Aktuelles
Boring see Civil Engineers
“In the Yellow pages of Britain, there is this listing: “Boring see Civil Engineers.” Though the searchers of these Yellow Pages may be looking for specialists to bore into earth or concrete for structural tests, many outside our profession find truth in this unintended humor.” So beginnt Travis Engen, damals Chef der ITT Industries, seinen Vortrag über Wahrnehmung, Perspektiven und Partnerschaften im Ingenieurwesen des 21. Jahrhunderts. Der Vortrag (hier nachzulesen) ist einer von vielen, die nun schon vor geraumer Zeit gehalten wurden, aber immer noch nichts von ihrer Aussagekraft verloren haben – auch wenn Jobs, Stellenbeschreibungen und die Welt sich in den vergangenen fast zehn Jahren entwickelt haben. (Fast) alle Beiträge des Millenium Kolloquiums am MIT im Jahr 2000 zum Thema Future of Civil and Environmental Engineering sind sauber dokumentiert und eine Lektüre wert (die Links zu den Videos laufen allerdings ins Leere…)
Zum Vergleich und Nachlesen: Das deutschsprachige Manifest über Verantwortlichkeit und Ansehen der Bauingenieure
Eisenbahn-Neubaustrecke Erfurt-Leipzig/Halle
Im Rahmen der Reihe “Seminar für Bauwesen” spricht am kommenden Donnerstag, 05.11.2009, Dr.-Ing. Marcus Schenkel (DB Projektbau GmbH, Leipzig) zu folgendem Vortrag: “Eisenbahn-Neubaustrecke Erfurt-Leipzig/Halle – Herausforderungen bei der Realisierung eines Großprojektes”. Die Veranstaltung findet wie gewohnt 18:30 Uhr im Beyer-Bau, George-Bähr-Str. 1, Hörsaal 118 statt.
Leitbild der TU Dresden
Das vom Senat beschlossene Leitbild der TU Dresden steht zum Nachlesen online. Prof. Hermann Kokenge, Rektor der TU Dresden: “Für jede Gemeinschaft ist es wichtig, sich der eigenen Identität und der angestrebten Ziele bewusst zu sein.” Das Leitbild spiegele einerseits das Selbstverständnis der TUD wider, zeichne andererseits aber auch den Weg vor, auf dem sich die TU Dresden als wissenschaftliche Einrichtung weiterentwickeln wolle.
Zeugnisse und Preise

Dipl.-Ings mit Dekan Prof. Schach (3. Reihe von unten links) und der Leiterin des Prüfungsamtes, Hannelore Scherze (unten links)
Mit dem Tag der Fakultät Bauingenieurwesen haben heute 59 Diplom-Ingenieurinnen und Diplom-Ingenieure ihr Studium erfolgreich abgeschlossen. Sie erhielten Ihre Zeugnisse aus den Händen des Studiendekans Prof. Bernd W. Zastrau, der Leiterin des Prüfungsamtes, Hannelore Scherze und dem jeweiligen Studienrichtungsleiter. Der Andrang zur Festveranstaltung im Hörsaal 118 war so groß, dass das Fakultätsrechenzentrum die Veranstaltjung live in den benachbarten Raum übertrug – wo man dann in aller Ruhe das Geschehen mit verfolgen konnte.
Der Dekan Prof. Schach ließ das vergangene Jahr Revue passieren und erinnerte an wichtige Ereignisse. Zahlreiche Preise, die im Laufe des Jahres überreicht worden waren, zeigten die Leistungsfähigkeit der Studentinnen und Studenten (nicht nur derer, die jetzt ihren Abschluss erreicht haben). Traditionell wurden aber auch während der Veranstaltung Preise überreicht.
Der Gottfried Brendel Preis wird seit 1997 von der Fakultät Bauingenieurwesen der TU Dresden und der Bilfinger Berger AG für besondere Leistungen im Fach Entwurf von Ingenieurbauwerken von Studierenden des 9. Semesters der Studienrichtung Bauingenieurwesen verliehen und ist in diesem Jahr mit 3.000 Euro dotiert. Es gab zwei erste Preise: Martin Scheller erhielt ihn für seine Arbeit “Tragwerksentwurf Greenpoint Stadium in Kapstadt” und Bernd Zwingmann für “Unkonventionelle Gestaltungsmöglichkeit mit Netzwerkbögen”.
Der EUROVIA-Straßenbau-Preis der EUROVIA Services GmbH wird jährlich verliehen. Preisträgerin 2009 ist Dipl.-Ing. Juliane Richter für ihre Diplomarbeit “Veränderung der Eigenschaften polymermodifizierter Bindemittel während der Nutzungsdauer”.
Der Preis der Franz und Alexandra Kirchhoff-Stiftung wird für die beste Arbeit aus den Gebieten Straßenbau, Geotechnik und Baubetrieb vergeben. Preisträgerin 2009 ist Dr.-Ing. Christiane Weise für ihre Dissertation “Beschreibung des Ermüdungsverhaltens von Asphaltgemischen unter Verwendung von ein- und mehraxialen Zugschwellversuchen”.
Den Günther-Grüning-Preis, gestiftet von der Landesvereinigung der Prüfingenieure für Bautechnik in Sachsen, der jährlich für hervorragende Große Belege (des 9. Semesters) oder Diplomarbeiten vergeben wird, erhielt Dipl.-Ing. Ronny Behnke für seine Diplomarbeit “Dynamische Analyse von Fundamenten bei geschichtetem Baugrund”.
In seinem Festvortrag “Wie das Holz Geschichten schreibt” erzählte Prof. Peer Haller vier Geschichten, in denen das Holz eine Rolle spielt – Geschichten, die zum Nachdenken anregten, aber auch Lacher hervorrief. Viel Beifall!
Advanced concrete materials

