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Neuer Werkstoff zeigt wo’s weh tutIntelligente Materialien, die spüren, wo der Schuh drückt,
komplizierte Bauteile, hergestellt aus einem Stück –
ultrafeinkörnige Drähte, besonders fest und trotzdem gut
formbar und Drahtstrukturen, die beim Crash als Puffer dienen.
Der Sächsische Exzellenzcluster „ECEMP – European Centre for
Emerging Materials and Processes Dresden“ stellt auf der
Hannover Messe 2011, vom 4. bis 8. April 2011, in Halle 2,
Stand A33 seine Projekte vor. Die Wissenschaftler im ECEMP-Teilprojekt SmartComp
entwickeln intelligente Materialien, die Veränderungen im
Werkstoff detektieren und die genaue Position der Störung
anzeigen. Mit Hilfe der sogenannten Smart Composites
lassen sich Unfälle vermeiden. Denn wenn Bauteile im
Ermüdungsfall schon kleinste Veränderungen melden, können sie
rechtzeitig ausgetauscht werden. Zudem tragen sie zu einer
deutlichen Kosten- und Ressourcenersparnis bei. Unnötige
Wartungen lassen sich vermeiden und der „vorsorgliche“
Austausch bestimmter Bauteile entfällt. An Hand eines
Demonstrators können die Messebesucher testen, wie eine
Mehrschichtverbundplatte auf aufgesetzte Gewichte reagiert und
die Position der Gewichte genau erkennt. Bauteile kann man zusammenschrauben oder löten, muss man aber nicht. Durch das sogenannte Selektive Laserschweißen stellen ECEMP-Projektpartner aus dem IFW Dresden auch komplizierte Bauteile aus einem Stück her. Dazu haben sie eine spezielle Vorrichtung, auf die sie ein Metallpulver aufbringen. Anschließend wird das Pulver mit Hilfe eines Lasers geschmolzen. Nach dem Abkühlen wird die nächste Pulverschicht aufgebracht und ebenfalls geschmolzen. Nach und nach entsteht auf diese Weise ein Bauteil, das auch komplizierte innere Strukturen und sogar Gelenke haben kann – komplett aus einem Stück gefertigt. Im ECEMP-Teilprojekt HSMetComp nutzen Forscher den Umstand, dass eine feinere Körnung in der Regel auch eine höhere Festigkeit von Materialien zur Folge hat. Durch starkes Umformen von Titan/Niob/Aluminium-Kompositstangen stellen sie Drähte her, die bereits eine feinere Körnung haben als ihr Ausgangsgefüge. Die so entstandenen Drähte lassen sich teilen und abermals zu Stangen zusammenfügen. Formt man diese Stangen erneut um, führt das zu einem noch feineren Gefüge. Durch mehrmaliges Wiederholen des Vorgangs, entstehen Drähte mit einer spezifischen Festigkeit, die vergleichbar ist mit der von reinem Titan oder dessen Legierungen. Durch ihren sehr hohen Aluminiumanteil von fast 40 Prozent sind die Kompositdrähte aber noch einmal deutlich leichter. Im Teilprojekt CelTexComp steht die Kombination von
Metallkomponenten mit textilen nichtmetallischen und
metallischen Verstärkungsstrukturen im Mittelpunkt. Dazu
entwickeln die Wissenschaftler dreidimensionale gewebte
Drahtstrukturen mit definierten mechanischen Eigenschaften, wie
zum Beispiel definierten Steifigkeiten, Festigkeiten oder einem
besonderen Energieabsorptionsvermögen. Diese Strukturen können
sowohl als Sandwichkern in Crashelementen als auch als
Verstärkungsstruktur in einer metallischen Matrix Verwendung
finden. ECEMP – Vom Atom zum komplexen Bauteil ECEMP-Sprecher: ECEMP-Pressestelle: Dr. Silke Ottow/Kim-Astrid Magister |
Veranstaltungen07.05., 11.06., 18.06.2013
07.05.2013
10.05.2013 - 12.05.2013
12.05.2013
14.05., 11.06.201
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