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Energiewende in Sachsen erfolgreich meistern

Mit der Energiewende in Deutschland soll der Anteil von erneuerbaren Energien in den nächsten Jahrzehnten deutlich erhöht werden. Auch der Energiesektor in Sachsen wird sich deshalb in den nächsten Jahren grundlegend verändern.
Die Nachwuchsforschergruppe „Energiewende Sachsen im transnationalen Kontext“ der Technischen Universität Dresden soll daher unter anderem eine Strategie entwickeln, wie der verstärkte Ausbau und die Integration der erneuerbaren Energieträger in das bestehende Energieversorgungssystem realisiert werden kann. Dies betrifft insbesondere die elektrische Energieversorgung, aber auch die Gas- und Wärmeversorgung wird mit berücksichtigt. Gesucht werden technische und wirtschaftliche Lösungen, die zu einer intelligenten Integration erneuerbarer Energien beitragen.

Das interdisziplinäre Projekt, in dem sechs Nachwuchswissenschaftler arbeiten, wird mit 900.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Partner des Projekts an der Technischen Universität Dresden sind die Professur für Energiewirtschaft (Prof. Dominik Möst, Fakultät Wirtschaftswissenschaften) und das Institut für elektrische Energieversorgung und Hochspannungstechnik (Prof. Peter Schegner, Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik)). Zudem sind die TU Graz und die TU Wien transnationale Partner des Projekts.
„Die jungen Forscher arbeiten an einem für Sachsen und Deutschland entscheidenden Zukunftsfeld. Damit die Energiewende gelingt und erfolgreich umgesetzt werden kann, brauchen wir neue Strategien und innovative Lösungsansätze. Die Arbeit der Nachwuchsforschergruppe leistet einen wichtigen Beitrag um den Standort Sachsen im Bereich der Energietechnik- und wirtschaft weiter voranzubringen“, kommentiert Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer das Projekt. „Außerdem haben die Nachwuchswissenschaftler hier die Möglichkeit, sich durch forschungsnahe Arbeiten im Bereich der Energiewirtschaft und -technik weiterzubilden, denn der Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften in diesem Bereich ist sehr groß.“

Der Ausbau der erneuerbaren Energien kann nur erreicht werden, wenn die gesamte Wertschöpfungskette betrachtet und weiterentwickelt wird; von der Energiebereitstellung über die Übertragungsnetze bis hin zu den Verteilungsnetzen. Deshalb sollen sich die Nachwuchswissenschaftler untern anderem auch mit Lösungsansätzen für nachhaltige Energieversorgungssysteme in schwach besiedelten ländlichen Regionen auseinandersetzen. Dabei müssen insbesondere die Verteilungsnetze zukünftig neue Aufgaben übernehmen müssen. Sie werden nicht mehr, sowie ursprünglich konzipiert, die elektrische Energie zu den Endkunden transportieren, sondern auch die „Einsammlung“ der erneuerbaren Energie in der Fläche übernehmen müssen. Hierzu sind technische, organisatorische und planerische Herausforderungen zu lösen.
Weiterhin werden in dem Projekt auch übergreifende Aspekte des Transformationsprozesses betrachtet, etwa die Auswirkungen auf Energiepreise und Netzentgelte oder die Einbettung der Entwicklungen in den gesamtdeutschen und europäischen Rahmen.

Bereits jetzt bestehen enge Kooperationen mit Unternehmen und Akteuren der Energiewirtschaft, die auch im Rahmen dieses Vorhabens verstärkt eingebunden werden sollen. Außerdem können die aufgezeigten Lösungsansätze und Strategien als Handlungsempfehlungen oder zur Entscheidungsunterstützung im politischen Bereich herangezogen werden.

Informationen für Journalisten:
Prof. Peter Schegner
Institut für Elektrische Energieversorgung und Hochspannungstechnik
Tel.: 0351 463-34374

Prof. Dominik Möst
Professur für Energiewirtschaft
Tel.: 0351 463-39770
www.ee2.biz 


Stand: 30.10.2012 09:53
Autor: Pressestelle (Zuständig für die Presseinformationen) abgelaufen

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