Tor-Arne Hammer
Im Rahmen der Vortragsreihe des SFB 528 spricht am 22. Oktober Dr. Tor-Arne Hammer von SINTEF, Norwegen, zum Thema “Advanced concrete materials for structural applications – Norwegian experience”. Der Vortrag findet im Potthoffbau, Hörsaal 161 statt und beginnt um 14:50 Uhr. Hier der Abstract des Autoren:
Concretes with high strength and/or low weight have been in focus for more than two decades, driven by the need for longer bridges, taller buildings and more slender structures. This has resulted in improved standards and codes allowing utilization of concrete with compressive strength of more than 100 MPa as well as densities down to 1200 kg/m3, for structural applications. However, the experience show that these concretes may have reduced execution properties, and together with relatively high material cost this has limited the use of these concretes. It can be interpreted from the ongoing ECO-serve thematic EU network, with main objective to identify the needs of the European Construction Industry, that future needs will be driven more by environmental issues. The term advanced concrete materials may be related to environmental issues.
Based on this fundament a Norwegian consortium prepared a proposal for a Centre for Research based Innovation (CRI), and was granted with governmental money (through the Research Council of Norway) as well as industrial support for 8 years, as one of presently 14 Centers, in competition with proposals from most other business sectors. In fact, concrete was the only materials proposal granted. The main objective for CRIs is to enhance the capability of the business sector to innovate by focusing on long-term research based on forging close alliances between research-intensive enterprises and prominent research groups.
The Centre is called COIN – Concrete Innovation Center. The vision is creation of more attractive concrete buildings and constructions. Attractiveness implies aesthetics, functionality, sustainability, energy efficiency, indoor climate, industrialized construction, improved work environment, and cost efficiency during the whole service life. The primary goal is to fulfill this vision by bringing the development a major leap forward by more fundamental understanding of the mechanisms in order to develop advanced materials, efficient construction techniques and new design concepts combined with more environmentally friendly material production.
Ulrich Müthers Schalenbauten
Ulrich Müthers Schalenbauten sind immer wieder ein Hingucker. Auf Spiegel Online gibt es anlässlich der Veröffentlichung eines Buchs über Müthers Schalenbauten nun einen kleinen Film – sehenswert. Dazu schreibt die Redaktion: “Ein Ufo als Strandwache, als Bushaltestelle ein Taucherhelm und der Strandkiosk in Pilzform – Rügen war das Testlabor von Ulrich Müther. Der Schalenbaumeister der DDR hat in seiner Heimat zahlreiche Bauten realisiert, die nach der Wende in Vergessenheit geraten waren und heute wiederentdeckt werden. Die Züricher Architekten Lämmler und Wagner haben sich an der Ostsee auf die Spurensuche gemacht und mit ihrem Buch “Müthers Schalenbauten in Mecklenburg-Vorpommern” eine vollständige Bestandsaufnahme.”
Im Mai 2003 hatte die Fakultät Bauingenieurwesen eine Werkausstellung “Kühne Solitäre” mit Müthers Schalenbauten gezeigt – Fotos und Modelle. Das Foto von Ulrich Müther entstand bei seinem Festvortrag “Betonschalen – von Dresden in die Welt”. Müther hatte an der TU Dresden Bauingenieurwesen studiert.
Tag der Fakultät 2009
Der diesjährige “Tag der Fakultät Bauingenieurwesen” findet am 23. Oktober von 14-18 Uhr statt. Ort ist der Hörsaal 118 im Beyer-Bau. Und das ist das Programm der Festveranstaltung:
Musik
Alexander Bersutsky, Violine
Begrüßung durch den Dekan
Prof. Dr.-Ing. Rainer Schach
Festvortrag “Wie das Holz Geschichten schreibt”
Prof. Dr.-Ing. Peer Haller, TU Dresden
Auszeichnung besonderer Leistungen
Prof. Dr.-Ing. Rainer Schach
Zeugnisausgabe
Prof. Dr.-Ing. habil. Bernd W. Zastrau, Studiendekan
Dankesworte
Dipl.-Ing. Frank Beyer, Absolvent
Musik
Alexander Bersutsky, Violine
Sektempfang
Die Zukunft macht Halt in Dresden
Zwölf Packwagen der Bahn haben sich in fünf Monaten zu sehr abgefahrenen Zukunftsräumen gewandelt: Als “Expedition Zukunft” tourt der “Science Express” durch die Lande (wir berichteten). Der Zug ist 333 Meter lang (inklusive zwei Lokomotiven) und lädt Neugierige auf eine ganz eigene Forschungsexpedition ein: Wissenschaft kennen zu lernen – und zu erahnen, was sich abspielt in unseren Universitäten und den anderen Forschungseinrichtungen, die die Forschungslandschaft Deutschland ausmachen. Seit heute hält der Zug auf dem Gleis 14 im Dresdner Hauptbahnhof – bis Samstag noch kann man tagsüber durchschlendern und wird garantiert schlauer herauskommen als man reingegangen ist.
Zur Begrüßung des Science Express war hochkarätige Prominenz auf den Bahnsteig gekommen: Es sprachen Dirk Hilbert (Erster Bürgermeister Landeshauptstadt Dresden, Beigeordneter für Wirtschaft), Prof. Roland Wöller (Kultusminister Sachsen), Dr. Dietrich Nelle (Leiter der Projektgruppe Wissenschaftsjahr 2009, Bundesministerium für Bildung und Forschung), Prof. Dr. Dr. Bernhard Müller (Wissenschaftlicher Vizepräsident der Leibnitz Gemeinschaft, Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung, Dresden), Prof. Hermann Kokenge (Rektor der TU Dresden), Prof. Wieland B. Huttner (Max-PIanck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik) und Bernd Haberkorn (Leiter Siemens Niederlassung Dresden). Ob’s am Bahnsteig oder am zukunftsweisenden Zug nebenan lag: trotz der vielen Redner war es kurzweilig! Schönstes Zitat: Die Expedition, die Christoph Kolumbus statt nach Indien nach Amerika brachte, sei nach heutigen Kritierien als misslungen zu betrachten – weswegen heutzutage in so einem Fall die Forschungsgelder zurückgezahlt werden müssten. Augenzwinkernd vorgetragen war klar: Forschung ist ergebnisoffen – muss es sein, denn Forschung kennt zwar ein Ziel, kann aber auch auf dem Weg der Neugierde ganz woanders hinkommen.
Dass in Dresden dieser Weg der Erkenntnis mit Freuden und nicht erst in jüngster Zeit beschritten wird, konnte man den Grußworten von Rekor Prof. Kokenge entnehmen: “Biologische Vielfalt”, über die man in dieser Woche so viel in Dresden hören kann, sei hier nämlich ein schon lange gepflegtes Thema: “Der Forstbotanische Garten Tharandt kann auf eine knapp 200-jährige Geschichte zurückblicken, er ist der älteste der Welt und beherbergt auf 33 Hektar fast 2000 Arten. Der Botanische Garten, nahe des Dresdner Stadtzentrums, in dem rund 10.000 Pflanzenarten kultiviert werden, existiert seit 1820″ sagte Prof. Kokenge. Neben der Tradition ist aber auch die aktuelle Forschung wichtig – und nicht ganz ohne Stolz konnte der Rektor darauf hinweisen, dass drei Exponate der TU Dresden im Science Express mitreisen: Zum einen stellen Chemiker der TU Dresden ein Forschungsprojekt vor, das sich mit chemischen Substanzen beschäftigt, deren Oberflächen so beschaffen sind, dass ein halbes Fußballfeld in ein Stück Würfelzucker passen würde. In einem zweiten Exponat präsentiert eine Arbeitsgruppe des CRTD, dem DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden, ihre Forschungen zum Beitrag von Stammzellen und neuen Nervenzellen zur Hirngesundheit im Alter. Und nicht zuletzt ist im Wagen 10 des Zuges ein innovativer Baustoff vorgestellt, der an der TU Dresden im Sonderforschungsbereich 528 erforscht wird. “Textilbeton erobert als leichter und flexibler Baustoff neue Einsatzfelder bei Neubauten wie auch bei der Sanierung und ermöglicht ein nachhaltiges und ressourcenschonendes Bauen!” betonte der Rektor.
Textilbeton im Deutschen Ingenieurblatt
“Eine äußerst sinnvolle Ergänzung” ist der Aufmacher-Beitrag im neuen Deutschen Ingenieurblatt betitelt. Dipl-Ing. Silvion Weiland vom Deutschen Zentrum Textilbeton und Prof. Manfred Curbach vom Institut für Massivbau zeigen auf sieben Seiten auf: “Für das Bauen im Bestand wird textilbewehrter Beton immer bedeutungsvoller”. Um Geschmack auf den Beitrag zu machen, den Newsletter-LeserInnen des Deutschen Ingenieurblatts auch als PDF komplett lesen können, hier die Einleitung:
Ersetzt man im Beton den Stahl durch Hochleistungsfasergarne, entsteht textilbewehrter Beton, der neue Verbundwerkstoff, der mittlerweile als äußerst sinnvolle Ergänzung herkömmlicher Baustoffe gilt. Im folgenden Beitrag wird sein Potenzial als Verstärkungssystem für Stahlbetontragwerke herausgearbeitet, das insbesondere beim Bauen im Bestand und bei der Umnutzung bestehender Bauten eine immer wichtigere Rolle spielt.
Textilbeton bietet die Möglichkeit, sehr dünnwandige Bauteile zu planen, die in Kombination mit der sehr guten Formbarkeit textiler Bewehrungen eine völlig neue Anwendung des Baustoffes Beton darstellen und die Planungsfreiheit von Architekten und Ingenieuren enorm erweitern. Außerdem können sie mit dünnen Schichten aus textilbewehrtem Beton die Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit von Stahlbetonbauteilen deutlich erhöhen.
Nicht top, aber Spitze!
Die 90er Jahre waren insbesondere durch den Neuaufbau des ostdeutschen Forschungssystems geprägt. Die Etablierungsprozesse dort angesiedelter Hochschulen halten bis heute an – besonders beeindruckend ist dies etwa am Beispiel der TU Dresden, die im ersten Förder-Ranking, das die Jahre 1991 bis 1995 in den Blick nahm, bezogen auf ihr DFG-Bewilligungsvolumen noch auf Platz 35 angesiedelt war und sich seither kontinuierlich auf Rang 18 verbessert hat.
Statement des Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft Professor Dr.-Ing. Matthias Kleiner anlässlich der Vorstellung des “Förder-Ranking 2009” der DFG am 10. September 2009 in Berlin
Kurzbericht zum Vortrag "IR-Thermographie zur Hohlstellendetektion an Wandoberflächen" vom 07.05.2009 aus der Reihe "Seminar für Bauwesen"

