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Zum Wohl des Patienten

Welchen Stellenwert nimmt der Patient ein, wenn es um die Entwicklung und den Kauf von neuen Geräten der Medizintechnik in Krankenhäusern und Praxen geht? Eigentlich einen großen, nehmen die Patienten an. Doch in der Realität ist das oft anders. So haben Studien gezeigt, dass organisatorische und strukturelle Auswirkungen von neuen Geräten ebenso die Entscheidung zum Kauf beeinflussen. Bei der Entwicklung neuer medizinischer Geräte steht nicht selten die einfache Anwendbarkeit für den Arzt im Mittelpunkt. Der Nutzen für den Patienten ist dem manchmal sogar untergeordnet. Die Interaktionen zwischen Ärzten, Patienten, Klinikverwaltung und der Medizinindustrie sind Thema der neuen Nachwuchsforschergruppe „InnoTech4Health“ der Technischen Universitäten Dresden und Chemnitz.

Aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven heraus bewerten die Wissenschaftler, wie Medizintechnik patientenorientiert entwickelt und angewendet werden kann. Unter anderem arbeiten Wirtschaftswissenschaftler, Arbeitswissenschaftler, Architekten und Ingenieure zusammen. „Aus dieser Interaktion ergibt sich eine Vielzahl spannender Forschungsfragen mit hoher gesellschaftlicher und praktischer Relevanz“, sagt Projektleiter Dr. Sebastian Gurtner, von der Professur für Entrepreneurship und Innovation der TU Dresden. Bis Ende 2014 unterstützt die Europäische Union die Forscher mit 1,15 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF). Durch die Ausbildung von hochqualifizierten Nachwuchsforschern soll außerdem die sächsische Gesundheitswirtschaft gestärkt werden.

Mit Hilfe von wissenschaftlichen Verfahren, wie bspw. Datenanalysen, Experteninterviews und Fallstudien sollen 14 Teilprojekte bearbeitet werden. Unter anderem sollen sächsische Unternehmen der Medizinbranche sowie Patienten befragt werden. „Ziel ist nicht nur, die Kosten in der Medizinbranche zu senken“, sagt Sebastian Gurtner, „in Kooperation mit Herstellern und Nutzern von Medizintechnikgeräten sollen zudem Defizite in den verschiedenen Phasen des Innovationsprozesses aufgedeckt und behoben werden.“ Die Entwicklung neuer Geräte soll schneller und effizienter werden. Das kommt auch den Patienten zugute.

Information für Journalisten:
Dr. Sebastian Gurtner, Professur für Entrepreneurship und Innovation
Tel.: 0351 463-36873
sebastian.gurtner@tu-dresden.de


Stand: 08.10.2012 14:55
Autor: Pressestelle (Zuständig für die Presseinformationen) abgelaufen

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