Woher stammt der Begriff des Mentorings?
Der Begriff des Mentorings hat seinen Ursprung in der
griechischen Mythologie. Odysseus bat Mentor, seinen engen
Freund, sich während seiner Abwesenheit um seinen Sohn
Telemachos zu kümmern. Unterstützt wurde Mentor durch die
Göttin Athene, die Telemachos in der menschlichen Gestalt
Mentors ebenfalls Ratschläge erteilte.
Was ist Mentoring?
Mentoring ist eine sehr individuelle Beziehung zwischen einer
erfahrenen Person (Mentor/in) und einer etwas weniger
erfahrenen Person (Mentee), bei der die Bedürfnisse der zu
fördernden Person im Vordergrund stehen. Kernstück des
Mentorings ist dabei der persönliche Austausch zwischen Mentee
und Mentor/in. Es geht darum, Wissen und Erfahrungen weiter zu
geben, ohne dabei auszuschließen, dass sich im Verlauf des
Mentorings neue Erkenntnisse und Erfahrungen für beide Seiten
ergeben können. Das Mentoring ist ein persönlicher Lernprozess,
der in einem geschützten Rahmen stattfindet. Die Beziehung
zwischen den Tandempartnern ist freiwillig und sollte trotz
aller Alters- und Erfahrungsunterschiede auf einer
gleichberechtigten und vertrauensvollen Basis erfolgen.
Das Schülermentoring der TU Dresden bringt Studenten ab
dem 4. Fachsemester (Mentor/in) mit interessierten Gymnasiasten
(Mentees) in einem 1:1 Tandem zusammen. Der Mentor sitzt somit
hinter dem Mentee und „schiebt“ ihn an, während der Mentee die
Richtung vorgibt.
Vorrangiges Ziel dieses Schülermentorings ist es, den Schülern
einen besseren Zugang zu naturwissenschaftlichen und
technischen Studiengängen zu verschaffen und sie damit besser
auf die zukünftige Studien- und damit Berufswahl vorzubereiten.
Denn je besser ein Schüler weiß, was ihn in seinem
Wunschstudiengang erwartet, um weniger kommt es zum
Studiengangwechsel bzw. gar zum Abbruch des Studiums.