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Plötzlich war die Erde ein Ellipsoid

In Würdigung der "150 Jahre Gradmessung in Sachsen" lädt die TU Dresden zusammen mit weiteren Partnern, vor allem dem Deutschen Verein für Vermessungswesen e.V., zu einem Festkolloquium am 1. Juni 2012 ein. Die Veranstaltung beginnt 14 Uhr im Hörsaalzentrum (Hörsaal 04). Unter anderem spricht Prof. Hermann Drewes (München, Generalsekretär der Internationalen Assoziation für Geodäsie). Am 2. Juni 2012 schließt sich ab 9 Uhr eine Fachtagung am gleichen Ort an, die den Beitrag Sachsens zur Gradmessung im Detail behandelt.

Ausgangspunkt für das Jubiläum war die im 18. Jahrhundert durch große Vermessungsexpeditionen gewonnene Erkenntnis, dass die Erde ein an den Polen abgeflachter Ellipsoid ist. Daraufhin fanden im 18. und 19. Jahrhundert in mehreren europäischen Ländern Meridianbogenmessungen statt. Ziel war, Größe und Form der Erde genau zu bestimmen. Mit der Gründung der "Mitteleuropäischen Gradmessung" entstand 1862 eine internationale Wissenschaftsorganisation, die den Anstoß für den Aufbau präziser geodätischer Landesvermessungsnetze und deren grenzübergreifende Verbindung gab. Diese  Landestriangulierungen bilden noch heute die Grundlagen moderner Kartenwerke und Verwaltungsaufgaben.

Die Geodäsie kann als eines der ersten wissenschaftlichen Fächer an der damaligen Königlich Polytechnischen Schule, der heutigen TU Dresden, bezeichnet werden. Christian August Nagel wird zu Recht als "Vater der Geodäsie in Dresden" gewürdigt. Er wurde 1852 als Ordentlicher Lehrer für Geodäsie und 1858 als Professor für Geodäsie berufen. Als „Gradmessungscommissar" vertrat er das Königreich Sachsen in der "Mitteleuropäischen Gradmessung", jener für die damalige Zeit beispiellosen internationalen wissenschaftlichen Vereinigung. Diese Organisation, aus der später die "Internationale Erdmessung" und die "Internationale Assoziation für Geodäsie"  entstanden, gab entscheidende Anstöße für den Aufbau der Landesvermessungen nicht nur in Sachsen, sondern über nationale Grenzen hinaus. Neben Christian August Nagel prägten weitere deutsche Wissenschaftler und Wissenschaftsorganisatoren wie Johann Jacob Baeyer und Friedrich Robert Helmert die Entwicklung der modernen Geodäsie. Das Königreich Sachsen befand sich mit den Nagelschen Arbeiten auf der Höhe der Zeit.

Näheres unter: http://gradmessung-sachsen-2012.de 

Informationen für Journalisten:

Dr. Kristin Novotny, Dr. Mirko Scheinert,
Institut für Planetare Geodäsie der TU Dresden,
Tel.: 0351 463-32192,
kristin.novotny@tu-dresden.de


Stand: 30.05.2012 09:58
Autor: Pressestelle (Zuständig für die Presseinformationen) abgelaufen

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