Dr. rer. nat. Christoph Franzen
Zerstörungsfreie Prüfverfahren gewinnen einen zunehmenden Einfluss bei Untersuchungen im Bestand. Eines davon ist die aktive Infrarot-Thermografie zur Hohlstellendetektion an Wandoberflächen. Diese Methode wird als moderne und praktische Untersuchungstechnik im Bauwesen und speziell in der Denkmalpflege eingesetzt.
Herr Dr. rer. nat. Christoph Franzen vom Institut für Diagnostik und Konservierung an Denkmalen in Sachsen und Sachen-Anhalt e.V., Dresden (kurz IDK) erläuterte in seinem Vortrag das Prinzip der Infrarot-Thermographie und diskutierte verschiedene Lösungsansätze. Eine der Möglichkeiten dabei ist die aktive IR-Thermographie. Sie beruht auf einer von außen stimulierten thermischen Aktivierung von Bauteilen im Untersuchungsobjekt und einer anschließenden Detektion der emittierten Wärmestrahlung. Infolge Ungleichheit beim Erwärmen bzw. Abkühlen der einzelnen Bestandteile der zu betrachtenden Objektoberfläche entstehen die Temperaturdifferenzen, die im Wärmebild als Strukturen sichtbar gemacht werden.
Herr Dr. Franzen demonstrierte eindrucksvoll die Vorteile dieses Verfahrens bei der Untersuchung oberflächennaher Bereiche historischer, zumeist sakraler Objekte anhand einer Vielzahl ausgewählter Beispiele, die er auch optisch beeindruckend präsentierte. An den Vortrag schloss sich eine rege Diskussion zu den potentiellen Möglichkeiten der vorgestellten Methode an.
"Klein" anfangen und "größer" werden

