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Geschichte der TU DresdenGründung der Technischen Bildungsanstalt in Dresden und Übernahme der Direktion durch die Königlich Sächsische Kommerziendeputation. Als Vorsteher wirkt Wilhelm Gotthelf Lohrmann (1796 - 1840), der sich als Inspektor der sächsischen Kameralvermessung große wissenschaftliche Verdienste erworben hat. Das Domizil der Anstalt befindet sich vorerst sehr bescheiden im Gartenpavillon auf der Brühlschen Terrasse und in einem Gewölbe des Kuffenhauses am Zeughausplatz. Hervorragende Lehrer werden für die Anstalt gewonnen, u.a. Johann Andreas Schubert, Erbauer der ersten betriebsfähigen deutschen Dampflokomotive "Saxonia". 1833Um den wesentlich gewachsenen Raumbedarf zu decken, wird die Technische Bildungsanstalt in die ehemalige Rüstkammer am Jüdenhof verlegt. 1844/46Nach den Plänen der Architekten Heine (1802 - 1880) und Arndt (1807 - 1889) wird ein eigenes Gebäude am Antonsplatz errichtet. Gottfried Semper (1803 - 1879) fertigt ein Gutachten für den Neubau an, in dem er auch grundlegende Gedanken über die Probleme der Baukunst niederschreibt. 1851Umbenennung in Königlich Polytechnische Schule. Auf Initiative des Direktors Julius Ambrosius Hülsse (1812 - 1876) und in engem Zusammenwirken mit dem Königlichen Regierungskommissar Dr. Weinlig wird die "Obere Abteilung" in drei Sektionen gegliedert, welche die Studierenden in drei Fachrichtungen zusammenfassen. Es besteht das Recht, auf Grund von "Maturitätsprüfungen" Zeugnisse zu vergeben, die den Inhaber berechtigen, das belegte Fach als Gewerbe zu betreiben. 1865Einführung eines neuen Organisationsplanes. Die "Untere Abteilung" bildet nun einen "Allgemeinen Kursus", den alle Schüler absolvieren müssen. Die "Sektionen" der "Oberen Abteilung" werden zu vier Fachschulen entwickelt: Mechanisch-technische Schule (A), Ingenieurschule (B), Chemisch-technische Schule (C) und eine weitere Schule, deren Aufgaben in der Ausbildung zukünftiger Lehrer der Mathematik, Naturwissenschaften und Technik besteht. Die Studiendauer in den Fachschulen wird auf drei Jahre festgelegt. Nun wird unterschieden zwischen "Schülern", die den "Allgemeinen Kursus" absolvieren, und den Studenten, die die Fachschule besuchen. 1871Anerkennung des hohen Niveaus der technik- und
naturwissenschaftlichen Ausbildung durch die Namensgebung
Königlich Sächsisches Polytechnikum. Das Polytechnikum nimmt
den Charakter einer Hochschule an. Die Leitungshierarchie ist
aber noch autokratisch organisiert. Die bisherigen Fachschulen
werden nun als Abteilungen bezeichnet. 1873Gustav Zeuner (1828 - 1907), international renommierter Thermodynamiker und Wissenschaftsorganisator, wird zum Direktor des Polytechnikums berufen. Neben der technik- und naturwissenschaftlichen Ausbildung erhält auch die geistes- und sprachwissenschaftliche Ausbildung einen höheren Stellenwert. So finden in der "Allgemeinwissenschaftlichen Abteilung" Lehrveranstaltungen in folgenden Fachrichtungen statt: Volkswirtschaftslehre, Rechtswissenschaft, Philosophie, Geschichte, Kunstgeschichte, Literaturgeschichte und neue Sprachen. 1875Fertigstellung des repräsentativen Hauptgebäudes des Polytechnikums in der Nähe des Hauptbahnhofs. Mit der Gründung der Hochbauabteilung wird die Tradition der Architekturausbildung an der Hochschule begründet. 