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Indonesischer Wissenschaftler erhält das Georg Forster-ForschungsstipendiumDr. Arief Wijaya (Foto: Torsten Mayer)
Die Alexander von Humboldt-Stiftung hat Dr. Arief Wijaya aus
Jakarta, Indonesien, das Georg Forster-Forschungsstipendium
verliehen. Er wird damit ab dem 1. Februar 2011 für zwei Jahre
am Institut für Waldwachstum und Forstliche Informatik forschen
können. Dort wird Dr. Arief Wijaya eine Methode entwickeln, um
aus verschiedenen Fernerkundungsdaten Informationen über die
Struktur von Torfgebieten auf der indonesischen Insel Sumatra
zu erhalten. Professorin Uta Berger, Inhaberin der Professur
für Forstliche Biometrie und Systemanalyse, betreut das
Projekt. Dr. Arief Wijaya hat große Pläne, bei denen ihm sein neues
Verfahren zur Quantifizierung von Torfgebieten in Südost-Asien
helfen soll: „Ich freue mich sehr darüber, das Stipendium
erhalten zu haben. Hoffentlich kann ich dazu beitragen, dass
tropische Torfwaldgebiete durch die von mir entwickelte Methode
besser geschützt werden können und somit der
Kohlendioxidausstoß in die Luft verringert wird.“ In Indonesien gibt es große tropische Torfwälder, die auf
bis zu 20 Meter tiefen Torfflözen wachsen. Durch Rodung der
Waldgebiete trocknet der Torf aus und es kommt sehr häufig zu
Wald- und Torfbränden. Im Jahr 1997/98 brannten beispielsweise
etwa zehn Millionen Hektar und hüllten Indonesien und Teile
Südostasiens zehn Monate lang in dunklen Rauch ein. Dabei
gelangten ungeheure Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid, das
in großen Mengen im Torf gebunden ist, in die Atmosphäre. Die
Riesenbrände dieser Torfwälder verstärken den globalen
Treibhauseffekt messbar. Wijaya benutzt Sattelitendaten, um die Größe der Waldgebiete zu berechnen. Mit weiteren Fernerkundungsverfahren – zum Beispiel mit Hilfe von Mikrowellen – kann er die Tiefe der Torfschichten messen. Aus diesen Daten entwickelt er ein Modell, mit dem man zum Beispiel die gebundene Masse an Kohlenstoff errechnen kann. Mit Hilfe eines individuen-basierten Computermodells soll die Regeneration der dominanten Pflanzenarten simuliert werden, um das Verhältnis zwischen der Dicke der Torfschicht, der gespeicherten Kohlenstoffmenge und der Waldstruktur auf Landschaftsebene bewerten zu können. Anhand der gesammelten Daten können am Computer Simulationen erstellt werden, die zeigen, welche Auswirkung weitere Brände und Rodungen auf die Atmosphäre, das Klima und demzufolge auch auf den Treibhauseffekt haben könnten. Wijayas Forschungsergebnisse sollen helfen, die Gefahren nicht nachhaltiger Bewirtschaftung indonesischer Wälder aufzuzeigen und weitere Rodungen von tropischen Torfwäldern zu verhindern. Arief Wijaya studierte Natürliches Ressourcenmanagement in Yogyakarta, Indonesien und in Enschede, Niederlande. Seine Promotion schloss er sehr erfolgreich an der TU Bergakademie Freiberg ab, wo er in der Arbeitsgruppe Fernerkundung (Remote Sensing) der Fakultät Geologie arbeitete. Informationen zum Georg
Forster-Forschungsstipendium: Weitere Informationen für Journalisten: Pressestelle Technische Universität Dresden 1. Februar 2011 |
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