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TUD erhält 800 MHz-Festkörper-NMR-Spektrometer

Am  20. März 2012 wurde das neue 800 MHz-Festkörper-NMR-Spektrometer an der Fachrichtung Chemie und Lebensmittelchemie der TU Dresden (Professur für Bioanalytische Chemie, Prof. Eike Brunner) angeliefert. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Freistaat Sachsen geförderte Großgerät wird in den nächsten Wochen im Walther-Hempel-Bau installiert. Am 14. Juni 2012 wird es eingeweiht. Herzstück der Anlage ist ein 3,5-t-Magnet, der am 20. März per Sattelschlepper geliefert und entladen wurde

Mit diesem leistungsstarken Analysegerät werden bald Festkörper-NMR-Untersuchungen (NMR: Nuclear Magnetic Resonance = Kernmagnetische Resonanz) auf höchstem apparativem Niveau möglich sein. Das starke Magnetfeld von 18,8 Tesla sichert dabei eine optimale Empfindlichkeit und spektrale Auflösung. „Das neue Festkörper-NMR-Spektrometer wird wesentlich zu den Forschungsarbeiten der Professur für Bioanalytische Chemie beitragen“, freut sich Prof. Brunner. „Unter anderem werden wir damit die Struktur und Dynamik von Biomolekülen, Biomineralien und modernen Materialien untersuchen.“ Biomineralien sind hierarchisch aufgebaute Hybridmaterialien, d.h. Komposite aus organischen und anorganischen Phasen, die oftmals sehr filigran mikro- bzw. nanostrukturiert sind. Die dafür verantwortlichen biophysikalischen und biochemischen Prozesse sind für die Grundlagenforschung von erheblichem Interesse. Biomineralien besitzen auch herausragende Materialeigenschaften, z.B. in mechanischer und optischer Hinsicht und sind deshalb von Bedeutung für biomimetische Materialsynthesen. Kalzium-basierte Biomineralien sind für den Knochenersatz bzw. bei regenerativen Therapien für  Krankheiten wie Osteoporose oder als Zahnersatz von großem medizinischem Interesse.

Ein weiteres sehr wichtiges Einsatzgebiet für das neue Gerät ist die analytische Untersuchung von porösen Materialien wie z.B. metal organic frameworks (MOFs) unter anderem im Rahmen des DFG-Schwerpunktprogrammes SPP 1362 (Poröse Metallorganische Gerüstverbindungen, Koordinator: Prof. S. Kaskel).
Darüber hinaus bestehen bereits jetzt enge Forschungskooperationen mit anderen Instituten der TU Dresden und des DRESDEN-concept, unter anderem dem Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e.V., dem Zentrum für Innovationskompetenz B-CUBE, dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf und dem Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe. Das Gerät wird damit innerhalb des DRESDEN-concept zu einer weiteren Vertiefung der Zusammenarbeit beitragen und den Dresdner Wissenschaftsraum stärken.

Foto 1 (Foto: TUD/Karsten Eckold)
Foto 2 (Foto: TUD/Lutz Liebert)
(Prof. Eike Brunner beobachtet, wie der 3,5-t-Magnet entladen und vor das neue Labor im Walther-Hempel-Bau gehoben wird.) 

Informationen für Journalisten:
Prof. Eike Brunner
Technische Universität Dresden
Fachrichtung Chemie und Lebensmittelchemie
Professor für Bioanalytische Chemie
01062 Dresden
Tel.: 0351 463-32631 oder -37152, Fax: -37188
eike.brunner@tu-dresden.de


Stand: 20.03.2012 15:50
Autor: Pressestelle (Zuständig für die Presseinformationen) abgelaufen

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