Teilnehmer der RILEM Tagung
dies beherzigen sowohl die sogenannten SAP (SuperAbsorbierenden Polymere) als auch das RILEM-Technical Committee on "Application of Super Absorbent Polymers in Concrete Construction".
Erstere sind kleine runde oder eckige Polymerpartikelchen, die zumeist im trockenen Zustand dem frischen Beton zugegeben werden, sich dort mit Wasser vollsaugen und demzufolge ihr Volumen vergrößern. Das gespeicherte Wasser wird zu einem späteren Zeitpunkt wieder an den Beton abgegeben. Diese Wasseraufnahme und -abgabe zeigt für den Beton im frischen als auch festen Zustand allerlei Folgen: So werden z.B. die Frischbetonkonsistenz, das Erstarren, das Schwindverhalten, die Festigkeitsentwicklung als auch die Transport- und Dauerhaftigkeitseigenschaften des Betons beeinflusst. In welchem Umfang diese Einflüsse stattfinden, welche SAP-Materialien zu welchen Ergebnissen bei Anwendung verschiedener Mess- und Prüfverfahren führen, ist Forschungs- und Diskussionsgegenstand des international besetzten Technical Committee des RILEM, das am 23.03.2009 am Institut für Baustoffe zu Gast war und im Bey 67 tagte. Ziel des Committees ist es, einen Sachstandsbericht über das derzeitig weltweit verfügbare Wissen zu SAP im Betonbau zu verfassen. (Und größer geworden ist auch das Committee durch die Aufnahme von 2 neuen Mitgliedern.)
Für weitere Information zum Technical Committee siehe:http://www.rilem.net/tcDetails.php°tc=SAP
Über "Innovative Mess- und Regelkonzepte zur Lösung bauphysikalischer und materialtechnologischer Probleme in Denkmalbauten" …
…berichtete am 05.02.2009 Prof. Dr.-Ing. Harald Garrecht in der Reihe "Seminar für Bauwesen".

Prof. Dr.-Ing Harald Garrecht
Er leitet das Fachgebiet der Werkstoffe des Bauwesens am Institut für Massivbau der TU Darmstadt und beschäftigt sich unter anderem mit Klimaproblemen in historischen Bauwerken. Dabei vereint Prof. Garrecht in seiner Forschung in beispielloser Art und Weise die Wissenschaftsgebiete der Mess- und Regeltechnik, Baustoffe sowie der Bauphysik.
An drei Beispielen zeigte er in seinem Vortrag die Notwendigkeit der Simulation von Bauteil- und Bauwerksverhalten, Bauwerksmonitoring und intelligenter Regelung zur Raumluftoptimierung auf dem Weg zur Sicherstellung der Klimastabilität in Denkmälern. In baustofflicher Hinsicht erläuterte er die hygrothermische Beanspruchung historischer Putze und deren Überwachungsmöglichkeiten. Bevor jedoch die Arbeiten am Denkmal beginnen können, steht am Anfang eine Machbarkeitsstudie über das Nutzungskonzept, welches wiederum direkt mit der bauphysikalischen Herausforderung gekoppelt ist.
Somit schließt sich der Kreis, denn Bauphysik, Baustoffe und Mess- und Regeltechnik gehören im Denkmalerhalt notwendigerweise unter (s)einen Hut.
Promotion von Herrn Marko Butler

Herr Butler bei seinen Ausführungen

Prof. Mechtcherine überreicht Dr. Butler die Urkundenmappe aus Textilbeton

Professoren der Promotionskommission von links: Kaliske, Schiekel, Butler, Mechtcherine, Curbach, Wellner, Reinhardt
Seit dem 19.01.2009, dem Tag der Dissertationsverteidigung von Herrn Marko Butler, darf sich das Institut für Baustoffe über den frischgebackenen Doktor-Ingenieur freuen. Die Doktorarbeit entstand auf der Basis der Untersuchungen an textilbewehrtem Beton im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Sonderforschungs-bereiches SFB 528 "Textile Bewehrung zur bautechnischen Verstärkung und Instandsetzung".
In seinem Vortrag "Zur Dauerhaftigkeit von Verbundwerkstoffen aus zementgebundenen Matrices und alkaliresistenten Glasfaser-Multifilamentgarnen" bewies Herr Butler seine hervorragende wissenschaftliche Qualifikation und sein Talent, auch ein solch durchaus spezielles Thema dem kritischen Publikum als auch fachfremden Personen nahezubringen. Es machte Freude, dem klar strukturierten, kurzweiligen Vortrag zuzuhören.
Nach der Verkündung des positiven Beschlusses der Promotionskommission durch ihren Vorsitzenden Prof. Wellner, überreichte der Doktorvater Prof. Mechtcherine Herrn Butler eine Urkundenmappe aus textilbewehrtem Beton, also dem Hochleistungsverbundwerkstoff, dessen Dauerhaftigkeit Herr Butler in seiner Doktorarbeit erforscht hat. Die Mappe beinhaltete eine inoffizielle Auflage, die Herrn Butler dazu ermutigte, " … für diejenige, die keinen Reim auf Ihre Dissertation machen konnten, ein kurzes Gedicht zu schreiben, welches die Zielsetzung und Methodik, die wichtigsten Ergebnisse und Schlussfolgerungen sowie den Ausblick adäquat widerspiegeln soll …". Auch diese durchaus schwierige Aufgabe hat Herr Doktor Butler mit Bravour bewältigt. Das entstandene Poesiestück wird nun zwecks Förderung des Technologietransfers veröffentlicht.