1883Einführung der Diplomprüfung anstelle der Absolutorialprüfung. Von den Studenten wird nun die Abfassung von Diplomarbeiten wie an den Technischen Hochschulen in Wien, Graz und Stuttgart verlangt. 1890Das Polytechnikum avanciert zur Königlich Sächsischen Technischen Hochschule. Ernst Hartig (1836 - 1900), Professor für Mechanische Technologie, wird erster gewählter Rektor der Hochschule. 308 Studenten, davon 28 Ausländer, sind an der Hochschule eingeschrieben. 1900 1902Berufung von Arthur Schloßmann (1867 - 1932) zum a. o. Professor für physiologische Chemie und allgemeine Physiologie. Gemeinsam mit dem Großindustriellen Karl August Lingner (1861 - 1916) und anderen Dresdner Bürgern gründet Schloßmann bereits 1897 den "Verein Kinderpoliklinik in der Johannstadt mit Säuglingsheim", der 1898 die weltweit erste stationäre Behandlungseinrichtung für Säuglinge errichtet, die Vorgängereinrichtung der heutigen Kinderklinik der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus. 1907Frauen dürfen nun auch offiziell ein Vollstudium an der TH Dresden absolvieren. Johanna Weinmeister (1887 - 1940) aus Tharandt beginnt an der TH Dresden das Lehramtsstudium und erwirbt 1913 als erste Studentin einen Hochschulabschluss. Die von ihr abgelegte Staatsprüfung für das höhere Schulamt war die Grundlage für ihre spätere erfolgreiche Arbeit als Gymnasiallehrerin in Dresden und in Annaberg (Erzgeb.) 1913Die Bauingenieur-Abteilung erhält einen großen und repräsentativen Neubau, den heutigen Beyer-Bau 1914/18322 Angehörige der Hochschule sterben als Soldaten, Unteroffiziere oder Offiziere in den Schlachten des Ersten Weltkrieges. Unter ihnen befindet sich der Jagdflieger und ehemalige Student der TH Dresden Max Immelmann (1890 - 1916). 1918Gründung des Instituts für Kraftfahrtwesen unter Leitung von Adolph Nägel (1875 - 1939). 1919Gründung des Instituts für Metallurgie und Werkstoffkunde. 1919/20Einrichtung des Auslands-Seminars. 1921Gründung der "Gesellschaft von Förderern und Freunden der
Technischen Hochschule Dresden e. V.", der führende
Repräsentanten der sächsischen Staatsregierung, der Industrie
und Banken beitreten. 1922Die Volkswirtschaftslehre wird zum Studienfach an der Allgemeinen Abteilung der TH Dresden. Schwerpunkte bilden im Unterschied zu den Universitäten technische Fächer, aber auch Arbeitspsychologie und Psychotechnik. 1923Eingliederung des Pädagogischen Instituts Dresden-Strehlen in die Allgemeine Abteilung der Hochschule (ab 1925 Kulturwissenschaftliche Abteilung). Volkswirtschaftslehre und Staatswissenschaften, Rechtswissenschaften, Pädagogik, Geschichte und Kunstgeschichte, Sprachwissenschaften und Literaturwissenschaften sind an der TH fest etabliert. Der universitäre Charakter der Hochschule wird dadurch immer deutlicher. 1924Gründung des Instituts für Messtechnik und Austauschbau unter Leitung von Georg Berndt (1880 - 1972). Ausbau des Physikalischen Instituts u. a. durch Bildung des Laboratoriums für angewandte Röntgenographie. 1925Fertigstellung des Studentenhauses auf dem von Theodor Bienert geschenkten Grundstück. 1928Unter dem Rektorat von Adolph Nägel begeht die TH Dresden am 4. Juni 1928 die Feier ihres 100-jährigen Bestehens. Der Lehrkörper umfasst 63 ordentliche, 22 außerordentliche und 17 Honorarprofessoren. Es lehren 24 Privatdozenten. Die Zahl der Studenten beträgt 2705, zusätzlich sind 332 Hörer und Hospitanten eingeschrieben. 