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Verkehrsunfälle können vermieden werdenDie EU hat sich bis zum Jahr 2020 erneut das Ziel gesetzt,
die Anzahl der Verkehrstoten in Europa zu halbieren. Dieses
Ziel kann laut dem Verkehrspsychologen Prof. Bernhard Schlag
von der TU Dresden nur erreicht werden, wenn in stärkerem Maße
das menschliche Verhalten berücksichtigt wird. Denn 90 Prozent
aller Unfälle sind allein oder in Kombination mit anderen
Ursachen auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen. Dieser
hohe Prozentsatz verdeutlicht, warum die vertiefte Untersuchung
menschlichen Fahrverhaltens so wichtig ist, um Verkehrsunfälle
zu vermeiden. Die Verkehrspsychologen der TU Dresden versuchen
derzeit, in verschiedenen Projekten Antworten auf einige der
Fragen zu finden. Aktuell stehen zwei Bevölkerungsgruppen und
deren spezifische Fahrverhaltensmuster im Fokus der Dresdner
Verkehrssicherheitsforschung. Zum einen wird versucht, neue Potenziale der
Unfallvermeidung von Fahranfängern zu entdecken, in dem die
theoretische Fahrerlaubnisprüfung weiterentwickelt wird. Dazu
sollen Fahrschülern künftig neben Bildern mit Fahraufgaben auch
kurze Filme gezeigt werden, um die Anforderungen im
Straßenverkehr realitätsnäher abzubilden. Erwartet wird, dass
dadurch Geschwindigkeiten, Abstände und Interaktionen mit
anderen Verkehrsteilnehmern besser einschätzbar sind und
Fahrschüler stärker für mögliche Gefahren sensibilisiert
werden. Eine verbesserte Gefahrenwahrnehmung soll dazu
beitragen, auch das Verhalten im realen Straßenverkehr zu
verbessern und die hohen Unfallzahlen junger Fahranfänger zu
reduzieren. Zum anderen wird in mehreren Projekten untersucht, wie es
auch zukünftig älteren Menschen ermöglicht werden kann, sich
aktiv am Straßenverkehr zu beteiligen. Diese Frage ist nicht
nur wegen der demografischen Entwicklung in Deutschland und den
meisten EU-Ländern von hoher gesellschaftlicher Relevanz. Sie
betrifft ebenso jeden Einzelnen direkt. So haben Untersuchungen
gezeigt, dass der Verlust der Mobilität auch mit einem Verlust
der Lebensqualität einhergeht. In den aktuellen Projekten wird
insbesondere der Zusammenhang zwischen Alter und Fahrverhalten
untersucht. Dazu werden Fahrversuche mit einem Messfahrzeug und
Simulatorversuche durchgeführt. Für beide Forschungsaufgaben werden dringend Personen gesucht, die bereit sind an den wissenschaftlichen Studien teilzunehmen. Aktuell suchen die Verkehrspsychologen Fahrschüler, die die theoretische Fahrausbildung absolvieren, aktive Autofahrerinnen und Autofahrer zwischen 30 und 45 Jahren sowie ältere Autofahrerinnen und Autofahrer ab 65 Jahren. Die Autofahrer sollten über Erfahrung mit einem Automatikfahrzeug verfügen. Alle Teilnehmer erhalten eine Aufwandsentschädigung. Interessenten melden sich bitte wochentags von 9 bis 16 Uhr
unter: Tel. 0351 463-36643 (Herr Stern) oder -36517 (Frau
Stelzner) bzw. per E-Mail unter Informationen für Journalisten: |
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07.05.2013
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12.05.2013
14.05., 11.06.201
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