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Strategisches Risikomanagement in FrühphasenfondsIn Kooperation mit führenden deutschen
Frühphasenfonds führen wir eine wissenschaftliche Studie zum
strategischen Risikomanagement durch, um Erkenntnisse
für das Fondsmanagement und
Kapitalnehmer zu erforschen. In dem gemeinsamen
Forschungsprojekt mit Herrn Prof. Dr. Pinkwart
(Handelshochschule Leipzig) wurden bereits acht
Frühphasenfonds und mehr als 116 Technologieunternehmen
untersucht. Die wissenschaftliche Vorgehensweise verspricht
eine hohe wissenschaftliche Relevanz, weil es sich im
Vergleich zu bisherigen Studien auf eine Multi-Perspektiven-Analyse stützt und
gleichzeitig eine longitudinale Zeitraumanalyse integriert.
Gleichzeitig fokussiert sich die Studie auf einen
praktischen Erkenntnisgewinn
für das Risiko-, Netzwerk- und Technologiemanagement von
Start-Ups und Implikationen für das Fondsmanagement
von Frühphasenfonds. Das Forschungsprojekt grenzt sich zu
bisherigen Studien stark ab, indem eine Orientierung an
inhaltlichen Perspektiven anstelle des phasenorientierten
VC-Geschäftsmodells vorgenommen wird. Wir wollen die Studie
daher an etablierten und in unterschiedlichen
Fachdisziplinen behandelten Perspektiven ausrichten. Die
sechs Perspektiven – interpersonelle Beziehungen, Netzwerke,
Technologieeigenschaften, Managementunterstützung,
Risikomanagement und Internationalisierung – werden zu
Erkenntnissen für die Risikobewertung
(Entscheidungszeitpunkt) und die Risikogestaltung
(Beteiligungsverlauf) in Frühphasenfonds verdichtet.
In der empirischen Forschung zu
Frühphasenfinanzierungen ist es bislang üblich,
Zeitpunktanalysen auf der Basis einer einzelnen
Informationsquelle durchzuführen. Beispielsweise wird der
Erfolg von Finanzierungen an den Eigenschaften gespiegelt,
die der Investmentmanager beim Beginn der Finanzierung
wahrgenommen bzw. dokumentiert hat, soweit er diese im
Rahmen einer später durchgeführten Datenerhebung noch
wiedergeben kann. Um die auf der Hand liegenden
Limitierungen dieses Ansatzes zu überwinden, werden mehrere
Informationsquellen kombiniert. Im Mittelpunkt stehen die
Entscheidungsakte (Businessplan, Due Diligence,
Entscheidungsvorlage) und das laufende Reporting
(qualitatives und quantitatives Reporting, Meilensteine,
Budgets), mit denen statt einer Zeitpunkt- eine
Zeitverlaufsanalyse möglich wird. Ergänzt wird diese
objektive Sicht durch standardisierte Befragungen von
Investmentmanagern und Portfoliounternehmen, um zwei
subjektive Perspektiven auf einen Beteiligungsfall
gleichzeitig zu erfassen. Der vorgesehene Gang der Untersuchung kann
durch seine innovative Methodik zu einem weitreichenden
wissenschaftlichen und praktischen Mehrwert führen. Die
Ergebnisse der Multi-Researcher-Analyse könnten die bisher
wenig erforschten Frühphasenfinanzierung,
Public-Private-Partnership Fonds, detaillierte
Unternehmensentwicklungen und Fondsmaßnahmen nachhaltig
genauer beleuchten und somit einem effizienteren Handeln den
Weg ebnen. Die Studie lässt insofern weitreichende
Implikationen für die Forschung erwarten. Unsere Forschungsanstrengungen und bisherigen Erkenntnisgewinne wurden konzeptionell auf den diesjährigen Fachkonferenzen IECER in Regensburg und dem G-Forum in Potsdam vorgestellt. Diese vorläufigen Arbeitspapiere und Präsentationen zeigen die bisherigen Projektfortschritte: |
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