Poesiestück
Am 08.01.2009: Zum "Pampers"-Schnuppern an die Uni…
…und man sollte es kaum für möglich halten, selbst die Baustoffexperten sehnen sich nach einem Beton, der mit dem sogenannten Pamperseffekt ausgestattet ist.
Wozu das Ganze gut sein soll, das erklärte Prof. Mechtcherine den „Studenten von morgen“ auf sehr anschauliche und analogiereiche Art und Weise.
Schon von Beginn an setzte er auf Metaphern. So stellte er einen Bezug her zwischen dem was uns lieb und teuer ist, unseren Sprösslingen, und dem „Baby“ des Baustoffler`s, dem Beton.
Von den menschlichen Eigenschaften, die im Genom verschlüsselt und sich aus dem elterlichen Erbgut (das ja gut und weniger vorteilhaft sein kann) zusammensetzen, leitete er über zu den Bauwerken, deren Leistungsfähigkeit nicht zuletzt durch die Baustoffe und deren Zusammensetzung bestimmt werden.

Prof. Mechtcherine mit zwei mutigen Testern
Während jedoch gezielte Veränderungen des Genoms, um Menschen nach Maß zu fertigen, ethisch nicht vertretbar sind, bedürfen die Sicherheitsanforderungen für die zunehmend anspruchsvollen Bauwerkskonstruktionen einer Weiterentwicklung der Baustoffe ohne jene moralischen Schranken.
In Puncto Vergangenheit bis Zukunftsperspektiven von Normalbeton, Selbstverdichtenden Beton und Hochleistungsbeton wurde ausführlich Auskunft gegeben.
Für großes Staunen und Wetten um die maximale Traglast eines dünnen Balkens aus Normalbeton versus eines gleichgroßen textilbewehrten Balkens sorgte „last, but not least“ ein 3-Punkt-Biegezug-Versuch.
Zurück zum Anfang, aufklärend soll gesagt werden: Das Granulat der Wegwerfhöschen hat dank seines superabsorbierenden Effektes auch einen Platz in der Baustoffforschung gefunden. Dieser Effekt soll beim Beton zur inneren Nachbehandlung und damit zur Vermeidung autogenen Schwindens genutzt werden. Fazit: Keiner der Anwesenden wurde tatsächlich genötigt Pampers zu schnuppern.
Warum in Neuseeland...
...selbstverdichtende Betone nicht einfach aus der Schalung fließen, obwohl dort bekanntlich alles "kopfüber" steht, und vieles andere mehr, erklärte in einem interessanten und kurzweiligen Vortrag am 16. Dezember Herr Michael Khrapko am Institut für Baustoffe. Michael Khrapko ist Inhaber der CBE Consultancy Ltd. New Zealand (Beratungsunternehmen Neuseeland) und damit DER Kompetenz- und Innovationsträger für neue Betone im dünnbesiedelten Down-Under und derzeit auf einer Konferenz- und Vortragsreise in Europa unterwegs.

Michael Khrapko (Neuseeland)
Eines der Arbeitsgebiete seiner Firma ist es, die offensichtlichen Vorteile von Betonen mit verbesserten Fließeigenschaften und daraus resultierende, vereinfachte Bauverfahren in jenem Teil der Weltkugel zu kommunizieren und bei der Umsetzung in Bauvorhaben zu helfen. Da der dortige Betonbausektor aber (ähnlich wie der hiesige!) zum einen durch ausgeprägten Konservativismus gekennzeichnet ist und zum anderen die Zusammenarbeit zwischen Bauplanern, Betonherstellern und Baufirmen hinsichtlich der Optimierung der Baustoffeigenschaften und Bauverfahren nur in Ansätzen funktioniert, lassen sich diese neuen Techniken nur schwer in der Praxis einführen. Die Baubehörden stehen dagegen derartigen Innovationen sehr aufgeschlossen gegenüber.
Doch langsam kommt Bewegung in den Markt, so dass Herr Khrapko in seinem Vortrag mehrere Bauprojekte vorstellen konnte, die durch seine Firma betreut wurden und für die er die Betonentwicklung übernommen hatte.
Nun die Antwort auf die eingangs formulierte Frage: Es ist ganz einfach; die Neuseelands Bewohner drehen die Weltkarte einfach um 180° und stellen sie "auf den Kopf". Damit ändert sich das Bezugssystem und die auf der Nordhalbkugel geltenden Gesetze der Physik können einfach auch auf den südlich des Äquators liegenden Teil der Welt übertragen werden. Der Beton bleibt in der Form, das Brathuhn auf dem Teller und das Bier im Glas. So einfach können Probleme gelöst werden.

Faserbewehrter Beton: Von der Universitätsforschung zu großformatigen tragenden Bauteilen

