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Stipendiatenporträts - Studienjahr 2011/2012Diese Stipendiatinnen und Stipendiaten stehen beispielhaft für 150 Deutschlandstipendiaten aller Fakultäten der TUD im Studienjahr 2011/2012. Unter dem Motto »Stipendien helfen, Ziele zu erreichen« wirbt die TU Dresden nun für neue Deutschlandstipendien für das kommende Studienjahr.
Sandrine Müller
Sandrine Müller (24) studiert Psychologie an der TU Dresden. Neben dem Studium und neben den Jobs, mit denen sie ihr Leben finanziert, engagiert sie sich in der studentischen Hochschulgruppe "Arbeiterkind" in Dresden, um Schülerinnen und Schülern, die wie sie selbst keine „studierten Eltern“ haben, den Schritt an die Hochschulen leichter zu machen. Dafür will sie Vorträge an Gymnasien und Realschulen organisieren. „Es ist nicht ganz einfach, dort Zugang zu bekommen – die Schulen müssen unsere Initiative, die ja bundesweit aktiv ist, erst mal hier vor Ort kennen- und schätzen lernen!“ Der gute Ruf der Psychologie führte sie an die TU Dresden und die günstigen Lebenshaltungskosten. „Es gibt hier im Fachbereich eine gute Feedbackkultur und alle sind unglaublich bemüht, dass wir gut studieren können“, so Sandrine Müller. Allgemein wünscht sich Sandrine Müller an der TUD mehr Begeisterungsfähigkeit, Neues anzustoßen. Aufbauend auf dem zuvor in Hamburg absolvierten Doppelabschluss BWL/ Industriekauffrau plant sie, sich später auf Arbeits- und Organisationspsychologie zu spezialisieren. Mit dem Deutschlandstipendium, das die Gesellschaft der Freunde und Förderer der TU Dresden e.V. fördert, konnte Sandrine Müller die Zahl ihrer Nebenjobs reduzieren und sich wieder auf ihr Studium konzentrieren. Da sie bereits einen Bachelor in BWL abgeschlossen hat, sei das Deutschlandstipendium ein Glückfall, meint sie. Und für das anschließende Masterstudium könne sie als Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes wieder mit einer Förderung rechnen, ohne die sie die verbleibende Studienzeit nicht finanzieren könnte.
Robert Niebsch
Robert Niebsch (25) studiert Elektrotechnik und plant, 2012 mit dem Diplom abzuschließen. Sein Thema: Entwurf kleinster Speicher auf Computerchips – digitale Schaltungstechnik. Sein Deutschlandstipendium finanziert Infineon. Bereits in der Schule in Frankfurt an der Oder organisierte Robert Niebsch Projektwochen und Vorträge von Schülern und Absolventen für Schüler. An der TU Dresden vertritt er seit dem ersten Semester kontinuierlich studentische Belange in den Gremien der Universität – im Fachschaftsrat und in mehreren Studienkommissionen. Dort half er dabei, neue Studiengänge zu entwickeln und die traditionsreichen zu modernisieren. Während des Studiums arbeitete er 11 Monate als Werkstudent an Projekten in Deutschland und Taiwan. „Man lernt Toleranz“, fasst er die internationalen Erfahrungen zusammen. Und: „In Europa kann man sich heute frei bewegen. Das ist genial!“ Wie geht es weiter nach dem Studium? Robert Niebsch: „Als Generalist, für den ich mich halte, fehlt mir derzeit noch eins: Ein Thema, für das ich brenne!“ Die Frage sei: „Was kann ich mit meinem Fachwissen und vielfältigen Erfahrungen im Umsetzen von Projekten bewegen?“
Nadine Hietschold
Nadine Hietschold (22) studiert im ersten
Mastersemester Betriebswirtschaftlehre und wird mit einem
Deutschlandstipendium von IBM gefördert. Sie arbeitet an der
Fakultät Wirtschaftswissenschaften der TUD als Tutorin. Nach
dem Studium möchte sie forschen und promovieren. Im Sommersemester 2012 wird Nadine Hietschold in Chile studieren. Das nordchilenische La Serena und die dortige Partneruniversität der TU Dresden sind für gut sechs Monate das Ziel. Das bereits in Dresden begonnene Lateinamerika-Begleitstudium soll ihr helfen, in Chile zurechtzukommen. „Am Lateinamerika-Begleitstudium gefällt mir besonders, dass man dort auf komplett andere Denkweisen als bei uns Wiwis trifft“, berichtet Nadine Hietschold begeistert. Schließlich treffen sich dort Studierende nahezu aller Fakultäten. Das Auslandssemester will sie nutzen „zum Rumgucken“ – andere Fächer auszuprobieren: Psychologie, Sprachkurse und Reisen in Chile und den Nachbarländern.
