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DFG-Schwerpunktprogramm für Dresdner Chemiker bewilligtDas Forscherteam um Prof. Michael Ruck vom Fachbereich Chemie der TU Dresden bekommt das Schwerpunktprogramm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) „Materialsynthese nahe Raumtemperatur“ bewilligt. Das teilte die DFG heute (19. März 2013) mit. Das Dresdner Schwerpunktprogramm ist damit eines der insgesamt 13 neu eingerichteten Schwerpunktprogramme der DFG, die alle Anfang 2014 ihre Arbeit aufnehmen und mit insgesamt 64 Millionen Euro Fördermittel für die kommenden drei Jahre gefördert werden. Ziel der Wissenschaftler der TU Dresden ist es, vollständig neue ressourcenschonende Herstellungswege für Materialien mit Hilfe sogenannter Ionischer Flüssigkeiten zu entwickeln. Damit beschäftigt sich das Schwerpunktprogramm mit einer der großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, der dramatischen Verknappung von Rohstoffen und Energie. Für viele Materialien und Werkstoffe müssen die Herstellungsverfahren energieeffizienter und ressourcenschonender werden. Chemische Prozesse müssen bei niedrigerer Temperatur ablaufen, höhere Reinheit und Ausbeute der Produkte ermöglichen und weniger Abfall produzieren. Genau hier wollen die Wissenschaftler ansetzen. „Wir werden sogenannte Ionische Flüssigkeiten als völlig neue Reaktionsmedien für die Materialsynthese erproben. Das sind organische Salze, die unterhalb 100 °C, oftmals sogar bei Raumtemperatur als hoch polare Flüssigkeiten vorliegen. Es handelt sich um umweltfreundliche ‚Designer-Lösungsmittel‘, die sich für die jeweilige Syntheseaufgabe maßschneidern lassen“, erklärt Prof. Dr. Michael Ruck, Koordinator des neuen Schwerpunktprogramms, den wissenschaftlichen Hintergrund. „Vielversprechende erste Forschungsergebnisse zeigen, dass unter Nutzung von Ionischen Flüssigkeiten anorganische Materialien, wie zum Beispiel Metalle, Legierungen, Halbleiter, Hartstoffe oder Funktionswerkstoffe bereits unter Umgebungsbedingungen, also bei Raumtemperatur und Normaldruck, hergestellt werden können. Dadurch lassen sich Energieeinsatz und technischer Aufwand im Vergleich zu den bisher notwendigen Hochtemperaturprozessen enorm reduzieren.“ Informationen für Journalisten: Kim-Astrid Magister |
Veranstaltungen07.05., 11.06., 18.06.2013
07.05.2013
10.05.2013 - 12.05.2013
12.05.2013
14.05., 11.06.201
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