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Strom aus Enzymen und Biomasse? Die Bio-Brennstoffzelle soll an der TU Dresden optimiert werden

Dr. Dan Wen
Dr. Dan Wen

Die Chemikerin Dr. Dan Wen aus China erhielt von der Alexander-von-Humboldt-Stiftung ein Stipendium, um in der Arbeitsgruppe Physikalische Chemie/Elektrochemie von Prof. Eychmüller an der TU Dresden zu forschen. Gemeinsam mit den TU-Forschern will sie Bio-Brennstoffzellen so optimieren, dass sie effizienter und stabiler werden.

Die Suche nach alternativen Energiequellen führte die Wissenschaftler zur Entwicklung von Brennstoffzellen, bei denen chemische Energie direkt in elektrische Energie umgewandelt wird. Geht man einen Schritt weiter, kommt man zur Bio-Brennstoffzelle. Dort müssen Bakterien und Biomasse die Arbeit der Stromproduktion verrichten. Vor dem Hintergrund der immer knapper werdenden Ressourcen scheint die Bio-Brennstoffzelle eine verheißungsvolle Technologie der „Grünen Energie“ zu sein.

Bisher funktionieren Bio-Brennstoffzellen jedoch noch nicht effizient genug und haben eine zu geringe Lebensdauer, um sie auch im medizinischen Bereich als implantierbare „Batterien“ verwenden zu können. Da in Körpergeweben Sauerstoff und Blutzucker als Brennstoff ausreichend vorhanden sind, wäre eine Verwendung der Bio-Brennstoffzellen in der Medizin ein großer technologischer Gewinn.

Dr. Wen möchte genau dort ansetzen und die Bio-Brennstoffzelle optimieren. Ihre Dresdner Gastgeber rund um Prof. Eychmüller entwickelten erst kürzlich ein hoch poröses Material aus Platin-Nanoteilchen, das auch Aerogel genannt wird. Dieses Platin-Aerogel könnte eine bedeutende Rolle für den neuen Bio-Brennstoffzelltyp spielen. Eine Kombination aus diesen edelmetallnanopartikel-basierten Aerogelen und der Verwendung von Enzymen anstelle von Bakterien könnte den gewünschten Erfolg bringen. In ihren Experimenten möchte Frau Wen während ihres Forschungsaufenthaltes diese neuartige Kombination testen. „Frau Wens bisherige Forschungen komplettieren auf einmalige Weise unser Know-how auf dem Gebiet der Synthese von Nanomaterialien. Wir gewinnen damit die uns fehlende Expertise, die nötig ist, um die von uns entwickelten nanopartikelbasierten Aerogele auf ihren Einsatz als Komponenten in Brennstoffzellen erfolgreich erforschen und prüfen zu können.“, so Prof. Eychmüller.

Frau Dan Wen wurde 1983 in China geboren. Sie studierte vier Jahre an der Wuhan Universität, China, Angewandte Chemie. Ihre wissenschaftliche Karriere setze sie mit einer Doktorarbeit am Changchun Institut für Angewandte Chemie der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Changchun, China, fort. Frau Wens Erfolg als junge Nachwuchswissenschaftlerin beweisen nicht nur die über 25 Publikationen in Fachzeitschriften, sondern auch die beeindruckende Anzahl von zehn Preisen und Auszeichnungen, zum Beispiel von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften. Nachdem sie ihren Forschungsaufenthalt in Deutschland beendet hat, möchte Frau Wen als Hochschullehrer in ihrem Heimatland arbeiten.

Zum Humboldt-Forschungsstipendium für Postdoktoranden

Mit den Humboldt-Forschungsstipendien für Postdoktoranden ermöglicht die Alexander von Humboldt-Stiftung überdurchschnittlich qualifizierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem Ausland, die am Anfang ihrer wissenschaftlichen Laufbahn stehen, langfristige Forschungsaufenthalte (6 - 24 Monate) bei einem wissenschaftlichen Gastgeber in Deutschland. Bewerben können sich Wissenschaftler aller Fachgebiete und aus allen Ländern. Die Humboldt-Stiftung vergibt ca. 600 Humboldt-Forschungsstipendien für Postdoktoranden und auch erfahrene Wissenschaftler. Jährlich ermöglicht sie über 2.000 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 25 000 Humboldtianern aller Fachgebiete in über 130 Ländern - unter ihnen 48 Nobelpreisträger.

Informationen für Journalisten:
Prof. Alexander Eychmüller
Professur für Physikalische Chemie/Elektrochemie
Tel.: 0351 463-39843, Fax: -37164
alexander.eychmueller@chemie.tu-dresden.de

TU Dresden, Pressestelle
Tel.: 0351 463-32398
E-Mail:pressestelle@tu-dresden.de


Stand: 03.05.2012 13:40
Autor: Pressestelle (Zuständig für die Presseinformationen) abgelaufen

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