Professor Gustavo J. Parra – Montesinos von der „University of Michigan” (USA)
Professor Gustavo J. Parra – Montesinos von der „University of Michigan” (USA) hat sich auf den Weg nach Dresden gemacht, um über seine laufenden Untersuchungen und bereits gewonnenen Forschungsergebnisse von großformatigen Bauteil-Anwendungen zu berichten. Schwerpunkt seiner Darstellung war die Simulation von Erdbeben durch zyklische Beanspruchung an realgroßen Balken, Balken-Decken- und Decken-Stützen-Verbindungen aus verschieden bewehrten Betonen, u.a. mit Stahlfasereinlagen.
Zu Beginn ging er auf die grundlegenden Unterschiede zwischen dehnungsverfestigendem und –entfestigendem Beton (SHCC und SSCC) ein. Außerdem zeigte er, dass sich mit faserverstärkten Hochleistungsbeton (High-Performance Fiber Reinforced Concrete, kurz: HPFRC) große Zug- und Druckbeanspruchungen bei kontrollierter Rissausbreitung realisieren lassen. Die daraus resultierende Vereinfachung der Bewehrungssituation wird vor allem im Bereich der Schub- und Durchstanzbewehrung deutlich. Kurz diskutierte er die Anwendung von hochduktilem Beton nach ACI Building Code.
Für Studenten und Mitarbeiter war der sehr gut besuchte Vortrag zur Erweiterung des Wissenstandes, der Einblick in die internationale Forschungstätigkeit und nicht zu vergessen zum Auffrischen des „listening comprehensive” überaus lohnenswert.
Berufschüler lernen Textilbewehrten Beton kennen.
Interessierte Schüler mit fleißigen Händen bei der Betonage des Stuhls
Am Nachmittag verlassen sechs Schüler des Beruflichen Schulzentrums für Technik Pirna, sichtbar vom Umgang mit Beton gezeichnet, die Versuchshalle des Instituts für Baustoffe in der Semperstrasse: Während eines dreitägigen Praktikums an der TU Dresden haben sie erste Erfahrungen im Umgang mit textilbewehrtem Beton gesammelt.
Am Institut für Textil- und Bekleidungstechnik lernten sie die Herstellungstechniken kennen, mit denen aus einzelnen Garnen textile Gelege für den Einsatz im Beton entstehen. Die gefertigte Bewehrung wollten die Schüler zur Herstellung von Betonmöbeln einsetzen.
Doch vor Beginn der handwerklichen Arbeit am Institut für Baustoffe wurden in einem kurzen Vortrag die stoffliche Zusammensetzung der Feinbetone, die mechanischen Eigenschaften des Verbundwerkstoffes sowie mögliche Anwendungsgebiete und Herstellungstechniken für Bauteile aus textilbewehrtem Beton vorgestellt.
Grundlegende Erfahrungen im Umgang mit dem Material wurden anschließend beim Mischen und Modifizieren von Feinbeton und beim Herstellen von einfachen, ebenen Bauteilen gesammelt.
Seinen Abschluss fand das Lernen an der TU mit der Herstellung eines freischwingenden Lehnstuhles und eines Tisches aus textilbewehrtem Beton. Beide Fabrikate werden künftig im Beruflichen Schulzentrum Pirna stumme Zeugnisse der Leistungsfähigkeit textilbewehrter Betone sein. Wenn dazu noch der eine oder andere Teilnehmer Ideen und Anregungen für die Zukunft mitnimmt, so waren die Schnuppertage an der TU-Dresden erfolgreich!
Fortbildungskurs für die Produktion von hochfestem und ultra-hochfestem Beton

