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Dr. Harald Eggers verstorben

Dr. Eggers (2001). Foto: MZ/Liebert
Dr. Eggers (2001). Foto: MZ/Liebert

Am  6. Januar 2010 ist  der Ehrendoktor der TU Dresden Dr. h.c. Harald Eggers nach langer schwerer Krankheit im Alter von 59 Jahren verstorben.
 
Der Physiker Eggers hatte im Halbleiterbereich bei Siemens in München und Regensburg seine Karriere begonnen und schnell leitende Positionen eingenommen.
Dr. Eggers war maßgeblich an der Entscheidung beteiligt, 1993 in Dresden das weltweit modernste Halbleiterwerk für die Produktion von Halbleiterspeichern aufzubauen. Dieses Werk hat ganz wesentlich zur Entwicklung von Dresden zu einem weltweit führenden Halbleiterstandort beigetragen. Weitere High-Tech-Investitionen in der Region - z. B. Wacker Siltronic, Freiberger Compound Materials und Solarworld - sind auf diese Investitionsentscheidung zurückzuführen.
Beim Aufbau des Standortes Dresden hat es Dr. Eggers mit großem Erfolg neben der Erweiterung der Fertigung geschafft, mit internationalen Partnern zu kooperieren und neue Wege zu gehen. Dresden wurde so zum Referenzstandort des weltweiten Produktionsnetzwerkes von Siemens/Infineon. Das führte aber auch zur Entwicklung der 300-mm-Technologie durch Siemens und Motorola und der weltweit ersten Produktionsstätte von Speicherchips auf 300-mm-Wafern.
Dr. Eggers widmete sich auch ganz neuen Technologien, z.B. als Mitbegründer der Heliatek GmbH, die organische Solarzellen entwirft und produziert. Neben seiner erfolgreichen Tätigkeit in der Wirtschaft hat Herr Eggers auch großes Engagement für Wissenschaft und Technik gezeigt. Beispiele sind die Mitwirkung bei der Einrichtung der Stiftungsprofessur "Halbleiterphysik" an der TU Dresden und seine Tätigkeit im Kuratorium des Max-Planck-Instituts für Physik komplexer Systeme.

Mit Dr. Harald Eggers verlieren wir einen Menschen, der sein technisches Wissen mit der  Fähigkeit verband, Leute zu begeistern, mitzureißen und für neue Wege zu öffnen. Damit hat er sich um die TU Dresden und die Region verdient gemacht hat. Wir trauern um ihn und sprechen seiner Familie und seinen Freunden unser aufrichtiges Beileid aus.

Professor Hermann Kokenge,
Rektor der TU Dresden


Stand: 14.01.2010 10:18
Autor: Karsten Eckold abgelaufen

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