1929Durch ministeriellen Erlass wird die von Heinrich Cotta (1763 - 1844) gegründete Forstakademie Tharandt (später Forstliche Hochschule), eine der ältesten forstlichen akademischen Ausbildungsstätten der Welt, der TH Dresden als Abteilung angegliedert. 1933/34Gleichschaltung der Hochschule und Einführung des Führerprinzips. Namhafte Hochschullehrer werden auf Grund des "Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums" entlassen und Repressalien ausgesetzt. Zu ihnen gehören der Physiker und Entdecker des Kristallphotoneneffekts, Harry Dember (1882 - 1943), der Romanist Victor Klemperer (1881 - 1960), der Arzt und Hygieniker Rainer Fetscher (1895 - 1945), der Staatswissenschaftler Robert Wilbrandt (1875 - 1954) sowie Paul Luchtenberg (1890 - 1973), Professor für Pädagogik, Philosophie und Psychologie, später Mitbegründer der FDP und Kultusminister von Nordrhein-Westfalen. 1936Abtrennung des Pädagogischen Instituts von der TH Dresden. 1942Die Abteilungen der Hochschule werden in Fakultäten umbenannt
1945Durch die Bombenangriffe auf Dresden am 13./14. Februar 1945
erleidet die Hochschule hohe Menschenverluste. Ein großer Teil
der Gebäude ist schwer beschädigt oder zerstört. 1946Wiedereröffnung der Technischen Hochschule Dresden unter
schwierigsten Bedingungen. Erster Rektor wird der international
anerkannte Ordinarius für Grundlagen des Maschinenbaus und
Fördertechnik, Professor Dr.-Ing. Enno Heidebroek (1876 -
1955).
Immatrikulation von 491 Studenten mit Genehmigung der SMAD (453 Studenten beginnen tatsächlich das Studium). Sie werden von 42 Hochschullehrern, einschließlich einigen Lehrbeauftragten und Assistenten, betreut. 1949 Der Aufbau von sieben Fakultäten ist abgeschlossen (einschließlich der Arbeiter-und-Bauern-Fakultät, die aus einer Vorstudienanstalt hervorgegangen war):
1950Eröffnung der Fakultät für Verkehrswissenschaften,
Grundsteinlegung des Gebäudekomplexes an der Hettnerstraße am
20. April 1951. 1952Auf Grundlage eines zentralen Beschlusses wird im September 1952 aus der bisherigen Fakultät für Verkehrswissenschaften der Technischen Hochschule Dresden die Hochschule für Verkehrswesen gebildet. Gründung der Fakultät Elektrotechnik (bis 1951 bestand eine Abteilung für Elektrotechnik innerhalb der Fakultät für Maschinenwesen und Elektrotechnik). Zu den bekanntesten Wissenschaftlern gehören Heinrich Barkhausen (1881 - 1956) und Ludwig Binder (1881 - 1958). 1954Gründung der Fakultät für Leichtbau auf Weisung des Staatssekretariats für Hochschulwesen. 1955Bereits 1950 beginnen die ersten Bauarbeiten zum neuen Schwachstrominstitut, dem Barkhausen-Bau. Bis 1955 sind die ersten drei Bauabschnitte des umfangreichen Gebäudekomplexes zwischen Helmholtz- und Georg-Schumann-Straße fertig gestellt. Nutzer ist die Fakultät für Elektrotechnik. Gründung der Fakultät für Kerntechnik, sie besteht bis 1962. Es existieren neun Fakultäten. 1956 - 1960An der Nordseite des Zelleschen Weges wird der Andreas-Schubert-Bau für die neu gegründete Fakultät für Kerntechnik errichtet. Im Jahre 1962 wird dieselbe aufgelöst. Heutige Nutzung durch verschiedene Institute der Fakultät Mathematik und Naturwissenschaften. 1956Aus der bisherigen Fakultät für Leichtbau der TH Dresden wird die Fakultät für Luftfahrtwesen gebildet. Im Jahre 1961 erfolgt deren Auflösung. 1957Übernahme des ehemaligen Landgerichtsgebäudes durch die TH Dresden. Der Auf- und Umbau des stark kriegszerstörten Gebäudekomplexes dauert bis 1961. Vorwiegende Nutzer sind die Fakultäten für Maschinenwesen sowie für Bau-, Wasser- und Forstwesen. Seit 1961 Georg-Schumann-Bau. Nach 1990 werden Teile des Gebäudekomplexes in Hülsse- und Tillich-Bau umbenannt. 1961Die Technische Hochschule Dresden erhält den Status einer
