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Schwerpunkt I: Cognitive-Affective Neuroscience

Der Fokus des Schwerpunkts liegt auf der Erforschung der Interaktion emotionaler, kognitiver und volitionaler Prozesse bei der zielgerichteten Handlungssteuerung. Dabei werden experimentalpsychologische und kognitiv-neurowissenschaftliche Methoden (Reaktionszeit- u. Blickbewegungsmessung; EEG- und EKP-Messung; bildgebende Verfahren) und Ansätze der Psychoneuroendokrinologie und Molekulargenetik (z.B. Analyse genetischer Polymorphismen; Ausschüttung von Stresshormonen) kombiniert. Diese bislang nur selten realisierte Integration von systemischen und molekularen Ansätzen wird durch die Kooperation der Professuren für Allgemeine Psychologie, Biopsychologie, Differentielle u. Persönlichkeitspsychologie und Entwicklungspsychologie ermöglicht und soll bis 2010 weiter gestärkt werden (z.B. in einem der Bereiche "Social Neuroscience" oder "Computational Neuroscience"). Zu den Forschungsthemen des Schwerpunkts gehören:

  • Kognitive, affektive und volitionale Grundlagen der zielgerichteten Verhaltensregulation
  • Neurokognitive Mechanismen der willentlichen Handlungssteuerung
  • Affektive Modulation exekutiver Funktionen und präfrontaler Kontrollprozesse
  • Bewusste und unbewusste Determinanten von Willenshandlungen
  • Emotionen und implizite Gedächtnis-, Entscheidungs- und Urteilsprozesse
  • Neuronale Korrelate der kognitiven Kontrolle von Emotionen
  • Molekulare und hormonelle Grundlagen der Verhaltensregulation
  • Biologische und psychische Folgen chronischer Überlastung
  • Zentralnervöse, endokrine u. immunologische Reaktionen auf psychosozialen Stress
  • Molekulare Vermittlungsmechanismen von stressbedingten Erkrankungen
  • Neuronale Korrelate von Gedächtnisstörungen bei Traumaopfern
  • Biopsychologische Vermittlungsmechanismen der Transformation genetischer Informationen auf die Verhaltensebene
  • Beziehungen zwischen molekulargenetisch bedingten Unterschieden in der monoaminergen Neurotransmission und elektrokortikalen, kognitiven und behavioralen Korrelaten der Persönlichkeit
  • Entwicklung der kognitiven Leistungsfähigkeit über die Lebensspanne
  • Developmental Neuroscience
  • Gesundheit und Gesundheitsverhalten über die Lebensspanne
  • Lernen und Plastizität über die Lebensspanne

Einige dieser Themen werden bereits in konkreten Forschungskooperationen zwischen Professuren des Schwerpunkts (z.B. in Form gemeinsamer DFG-Projekte) sowie in interdisziplinären Verbundprojekten bearbeitet. Der Schwerpunkt I soll zudem mit den beiden anwendungsorientierten Schwerpunkten vernetzt werden. Die Vernetzung mit Schwerpunkt II ergibt sich aus der Bedeutung affektiver, kognitiver und volitionaler Prozesse und deren neuronalen, hormonellen und molekulargenetischen Korrelate für die Entstehung und Prävention psychischer Erkrankungen. Vernetzungen mit dem Schwerpunkt III ergeben sich aus der Relevanz kognitions- und biopsychologischer Erkenntnisse über kognitive und affektive Prozesse u.a. für die sozio-kognitive Neurowissenschaft, die Arbeits- und Wirtschaftspsychologie, die Ingenieurpsychologie, die Lehr- und Lernforschung sowie die Verkehrspsychologie.

Stand: 30.06.2010 13:20
Autor: Prodekanat