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Finanzkompetenz der Aufsichtsräte von Landesbanken ist "nur schwach ausgeprägt"Aufsichtsräte öffentlich-rechtlicher Banken in Deutschland verfügen im Vergleich zu ihren Kollegen im Privatsektor über weniger Finanzmarkt- und Bankerfahrung. Oft fehlt ihnen dadurch die Kompetenz, ihre Kontrollfunktion effektiv auszufüllen, so die Schlussfolgerung eines Forschungsprojekts, an dem Marcel Thum, Professor für Finanzwissenschaft an der TU Dresden, führend beteiligt war. Die Ergebnisse sollen nun im "ifo-Schnelldienst", einer Zeitschrift des Instituts für Wirtschaftsforschung e. V. an der Universität München, veröffentlicht werden. "Die aktuelle Bankenkrise verdeutlicht den politischen Handlungsbedarf bei der Reform der Aufsichtsratsstrukturen", betonen Hau und Thum. Andernfalls laufen die öffentlich-rechtlichen Banken Gefahr, zu einer fortdauernden Hypothek für den Steuerzahler zu werden. Hau und Thum werteten Lebensläufe von mehr als 400 Aufsichtsratsmitgliedern in den 29 größten deutschen Banken aus. Um die Kontrollkompetenz der Arbeitgebervertreter in den Aufsichtsräten zu messen, wurden 14 Kriterien zur einschlägigen Ausbildung, zur Finanzmarkterfahrung und zur Managementerfahrung von 426 Aufsichtsräten erfasst. Bei allen 14 Kriterien weisen die Aufsichtsräte der privaten Banken ein deutlich höheres Kompetenzniveau auf als die Aufsichtsratsvertreter bei öffentlichen Banken. So hat in privaten Banken mehr als ein Drittel der Aufsichtsräte Erfahrungen im Finanzmarkt gesammelt; bei den öffentlich rechtlichen Banken sind dies weniger als 10 Prozent. Während ungefähr ein Drittel der Aufsichtsräte in privaten Banken über Erfahrungen im Top-Management verfügt, waren bei den öffentlich-rechtlichen Banken nur 11,4 Prozent im Top Management. Autor: Martin Morgenstern Kompetenzindizes für private und öffentlich-rechtliche Banken (Grafik) Vorab-Download des Artikels unter: Weitere Informationen: |
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