Technischen Universität. Während des Festaktes am 5. Oktober
1961 findet auch die Rektoratsübergabe von Werner Gruner (1904
- 1995) zu Kurt Schwabe (1905 - 1983) statt. Kurt Schwabe
förderte maßgeblich die Universitätsgründung. 1965Abschluss des 4. Bauabschnittes vom Gebäudekomplex Barkhausen-Bau mit dem Antennenturm des Instituts für Hochfrequenztechnik und Nachrichtenelektronik sowie dem Hör- und Tagungssaal mit 500 Plätzen (heute Schönfeld-Hörsaal) an der Nöthnitzer Straße. 1968Im Zusammenhang mit der 3. Hochschulreform wird auch die Struktur der TU Dresden radikal verändert. Historisch gewachsene Strukturen werden unter verstärktem parteipolitischen Einfluss negiert. Die traditionellen wissenschaftlichen Institute werden abgeschafft. Die Fakultäten verlieren ihre ursprüngliche Bedeutung. Es werden 22 Sektionen gebildet. 1986Die traditionsreiche, im Jahre 1861 als Gewerbeschule gegründete Ingenieurhochschule Dresden wird mit der TU Dresden vereinigt und als Informatikzentrum des Hochschulwesens der DDR wirksam; Ende 1990 Gründung der Fakultät Informatik. 1990Konstituierung von Fakultäten (12. Februar 1990):
Wahl des neuen Senats aus dem Kreis der gewählten Mitglieder
des Wissenschaftlichen Rates (26. Februar 1990). 1991Der Leitende Regierungsdirektor Alfred Post, vorher
Vizekanzler der Universität-Gesamthochschule Essen, wird
Kanzler der TU Dresden. Beginn des Neuaufbaus der
Universitätsverwaltung. 1991/94Bestätigung und Neugründung von Fakultäten auf der Grundlage des Gesetzes zur Struktur des Hochschulwesens und der Hochschulen im Freistaat Sachsen vom 10. April 1992
1993Der Wissenschaftsrat tagt an der TU Dresden und erstmals in
den neuen Bundesländern. 1994Professor Dr. rer. nat. habil. Achim Mehlhorn von der
Fakultät Mathematik und Naturwissenschaften wird vom Konzil der
TU Dresden im Juni 1994 zum Rektor gewählt (Wiederwahl 1997 und
2000). 1995Das TechnologieZentrumDresden als ein Partner der
Universität beim Wissenschaftstransfer erhält ein neues
Gebäude. 1996Grundsteinlegung für das neue Hörsaalzentrum der TU Dresden
mit vier großen Hörsälen, zwölf Seminarräumen und einem
Zeichensaal, 3470 Plätze. 1997Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft zeichnet
die TUD auf Grund ihrer innovativen Reformansätze als
"Reformuniversität" aus und stellt ihr für die Fortführung
dieser Aktivitäten insgesamt 600.000 DM zur Verfügung. Die
Hochschule hat eine entscheidungsfähige Leitungsstruktur
entwickelt, die Mittelverteilung an die Fakultäten erfolgt nach
leistungsbezogenen Kriterien und das Controlling ist im
Vergleich zu anderen Universitäten weit entwickelt. Auch die
Aktivitäten in Marketing und Öffentlichkeitsarbeit sind nach
Einschätzung des Stifterverbandes vorbildlich. Die TUD gehört
damit zu den reformfreudigsten Universitäten in
Deutschland. 1998Seit Januar unterstützt das Zentrum für Hochleistungsrechnen
(ZHR) als zentrale wissenschaftliche Einrichtung die Fakultäten
bei der Bearbeitung von Aufgaben in Forschung und Lehre. 1999Am 27. April 1999 erhält der Generalsekretär der Vereinten
Nationen, Kofi Annan, die Ehrendoktorwürde der TU Dresden.
