Spitzenforschung für eine leichtere Zukunft
Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Leichtbau und Kunststofftechnik betreiben Spitzenforschung entlang des gesamten Forschungsspektrums des Leichtbaus und der Kunststofftechnik – von der Grundlagen- bis zur anwendungsorientierten Forschung.
© Alexandra Klotz
Spitzenforschung am Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik
Das Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden ist ein international führendes Zentrum für Forschung, Entwicklung und Lehre im funktionsintegrativen Systemleichtbau auf Basis des Multi-Material-Designs. Rund 245 Mitarbeiter:innen arbeiten in einem interdisziplinären Team aus Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Informatik und Wirtschaftswissenschaften entlang durchgängiger Forschung- und Entwicklungsketten von den Grundlagen bis zum Produktionsanlauf. Die Arbeit des ILK folgt dem Dresdner Modell eines funktionsintegrativen Systemleichtbaus in Multi-Material-Design und wird heute durch das Konzept des neutralen Leichtbaus mit Fokus auf Ressourcen- und Klimaneutralität weiterentwickelt.
Kern- und Grundlagenkompetenzen
Die Kernkompetenz des ILK liegt in der Entwicklung, Auslegung und Optimierung von Komponenten und Systemen des Hochleistungsleichtbaus sowie in der prototypischen und vorseriennahen Fertigung. Eine besondere Stärke ist die vollständige Digitalisierung der Produktentstehung von Material- und Prozessentwicklung über Simulation, Prüfung und Qualitätssicherung bis zur Bewertung über den gesamten Lebenszyklus. Die Grundlagenkompetenz des Instituts spiegelt sich in zahlreichen koordinierten Verbundforschungsvorhaben – unter anderem Sonderforschungsbereichen, Forschergruppen und Schwerpunktprogrammen – wider, in denen das ILK als Initiator, Sprecher oder zentraler Partner agiert. Die dort gewonnenen Erkenntnisse fließen direkt in innovative Leichtbaustrukturen sowie zugehörige Fertigungsprozesse ein und werden bis zur industriellen Anwendung und Serienreife geführt.
Anwendungsbreite und Netzwerke
Das ILK arbeitet system- und werkstoffneutral über alle relevanten Branchen hinweg, etwa in Luft- und Raumfahrt, Automobil- und Schienenfahrzeugbau, Maschinen- und Anlagenbau, Energie- und Speichertechnik sowie neuen Mobilitäts- und Infrastrukturanwendungen. Über 1.300 erfolgreich abgeschlossene Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 250 Mio. Euro seit Mitte der 1990er Jahre sowie ein dichtes Netzwerk mit europäischen Großunternehmen und regionalen KMU unterstreichen die hohe Praxisrelevanz der Forschung. Die internationale Sichtbarkeit des ILK basiert auf einer globalen wissenschaftlichen Vernetzung mit Partnern in Europa, Asien, Afrika, Nordamerika und Australien sowie auf der Verankerung der TU Dresden in internationalen Rankings im Bereich Materialwissenschaften und Leichtbau.