Sechs tolle Initiativen und drei Preisträger
geehrt
Zum fünften Mal wurde an der TU Dresden in einem Wettbewerb die
familienfreundlichste Einrichtung gesucht. Dafür hatte das
Rektorat drei Preise ausgelobt. Die Preisverleihung fand am 5.
Juli 2012 im Festsaal des Rektorats statt. Das Referat
Gleichstellung von Frau und Mann und das Campusbüro Uni mit
Kind organisierten die Veranstaltung. Der Prorektor für
Universitätsplanung, Prof. Karl Lenz, begrüßte als
Projektleiter des »audit familiengerechte hochschule« die
Anwesenden.
Die Festveranstaltung gab den sechs Bewerbern und
vorgeschlagenen Personen
umfassend Raum, sich selbst zu präsentieren. Sie zeigten, wie
Familienfreundlichkeit von ihnen bereits gelebt wird.
Die 6 Bewerber
Die Jury wählte einstimmig drei Preisträger aus.
1. Preis (500€): Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik –
ILK, vertreten durch Herrn Prof. Dr. Werner Hufenbach
(Institutsdirektor) und Herrn Prof. Maik Gude
(Vorstandsvorsitzender juniorIng. e.V.).
2. Preis (300€): Studentenrat, Referat Hochschulpolitik,
Arbeitsgruppe Teilzeitstudium vertreten durch Frau Nicole
Groß.
3. Preis (200€): Bereich Allgemeine Medizin der
Medizinischen Fakultät. In Vertretung von Frau Prof.
Antje Bergman
Begründung
1. Preis:
Das Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik ILK, vertreten
durch Herrn Prof. Dr. Werner Hufenbach (Institutsdirektor) und
Herrn Prof. Maik Gude (Vorstandsvorsitzende juniorIng. e.V.)
unterstreicht in seiner Bewerbung erstmalig den
generationsübergreifenden Gedanken, insbesondere die
Unterstützung von Kollegen und Kolleginnen mit
pflegebedürftigen Familienmitgliedern. Das spiegelt eine
selbstverständlich gelebte Familienfreundlichkeit im Umgang mit
Kindern, Eltern, Großeltern wider. Gleichermaßen ist das
Heranführen von Kindern an technische Sachverhalte (Verein,
Lange Nacht der Wissenschaft, juniorIng. e.V.) ein
überzeugendes Argument des vorherrschenden Engagements des ILK
für die Jury. Letztendlich ist die Betreuung von Kindern in
Notfällen am Institut durch die Einrichtung eines Eltern-Büros
etabliert. Der erste Preis wird dem ILK auch deshalb zuerkannt,
weil die Bewerbung durch eine ansprechende Bewerbungsbroschüre
mit Erfahrungsberichten, Aktivitäten und Impressionen gestaltet
ist. Die Verwendung des Preisgeldes fließt in die Erneuerung
und Erweiterung des Leichtbau-Parcours sowie in die
Verbesserung der familienfreundlichen Struktur, wie z.B. des
Eltern-Kind-Büros (in Kooperation mit juniorIng. e.V.).
2. Preis:
Die Bewerbung der arbeitsbereichsübergreifenden AG Teilzeit,
vertreten von Frau Nicole Groß (Studentenrat), errang den
zweiten Platz. Ausschlaggebend ist das große Engagement der aus
studentischer Initiative hervorgegangenen Arbeitsgruppe um die
Einführung von Teilzeitstudiengängen an der TU Dresden,
unterstützt insbesondere durch die Fakultät Informatik. Die
Bewerbung geht als einzige der vorliegenden Bewerbungen
auf die Verbesserung der Studienbedingungen ein, wobei die
Etablierung der Teilzeitstudiengänge ihre Wirkung sowohl auf
die Situation der Beschäftigten als auch auf die Studierenden
haben wird. Hervorzuheben ist insbesondere der Entwurf einer
Rahmenordnung für das Teilzeitstudium. Grundlegend ist der
Gedanke, die Vereinbarkeit des Studiums an die
persönliche Lebenssituation zu unterstützen. Die bereits
geleisteten und geplanten Aktivitäten sind einer sehr
umfangreichen Bewerbungsmappe zu entnehmen. Gern unterstützt
die Jury den Vorschlag, das Preisgeld für eine Ausstellung zur
Work-Life-Balance sowie für studentische Initiativen zur
Vereinbarkeit von Studium und Familie zu verwenden.
3. Preis:
Die Eigenbewerbung des Bereichs Allgemeine Medizin der
Medizinischen Fakultät, vertreten durch Frau Prof. Antje
Bergmann, überzeugte die Jury beim dritten Preisträger. In der
Beschreibung der motivierenden, familienorientierten und
vertrauensvollen Arbeitskultur der gesamten Belegschaft
hat die Jury den Gedanken sehr gelobt, dass Kinder als
Bereicherung wahrgenommen werden, es keine Berührungsängste
gibt, Familienarbeit als Zusatzqualifikation gewertet wird und
letztendlich die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gelebte
Selbstverständlichkeit ist. Außerdem war für das Votum der Jury
die ansprechende und umfangreiche Bewerbungsmappe mit den
aufgeführten Maßnahmen zur Flexibilisierung der Arbeitszeiten
und des Arbeitsortes und den Erfahrungsberichten aller
Hierarchieebenen ausschlaggebend. Die geplanten aktivierenden
und gesundheitsfördernden Maßnahmen für die Beschäftigten
werden gern mit Hilfe des Preisgeldes
gefördert.
Weitere Bewerber und Bewerberinnen waren:
Frau Prof. Dr. Corinna Jacobi (Fakultät
Mathematik/Naturwissenschaften, Fachrichtung Psychologie,
Institut für Klinische, Diagnostische und Differentielle
Psychologie, Goetz-Stiftungsprofessur Grundlagen und
Interventionen bei Essstörungen und assoziierten
Störungen)
Herr Prof. Dr. Axel Voigt (Fakultät
Mathematik/Naturwissenschaften, Fachrichtung Mathematik,
Institut für Wissenschaftliches Rechnen)
Frau Prof. Dr. Gisela Wiesner (Fakulät
Erziehungswissenschaften, Institut für Berufspädagogik,
Professur für Erwachsenenbildung/Berufliche Weiterbildung)
Pressestimmen:
Dresdner UniversitätsJournal vom 17.07.2012 (23.
Jahrgang, Nr. 13)
ILK wird mit 1. Preis für Familienfreundlichkeit
ausgezeichnet