Damit honoriert die Universität die hervorragende
wirtschaftswissenschaftliche Qualifikation Annans und dessen
außerordentliche Leistung bei der Planung und Durchführung der
UN-Reorganisation sowie bei der Schaffung bürgernaher und
reaktionsschneller UN-Strukturen. Weiterhin würdigt die
Fakultät Wirtschaftswissenschaften mit der Verleihung der
Ehrendoktorwürde an Kofi Annan die wissenschaftlichen und
praktischen Bemühungen des internationalen Politikers um die
Propagierung des nachhaltigen, auf sozialer Marktwirtschaft
basierenden weltweiten Wirtschaftens. 2000Am 31. Mai wird das Medizinisch-Theoretische Zentrum (MTZ) an die TU Dresden übergeben. Das MTZ beinhaltet sieben vorklinische und klinisch-theoretische Institute, das Experimentelle Zentrum der Medizinischen Fakultät und ca. 3000 m2 Forschungs-Verfügungsflächen. Weiterhin stehen zwei Hörsäle, Praktikumsräume und acht Seminarräume mit einer Gesamtkapazität von ca. 700 Plätzen zur Verfügung.
2001Am 14. März wird die Ordnung zur Leitung und zum Betrieb für
das Biotechnologische Zentrum der TUD (BIOTEC) vom Senat
beschlossen. BIOTEC ist eine zentrale wissenschaftliche
Einrichtung, deren Ziel es ist, den sich rasch entwickelnden
Erkenntniszuwachs der modernen Biologie und Biochemie für die
Medizin, die Technik und die Nahrungsmittelentwicklung zu
nutzen. 2002Am 16. April wird das Max-Bergmann-Zentrum für
Biomaterialien eingeweiht. Das neue Forschungsgebäude wurde
gemeinsam von der TU Dresden und dem Institut für
Polymerforschung (IPF) errichtet. Wissenschaftspolitisch hat
das Zentrum das Ziel, zu einem Strukturmodell für die enge
Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Einrichtungen der
Wissenschaftsgemeinschaft "Gottfried Wilhelm Leibniz" zu
werden. 2003
Im Mai begeht die TU Dresden mit einer Festwoche ihr 175-jähriges Jubiläum. Eigens dafür wird von Professor Wilfried Krätzschmar eine Sinfonie komponiert und am 3. Mai im Großen Haus des Staatsschauspiels aufgeführt. Weitere Höhepunkte sind die erste Ausstellung "Faszination. Kunst+Technik" in der neuen ALTANAGalerie des sanierten Görges-Baues und die Aufführung des Theaterstückes "Alma. Zeitreise" von Walther Henckel mit Studierenden und Mitarbeitern zum Festakt am 6. Mai.
Festwoche 175 Jahre TU Dresden
Am 9. Juli wird der Landschaftsarchitekt Professor Hermann Kokenge zum neuen Rektor der TU Dresden gewählt. Er tritt die Nachfolge von Professor Achim Mehlhorn an, der das Rektorat drei Amtsperioden inne hatte.
Rektorwahl
Am 10. Juli setzt der Sächsische Ministerpräsident Georg Milbradt seine Unterschrift unter den Hochschulvertrag. Bis zum Jahr 2010 sollen dadurch die sächsischen Hochschulen personelle und finanzielle Planungssicherheit erhalten. Für die TU Dresden bedeutet der auch "Hochschulkonsens" genannte Vertrag unter anderem, dass die staatliche Juristen-Ausbildung nach Leipzig verlagert wird. Gleichzeitig wird die Ausbildung der Bau- und Wirtschaftsingenieure an der TU Dresden konzentriert. Die Vertragsverhandlungen werden von studentischen Protesten begleitet. Am 22. Oktober wird der Grundstein für den Neubau der Informatik an der Nöthnitzer Straße gelegt. 2004 In der Mommsenstraße wird mit der Sanierung des
Gebäudekomplexes ehemaliges Rektorat/Verwaltung/Alte Mensa der
TU Dresden begonnen. Das Richtfest für den Neubau der Biologie-Institute der TU
Dresden am Zelleschen Weg wird im März 2004
gefeiert Im Mai 2004 beginnt offiziell das Vorlesungsprogramm der Kinder-Universität mit über 1000 angemeldeten Schülern.
