Geschichte des Instituts
Das Institut für Geotechnik, als Struktureinheit der TU Dresden, entstand Anfang des Jahres 1991 im Zuge der strukturellen Neuordnung der Universität. Es vertritt die Disziplinen Bodenmechanik, Felsbau, Grundbau, Geologie und Mineralogie für die Studiengänge Bauingenieurwesen, Architektur, Geodäsie, Kartographie, Hydrologie, Wasserwirtschaft und Betriebswirtschaft.

Institutsgebäude (Neuffer-Bau) nach Umbau 1996
Das Institut besteht als Einrichtung etwa seit 1936 und hat vor allem durch die politischen Ereignisse eine wechselvolle Geschichte.
Das Institut hatte in den Nachkriegsjahren als nahezu einzige Einrichtung zur Begutachtung der Baugrundverhältnisse erhebliche Bedeutung für den Wiederaufbau im Osten und damals bis zu 70 Mitarbeiter.
1970 wurden alle Institute der TU aufgelöst, um neue Strukturen einführen zu können. Das Institut ging als Teil in den "Wissenschaftsbereich Technische Erschließung" ein und wurde zu Gunsten anderer Einrichtungen in unzulässiger Weise verkleinert. In diesen Jahren wurde das Institut um die Arbeitsgruppe "Ingenieurgeologie" erweitert.
Kurzer geschichtlicher Abriss
- 1828 Gründung der Königlich Sächsischen polytechnischen Bildungsanstalt Dresden ,
- 1890 Königlich Sächsische Technische Hochschule Dresden,
- 1961 Technische Universität Dresden,
- 1936 Gründung des "Laboratoriums für erd- und grundbautechnische Untersuchungen", Begründer und Leiter Prof. Friedrich Wilhelm Neuffer,
- 1939 Anschluß des 1928 an der Bergakademie Freiberg von Prof. Franz Kögler gegründeten "Erdbaulaboratoriums" unter der gemeinsamen Bezeichnung "Institut für Erdbau", Geschäftsführer Prof. Walter Bernatzik,
- 1944 wird Johann Ohde Mitarbeiter des Instituts,
- 1945 Weitgehende Zerstörung des Instituts durch Bombenangriffe,
- 1946 Wiederaufnahme des Lehrbetriebes an der TH, Bernatzik geht zurück nach Österreich, Neuffer wird erneut Leiter des Instituts
- 1949 Ohde wird Professor für "Grundbaumechanik",
- 1953 Grundsteinlegung für das jetzige Institutsgebäude, Ohde stirbt nach schwerer Krankheit,
- 1960 Walter Kinze wird Direktor des Instituts und Professor für Grundbau bis 1975,
- 1962 Dr. Kurt Schubert, Professor für Bodenmechanik bis 1975 ,
- 1970 Die Institute der Universität werden als Struktureinheiten aufgelöst.
- 1974 Dr. Joachim Rudert, Dozent für kommunalen Tiefbau und 1984 ao. Prof. für Bodenmechanik bis 1991 ,
- 1979 Dr. Peter Bilz, Dozent für Grundbau, ab 1979 o. Professor für Grundbau bis 1992 und Leiter der Arbeitsgruppe "Geotechnik" ,
- 1990 Im Rahmen der Neuordnung der Universität wird das Institut als "Institut für Geotechnik" wieder gegründet, als geschäftsführender Leiter wird ao. Prof. Dr. D. Franke gewählt. ,
- 1992 Dr. Dietrich Franke, Univ.Prof. für Bodenmechanik und Grundbau und Direktor des Instituts. Dr. Siegfried Grunert, Univ.Prof. für Angewandte Geologie ,
- 1999 Ausscheiden von Prof. Siegfried Grunert und Berufung von Dr. Bernd Ullrich zum Univ.Prof. für Angewandte Geologie ,

Labor ca. 1950 mit Kastenschergerät nach Krey und Kreisringschergeräten

Institutsgebäude nach Fertigstellung


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