Wir betreuen Menschen und deren Familien mit genetisch
bedingten Erkrankungen, insbesondere wenn eine
geistige Entwicklungsverzögerung oder
Entwicklungsstörung vorliegt. Wir verfügen
über umfangreiche Erfahrungen in der
Syndromdiagnostik und gehören zu den Zentren
der Deutschen Krebshilfe für Familiären Brust- und
Eierstockkrebs und für Familiären
Darmkrebs.
Forschungsschwerpunkte sind die
Untersuchung der Ursachen geistiger
Entwicklungsstörungen und die Charakterisierung von
Biomarkern für die zielgerichtete Therapie von
Hirntumoren. Wir führen in Kooperation die
molekular-zytogenetische Charakterisierung genetischer
Veränderungen durch, z.B. von Tumoren, Zelllinien und
Tiermodellen.
Wir sind aktiv in der Lehre für die
Medizinstudenten im Rahmen des DIPOL-Programms, tragen zur
Ausbildung von Studenten der Biologie im Masterstudiengang der
TU Dresden bei und führen eine vollständige
Weiterbildung zum Facharzt für Humangenetik
und zum Fachhumangenetiker durch.
Wir nutzen für Diagnostik und Forschung die folgenden
Methoden und Technologien :
- Molekulare Karyotypisierung
(Hochauflösende Array-CGH-Analyse mit 400 k
Arrays) zum Auffinden kleiner Deletionen und
Duplikationen im gesamten Genom bei einer Auflösung von etwa
10 kb. Für gezielte Analysen nutzen wir custom-Arrays mit
einer Auflösung von unter 1 kb. Diagnostik-Ergebnisse liegen
meist nach 14 Tagen vor.
- Next Generation Sequencing von DNA und
RNA zur Hochdurchsatzanalyse bei bisher ungeklärten
Krankheitsursachen in Kooperation mit der Core Facility
unserer Fakultät sowie mit Spezialisten für Bioinformatik
und Systembiologie.
- Spektrale Karyotypisierung (SKY) zur
Darstellung aller Chromosomen einer Metaphase in
unterschiedlichen Farben, um komplexe Veränderungen
charakterisieren zu können.
- Fluoreszenz-in situ-Hybridisierung
(FISH) an Interphasekernen und Metaphasen mit
chromosomen- oder genspezifischen DNA-Sonden, z.B. beim
Pränatalen FISH-Schnelltest oder an
Paraffinschnitten.
- Molekulargenetische Untersuchungen mittels
Sequenzierung und MLPA zur Feststellung von
Genmutationen.
- RNA-Expressionsanalysen und Untersuchungen der
miRNA mittels PCR und Array-Technologie.
- Chromosomenbänderungsanalysen – vor der
Geburt – pränatal und postnatal an verschiedenen
Geweben.
News:
- Wann: 03.05.2012 - 17:30 Uhr
- Wo:
Haus 21 - Hörsaal
Institut für Klinische Genetik im
Kinder- und Frauenzentrum, Haus 21
Genetische Ambulanz des Institutes für Klinische Genetik im
Haus 70