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Ein neues Ebay für Burkina Faso
Ist es möglich, in einem der ärmsten Länder der Welt einen elektronischen Marktplatz einzurichten? Mit dieser Frage beschäftigen sich vier Studierende der Wirtschaftsinformatik der TU Dresden. Ihre Antwort: ja, es ist möglich! Ein Marktplatz direkt nach Ebay-Vorbild hätte allerdings wenig Chancen. Schließlich gibt es in Ländern wie Burkina Faso kaum private Internetanschlüsse, ein schlecht bis gar nicht ausgebautes Infrastrukturnetz und. Zudem beträgt das Durchschnittseinkommen eines Burkiners gerade mal zwei Euro am Tag. Wie müsste also so ein elektronischer Marktplatz aussehen? Stefan Hertzog hat versucht, mit drei Kommilitonen der Wirtschaftsinformatik eine Antwort auf diese Frage zu finden. "In Ouagadougou, der Hauptstadt Burkina Fasos, gibt es etwa 500 Internetcafés. In einigen von diesen könnten Terminals aufgestellt werden, die quasi den Zugang zum Marktplatz darstellen und die gar keinen direkten Zugang zum teuren Internet haben. Der Marktplatz würde dann wie ein Schwarzes Brett funktionieren: Jeder Nutzer, der etwas verkaufen möchte, stellt seine Ware zu einem bestimmten Preis in das System ein. Dabei soll lediglich eine einmalige Anmeldegebühr von umgerechnet fünf Cent und ein Einstellgebühr von umgerechnet zehn Cent bezahlt werden." Zu einem festgelegten Zeitpunkt erfolge dann eine Synchronisation der dezentralen mit einer zentralen Datenbank, erklärt Hertzog. Andere Nutzer könnten nun kostenlos im System nach Waren suchen. Kaufen sie eine der Waren, erfolgt erneut eine Synchronisation mit der zentralen Datenbank, um zu verhindern, dass eine Ware von mehren Kunden gekauft wird. Ist die Ware verkauft, wird der Verkäufer kostenlos per SMS über den Verkauf informiert. So kann er sich unnütze Wege zum Internetcafé sparen. Anschließend können Käufer und Verkäufer noch mittels Textnachrichten über die Plattform Kontakt aufnehmen und die gehandelte Ware übergeben. "Ein Marktplatz nach unserem System bietet potentiellen Nutzern eine Reihe von Vorteilen", ergänzt Projektmitarbeiterin Sandra Leupold. "Der Verkäufer kann seinen Absatzmarkt ohne finanziellen Aufwand vergrößern. Und die Käufer finden benötigte Waren nun schneller und preisgünstiger. Die Cafébetreiber könnten wenig erfahrenen Nutzern zudem bei Problemen zur Seite stehen." Mit der Ausarbeitung der Idee zu einem solchen "E-Brocanter", also einem digitalen Trödelmarkt, haben Sandra Leupold, Sebastian Kießling, Alexander Witt und Stefan Hertzog unlängst das Finale der Accenture Campus Challenge 2009 gewonnen. Autor: Martin Morgenstern Informationen für Journalisten: |
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