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Literatur und Globalisierung: "Frankophone Welten"
Unter dem Titel „Frankophone Welten“ beginnt im Mai 2011 im Societaetstheater Dresden eine Reihe von Lesungen und Gesprächen mit französischsprachigen Autoren, die ihre aktuellen, in deutscher Übersetzung erschienen, Werke vorstellen. Die vom Institut für Romanistik der TU Dresden und dem Institut Français Dresden organisierte Veranstaltungsreihe will über das Medium der französischen Sprache, die in dreißig Ländern offizielle Sprache ist, Perspektiven auf die sich globalisierende Welt eröffnen. Die ungeheuer reiche Literatur, die von französischsprachigen Schriftstellern und Intellektuellen im Maghreb, dem subsaharischen Afrika, der Karibik oder in Kanada geschaffen wird, ermöglicht den Zugang zu ganz unterschiedlichen globalen Kulturräumen und den mit ihnen verbundenen Problemen, die immer auch unser eigenes kulturelles Selbstverständnis betreffen. Alle Lesungen und Gespräche finden auf Deutsch und Französisch statt. Bis zur Sommerpause finden drei Veranstaltungen statt. Die Reihe wird im Herbst/Winter fortgesetzt. 3. Mai 2011, 19 Uhr, Maïssa Bey: Nachts unterm Jasmin Maïssa Bey, geboren 1950 in Algerien, gehört zu den derzeit meistbeachtesten weiblichen Stimmen der französischsprachigen algerischen Gegenwartsliteratur. „Nachts unterm Jasmin“ ist der erste, in deutscher Übersetzung erschienene Band mit Erzählungen der Autorin. In jeder dieser Geschichten stehen Frauen und ihre Schicksale im gegenwärtigen Algerien im Mittelpunkt. Sie handeln von der Unterwerfung unter eine archaische patriarchalische Ordnung und ihren Folgen, von Misshandlung, Rechtlosigkeit, der vergeblichen Suche nach Liebe. Nicht nur wegen der aktuellen Ereignisse in Nordafrika sind sie von einer unbedingten Aktualität.
Die Literaturwissenschaftlerin Yanick Lahens, geboren 1953 in Port-au-Prince (Haiti), ist Autorin zahlreicher Erzählungen, Romane und Essays und engagiert sich darüber hinaus in Projekten der Jugendarbeit in Haiti. Am 12. Januar 2010 bebt in Haiti die Erde. Nach weniger als einer Minute ist nichts mehr, wie es war. – Ein Weltuntergang, den Yanick Lahens in ihrem Roman „Und plötzlich tut sich der Boden auf“ in Worten festhält. Höchst beeindruckend legt Yanick Lahens ein ganz persönliches Zeugnis, eine Innenansicht der Katastrophe jenseits der Fernsehbilder vor. 15. Juni 2011, 19 Uhr, Abdourahman A. Waberi: Tor der Tränen Abdourahman A. Waberi, geboren 1965 in Dschibouti, lebt nach
den Stationen Caen und Berlin heute in den USA. „Tor der
Tränen“ ist der vierte ins Deutsche übersetzte Roman. Er
beschreibt die Geschichte zweier Brüder anhand von deren
Tagebüchern – zwei Wege, die unterschiedlicher nicht sein
können. Der eine sitzt als islamischer Terrorist in einem
Gefängnis auf der Teufelsinsel in Dschibouti, der andere lebt
in Kanada und kommt nur für einige Tage nach Ostafrika, in ein
Land, das ihm fremd geworden ist und dessen Lesart er nicht
mehr versteht. Ein sprachgewaltiger Roman rund um Heimat,
Familie, Auswanderung. Veranstaltungsort: Informationen für Journalisten: Mathias Bäumel |
Veranstaltungen07.05., 11.06., 18.06.2013
07.05.2013
10.05.2013 - 12.05.2013
12.05.2013
14.05., 11.06.201
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