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Steckt die Energiewende in der Sackgasse?

Ungebremster Ausbau von Windkraft- und Solaranlagen, fehlende Netzanbindung und Energiespeicher, unabgestimmte Energiekonzepte der Bundesländer, drohende Netzüberlastung – sind das nur Anfangsschwierigkeiten? Wie können sie überwunden werden? Darüber diskutieren im Dresdner Congress Center am 23. und 24. Oktober zirka 700 Experten der Energiebranche, darunter Vertreter von Herstellerfirmen, Versorgungsunternehmen, aus Politik, Verbänden und der Wissenschaft.

Eröffnet wird das Kolloquium in der Plenarsitzung durch Staatsekretär PhDr. Vojtech Belling, der als Vertreter der Tschechischen Republik einen Einblick in die Energiepolitik unseres Nachbarlandes geben wird und dabei auch die Energiepolitik der Europäischen Union reflektiert.

Der Weg zu den erneuerbaren Energieträgern ist ein enormer Transformationsprozess unserer Gesellschaft, ein riesiges technologisches Infrastrukturprojekt, das auch gesellschaftliche Konsequenzen hat und damit auch auf gesellschaftliche Widerstände stößt. Vor diesem Hintergrund wird Prof. Klaus Mainzer von der Technischen Universität München über die „Zukunftsfähigkeit durch technische Innovation – Gestern und Heute“ referieren.

Die Chancen und Herausforderungen der Energiewende aus der Sicht eines Energiebetreibers werden durch Dr. Hans Bünting, Chief Executive Officer RWE Innogy, Essen, diskutiert.

Weiter werden in der Plenarsitzung technische und rechtliche Aspekte zum Ausbau der Erneuerbaren Energieträger, zur Flexibilisierung konventioneller Kraftwerke und zum Stromnetzausbau angesprochen.

Das Kraftwerkstechnische Kolloquium verfolgt das Ziel eines offenen Dialoges. In 17 Fachsektionen werden im Anschluss an die Plenarsitzung Ergebnisberichte, Ideen und Lösungsansätze ganz unterschiedlicher Bereiche der Energieversorgung vorgestellt und diskutiert. Es werden aber auch konventionelle Kraftwerksprozesse und zugehörige Komponenten in den einzelnen Beiträgen behandelt. Dabei stehen bei fossilen Dampferzeugern neben den nahezu traditionellen Fragen der Effizienzsteigerung, der Verschlackung, der Korrosion und der Emissionsreduzierung die neu hinzugekommene Anforderung der Flexibilität im Fokus. Darüber hinaus wird behandelt, wie sich Gas- und Dampfturbinen weiterentwickeln. Wind-, Solar- und Geothermiekraftwerke finden zunehmend Einzug in die Energieversorgung und somit auch in das Kraftwerkstechnische Kolloquium. In der sich verändernden Energieversorgung müssen neben der Energieumwandlung und Bereitstellung auch die Verteilung und damit auch die Anforderungen an die Netze angesprochen werden.
 
Erstmals wird der Werner-Boie-Preis an junge Nachwuchswissenschaftler verliehen. Damit soll einerseits das Werk von Prof.Werner Boie (TU Dresden) in der Kraftwerkstechnik in der Erinnerung wachgehalten und andererseits – ganz in seinem Sinne – der wissenschaftliche Nachwuchs angespornt werden. Der Wert des Preises ist seine Exklusivität. Er wurde geschaffen vom jungen Künstler Thomas Weber, Absolvent der Hochschule für Bildende Künste Dresden und Schüler von Prof. Ulrich Eißner.
 
Das Kolloquium steht unter der Schirmherrschaft von Sven Morlok, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, sowie der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Michael Beckmann und Prof. Antonio Hurtado, beide TU Dresden.

Weiterführende Informationen zum 44. Kraftwerkstechnischen Kolloquium stehen unter: www.kraftwerkskolloquium.de.

Informationen für Journalisten:
Technische Universität Dresden
Institut für Energietechnik
Elke Czaplewski
Tel.: +49 (0) 351 463-35308
elke.czaplewski@tu-dresden.de


Stand: 18.10.2012 16:04
Autor: Pressestelle (Zuständig für die Presseinformationen) abgelaufen

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