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Familienfreundlichste Einrichtung der TUD 2010

Familienfreundliche TU Dresden
Drei Preisträger geehrt

Zum vierten Mal wurde an der TU Dresden in einem Wettbewerb die familienfreundlichste Einrichtung gesucht. Dafür hatte das Rektorat drei Preise ausgelobt. Die Preisverleihung fand am 24.Mai 2011 im Rahmen der Clubsitzung des best practice - Clubs "Familie in der Hochschule" des CHE und der Robert-Bosch-Stiftung statt. Das Campusbüro Uni mit Kind, das Studentenwerk Dresden und  das Referat Gleichstellung von Frau und Mann organisierten die Veranstaltung. Der Prorektor Prof. Lenz begrüßte Universitätsleitungen und Projektverantwortliche von zwölf deutschen Hochschulen, die sich zwei Tage intensiv unter dem Thema "TU Dresden und Studentenwerk Dresden - Eine best practice - Kooperation"  intensiv mit den Zwischenergebnisse der Teilprojekte austauschten.

Frau Prof. Schmidt, deren Institut für Landschaftsarchitektur 2009 den ersten Preis gewann, präsentierte den Anwesenden die Ergebnisse eines studentischen Wettbewerbs zum Thema „Südpark – familienfreundlicher Campus TU Dresden“ im WS 2010/11, für die das Preisgeld verwendet wurde (siehe http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/fakultaet_architektur/ila unter dem Stichwort „Studentischer Wettbewerb zum "Familienfreundlichen Campus" entschieden!“)


Für die Jury war es wie immer sehr schwer, die verschiedenen Initiativen zu vergleichen und entsprechend zu würdigen. Frau Dr. Schober, die Gleichstellungsbeauftragte der TU Dresden, übernahm die Verleihung der Preise:

  • Der erste Preis, der mit 500 EUR dotiert ist, ging an den von Frau Dr. Ingrid Scheurmann betreuten Masterstudiengang „Denkmalpflege und Stadtentwicklung“ (Fakultät Architektur,  Professur für Denkmalpflege und angewandte Bauforschung). [Begründung]
  • Den zweiten mit 300 EUR dotierten Preis nahm der Leiter des Patentinformationszentrums, Herr Matthias Knöbel, entgegen. [Begründung]
  • Den dritten mit 200 EUR dotierten Preis erhielt das Kooperationsprojekt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin der Medizinischen Fak. an der TU Dresden mit dem Geschäftsbereich Personal des Universitätsklinikums (UKD), Herr Prof. Axel Heller (Leitender Oberarzt) [Begründung]



Weitere Bewerber und Bewerberinnen bzw. Vorschlagende waren:

  • Institut für Wasserbau und Technische Hydromechanik mit Prof. Dr.-Ing. Jürgen Stamm (vorgeschlagen)
  • Fakultät Maschinenwesen Institut für Energietechnik, Professur für Gebäudeenergietechnik und Wärmeversorgung (Prof. Dr.-Ing. Clemens Felsmann, Eigenbewerbung)
  • Kleine Wunder e. V. (Yardena Gerlach, Eigenbewerbung)



Die Entscheidung für die drei Preisträger  wurde von der Jury wie folgt begründet:

1. Preis
Der Masterstudiengang unter Leitung von Frau Dr. Scheurmann, der sich bereits 2007  und 2008 für den Preis beworben hatte, stellt in seiner aktuellen Bewerbung den Bezug zu allen Zielgruppen der Universität, Beschäftigten und Studierenden, gleichermaßen her. Hervorzuheben ist das hohe Engagement, die Anerkennung und das Verständnis von Vorgesetzten, Kollegen und der Kommilitonen für die Vereinbarkeit für Studium, Beruf und Familie. Beispielhaft ist der hohe Frauenanteil sowohl bei den Beschäftigten als auch bei den Studierenden zu nennen.

Die Beschäftigten loben vor allem die flexiblen Arbeitszeiten. Eine Motivation für junge Mütter, das zweijährige Aufbaustudium zu wählen, besteht darin, dass sie nach der Babypause mit der zu erwerbenden spezifischen Qualifizierung wieder in den Beruf einsteigen möchten. Sie begrüßen vor allem die persönliche Studienberatung und die Koordination der zu erbringenden Studienleistungen durch die Beschäftigten der Professur. Um den Besuch von abendlichen Lehrveranstaltungen zu ermöglichen und im Hinblick auf die Schließzeiten der Kindergärten werden die Kinder ggf. in die Lehrveranstaltungen mitgebracht. Kommilitonen unterstützen sich  dabei gegenseitig bei der Betreuung vor Ort.

