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Hannover Messe 2012: Forscher präsentieren innovative Leichtbaulösungen aus Sachsen
Eine neuartige Fahrzeugtür aus Thermoplast und Bio-Compositen, eine extrem leistungsstarke CFK-Antriebswelle und weitere Produkthighlights beweisen die Innovationskraft des Dresdner Systemleichtbaus. Das Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der
Technischen Universität Dresden präsentiert sich gemeinsam mit
der TUDAG-Tochter Leichtbau-Zentrum Sachsen GmbH (LZS) vom 23.
bis 27. April 2012 auf der Hannover Messe in Halle 6 auf Stand
A39 und in Halle 2 auf Stand C37. Neuartige FahrzeugseitentürFahrzeugtüren sind crashrelevante und in der Auslegung und
Fertigung anspruchsvolle Bauteile, die bisher aus
konventionellen metallischen Werkstoffen gefertigt werden. Im
Forschungsvorhaben „HybTuer“ wurde am ILK in Zusammenarbeit mit
der IMK automotive GmbH sowie der Bo-NaFaTec GmbH eine
neuartige Fahrzeugseitentür aus thermoplastischen
Faserverbundwerkstoffen und deren Herstellung mit einem
Fließpressverfahren erfolgreich umgesetzt. Die „HybTuer“ aus
thermoplastbasierten Faserverbundstrukturen mit metallischen
Verstärkungselementen hat deutlich verbesserte
Produkteigenschaften. Für die Außenstruktur wurden
Bio-Composite verwendet, wodurch die Fahrzeugtür besonders
ressourcenschonend produziert werden kann. Zudem hat die
Herstellung im Fließpressverfahren gegenüber der
konventionellen Fertigungsart erhebliche Vorteile hinsichtlich
der Fertigungszeiten und der erreichbaren
Funktionsintegration. CFK-Antriebswelle in neuer LeistungsklasseDas ILK hat in Zusammenarbeit mit der VOITH Turbo GmbH eine
Antriebswelle mit integrierten Kardangelenkgabeln für
Schwerlastanwendungen – beispielsweise in Lokomotiven, Pumpen,
Turbinen, Schnellfähren oder Papiermaschinen – entwickelt. In
diesem Anwendungsfeld dominieren gegenwärtig rein metallische
Antriebswellen. Die TU-Wissenschaftler entwickelten eine
neuartige integrative Faserverbund-Bauweise, die das
Strukturgewicht und die Massenträgheitsmomente der
Antriebswelle deutlich senkt und in der Herstellung den
Prozessschritt „Fügen“ einspart. In statischen und dynamischen
Bauteilprüfungen wurden die prototypischen Wellen mit
über Weitere Highlights der TUD-Leichtbauer auf der Hannover MesseAuf der Solutions Area in Halle 6 stellt das ILK zusätzlich
ein Teil eines Flugzeugprüfkomplexes aus
kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) vor. Mit diesem
Exponat demonstriert das ILK seine Kompetenz bei der
Entwicklung, Simulation, Fertigung und Montage großflächiger
CFK-Luftfahrtstrukturen. Präsentation in zwei MessehallenAuf dem Gemeinschaftsstand „Leichtbau“ zeigen sich die
Partnereinrichtungen ILK und LZS in Halle 6/Stand A39 auf der
Internationalen Leitmesse für industrielle Zulieferlösungen und
Leichtbau, „Industrial Supply“. In Halle 2/Stand C37
„Forschung für die Zukunft“ präsentiert sich das ILK gemeinsam
mit dem Institut für Verarbeitungsmaschinen und Mobile
Arbeitsmaschinen, dem Institut für Werkzeugmaschinen und
Steuerungstechnik und dem Institut für Angewandte Photophysik
auf dem Gemeinschaftstand der Technischen Universität
Dresden. Auf dem Gebiet des Ressourcen schonenden Leichtbaus hoher
Material- und Energieeffizienz führen mehr als 240 Mitarbeiter
des Instituts, eingebettet in zahlreiche nationale und
internationale Netzwerke, umfangreiche Forschungsarbeiten
durch. Seit der Gründung des ILK im Jahr 1994 wird das von
Prof. Hufenbach entwickelte Dresdner Modell eines
„Funktionsintegrativen Systemleichtbaus in
Multi-Material-Design“ verfolgt und technologisch umgesetzt.
Dabei wird branchenübergreifend ein werkstoff- und
produktübergreifender Ansatz zu Grunde gelegt. Die gesamte
Entwicklungskette: Werkstoff – Konstruktion – Simulation –
Fertigung – Prototypentests – Qualitätssicherung – Kosten wird
erfasst, sodass das ILK mit dem Markenzeichen
„Leichtbaulösungen aus einer Hand“ einschlägig ausgewiesen
ist. Sächsisches Spitzentechnologiecluster auf der Hannover Messe 2012Intelligente Werkstoffe mit Pfiff
Die Wissenschaftler im ECEMP-Teilprojekt SmaComp entwickeln
intelligente Materialien, die Veränderungen im Werkstoff
detektieren und die genaue Position der Störung anzeigen.
Mit Hilfe der sogenannten Smart Composites lassen sich Unfälle
vermeiden. Denn wenn Bauteile im Ermüdungsfall schon kleinste
Veränderungen melden, können sie rechtzeitig ausgetauscht
werden. Zudem tragen sie zu einer deutlichen Kosten- und
Ressourcenersparnis bei. Unnötige Wartungen lassen sich
vermeiden und der „vorsorgliche“ Austausch bestimmter Bauteile
entfällt. An Hand eines Demonstrators können die Messebesucher
testen, wie eine Mehrschichtverbundplatte die Position von
Defekten genau erkennt. Bei Schnee und Eis kommt es immer wieder zu Zugverspätungen
durch vereiste Fahrgestelle. Ließen sich Teile der
Unterkonstruktion erwärmen, könnte das vermieden werden. Auch
in vielen industriellen Prozessen müssen zum Beispiel
Rohrleitungen mit Hilfe von Heizmatten warm gehalten werden.
Wissenschaftler des Teilprojektes CeraDuct haben nun ein
Verfahren zur Beschichtung von Oberflächen mit keramischen
Heizleitschichten entwickelt. Da die Schichten direkt auf das
Bauteil aufgebracht sind, lassen sich so weitgehend verlustfrei
große Flächen beheizen. Ein Heizleiterdemonstrator am
Stand zeigt den Temperaturverlauf einer Walze, die bis auf 300
°C erwärmt werden kann. |
Veranstaltungen07.05., 11.06., 18.06.2013
07.05.2013
10.05.2013 - 12.05.2013
12.05.2013
14.05., 11.06.201
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