Versuche im Baustofflabor im Kurs für die Betontechnologen aus Russland
Einen Fortbildungskurs für russische Betontechnologen zur Produktion von hochfestem und ultra-hochfestem Beton veranstaltete jetzt das Institut für Baustoffe der TU Dresden gemeinsam mit der Zeitschrift Concrete Plant International (CPI) worldwide .
Hochfester Beton erfährt derzeit überall auf der Welt immer stärkere Beachtung bei der Bauindustrie, da sich mit diesem Baustoff viele neue Perspektiven eröffnen. Nachdem Prof. Mechtcherine, Direktor des Instituts für Baustoffe an der TU Dresden, bei der ICCX St. Petersburg 2007 einen Vortrag über die Produktion und die Anwendungspotenziale von dieser Betonart gehalten hatte, war das Interesse vieler russischer Teilnehmer an dem neuen Baustoff so groß, dass der Bedarf an vertiefenden Informationen bestand. Das Institut für Baustoffe hat daher gemeinsam mit CPI worldwide an der Technischen Universität Dresden am 14. und 15. Januar 2008 eine Fortbildungsveranstaltung organisiert, die es den russischen Teilnehmern ermöglicht, die neue Technologie auch in Russland zu verwirklichen. Dieser Kurs knüpft an eine erfolgreiche Serie von Weiterbildungsveranstaltungen für die russische Baufachleute zum Thema "Selbstverdichtender Beton" an.
Während des zweitägigen Kurses, der komplett in russischer Sprache abgehalten wurde, sind die Teilnehmer vormittags theoretisch und nachmittags praktisch geschult worden. Die Teilnehmerzahl war dabei auf 18 Teilnehmer beschränkt, so dass eine sehr kompakte, intensive Lehrveranstaltung ermöglicht wurde. Vertreten waren Betontechnologen und Experten hauptsächlich aus den Regionen Moskau, St. Petersburg und Ural. Im praktischen Teil des Kurses wurde zunächst auf die Charakterisierung und Auswahl der Ausgangsstoffe eingegangen. Hierbei wurden unterschiedliche moderne Analyseverfahren herangezogen. In einem weiteren Schrift befassten sich die Teilnehmer mit der Entwicklung der Bindemittelleime und Mörtel für hochfeste Betone. Neben den empirischen Untersuchungen zur Verarbeitbarkeit von frisch hergestellten Mischungen erfolgte Erfassung des rheologischen Verhaltens des Mörtels unter Verwendung eines hochauflösenden Rheometers.
Aus dem analytischen Labor ging es dann ins Betonlabor, wo die Kursteilnehmer mehrere Rezepturen zur Herstellung von hochfestem Beton erprobten, einschließlich die Herstellung und Prüfung von einem ultrahochfesten Beton mit einer mittleren Druckfestigkeit von 170 MPa. Eine wichtige Fragestellung bei der Anpassung der Betonrezepturen spielen die Modalitäten der Verwendung von leistungsfähigen Fließmitteln auf der Polycarboxylat-Basis und der Mischtechnik. Diese Aspekte wurden besonderes intensiv behandelt.
An den Abenden wurden Vorträge von den Firmen LANXESS Deutschland GmbH (Farbpigmente) und OMYA (Kalksteinmehle) gehalten. Nach der Veranstaltung an der TU Dresden reisten die Teilnehmer auf die Einladung der Fa. Sika und der Zeitschrift CPI weiter nach Gera zu einem Fertigteilwerk der Fa. Max Bögl, zu chemischem und Betonlabor der Fa. Sika in Leimen sowie zu einer Tunnelbaustelle in Mainz.
Weitere Schulungskurse an der TU Dresden für russische Fachleute sind in Vorbereitung.
Zum Beispiel die Flugasche
Spiegel online berichtet über die Betonkanu-Regatta: “Zum Beispiel die “Flugasche”, dessen Schiffsrumpf sich bei hohem Tempo aus dem Wasser hebt. Bernd Zwingmann und Andreas Vogel, beide 24, von der TU Dresden haben es zusammen mit 28 Kommilitonen gebaut. “Wir haben im letzten Oktober angefangen zu planen”, erzählen die Studenten. Gleich fünf Wasserfahrzeuge haben die Dresdner für den Wettbewerb gebastelt, den die Zement- und Betonindustrie alle zwei Jahre veranstaltet, um Kontakt zu angehenden Bauingenieuren zu bekommen. “Die ‘Flugasche’ ist unser Knüller”, sagt Bernd. Das Team hat die Kraft berechnet, die das Boot aus dem Wasser treibt und dafür sorgt, dass es auf den beiden Tragflügeln durchs Wasser gleitet. Außerdem haben die Studenten lange über die Konstruktion nachgedacht. Sehr leicht sollte das Boot sein und besteht daher aus feinkörnigem Beton, Bauschaum und Glasfasern. Die Wände sind nur drei Millimeter dick - und trotzdem wasserdicht.”
Was Wanddicke und Wasserdichtheit miteinander zu tun haben, bleibt freilich das Geheimnis der SpO-Redakteurin… Was sie beim Schreiben allerdings noch nicht wissen konnten und auch wir erst jetzt erfahren: Die Flugasche war eher durch einen dummen Zufall ohne Preis geblieben. Die Jury hatte, so hört man, schlicht und ergreifend nicht gesehen, wie elegant das Boot aus dem Wasser kam und drüber hinwegglitt. Es gab daher nun eine nachträgliche Einladung, im Showprogramm der echten Kanuweltmeisterschaft vom 8.-12. August in Duisburg dabei zu sein - eine Ehre, die ansonsten nur den Siegern zuteil geworden ist…
http://www.tu-dresden.de/biw/baublog/°p=134
Dresdner erfolgreich bei Betonboot-Regatta
Sie haben gut Lachen: Einmal das leichteste Boot gestellt, einmal den 2. Preis in der Kategorie “Konstruktion” eingeheimst, einmal sogar im sportlichen Teil bis ins Halbfinale vorgedrungen. Nur mit der Flugasche hat’s nicht so geklappt, wie man es sich gewünscht und das Publikum der diesjährigen Regatta auf dem Maschsee in Hannover es wohl auch gewollt hätte - kein Preis. Aber dafür: Jede Menge Spaß!
Das Dresdner Team ist zurück, das gelenkige und slalomfreudige Boot “Orthopedo” im Beyer-Bau, der Heimat der Dresdner Bauingenieure, ausgestellt. Und in zwei Jahren gibt’s wahrscheinlich wieder eine Regatta - Ideen sind schon jetzt willkommen!
Im Internet gefunden:
Die Betonbootseite der TU
Die offizielle Betonkanu-Regatta-Seite
Spiegel-Online
Ein Fernsehbeitrag von SAT1
Ein Fernsehbeitrag von Galiloeo / Pro7 soll auch noch ausgestrahlt werden.
Ergebnisse aktueller Forschung mit Spaß umsetzen
Die Flugasche lahmt ein wenig - das ist die Überraschung. Dafür ist der Schwarze Kater verdammt leicht und echt schnell. Und der Orthopedo (eine Wort-Mischung aus Orthopädie, welche sich mit den Gelenken im menschlichen Körper beschäftigt, und Torpedo, was die Wendigkeit und pfeilschnelle Bewegung im Wasser ausdrückt), der Orthopedo also knickt bei Bedarf in der Mitte ein und ist ein echter Kurvenbringer.
Hinter den drei Namen verbergen sich drei Boote - drei von fünfen, die an der 11. Deutschen Betonkanu-Regatta teilnehmen, die an diesem Wochenende (15./16. Juni) auf dem Maschsee in Hannover ausgetragen wird. Die Bootsbauer(innen) sind Studierende des Bauingenieurwesens der TU Dresden, die in den vergangenen Jahren mit ihren Kreationen auf den Vorläufer-Regatten stets für Furore sorgten und Preise in den Kategorien “Offene Klasse”, “Konstruktion” oder “Leichtestes Kanu” einheimsten. Lediglich in der Sparte “Sportlicher Wettkampf” sah man sie noch nie ganz oben auf dem Siegerpodest…
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http://www.tu-dresden.de/biw/baublog/°p=130
Fortbildungskurs für die Produktion von selbstverdichtendem Beton
Vom 14.-16. Mai 2007 veranstaltete das Institut für Baustoffe der TU Dresden gemeinsam mit der Zeitschrift Concrete Plant Internatinal (CPI) worldwide den zweiten Fortbildungskurs für russische Betontechnologen zur Produktion von selbstverdichtendem Beton.
Selbstverdichtender Beton erfährt derzeit in Westeuropa starke Beachtung bei der Bauindustrie, da sich mit diesem Baustoff viele neue Perspektiven eröffnen. Nachdem Prof. Mechtcherine, Direktor des Instituts für Baustoffe an der TU Dresden, bei der ICCX St. Petersburg 2006 einen Vortrag über die Produktion und die Anwendungspotenziale von selbstverdichtendem Beton gehalten hatte, war das Interesse vieler russischer Teilnehmer an dem neuen Baustoff so groß, dass der Bedarf an vertiefenden Informationen bestand. Das Institut für Baustoffe hat daher gemeinsam mit CPI worldwide an der Technischen Universität Dresden im Dezember 2006 zum ersten Mal eine Fortbildungsveranstaltung organisiert, die es den russischen Teilnehmern ermöglicht, die neue Technologie auch in Russland zu verwirklichen. Aufgrund der sehr guten Resonanz wurde im Mai das zweite Seminar zu diesem Thema durchgeführt.
Während des dreitägigen Kurses, der komplett in russischer Sprache abgehalten wurde, sind die Teilnehmer vormittags theoretisch und nachmittags praktisch geschult worden. Die Teilnehmerzahl war dabei auf 16 Teilnehmer beschr°nkt, so dass eine sehr kompakte, intensive Lehrveranstaltung ermöglicht wurde. Vertreten waren Betontechnologen und Experten aus den Regionen Moskau und St. Petersburg, Ural, Tatarstan, aber auch aus Weißrussland und aus der Ukraine.
Im praktischen Teil des Kurses wurde der Einfluss verschiedener Zemente, Zusatzstoffe, Gesteinskörnungen und Zusatzmittel auf den Betonentwurf untersucht. Die Teilnehmer erstellten dabei selber Tabellen und Diagramme zur Beurteilung der verschiedenen Rezepturen, und sie wurden somit in die Lage versetzt, auch im eigenen Werk geeignete Betonrezepturen für selbstverdichtende Betone zu entwickeln.
An den Abenden der Maiveranstaltung wurden Vorträge von den Firmen BASF zu Zusatzmitteln und Elba zur Mischtechnik gehalten. Abgerundet wurde das theoretische und praktische Programm durch den Besuch bei zwei Fertigteilwerken der HeidelbergCement AG in Penig und Mittelbach, Sachsen.
Weitere Schulungskurse an der TU Dresden für russische Fachleute sind in Vorbereitung.
Foto: Kursteilnehmer im Betonlabor des Instituts für Baustoffe
Verabschiedung Dipl.-Ing. Rainer Hempel
Am 30.03. 2007 verabschiedete das Institut für Baustoffe den langjährigen Leiter der Arbeitsgruppe "Baustofftechnik und -labor", Herrn Dipl.-Ing. Rainer Hempel aus dem aktiven Berufsleben. Neben Angehörigen des Instituts fanden sich zahlreiche ehemalige Mitarbeiter, Mitstreiter, Forschungspartner und Auftraggeber zu diesem Anlass ein.
In kurzer Form wurde das Wirken von Rainer Hempel gewürdigt. Institutsdirektor Prof. Mechtcherine hob die Leistungen von Herrn Hempel bei der auf der Basis von Integrationsprogrammen geförderten Überführung der Forschungsgruppe Baustoffe von der ehemaligen Bauakademie an die TU Dresden und die damit verbundenen Forschungsleistungen hervor. Mit seinen über 20 Forschungsprojekten, die er als Projektleiter führte, prägte Rainer Hempel das Forschungsprofil des Lehrstuhles und des späteren Instituts für Baustoffe entscheidend mit.
Der Prorektor für Universitätsplanung der TU Dresden, Prof. Curbach, würdigte besonders die Verdienste von Herrn Hempel bei der Formierung des neuen Arbeitsgebietes "Textilbewehrter Beton", das maßgebend von Herrn Hempel mit initiiert worden ist und an dem er sich von Beginn an als wesentlicher Leistungsträger beteiligte. Damit verbunden war gleichzeitig eine bedeutende Festigung der fruchtbaren interinstitutionellen Zusammenarbeit insbesondere mit dem Institut für Textil- und Bekleidungstechnik und dem Institut für Massivbau. Prof. Reichel, emeritierter Professor für Baustoffe betonte die enge und konstruktive Zusammenarbeit in Lehre und Forschung zwischen dem Lehrstuhl und dem Verantwortungsbereich von Herrn Hempel, die sich durch Kooperationsverträge bereits ab 1982 herausbildete und eine wesentliche Grundlage für den erfolgreichen Start unter den neuen Bedingungen nach der Wende war.
Die Veranstaltung setzte sich in einer zwanglosen Atmosphäre mit der Gelegenheit zu verschiedensten Gesprächen fort. Die Mitarbeiter des Instituts überraschten Rainer Hempel mit einem besonderen Präsent: ein Freischwinger-Gartenstuhl im Bauhaus-Stil aus textilbewehrtem Beton mit Beheizung für Sitz und Lehne. Die Belastung "in-situ" wurde unter viel Beifall ohne Probleme absolviert. Die Instrumentalgruppe "Akkordeon Virtuosi Virtuosi Dresden" umrahmte die Veranstaltung musikalisch.

