Institut arbeitet reichen Quellenfundus auf
Dresdens Musikschätze werden gehoben von Mitgliedern des
Instituts zur Erforschung und Erschließung Alter Musik in
Dresden (Musikschätze aus Dresden) e.V. Dieses
An-Institut der Technischen Universität Dresden hat es sich zur
Aufgabe gemacht, sich für das reiche sächsische Musikerbe
einzusetzen.
"Es geht vor allem um Werke aus der Zeit zwischen 1600 und
1800, also zwischen dem Frühbarock und der Frühromantik", sagt
Dr. Reiner Zimmermann, Editionsleiter und Vorsitzender des
Vereins.
Die Sächsische Landesbibliothek - Staats- und
Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) verfügt neben den
Bibliotheken in Berlin, München und Wien über eine der größten
und bedeutendsten Musiksammlungen im deutschsprachigen Raum.
Der Fundus enthält viele tausende Werke in handschriftlicher
und gedruckter Überlieferung. Teilweise sind die Werke durch
die SLUB digitalisiert.
Es gibt heute vielfältige Bemühungen, diese Kompositionen der
Öffentlichkeit bekannt zu machen. In diese Bemühungen will sich
das Institut zur Erforschung und Erschließung der Alten Musik
in Dresden e.V. einbringen. Dabei soll nicht nur das in
Bibliotheken und Archiven aufbewahrte Quellenmaterial
musikhistorisch erforscht und bewertet werden. Unterstützt
werden auch Aufführungen bedeutender Werke und ihre
Veröffentlichung in Editionen. "Wir stellen die ersten Bände
der Reihe >Denkmäler der Tonkunst in Dresden< unter
Beteiligung von externen Fachleuten nun zur Verfügung", sagt
Prof. Dr. Hans Günter Ottenberg, Lehrstuhl für
Musikwissenschaften an der TU Dresden, der das Vorhaben
konzipiert hatte und für die wissenschaftliche Begleitung des
An-Instituts seitens der Universität steht.
Die Reihe wird als Online-Ausgabe erscheinen und ist über
Qucosa, den Dokumentations- und Informationsserver der SLUB zum
kostenlosen Downloaden verfügbar, um sie einem möglichst großen
Interessentenkreis zugänglich zu machen.
Bei der öffentlichen Aufführung von diesen Werken denkt das
Institut unter anderem an Orte wie die Frauenkirche sowie
vornehmlich an das Dresdner Residenzschloss als einem
Uraufführungsort vieler jetzt veröffentlichter Kompositionen.
So werden die Musik und die Kunstschätze der Staatlichen
Kunstsammlungen Dresden zu einem weiteren authentischen
Anziehungspunkt für Dresden werden.
Gearbeitet wird auch am Aufbau einer Datenbank "Alte Musik in
Dresden". So will das Institut, welches eng mit dem Lehrstuhl
für Musikwissenschaft der TU Dresden zusammen arbeitet und
weiteren Partnern in Wissenschaft und Praxis kooperiert, seiner
Funktion als Forschungs-, Dokumentations- und
Informationszentrum für Alte Musik in Dresden gerecht
werden.
Das Institut dankt allen, die finanziellen und ideellen
Beistand geleistet haben. Einen besonderen Dank schulden wir
der RUDOLF-AUGUST OETKER STIFTUNG, die das Erscheinen der
ersten Ausgaben ermöglicht hat.
Zur Pressekonferenz waren anwesend:
Dr. Reiner Zimmermann, Vorsitzender des Instituts „Musikschätze
aus Dresden“,
Prof. Dr. Hans-Günter Ottenberg, Lehrstuhl Musikwissenschaft
der TU Dresden und Stellv. Vorsitzender des Instituts
„Musikschätze aus Dresden“,
Bernhard Hentrich, wiss. Mitarbeiter der HfM Carl Maria von
Weber Dresden, Cellist sowie Stellv. Vorsitzender des Instituts
„Musikschätze aus Dresden“,
Gaetano d’Espinosa, Dirigent, Italien/Dresden
Prof. Dr. Thomas Bürger, Generaldirektor der Sächsischen
Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
(SLUB).
Kontakt:
Institut zur Erforschung und Erschließung
der Alten Musik in Dresden
(Musikschätze aus Dresden) e.V.
01097 Dresden, Königstraße 11
info@musikschaetze-dresden.de
http://www.musikschaetze-dresden.de
Ansprechpartner: Margita Herz, mobil: 0173 9 320 310