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Wie erholen sich Mangrovenwälder?

Mangrovenwälder wachsen in tropischen Küstengebieten und sind von natürlichen wie menschengemachten Eingriffen stark bedroht. Sie dienen Meeresfischen als Laichplatz, beherbergen zahlreiche Tier- und Pflanzenarten und bieten Menschen und Tieren Nahrung. Als Hochwasserschutz und riesige Speicher für Kohlendioxid sind sie von unschätzbarem Wert. Durch Shrimpsfarmen, Rodungen, Naturkatastrophen und andere Einflüsse wurden in den letzten 30 Jahren 35 Prozent der weltweiten Mangrovenbestände zerstört. Prof. Uta Berger und ihr Team von der TUD-Fakultät Forst-, Geo- und Hydrowissenschaften untersuchen mit Feldstudien und Computersimulationen, wie die Wälder auf Umwelteinflüsse reagieren. Sie wollen Grundlagen für wirkungsvolle Schutzmaßnahmen entwickeln und herausfinden, wie gut sich die Wälder von Störungen erholen. In den USA untersuchten sie künstlich geflutete Mangrovenwälder; in Vietnam waren es im Krieg geschädigte Gebiete, die wieder aufgeforstet wurden und heute unter Naturschutz stehen. Mit einer selbst entwickelten Software simulieren die Wissenschaftler, wie sich Blitzschläge, Sturmschäden und künstliche Überflutungen auf die Wälder auswirken.

Die Ergebnisse des Projekts zeigen: Was dem einen Wald schadet, kann dem anderen Wald helfen. Zum Beispiel sorgten Blitzschläge in den monoton aufgeforsteten vietnamesischen Wäldern für ein „heilsames Chaos“ und schufen Freiräume für neue Pflanzen. So bedarf jedes Ökosystem einer individuellen Analyse. Die Mangrovenwald-Simulationen haben sich als großer Erfolg erwiesen und werden von vielen Forschern weltweit genutzt. Mit ihrer Hilfe kann die Wirkung von Managementmaßnahmen wie selektiver Holzeinschlag, Einleitung von Süßwasser auf die zukünftige Entwicklung der Wälder vorher gesagt werden. Dies ist in der Regel die einzige Möglichkeit, den Einsatz ökonomisch beschränkter  Maßnahmen (wo und wie oft werden Anpflanzungen vorgenommen, wo lohnt es technische Kräfte einzusetzen etc.) vor ihrer realen Anwendung zu erproben und die Gefahren bestimmter Umweltszenarien (beispielsweise Meeresspiegelanstieg oder Änderungen im Klimaregime) zu quantifizieren.  

Das Projekt MANDY (MANgroves DYnamics - Modelling gap dynamics, succession and disturbance regimes of mangrove forests) wurde von 2007 bis 2010 durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert. Es ist als eines von zehn einzelgeförderten Spitzenprojekten in der DFG-Wanderausstellung „Von der Idee zur Erkenntnis“ zu sehen. Die Ausstellung macht vom 23. Mai bis 28. Juni 2012 im Bürgerfoyer des Sächsischen Landtags Station. 

DFG-Ausstellung „Von der Idee zur Erkenntnis“ im Bürgerfoyer des Sächsischen Landtags, Bernhard-von-Lindenau-Platz 1, 01067 Dresden. Geöffnet Montag bis Freitag, 10 bis 18 Uhr; Sonnabend und Sonntag, 10 bis 16 Uhr (feiertags geschlossen).  

http://www.dfg.de/idee_erkenntnis 
http://www.forst.tu-dresden.de/SystemsAnalysis 
http://www.forst.tu-dresden.de/CREC

Informationen für Journalisten:

Prof. Uta Berger, TU Dresden, Fakultät Forst-, Geo- und Hydrowissenschaften, Fachrichtung Forstwissenschaften, Institut für Waldwachstum und Forstliche Informatik, Tel.: 035203 38-31892, Fax -31632, uta.berger@tu-dresden.de

Kim-Astrid Magister; TU Dresden, Pressesprecherin,
Tel.: 0351 463-32398, Fax -37165, E-Mail: pressestelle@tu-dresden.de


Stand: 23.05.2012 08:13
Autor: Pressestelle (Zuständig für die Presseinformationen) abgelaufen

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