weitere Bilder
Spannendes am Schnuppertag

Belastbarkeit von textil bewehrtem Beton im Versuch. Links vorne Prof. Mechtcherine
Der Focus berichtet über den Boom für Bauingenieure - und es hat sich offensichtlich auch an den Schulen herum gesprochen, dass dieser Beruf nicht nur extrem vielseitig ist, sondern auch beste Jobausssichten bietet: Beim gestrigen Schnuppertag der TU Dresden jedenfalls verzeichneten die Veranstaltungen der Bauingeniere den größten Zulauf seit langem. Demonstrationen wie die von Prof. Dr.-Ing. Viktor Mechtcherine versetzten die Schülerinnen und Schüler in Staunen, was man alles mit Beton machen kann, wenn man nur versteht, wie das alles funktioniert…
Besuch einer Studentengruppe aus Woronesh
Im März dieses Jahres besuchte eine Gruppe von Studenten aus der russischen Stadt Woronesh für einige Tage die Fakultät Bauingenieurwesen der TUD. Im Rahmen dieses Besuches besichtigten die Studenten auch die gefügemorphologischen Einrichtungen des Instituts für Baustoffe. Der Direktor des Instituts, Prof. Mechtcherine und apl. Prof. Schiekel erläuterten die Wirkungsweise der vorhandene Gerätesysteme. Sie demonstrierten anhand von Beispielen, wie mit Hilfe eines Rasterelektronenmikroskopes Gefügebesonderheiten erkannt und interpretiert werden können. Die Studenten folgten sehr interessiert den Darlegungen und beteiligten sich lebhaft an einer abschließenden kurzen Diskussion.

Foto: Studenten aus Woronesh gemeinsam mit den Professoren Mechtcherine und Schiekel im Institut für Baustoffe


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