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„Sprache als Schlüssel zur Zusammenarbeit – Status und Prestige der Nachbarsprachen im polnisch-sächsischen Grenzgebiet“

Wie viel deutsche „Grenze“ steckt in der polnischen „granica“? Während die Sprachwissenschaft seit langem weiß, dass der deutsche Begriff dem polnischen Vorbild entlehnt ist, liegen zum konkreten Status des Polnischen an der deutschen Ostgrenze und zu jenem des Deutschen an der polnischen Westgrenze keine genaueren Befunde vor. Mehr als zwanzig Jahre nach der Wende, nach dem Abschluss mehrerer deutsch-polnischer Verträge und nach der Anbahnung gutnachbarlicher Beziehungen stellt sich nach wie vor die Frage nach Verbreitung und Ansehen der Nachbarsprachen insbesondere in der Grenzregion. Wer kann auf deutscher Seite Polnisch? Wer auf polnischer Seite spricht Deutsch? Und vor allem: Wie steht es um die wertende Einstellung zur jeweiligen Nachbarsprache auf beiden Seiten der Grenze?

Im Rahmen eines aus EFRE-Mitteln aufgelegten Förderprogramms zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen Sachsen und Polen widmet sich in den kommenden zwei Jahren eine deutsch-polnische Forschergruppe diesen Fragen. Slavisten und Germanisten aus beiden Ländern bereiten Umfragen und qualitative Interviews in den Bereichen Bildung, Verwaltung und Dienstleistungen vor, deren Auswertung Aufschluss über einen wesentlichen Bestandteil des Verhältnisses zum Nachbarn, nämlich dessen Sprache, verspricht. Die TU Dresden tritt bei dem Projekt (Gesamtumfang: ca. 500.000 Euro) als Lead Partner auf; beteiligt sind die Institute für Slavistik (Prof. Christian Prunitsch) und Germanistik (Prof. Annette Berndt). Auf polnischer Seite wirken Wissenschaftler der Universität Zielona Góra (Dr. Zuchewicz) mit. Aktuell erfolgt der Einstieg in die Pilotphase von Fragebogen und Interviews; die Durchführung vor Ort ist für 2013 geplant.

Informationen für Journalisten:
Prof. Christian Prunitsch,
Institut für Slavistik, Tel. 0351 463-32771


Stand: 18.07.2012 15:24
Autor: Pressestelle (Zuständig für die Presseinformationen) abgelaufen

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