Der erste Preis wird dem Masterstudiengang auch deshalb zuerkannt, weil die Bewerberin ein kreativ gestaltetes Plakat mit Impressionen vom Absolventenreffen ihre gelebte Familienfreundlichkeit vorgelegt hat. Bei der Verwendung des Preisgeldes möchte die Universität den Masterstudiengang dahingehend beratend unterstützen, kindergerechte und versicherungstechnisch abgenommene Räumlichkeiten einzurichten.


2. Preis
Das Patentinformationszentrum (PIZ), unter Leitung von Mattthias Knöbel,  hat sich bereits 2007 beworben. Dieses Jahr errang das PIZ den zweiten Platz. Ausschlaggebend ist das große Engagement des PIZ das Arbeiten und die Qualifizierung der Beschäftigten zu fördern und mit Familienpflichten zu vereinbaren. Beispielhafte Maßnahmen sind die Berücksichtigung der Beschäftigten mit Kindern bei der Urlaubsplanung, die zeitversetzte Teilnahme der Beschäftigten für den drei Semester dauernden Zertifikatskurs „Intellectual Property Rights“ der Juristischen Fakultät. Vor allem die interne Arbeitszeitverlagerung unterstützt die bessere Vereinbarkeit. Außerdem wird der Wiedereinstieg ins Berufsleben den jungen Müttern durch eine vereinbarte Teilzeitregelung erleichtert.

Auch die Nutzer des PIZ profitieren von der Familienfreundlichkeit Ein separater Beratungsraum wird als Ess- und Wickelraum genutzt. Im Recherchesaal wurde eine von den Beschäftigten gesponserte Spielecke eingerichtet, so dass die Nutzer bei gleichzeitiger Betreuung ihrer Kinder entsprechende Recherchen durchführen können. Themenangebote wie „Kann man Popcorn patentieren?“ oder „Kinder, Spiele und Konsolen – Patente in eurem Alltag“ führen wissbegierige Kinder ab der 4. Klasse  in die Welt der Patente und Marken ein.


3. Preis
Herr Prof. Axel Heller hat sich mit dem Kooperationsprojekt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin der Medizinischen Fakultät an der TU Dresden mit dem Geschäftsbereich Personal des Universitätsklinikums (UKD) beworben. Eine erste Bewerbung für den Preis für Familienfreundlichkeit des Fachbereichs liegt aus dem Jahr 2009 vor. Das große Engagement für die Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Familie zeigt sich u. a. durch die erfolgreiche Bewerbung des Arbeitsbereichs für die Qualifizierungsmaßnahme „Manager Work-Life Competence“ der Bertelsmannstiftung, gefördert durch das BMBF, die im November 2010 mit einer Zertifikatsübergabe gewürdigt wurde. Die sehr ausführliche Powerpointpräsentation des Projekts „familienfreundliche Krankenhausführung“, die der Bewerbung beiliegt, überzeugte die Jury beim dritten Preisträger.

Die strategische Verankerung der Familienfreundlichkeit in die Unternehmens- und Führungskultur wird von der Jury sehr gelobt. Gern unterstützt sie daher die Verwendung des Preisgeldes für eine Führungskräfteschulung des mittleren Managements. Aus dem Fachbereich nehmen insgesamt 56 Beschäftigte teil, die sich zu ca. 73% aus Mitarbeitern der  medizinischen Fakultät (41 Personen) und zu ca. 27% aus Mitarbeitern des AöR (15 Personen) zusammensetzen. Die Schulungsmaßnahme betrifft darüber hinaus alle Kliniken und Institute der Med. Fak./ UKD, die überwiegend höhere Anteile von Fakultätsangestellten haben.



Es zeigt sich, dass der TUD die Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Familie ein wirklich ein Anliegen darstellt, das zukunftsträchtig ist und tatkräftig unterstützt wird. 


Stand: 07.07.2011 10:22
Autor: Robert Müller

Kontakt
Zertifikat 2010 Audit familiengerechte Hochschule der Beruf und Familie gGmbH


Projektleiterin:
Dr. Brigitte Schober
Tel.: +49 351 463-33410
gleichstellungsbeauftragte@tu-dresden.de

Projektkoordinatorin:
Dr. Dörte Görl-Rottstädt
Tel.: +49 351 463-36423
Doerte.Goerl-Rottstaedt@tu-dresden.de

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