Startseite der Technischen Universität Dresden

Persönliche Werkzeuge
Startseite » ... » Kompetenzschule "Studium fundamentale" » Arbeitsfelder und Module » Modul 5: Wissensstrategien (3CP)
Sektionen

Modul 5: Wissensstrategien (3CP)

 

Sommersemester 2012

Während des Studiums und der Arbeit an der Dissertation wird  - im eignen Fachgebiet  - umfassendes und  komplexes Wissen erworben. Außerhalb dieses wissenschaftlichen Zusammenhangs sehen sich Führungskräfte stets aber auch vor die Aufgabe gestellt, dieses Wissen nicht nur allgemeinverständlich aufzubereiten, sondern auch dessen Wahrnehmung sicherzustellen – es also einer breiten Öffentlichkeit außerhalb des Fachs in verständlicher Form mitzuteilen. Dies gilt für die Kommunikation mit potentiellen Fördergebern, mit Behörden, der Industrie oder schlicht der interessierten Öffentlichkeit. Es gilt also, Öffentlichkeit für eigene Arbeit herzustellen, sei es  durch Vorträge und Präsentationen oder durch die (massen-)mediale Verbreitung wissenschaftlicher Inhalte. Dabei ist es wichtig, die adäquaten  Strategien zu entwickeln, von effizienter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bis hin zu Redaktion, Druckvorbereitung resp. Online Publishing und Marketing in eigener Sache. Im Modul ‚Wissensstrategien‘ wird die (massen-) mediale Prägung des Wissenstransfers in die Öffentlichkeit thematisiert; also eben jene Strategien zur Vermittlung von technischem und naturwissenschaftlichem Wissen in einer medial geprägten Öffentlichkeit. Dabei sollen eben  diese Strategien aber immer auch kritisch hinterfragt werden.

Die Gestaltung der Modul-Workshops erfolgt in enger Abstimmung mit den TeilnehmerInnen. Die Kollegiaten benennen ein ‚sperriges‘ Problem aus ihren eigenen Arbeitszusammenhängen oder aus ihrer Dissertation, das medial wirksam aufbereitet werden soll. In insgesamt drei  Workshops sollen dann gemeinsam mit den weiteren Teilnehmern und den Referenten verschiedene Strategien (Artikel, Visualisierungen, Bildgebungsverfahren) erprobt und dabei  gleichzeitig die Fähigkeit zur Analyse der Repräsentation von Wissenschaft in Medien und der breiteren Öffentlichkeit trainiert werden. 

Termine

  • Marc Hasse (Hamburger Abendblatt): 8. November 2012, 15.00 bis 18.00 Uhr, Raum: Merkel-Bau/03/U
  • Jan-Martin Wiarda (Die Zeit): Freitag, 9. November 2012, 15.00 bis 18.00 Uhr, Raum: ZEU/147/Z
  • Josefine Brödner, Ingo Keller (Medienzentrum, TU Dresden): Donnerstag, 22. November 2012, 15.00 bis 18.00 Uhr, Raum: SE1/102

Kurzbeschreibung

Dieses Modul ist inhaltlich eng verbunden mit dem Arbeitsfeld I sowie mit Modul 4 dieses Arbeitsfeldes, fokussiert aber stärker die (massen-) mediale Prägung des Wissenstransfers in die Öffentlichkeit. Es geht um Strategien der Vermittlung von technischem und naturwissenschaftlichem Wissen in einer medial geprägten Öffentlichkeit. Vermittelt werden soll das Thema durch zwei komplementäre Zugänge. In einem ersten Schritt werden, sehr praxis- und anwendungsbezogen, Expertenplattformen in verschiedenen Medien (Sachbücher, popularisierende Zeitschriften, Wissenschaftsseiten in der Qualitätspresse, Internetforen) analysiert und die Teilnahme an solchen Expertenplattformen praktiziert oder doch zumindest simuliert. In einem zweiten Schritt werden, nunmehr vorwiegend historisch und kultursemiotisch reflektierend, exemplarische Debatten der öffentlichen Meinungsbildung analysiert.

Inhalte und Ablauf

Folgende Lehrveranstaltungen von zu je 2 SWS werden dazu angeboten:

1)    Expertenplattformen
Praxisnahe Reflexion der Vermittlung technischen und naturwissenschaftlichen Wissens in Print- und sog. Neuen Medien inkl. Übungen zu Redaktion, Druckvorbereitung resp. Online Publishing, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,  Marketing und Vertrieb. Außerdem werden detaillierte Kenntnisse über Mediensysteme (Buchmarkt, Zeitschriften, Massenmedien, Online Publikationsplattformen) vermittelt.

2)    Selbstverständigungsdebatten
In dieser Veranstaltung werden exemplarisch gesellschaftliche Selbstverständigungsdebatten mit Relevanz für naturwissenschaftliche oder technische Disziplinen analysiert. Die Exemplarizität lässt Raum, auch je aktuelle Debatten einzubeziehen. Folgende Beispiele dienen daher nur der Illustration des Zieles, sind keine verbindlichen Themen: Stammzellenforschung, Sterbehilfe, Technikfolgenabschätzung etc. Die Veranstaltung wird aber auch, etwa hälftig, ausgewählte historische Debatten berücksichtigen wie etwa zur Rolle der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft in den 1930er Jahren, zur Kernspaltung in den 1940er Jahren. Im Mittelpunkt steht in jedem Falle die mediale Verfasstheit dieser Debatten.

Leistungsnachweis

Mündliche Prüfung

Stand: 30.10.2012 15:07
Autor: Redaktion Mitteleuropazentrum


Gefördert aus Mitteln der
Europäischen Union und des Freistaats Sachsen

Kontakt

Sven Hacker, M.A. /
Kristina Hinneburg, M.A.

Tel. + 49 (351) 463 - 31663
Fax + 49 (351) 463 - 37769
studiumfundamentale@mailbox.tu-dresden.de

Sekretariat:
Tel.: + 49 (351) - 37865 

Sitz:
August Bebel Str. 30
1. Etage
01217 Dresden


Post:
TU Dresden
01062 Dresden

Pakete:
TU Dresden
MEZ
Helmholtzstr. 10
01069 Dresden