1990 unterstützte er die Erneuerung der TU Dresden. Erinnerungsbericht: 88 Seiten Krebs, Hartmut, Dipl.-Ing. Bauingenieur im Auslandseinsatz. Er studierte Bauingenieurwesen an der TH Dresden von 1948 bis 1953. Nach dem Diplom arbeitete er als Produktionsleiter für den Bereich Brunnenbau / Pfahlgründungen auf zahlreichen Baustellen der DDR. 1961 verließ er die DDR mit seiner Familie und ging nach Frankfurt am Main. Über ein Vierteljahrhundert lang war er als Bauingenieur für große Firmen im Ausland auf Großbaustellen tätig, beispielsweise in Afghanistan, Bangladesch, Tansania, Saudi Arabien und im südpazifischen Raum. Er erhielt das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse für seine Leistungen als Leiter herausragender und erfolgreicher deutscher Projekte in Asien, Afrika und Saudi-Arabien. Erinnerungsbericht: 11 Seiten
(PDF-Datei)
Mäcker, Gerhard, Dr.-Ing. studierte an der Technischen Hochschule Dresden vom Oktober 1948 bis Oktober 1953 in der Fachrichtung Kraft- und Arbeitsmaschinen Erinnerungsbericht: 5 Seiten
(PDF-Datei) ![]() Müller, Christian, Dipl.-Ing. Als Sohn eines Tischlers und einer Weberin wurde Christian
Müller nach absolvierter Werkzeugmacherlehre im SAG
Sachsenwerk Radeberg für ein Studium an der ABF der TU
Dresden geworben. Danach begann er ein Flugzeugbaustudium an
der Fakultät Luftfahrtwesen. Nach deren Auflösung setzte er
sein Studium in den Fächern Fertigungstechnik und
Werkzeugmaschinenkonstruktion fort. Nach erfolgreichem
Abschluss begann er seine berufliche Tätigkeit im VEB
Fortschritt Landmaschinen, wo er bis zur Abwicklung des
Betriebes 1991 tätig war. Vorlesungsmitschriften u.a. bei Prof.
Bredendick und Vandersee Overby, Henry, Dipl.-Ing. * 19. 3. 1917 in Oslo (Norwegen) Er studierte Elektrotechnik von 1938 bis 1942 unter anderem bei Heinrich Barkhausen (1881-1956), bei dem er auch diplomierte. Nach dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Norwegen geriet er unter Beobachtung der Gestapo und gelangte auf abenteuerlichem Wege in seine Heimat, wo er sich der Widerstandsbewegung anschloss. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete er als technischer Spezialist bei der NATO, u. a. bei der US-Navy. Später war er für große internationale Firmen tätig. Heute lebt er in München. Bandaufzeichnung/ Interview: 27 Seiten Philipp, Burkart, Prof. Dr. Er studierte 1947 bis 1950 Chemie an der TH Dresden, Abschluss als Diplomchemiker u .a. bei Prof. Schwabe. Ab 1953 arbeitete er am Institut für Faserstoffforschung als wissenschaftlicher Oberassistent in der Abteilung für Kunstfaserstoffe auf Cellulosebasis, promovierte 1952, 1956 folgte die Habilitation, danach Vorlesungen an der TH Dresden zur Zellstoff- und Papiertechnik, zur Chemie und Technologie der Zellstoffherstellung und der Celluloseverarbeitung. Weitere Stationen waren u. a.: 1983 Professor an der Deutschen Akademie der Wissenschaften Berlin, Direktor des Instituts für Polymerchemie der Akademie. 1981 wurde er als Institutsdirektor aus politischen Gründen abgelöst, 1990 auf Druck der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen als Institutsdirektor wieder eingesetzt. In dieser Stellung war er beteiligt am Ausbau des Forschungsstandorts Teltow-Seehof, insbesondere des Max-Planck-Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung. 1993 wurde er mit dem Verdienstkreuz 1.Klasse zum Verdienstorden der Bundesrepublik geehrt. Erinnerungsbericht: 10 Seiten (Flashpaper) Puell, Heinz W., Dipl.-Ing. Er studierte von 1928 bis 1932 an der TH Dresden Bauingenieurwesen. 1930/31 war er der Erste Vorsitzende der Dresdener Studentenschaft (der letzte Vorsitzende vor der Machtübertragung an die Nationalsozialisten). Zu seinen besonderen organisatorischen Leistungen gehörte die Mobilisierung vieler Studenten und Studentinnen für den Aufbau des Hochschulsportplatzes. Heinz Puell besuchte während des Studiums Island und Oxford sowie die University of Kansas. Im Zweiten Weltkrieg war er Offizier, zuletzt Major. Nach der Kriegsgefangenschaft in der Sowjetunion ging er nach Westdeutschland und nahm eine Tätigkeit bei der Firma Julius Berger AG auf, die ihn 1957 in leitende Stellungen nach Südamerika, vor allem nach Venezuela, sandte. Unter seiner Leitung wurden Hafenanlagen errichtet und Industriegebiete ausgebaut. Heinz Puell setzte sich intensiv für die Förderung der Zusammenarbeit der Technischen Hochschulen mit Partnereinrichtungen in Übersee ein. Erinnerungsbericht/ Interview: 20 Seiten Schieszl, Sibylle v., Dr.