Nelli Schmidt
Nelli Schmidt (22) studiert im 7. Semester
Maschinenbau und spezialisiert sich auf Luft- und
Raumfahrttechnik. Sie wird mit einem Deutschlandstipendium
von Eurocopter gefördert. Als Übungsleiterin unterrichtet
sie an der TU Dresden jüngere Semester im Fach Technische
Mechanik. „Seit dem Beginn der Vertiefungsfächer wurde es
richtig cool“, so Nelli Schmidt. Mit einer Projektarbeit
und neuen Ideen für eine grünere Luftfahrt schaffte sie es
2011 beim AIRBUS-Wettbewerb „Fly your Ideas“ mit ihrem Team
in die zweite Runde. In ihrer Diplomarbeit wird sie sich
mit Flugantrieben befassen. Wie studiert es sich in einer noch immer von Männern dominierten Branche? Nelli Schmidt: „Im Studium bin ich nicht die Einzige. Jetzt im Praxissemester werde ich im Scherz „Quotenfrau“ genannt.“ Man müsse sich durchsetzen. „Ich fühle mich wohl“, so Nelli Schmidt. Die Freibergerin spielt mehrmals pro Woche Handball und beweist als Kreisspielerin auch dort, dass sie sich durchsetzen kann. Und was ändert sich mit dem Deutschlandstipendium im Studium? „Das Stipendium sorgt für weniger Nachtschichten am Wochenende“, fasst Nelli Schmidt zusammen.
Stefanie Gäbler
Stefanie Gäbler (21) studiert im 3. Semester Wirtschaftswissenschaften (Bachelor) und wird mit einem Deutschlandstipendium von EVONIK gefördert. Sie kommt aus Dittersbach bei Görlitz. Nach Realschule und Ausbildung zur Bankkauffrau besuchte Stefanie Gäbler die Fachoberschule in Dresden. „Ich habe damals mit Studenten in einer WG zusammengelebt und dabei gesehen, welche Vorteile das Studentenleben bietet.“ Ein Berufsschullehrer habe sie dann ermutigt, sich auch mit dem Fachabitur an einer Universität zu bewerben. Ihre Bewerbung „zum Spaß“ an der TU Dresden und das besondere Zulassungsverfahren führten dann dazu, dass sie parallel für zwei Abiturprüfungen lernte. „Gymnasium und Universität waren bei uns in der Mittelschule und in der Berufsberatung nie ein Thema“, so Stefanie Gäbler. Durch das besondere Zulassungsverfahren und die bestandenen Prüfungen eröffnete sich für sie aber doch noch der Weg an die Universität. Ihre Erfahrungen mit dem demografischen Wandel außerhalb der großen Städte fasst sie so zusammen: „In der Kita waren wird der letzte Jahrgang. In der Grundschule waren wir die letzte Klasse.“ Im Studium spezialisiert sie sich auf Public Economics, Financial Economics und Internationales. Leben und arbeiten im Ausland seien mehr als nur eine Option. „Mein Berufsziel bleibt das Bankwesen“, so Stefanie Gäbler.
Annelie Utech
Annelie Utech (21) studiert im 5. Semester Law
in Context (Bachelor), engagiert sich im ELSA-Dresden e.V.
als Finanzerin. Sie wird gefördert von der Gesellschaft
der Freunde und Förderer der TU Dresden e.V. ELSA, "The
European Law Students' Association", ist die größte
Jurastudentenvereinigung und bietet Jurastudenten,
Referendaren und jungen Juristen die Möglichkeit, sich zu
engagieren und weiterzubilden. Und sie arbeitet neben dem
Studium am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Gewerblichen
Rechtsschutz und Urheberrecht als Verantwortliche für
Zertifikatskurse für Nichtjuristen. „Mein Großvater hat mich auf die Idee gebracht, mich für ein Deutschlandstipendium zu bewerben, gleich nachdem er den Beschluss des Stipendienprogramms im Bundestag verfolgt hatte“, so Annelie Utech. Sie ist Trägerin eines Schwarzen Gürtels und trainiert Karate – selbst und mit Kinder und Jugendlichen. Dafür pendelt sie regelmäßig für Training und Wettkämpfe zwischen Dresden und Frankenberg bei Chemnitz. Zum Ziel hat sie, nach dem Law in Context-Studium Anwältin zu werden und die Mitarbeit bei ELSA-Dresden befördere diesen Wunsch. Praktika vermitteln, Vorträge organisieren, Vertrags- und Gerichtsverhandlungen simulieren, Debattier-Club und Professoren-Stammtisch – mit ELSA-Dresden vernetzt sie die Studierenden an der Juristischen Fakultät der TUD und darüber hinaus mit anderen Universitäten in Europa. Für diese Stipendiaten und viele andere Talente, die in Dresden studieren, bittet Sie die TU Dresden um Spenden für neue Deutschlandstipendien für das Studienjahr 2012/2013. Sprechen Sie uns an. Gern beraten wir Sie dazu persönlich. |
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