Die Chiphersteller AMD und Infineon gründen gemeinsam mit
der Fraunhofer-Gesellschaft ein Forschungszentrum für
Nanoelektrische Technologien (CNT). Die Umstellung aller Magisterstudiengänge auf
Bachelorstudiengänge (BOLOGNA-Prozess) beginnt.
Am 9. September 2005 wird der erste Spatenstich für das
Diagnostisch-Internistisch-Neurologische Zentrum (DINZ) des
Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden gesetzt. Im Januar 2006 wird der ehemalige Rektor der TU Dresden,
Professor Achim Mehlhorn, neuer Präsident der Fort- und
Weiterbildungshochschule Dresden International University
(DIU).
2007 Im Juli wird das Verwaltungsgebäude an der
Mommsenstraße nach mehrjährigen Renovierungsarbeiten
übergeben. Gleichzeitig ist die umfassende Sanierung und der Teilneubau
mit Erweiterung der Mensa Mommsenstraße abgeschlossen. Zudem
erhält die TU Dresden in diesem Jahr das Grundzertifikat des
Audit Familiengerechte Hochschule. Zusammen mit dem Sächsischen
Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst und dem
Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung bildet
sie damit die Basis für das "Dresdner Netzwerk
berufundfamilie", dem sich weitere Einrichtungen
anschließen.
Am 17. Juli 2008 wird das Richtfest für den 2. Bauabschnitt des Neubaus der Chemischen Institute gefeiert. Im Spätherbst protestierten in Dresden Studenten aus ganz Sachsen gegen die Novellierung des Sächsischen Hochschulgesetzes.
Im Januar 2009 schließt sich die TU Dresden mit 14 starken Partnern aus Wissenschaft und Kultur zu dem deutschlandweit einmaligen Verbund DRESDEN-concept zusammen (Dresden Research and Education Synergies for the Development of Excellence and Novelty). Ziel ist es, die Exzellenz der Dresdner Forschung sichtbar zu machen. Im Juni gehen Studenten mit der Aktion "Bildungsstreik" erneut auf die Straße.
2010 Die erste Teilbaumaßnahme der Bauarbeiten am Diagnostisch-Internistisch-Neurologischen Zentrum DINZ ist abgeschlossen. Der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) übergibt das erweiterte Haus 48 an das Universitätsklinikum. Der Erweiterte Senat der TU Dresden hat Prof. Dr. Dr.-Ing. habil. Hans Müller-Steinhagen im Juni 2010 für eine fünfjährige Amtszeit zum Rektor gewählt. Davor war Prof. Müller-Steinhagen Direktor des Instituts für Technische Thermodynamik am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie Professor und Direktor des Institutes für Thermodynamik und Wärmetechnik der Universität Stuttgart.
Die Studentenstiftung Dresden wird zur Hochschulperle 2010 gewählt. Der Stifterverband zeichnet jeden Monat kleine, innovative Projekte an Hochschulen aus und lässt den Jahressieger über ein Online-Voting bestimmen. Die Hochschulperle soll vorbildliche Projekte stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken. Im Oktober 2010 beginnen 7900 Studenten das Studium an der
TU Dresden. Damit sind insgesamt 36000 Studenten an der TU
Dresden immatrikuliert. Am 2. März entscheiden DFG und Wissenschaftsrat, dass die TU Dresden die erste Hürde im Exzellenzwettbewerb genommen hat und für ihr Zukunftskonzept sowie ein Exzellenzcluster (Cfaed - Center for Advancing Electronics Dresden; Zentrum für Perspektiven in der Elektronik Dresden) Vollanträge einreichen darf. 2012 Am 15. Juni 2012 hat die TU Dresden in der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder mit ihrem Zukunftskonzept, dem Exzellenzcluster "Cfaed - Center for Advancing Electronics Dresden" (Zentrum für Perspektiven in der Elektronik Dresden) und den beiden Fortsetzungsanträgen aus der ersten Runde den Titel einer Exzellenzuniversität errungen. Sie ist damit eine der elf Exzellenz-Universitäten Deutschlands. |
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