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Der beste Unfall ist der, der gar nicht erst passiert

Zirka 1,3 Millionen Menschen sterben jährlich weltweit im Straßenverkehr. 20 bis 50 Millionen Menschen werden verletzt. In Deutschland ist im Jahr 2011 die Zahl der Verkehrstoten zum ersten Mal seit 1991 wieder gestiegen.

Die Sicherheit zukünftiger Fahrzeuge stellt aus gutem Grund einen wesentlichen Inhalt der Ingenieursausbildung im Fach Kraftfahrzeugtechnik dar. Um die Ausbildung auf höchstem Niveau und praxisnah zu gewährleisten, ist es an der TU Dresden und der HTW Dresden inzwischen gute Tradition, dass sowohl der Leiter der Fahrzeugsicherheit bei der Daimler AG, Prof. Rodolfo Schöneburg, als auch Karl-Heinz Baumann, Senior Manager passive Sicherheitskonzepte bei Daimler, die Fächer „Integrale Sicherheit“ (ehemals „Sicherheit für Kraftfahrzeuge") und „Passive Sicherheit im Entwicklungsprozess" lehren. Um die Kooperation zwischen den beiden Dresdner Hochschulen weiter zu auszubauen, werden ab Sommer 2012 beide Veranstaltungen als Verbundvorlesung für die Studierenden angeboten. Das Lehrangebot zur Kraftfahrzeugtechnik am Standort Dresden wird damit noch breiter, die Wahlmöglichkeiten für die Studierenden noch flexibler. Die Daimler AG engagiert sich seit vielen Jahren für die Fahrzeugsicherheit und hat entscheidende Pionierarbeit geleistet. Um auch Pionier in der Zukunft zu sein, engagiert sich die Daimler AG intensiv in der Nachwuchsförderung.

Am Wissenschaftsstandort Dresden sind mehrere renommierte Einrichtungen konzentriert, die seit vielen Jahren auf dem Gebiet der Verkehrssicherheit forschen. So befassen sich das Institut für Automobiltechnik – IAD und die Verkehrsunfallforschung (VUFO GmbH) der TU Dresden seit mehr als zwölf Jahren mit der Erhebung und Auswertung des Unfallgeschehens im Großraum Dresden. Die VUFO GmbH hat bisher mehr als 22 000 Verkehrsunfälle aufgenommen. Diese Daten werden von Experten dazu benutzt, die Entstehung von Unfällen zu verstehen und die Wirksamkeit neuartiger Fahrerassistenzsysteme zu verbessern. Da laut aktueller Statistiken mehr als 90% aller Unfälle durch menschliches Fehlverhalten ausgelöst werden, wird an der TU Dresden intensiv an menschlichen Verhaltensmodellen in der Unfallentstehung gearbeitet. Damit soll u. a. erforscht werden, wie im Fahrzeug Warnungen oder Handlungsempfehlungen an den Fahrer zu geben sind, so dass er im Fall des Falles intuitiv richtig reagiert. Die Art der Informationen muss für den Fahrer stets klar verständlich sein, die Informationsmenge darf ihn niemals überfordern. Prof. Günther Prokop, geschäftsführender Direktor des IAD, meint: „Das Verständnis des menschlichen Verhaltens in kritischen Situationen ist heute der Schlüssel für mehr Verkehrssicherheit, solange der Mensch noch selber Auto fährt. Durch moderne Assistenzsysteme kann man ihn dabei vielfältig und sehr wirksam unterstützen. Die Technik muss aber auf den Menschen zugeschnitten sein, um ihre volle Wirkung zu entfalten.“

Auch an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTW) wird zur Fahrzeugsicherheit seit vielen Jahren gelehrt und geforscht, bis 2011 vor allem im Lehrgebiet Kfz-Sicherheit/Unfallanalytik durch Prof. Kramer und nunmehr auch im Lehrgebiet Fahrzeugmechatronik durch Professor Trautmann. Dr.-Ing. Lars Hannawald, Geschäftsführer der VUFO GmbH, lehrt hier seit letztem Wintersemester die Lehrveranstaltung „Unfallanalytik“. Durch die enge Anbindung an die Verkehrsunfallforschung kann eine sehr praxisnahe Ausbildung anhand realer Verkehrsunfälle aus der Region erfolgen. Mehrere Vorlesungen, Übungen und Praktika im Pflicht- und Wahlteil des Studienganges „Fahrzeugtechnik“ – beispielsweise „Unfallanalytik“, „Sachverständigenwesen“ und „Passive Sicherheit“ – zeugen von der Bedeutung sicherheitsrelevanter Sachverhalte in der Ingenieurausbildung der HTW.

Grund genug also für die Daimler AG, sich gerade an den Dresdner Hochschulen für die Nachwuchsförderung im Bereich Fahrzeugsicherheit zu engagieren. Der Erfolg des Engagements spiegelt sich darin wider, dass viele Studenten und Absolventen bei Mercedes-Benz tätig sind. So haben viele Dresdner Studenten in Sindelfingen ihr Praktikum und Diplomarbeit absolviert, von denen einige inzwischen Mitarbeiter des Hauses geworden sind.

Durch die enge Vernetzung von Forschung, Entwicklung und Hochschulausbildung wird sich Dresden langfristig als innovativer Standort zur Weiterentwicklung der integralen Fahrzeugsicherheit etablieren.

Informationen für Journalisten:
HTW Dresden: Bärbel Heider, Tel.: 0351 462- 2312
heider@verwaltung.htw-dresden.de

TU Dresden: Kim-Astrid Magister, Tel.: 0351 463-32398
pressestelle@tu-dresden.de


Stand: 07.05.2012 10:19
Autor: Pressestelle (Zuständig für die Presseinformationen) abgelaufen

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