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Forschungspreis der Humboldt-Stiftung für Mittelalterforscher

Prof. Vanderputten. Foto: privat
Prof. Vanderputten. Foto: privat

Dr. Steven Vanderputten, Professor für Geschichte des Früh- und Hochmittelalters an der Universität Gent, Belgien, wurde von der Alexander von Humboldt-Stiftung mit dem Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreis ausgezeichnet, der mit 45.000 Euro dotiert ist. Vanderputten wurde von Prof. Gert Melville, Direktor der Forschungsstelle für Vergleichende Ordensgeschichte (FOVOG) und Mitglied des Hochschulrates der TU Dresden, für den Preis nominiert. Das Preisgeld ermöglicht Vanderputten, noch in diesem Jahr die Forschung der TUD unterstützen zu können.

Prof. Vanderputten erhält den Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreis, um voraussichtlich insgesamt zehn Monate an der Forschungsstelle für Vergleichende Ordensgeschichte (FOVOG) der TUD zu arbeiten. Er möchte gemeinsam mit Prof. Gert Melville die Reformen im mittelalterlichen Mönchtum untersuchen. Die Wissenschaftler interessieren sich dabei besonders für die Frage, in welchen symbolischen Akten und Verhaltensweisen sich die Intentionen institutioneller Umformungen äußern und somit zum Motor der Veränderungen werden. Ein weiterer Aspekt der Zusammenarbeit soll die Erforschung der gestalterischen Kraft von klösterlichen Gemeinschaften sein. Dieses Thema verbindet sich mit dem Projekt der FOVOG zum Innovationspotenzial der mittelalterlichen Klöster, das an der Sächsischen und Heidelberger Akademie verankert ist. „Der Preis wurde ihm von der Humboldt-Stiftung unter besonderer Würdigung seines innovativen Arbeitens, seines internationalen Vernetzung und seiner besten Aussicht, in eine absolute Spitzenposition seines Faches einrücken zu können, verliehen“, so Professor Melville.

Prof. Steven Vanderputten wurde am 11. August 1976 in Ukkel, Belgien, geboren, studierte an den Universitäten Antwerpen und Gent Geschichte. Nach der Erlangung seines Doktortitels forschte er an Universitäten und Instituten in Cambridge, Princeton, Eichstätt, Wassenaar, Brüssel und Bloomington. Seit 1998 spezialisierte er sich auf die Erforschung des mittelalterlichen Mönchstums. Vanderputten leitet derzeit ein Forschungsprojekt zum Thema "Schriftlose Kommunikation und strategische Modi der sozialen Interaktion in klösterlichen Gemeinschaften zwischen dem zehnten und dem frühen dreizehnten Jahrhundert". Weiterhin ist er Sprecher der Internationalen Forschungsgruppe "Conventus. Probleme des religiösen Zusammenlebens im Mittelalter". Steven Vanderputten ist ein international anerkannter Fachmann für die mittelalterliche Geschichte der Klöster und Orden. Er wurde durch den Preis „Baron de Saint-Genois“ der Königlich-belgischen Akademie sowie durch zahlreiche Fellowships an renommierten Instituten in Europa und Amerika für seine wissenschaftlichen Leistungen ausgezeichnet.

Zum Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung

Für den Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreis können in ihrem Fachgebiet bereits international anerkannte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die ihre Promotion vor nicht mehr als 18 Jahren abgeschlossen haben, nominiert werden. Von ihnen wird erwartet, dass sie zukünftig durch weitere wissenschaftliche Spitzenleistungen ihr Fachgebiet auch über das engere Arbeitsgebiet hinaus nachhaltig prägen. Die Preisträger werden für ihre herausragenden Forschungsleistungen ausgezeichnet. Sie sind eingeladen, selbst gewählte Forschungsvorhaben in Deutschland in Kooperation mit Fachkollegen für einen Zeitraum von bis zu einem Jahr durchzuführen. Der Aufenthalt kann zeitlich aufgeteilt werden.

Informationen für Journalisten:
Prof. Gert Melville
Tel.: 0351 47934180
gert.melville@tu-dresden.de

Kim-Astrid Magister
Tel.: 0351 463-32398
pressestelle@tu-dresden.de


Stand: 01.06.2012 12:26
Autor: Pressestelle (Zuständig für die Presseinformationen) abgelaufen

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