-Ing. Tochter von Walther Schieck (1874-1946), des letzten frei gewählten sächsischen Ministerpräsidenten vor der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten. Sie studierte von 1940 bis 1943 nach kurzer Berufstätigkeit bei der Firma Zeiss-Ikon AG an der TH Dresden Physik, war von 1944 bis 1950 planmäßige Assistentin am Physikalischen Institut und wechselte im Juli 1950 als Oberassistentin zum Institut für Elektrochemie und Physikalische Chemie, das unter Leitung von Professor Kurt Schwabe (1905-1983) stand. Hier arbeitete sie bis 1952. Nach Abschluss des Studiums hatte Sybille Schieck Karl Schieszl von Buda, einen Mitarbeiter des Instituts für Kraftfahrwesen, geheiratet, der noch 1945 zur Wehrmacht eingezogen wurde und erst 1949 aus russischer Gefangenschaft zurückkehrte. In dieser Zeit erzog sie ihre 1945 geborene Tochter allein, half beim Wiederaufbau der Hochschule und verteidigte 1948 ihre Dissertation. Sibylle von Schieszl war von bürgerlichen Idealen geprägt und von ihrem Vater zu kritischem Denken erzogen. Sie musste Ende 1952 die DDR verlassen, weil sie Studenten gewarnt hatte, die aus politischen Gründen verhaftet werden sollten. Ihr Weg vom Aufnahmelager für politische Flüchtlinge führte vom Fürsorgeempfänger, Leiter eines amerikanischen Laboratoriums über die Arbeitsaufnahme bei der Volkswagen AG schließlich zur ranghöchsten Frau im Konzern. Die vorliegenden Ausführungen von Sibylle von Schieszl spiegeln detailliert ihre Entwicklung wider. Erinnerungsbericht 14 Seiten Schubert, Günther, Kammermusiker Günther Schubert war viele Jahre Kammermusiker in der Dresdner Philharmonie. Er berichtet ausführlich und differenziert über seine Erlebnisse als Musiker im Stabsmusikcorps der Kriegsmarine 1942 bis 1945 und die anschließende Kriegsgefangenschaft in Frankreich. Erinnerungsbericht: 49 Seiten (PDF-Datei)
Streubel, Fritz Fritz Streubel gehörte zu den ältesten noch
lebenden ehemaligen Mitgliedern der Sozialdemokratischen
Arbeiterpartei (SAP) Dresdens. Der gut ausgebildete und
fachlich versierte Metallarbeiter hatte sich bereits als junger
Mann der SAP und deren Jugendorganisation angeschlossen. Neben
seinen von den Arbeitgebern anerkannten fachlichen Leistungen
war Fritz Streubel aktiv in der Dresdner Arbeiter- und
Gewerkschaftsbewegung. Er hatte sich wie der junge Willy Brandt
der SAP angeschlossen, die politisch links von der SPD stand
und sich gleichzeitig von der radikalen KPD abgrenzte, der
damals Herbert Wehner, nur ein Jahr älter als Fritz Streubel,
angehörte. Er war ein konsequenter und leidenschaftlicher
Gegner der Nationalsozialisten. Gleich nach der
Machtübertragung an Hitler beteiligte sich Fritz Streubel als
Zellenleiter einer illegalen Gruppe der SAP am illegalen Kampf
gegen die nationalsozialistische Diktatur. Dabei unterhielt er
Verbindungen zur SAP-Bezirksleitung in der Tschechoslowakei und
sorgte für die Aufrechterhaltung der illegalen politischen
Aktivitäten der Mitglieder der verbotenen Ortsgruppe
Groß-Dresden der SAP und des Sozialistischen Jugendverbandes.
Er verteilte auf konspirativen Wegen die „Klassenfront“, die
Kampfschrift der SAP. Fritz Streubel war sich des großen
Risikos seiner Handlungen bewusst und hoffte wie viele Illegale
an der Basis auf den Aufruf zum Generalstreik. Als Angehöriger
des Schutzbundes, der Kampforganisation der SPD, hatte er sich
eine amerikanische Pistole beschafft. Töppel, Ottmar, Prof. Dr. Nach der Wiedereröffnung der TH Dresden begann er 1946 mit dem Chemiestudium bei den heute legendären Professoren Kurt Schwabe, Walter König und Alfred Recknagel (1910-1994). Nach der Promotion 1952 an der TH Dresden nahm Ottmar Töppel eine Tätigkeit als leitender Chemiker in der Aschaffenburger Zellstoffwerke AG auf. 1964 wurde er als Professor an die Fachhochschule Rosenheim, Fachrichtungen Holz- und Kunststofftechnik, berufen. Erinnerungsbericht: 15 Seiten Volkrodt, Wolfgang, Dr.-Ing. Er studierte von 1947 bis 1950 Elektrotechnik an der TH Dresden. Er verließ aus politischen Gründen die DDR, promovierte 1961 an der Technischen Hochschule Braunschweig und war später in verschiedenen Positionen in der Forschung der Siemens AG tätig. Insbesondere arbeitete er auf dem Gebiet der Umweltforschung. So untersuchte er die Auswirkungen des Radars. Erinnerungsbericht: 3 Seiten |
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