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Ehrendoktorwürde der TUD für international renommierten Laserentwickler

Peter Leibinger. Foto: TRUMPF
Peter Leibinger. Foto: TRUMPF

Licht ist schon lange keine rein kosmische Energiequelle mehr. Seit 50 Jahren vollzieht es in gebündelter Form eine stille Revolution und ist aus Alltag und Industrie nicht mehr wegzudenken: der Laser. Am 10. Februar 2011 erhielt  Peter Leibinger den akademischen Grad „Doktor der Ingenieurwissenschaften Ehrenhalber“ (Dr.-Ing. E.h.) aufgrund seiner herausragenden wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Lasertechnologie von der Fakultät Maschinenwesen der TU Dresden verliehen.

„Peter Leibinger erkannte sehr frühzeitig die Bedeutung von Diodenlasern zum Pumpen von Festkörperlasern“, äußerte sich der Dekan der Fakultät Maschinenwesen, Prof. Eckhard Beyer, in der Begründung zur Vergabe der Ehrendoktorwürde. „Gegenüber den üblichen Lampen, welche einen Wirkungsgrad von wenigen Prozent besitzen, ist es möglich, mit Laserdioden eine sehr effektive Anregung des Festkörpers zu erreichen. Hierdurch kann der Wirkungsgrad von etwa 3 % auf 30 % gesteigert werden. Es entsteht weniger Wärme und eine deutlich bessere Strahlqualität.“

„Ich freue mich sehr über die Verleihung der Ehrendoktorwürde“, sagte Leibinger. „Die Auszeichnung zeigt, dass unsere Strategie, die Entwicklung von Laserdioden in die eigene Hand zu nehmen, richtig war. Denn Dioden sind heute die Schlüsseltechnologie für Laser in der Produktion“.

Seine bemerkenswerte Karriere beginnt der gebürtige Stuttgarter in den USA, wo er im Anschluss an sein Maschinenbaustudium in Aachen ab 1997 zwei Jahre als Entwicklungsingenieur bei der Firma Ingersoll Milling Machine Company arbeitet. Nur kurze Zeit später steigt er als Chief Executive Officer und Chairman of the Board in einen US-amerikanischen Ableger des Familienunternehmens TRUMPF ein. Hier trifft Peter Leibinger eine für die TRUMPF-Gruppe strategisch äußerst wichtige Entscheidung: die eigene Herstellung und Entwicklung von Hochleistungs-Laserdioden. Schon bald darauf entwickelte sich das Tochterunternehmen zum weltweit führenden Anbieter auf diesem Gebiet. Parallel dazu wird im Jahr 2000 unter seiner Leitung ein weiterentwickeltes Alternativ-Produkt zum diodengepumpten Festkörperlaser präsentiert, der CO2-Laser TruCoax, der seinen Konkurrenztechnologien deutlich überlegen ist.

Seit dem Jahr 2003 ist Peter Leibinger Vorsitzender des Geschäftsbereichs Lasertechnik, von 2003 bis 2005 war er Geschäftsführer der TRUMPF Laser GmbH + Co. KG in Schramberg. Durch Leibingers hohe fachliche Qualifikation und sein strategisches Talent als verantwortlicher Unternehmer gehört TRUMPF heute zu den Technologie- und Weltmarktführern für Laser und Lasersysteme in der industriellen Fertigung. Dieser Erfolg wäre ohne die Ausdauer, mit der er an der eigenen Diodenlaserherstellung und Weiterentwicklung des Scheibenlasers festhielt, nicht denkbar. Als Alternative zum Faserlaser sagten Experten dem Konzept des Scheibenlasers seinerzeit keine gute Zukunft voraus. Der ingenieurwissenschaftliche Verdienst von Peter Leibinger ist es aber, diesen im Multikilowattbereich sogar zum weltweit führenden Modell etabliert zu haben. Der Erfolg der Firma TRUMPF gibt seiner Beharrlichkeit Recht.

Mit 59 Tochter- und Beteiligungsgesellschaften in 26 Ländern und weltweit ca. 8000 Mitarbeitern erreichte die TRUMPF-Gruppe im Geschäftsjahr 2009/10 einen Umsatz von 1,34 Mrd. Euro. In logischer Konsequenz seiner herausragenden Rolle bei der Unternehmensentwicklung übernimmt Peter Leibinger schließlich im Jahr 2005 als stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung die Verantwortung für die Bereiche Lasertechnik und Elektronik, neue Geschäftsfelder sowie Forschung und Entwicklung.

Neben seinem Wirken im Familienbetrieb engagiert sich Peter Leibinger in besonderer Weise in zahlreichen politischen und wissenschaftlichen Gremien: Von 2006 bis 2010 war er Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Laser und Lasersysteme, seit 2005 ist er Mitglied des Hauptvorstands im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. Seit 2007 ist er Sprecher des Programmausschusses „Optische Technologien“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, zudem Mitglied des US-Boards des Präsidiums im Bundesverband der deutschen Industrie. Seit 2007 ist Peter Leibinger Mitglied im Innovationsrat Baden-Württemberg und hat darüber hinaus noch eine Reihe weiterer Mandate inne.

Seit Jahren verbindet Peter Leibinger und die Firma TRUMPF eine intensive und freundschaftliche Zusammenarbeit mit der TU Dresden, die selbst über mehrere Lasersysteme der Firma TRUMPF verfügt.

Weitere Informationen:
Katja Lesser,
Öffentlichkeitsarbeit der Fakultät Maschinenwesen
Tel.: +49 351 463-35191
Fax: +49 351 463-37735
katja.lesser@mailbox.tu-dresden.de

2. Februar 2011


Stand: 14.02.2011 12:20
Autor: Sven Geise abgelaufen

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