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Jung und Alt in einem Team?

Aufgrund der demografischen Entwicklung und der Erhöhung des Renteneintrittsalters wird der Arbeitsmarkt künftig geprägt sein von zahlreichen älteren Arbeitnehmern. Das heißt, die Unternehmen sind darauf angewiesen, Arbeitskräfte verschiedenster Altersgruppen in einem Team zusammenzuführen. Bekannt ist, dass die Zusammenarbeit von jungen und alten Menschen in einer Gruppe sowohl Vorteile (zum Beispiel Erfahrungsunterschiede) als auch Nachteile (zum Beispiel emotionale Konflikte) haben kann. Arbeitspsychologen suchen nun nach Möglichkeiten, die Nachteile zu minimieren, um die Leistung und auch die Gesundheit zu steigern.

Im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Schwerpunktprogramms "Altersdifferenzierte Arbeitssysteme" untersuchen derzeit Psychologen der TU Dresden unter Leitung von Professor Jürgen Wegge in einem Teilprojekt Strategien zur besseren Integration älterer Menschen in den Arbeitsprozess. Sie beschäftigen sich dabei auch mit den Vor- und Nachteilen altersgemischter Teams. Die bisherigen Forschungsergebnisse legen nahe, dass gerade bei komplexen Arbeitsaufgaben Teams mit Menschen verschiedener Altersgruppen leistungsfähiger und produktiver sind als andere. Auf der Suche nach weiteren Kriterien, die Einfluss auf die Produktivität von altersheterogenen Arbeitsgruppen haben können, fanden die Dresdner Psychologen neben der Komplexität der Arbeitsaufgabe heraus, dass die besondere Wertschätzung der älteren Mitarbeiter durch Kollegen und Vorgesetzte zu deutlich besseren Ergebnissen führt. Darüber hinaus ist der Führungsstil der Vorgesetzten von entscheidender Bedeutung. Offenbar ist partizipative Führung gerade in altersgemischten Arbeitsgruppen besonders förderlich. Die Kenntnis der einzelnen Faktoren, die die Leistung beeinflussen, ermöglicht in einem zweiten Schritt, Maßnahmen zu entwickeln, damit altersgemischte Teams besonders erfolgreich arbeiten. Eine Aufgabe, der sich die Wissenschaftler um Professor Jürgen Wegge am Institut für Arbeits-, Organisations- und Sozialpsychologie der TU Dresden Erfolg versprechend stellen.

Aktuell zusammengefasst wurden die Forschungsergebnisse in "Wirtschaftspsychologie" 3/2008, Schwerpunkt "Alter und Arbeit".
Professor Jürgen Wegge ist einer der drei Gastherausgeber (ISSN 1615-7729). 

Informationen für Journalisten:
Prof. Jürgen Wegge,
Tel.: 0351 463-37677, -33784
Mail an wegge@psychologie.tu-dresden.devwegge@psychologie.tu-dresden.de
Dr. Julia Hoch,
Tel.: 0351 463-32974
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Stand: 09.01.2009 10:46
Autor: Karsten Eckold abgelaufen

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